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21.08.2009

Christoph Metzelder über seine Zukunft

»Ich habe gute Chancen«

Interview: Karin Sturm und Christian Hönicke  Bild: Imago

Zum ersten Mal seit seinem Wechsel nach Madrid war Christoph Metzelder wieder in Dortmund. Zum Jubiläumsspiel brachte er dem BVB ein 5:0 mit. Wir sprachen mit ihm über Gastgeschenke und seine Zukunft in Spanien.

Christoph Metzelder über seine Zukunft - »Ich habe gute Chancen«


Herr Metzelder, wie haben Sie Ihr erstes Spiel in Dortmund seit dem 2:0 gegen Schalke am vorletzten Spieltag im Mai 2007 erlebt?

Das war sehr emotional für mich. Zum ersten Mal habe ich mich nicht in der Dortmunder Kabine umgezogen. Sieben Jahre war ich hier und habe eine tolle Zeit erlebt. Ich kenne viele Menschen, die hier arbeiten, sehr gut. Ich habe mich sehr gefreut, wieder einmal hier zu sein.



Sie haben es sichtlich genossen, vor die Südtribüne zu gehen und allein mit den Fans zu feiern.

Ich habe überlegt, ob ich das machen soll. Borussia Dortmund hat verloren. Das war für mich ein persönlicher – ich will nicht sagen – Abschied, aber ein persönliches Dankeschön für all die Jahre.

Der BVB war im Jubiläumsspiel zum 100. Geburtstag gegen Real Madrid die deutlich schlechtere Mannschaft.

Das 5:0 war zu hoch. Dortmund hat läuferisch und kämpferisch super dagegen gehalten. Am Ende haben wir aufgrund der spielerischen Qualität klar gewonnen.

Ist es für Sie eine Formalität, mit Cristiano Ronaldo, Kaká und den anderen Stars auf den Platz zu gehen, oder ist es doch etwas Besonderes?

Der besondere Zauber dieser Spieler wird durch die Medien gemacht. Am Ende des Tages sitzen wir in der Kabine alle nebeneinander. Der eine spricht mehr, der andere ist stiller, aber sie sind alle individuelle Ausnahmefußballer.

Sie haben erklärt, dass Sie nach der unbefriedigenden Vorsaison angreifen wollen bei Real in diesem Jahr. Wie weit sind Sie?

Ich habe sehr viele Spiele gemacht. Meine persönliche Situation hat sich sicherlich deutlich verbessert.

Fühlen Sie sich als Stammspieler bei Real, das 250 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben hat?

Den Begriff des Stammspielers gibt es bei uns nur in wenigen Fällen. Wenn man so viele Spiele hat, rotiert der Trainer. Aber ich glaube, dass ich meine Chancen deutlich verbessert habe, ich bin einer der Spieler, der die meisten Einsätze bekommen hat.

Bundestrainer Joachim Löw hat gesagt, wenn Sie wieder regelmäßig spielen, könne es schnell gehen mit Ihrer Rückkehr in die Nationalelf.

Dann warten wir doch die nächsten Wochen ab.

Haben Sie aktuell Kontakt zu Löw?

In letzter Zeit nicht mehr. Aber das Schöne am Sport ist, dass man sich durch Leistung wieder in den Blickpunkt bringen kann.

Sind Sie bereit, zurückzukommen in die Nationalmannschaft?

Sie haben noch kein Länderspiel gemacht. Es ist das Größte, was man im Sport erreichen kann. Ich habe in der Nationalmannschaft eine tolle Zeit erlebt. Das ist das Schöne am Sport, dass die Situation einen herausfordert.

Reizt die Bundesliga Sie eigentlich noch?

Als deutscher Spieler, als deutscher Nationalspieler ist die Bundesliga immer reizvoll. Ich fühle mich aber unheimlich wohl in Madrid und in dem Verein.

Tagesspiegel@11Freunde




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