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07.02.2009

Warum moderner Fussball so öde ist

Laaaaaaangweilig!

Text: Christian Hönicke  Bild: Imago

Jedes Jahr die gleiche Show: Ein paar reiche Top-Teams spielen um die Trophäen, der Rest schaut staunend zu. Champions League und TV-Geld nehmen dem Fußball die Spannung. Ein Manifest von Christian Hönicke.

Warum moderner Fussball so öde ist - Laaaaaaangweilig!


Machen wir uns nichts vor: Fußball ist öde. Zumindest hier in Europa ist er zu einer durchschaubaren Show mit den immer gleichen Hauptdarstellern verkommen, die sich von Saison zu Saison nur minimal verändert.

Stimmt doch gar nicht?



Na, dann schauen wir mal in die führenden Fußballländer des Kontinents: In Spanien fokussiert sich das Interesse seit Jahrzehnten auf Real Madrid und den FC Barcelona, der Rest ist nur Staffage. In Frankreich räumt Olympique Lyon seit 2002 Titel auf Titel ab. In Italien sind einige Spitzenteams inzwischen so weit enteilt, dass die Zuschauerzahlen dramatisch gefallen sind. Und in England täuscht die gern verwendete Bezeichnung »Beste Liga der Welt« darüber hinweg, dass seit Gründung der Premier League vor 17 Jahren lediglich vier verschiedene Teams Meister wurden. Die Bundesliga zählt da noch zu den spannendsten Ligen in Europa, aber auch hier dominiert mit Bayern München ein Serienmeister.

Schuld an der Langeweile ist – natürlich – das Geld. Zumindest eine Teilschuld haben aber auch die Fans.

Der Profisport in Europa ist an einem Punkt angekommen, an dem er sich durch seine Liberalisierung selbst bedroht. Längst ist aus dem Kampf von Sportmannschaften ein Kampf der Wirtschaftssysteme geworden. Das wäre nicht so schlimm, wenn die Bedingungen für alle einigermaßen gleich wären. Im europäischen Klubfußball hat sich jedoch eine Ausreißergruppe etabliert, die sich noch immer weiter absetzen darf, weil sie von allen Seiten gepusht wird. Nur noch mithilfe eines wundersamen Investors oder eines unkalkulierbaren wirtschaftlichen Risikos lässt sich in diese Phalanx einbrechen, nicht mehr mit seriöser, langfristiger Trainingsarbeit. Das führt die Idee des Sports ad absurdum.
 
Fürsorglich gepäppelt werden diese Platzhirsche vor allem vom Fernsehen und der Uefa. Der Europäische Fußballverband wirft den Teilnehmern seiner Champions League so viel Geld hinterher, dass diese in ihren nationalen Ligen einen deutlichen Vorteil haben, sich abermals für die Geldvermehrungsmaschine zu qualifizieren. Wie ist es sonst zu erklären, dass die Münchner neun ihrer bislang 20 Bundesliga-Meisterschaften in der kurzen Zeitspanne nach Einführung der Champions League 1992 holten? Die Champions League bringt zudem nicht nur Geld, sie ist auch ein wichtiges Argument bei der Verpflichtung von Star kickern, die global scheinen wollen.

Als wäre das nicht schon genug, profitieren genau diese Mannschaften auch noch von der bisweilen unfassbar einseitigen Verteilung des Gelds aus den Fernsehverträgen der nationalen Ligen. Sie erhalten »so viel Geld, dass andere Vereine diesen Nachteil nie wieder ausgleichen können«, wie Heribert Bruchhagen von Eintracht Frankfurt unlängst in der »Welt« sagte. 1992 habe der Unterschied zwischen den Etats von Bayern und Eintracht Frankfurt 40 Prozent betragen, heute seien es 400 Prozent. Bruchhagen rechnet vor: Ein Budget von 25,6 Millionen Euro gegen 151 Millionen Euro, »wie sollen wir da konkurrenzfähig sein?«

Natürlich sollte Leistung belohnt und nicht bestraft werden, und es spricht auch nichts dagegen, dass ein Verein aufgrund seiner Erfolge ein Polster erwirtschaftet. Allerdings muss die Belohnung überschaubar sein und darf nicht wie jetzt zur völligen Wettbewerbsverzerrung oder dem Schaffen absoluter Sonderstellungen führen, wie sie in Deutschland eben Bayern München innehat.


weiterlesen [1] [2] [3]





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Kommentare

  • User
  • 07.02.2009 01:00:46 magoeb

    Super Artikel. Vielan Dank Christian.

  • User
  • 07.02.2009 11:12:23 Spongebob

    Also ich finde die championsleagu attraktiver wenn die besten mannschaften dabei sind und nicht die meister aus Norwegen, Schweden, Finnland, Lettland, Litauen, Estland, Makedonien...

    wenn mindestens sechs einheimische Spieler pro Team auf dem Platz stehen müssen, würde das eine längere Dominanz bestimmter Mannschaften erlaichtern. Dann würden Mannschaften wie Bayern die Starspieler von Mannschaften wie Köln, Mainz, Frankfurt kaufen und damit national noch eindeutiger dominieren

  • User
  • 07.02.2009 11:50:56 schillo

    Ist es wirklich ein Problem, wenn gewisse Mannschaften aus England und Spanien, mit Abstrichen Italien und Deutschland (Bayern) eine vorherrschende Stellung sowohl national und als auch international haben?
    Kurzfristig gesehen: Nein. Die BL hat gut besuchte Stadien. Die Spanier scheinen auch zufrieden. Dass Italiener und Engländer weniger ihre Stadien besuchen hat meiner Meinung nach weniger mit der Attraktivität sondern viel mehr mit Gewalt und/oder den Eintrittspreisen.
    Mittelfristig und langfristig gesehen: JA. Sonst gebe es nicht in letzter Zeit viele Artikel wie diesen hier. Ich muss zugeben, dass es mich als Deutschen schon traurig macht, dass wir in der CL nur auf die Bayern hoffen können. Und selbst scheiterten in letzter Zeit relativ früh. Bremen liefert zwar einige gute Spiele gegen Topteams, aber scheiden trotzdem aus. Und im UEFA-Cup kam zuletzt Dortmund ins Finale.
    Die Lösungsansätze klingen sehr naheliegend, wie mein Vorredner spongebob jedoch anführt, sind sie zu kurz gedacht und wirken zudem ein wenig populistisch: den Großen die Startplätze wegnhemen und sie an kleinere, "exotischere" Vereine geben, klingt gerecht, aber wollen wir die wirklich sehen? also ich will schon die TOP 4 aus England sehen!!!
    Die Nachteile der 6+5 Regel hat spongebob ebenso klar verdeutlicht.
    Und der sogenannte salary-cup macht sein einiger Zeit immer wieder die Runde, ohne wirkliche Beachtung bei den Funktionären zu finden.
    Was bleibt ist auf eine Revolution à la Klinsmann beim DFB zu hoffen. Dazu braucht es einen durchsetzungsfähigeren Mann als Platini, dessen Willen und Einsatz ich jedoch löblich finde, und eine krisengeschüttelte UEFA, die ich zurzeit noch nicht sehe.

  • User
  • 07.02.2009 12:09:47 flying_lama

    geld erwirtschaften ist nicht alles, man muss auch damit haushalten können (stimmts dortmund?), denn dann gäbe es sicher die ein oder andere spitzenmannschaft mehr.
    schuld ist nichtnur die geldmaschinerie uefa, sondern auch der verein selbst, denn viele hatten ihre chance vor jahren mit den grossen haien mitzuschwimmen, haben sie aber vertan. ende

  • User
  • 07.02.2009 12:38:28 paco_y_pedro

    fand den Artikel auch sehr gut und richtig

    also zu dieser 6+5 regel - finde ich die Begründung von Spongebob eigtl. ziemlich schwach.... die erfolgreichen clubs kaufen doch jetzt auch schon den kleineren clubs die spieler weg - das wäre doch keine folge des 6+5.
    Die konsequenz wäre doch vielmehr, dass dadurch in der Summe mehr einheimische Spieler eingesetzt werden müssten, und dadurch die Jugendarbeit wichtiger wird. Für clubs die auf eine ganzheitliche entwicklung (von der Jugend bis in den Profibereich also) setzen wäre dass also doch eine positive entwicklung, die auch kleineren Clubs Entwicklungspotenzial und größere Einkommensmöglichkeiten schafft.

    und wer die Top4 aus England weiterhin sehen möchte, könnte sie ja dann z.B. auch im Uefa-Cup sehen - das hauptargument aus dem artikel ist doch, dass die Schere (finanziell vor allem) in den europ Fussball-Ligen immer weiter auseinander geht.
    Wenn dann eben aus England / Italien / Spanien ein oder zwei clubs nicht mehr in der CL nicht mehr dabei sind ist dass doch kein Beinbruch - waren sie halt auf nationalem Niveau keine Champions und müssen auch mal kleinere brötchen backen mit den geringen Einnahmen aus dem Uefa-Cup, und andere kleinere Teams können sich eher rankämpfen - und die Gesamtattraktivität der Ligen steigt dadurch bestimmt, weil es dann einfach spannender ist, wenn auch mal mehr mannschaften um die Meisterschaft, CL usw. kämpfen

  • User
  • 07.02.2009 13:54:34 Wer

    Hm, so ganz zustimmen will ich dem Artikel nicht ...
    Ein wesentlicher Schritt wäre für mich auf jeden Fall eine gründliche Reformierung des UEFA-Cups (Europe League ...) und das jener wieder attracktiver wird. Es kann meiner Meinung nach irgendwie nicht sein, das ein internationeler Wettbewerb, der für viele Teams, auch aus der BL, erstmal das höchste der Gefühle und absolutes Traumziel ist von den "großen" Teams nur belächelt und verbal durch den Dreck gezogen wird. Ein Team wie Eintracht Frankfurth hat definitiv nicht "verloren" wenn es sich für den UEFA-Cup qualifizieren kann.

  • User
  • 07.02.2009 14:27:27 Mamamamaradonna

    Ich denke es gibt ein grobes Mißverhältnis zwischen den Summen die man im UEFA-Cup und denen die man in der Championsleague verdienen kann. Würde man die Gelder zugunsten des UEFA-Cups umverteilen, so würden die Unterschiede zwischen den Clubs die regelmäßig auf Platz 1 und 2 stehen und denen, die zwar meist in der vorderen Tabellenhälfte aber eben selten auf einem der Plätze die zur Championsleague berechtigen landen, sich nicht so deutlich ausprägen. Dadurch wäre die Liga deutlich ausgeglichener und "kleine" Clubs könnten sich Stück für Stück weiterentwickeln, wenn sie Jahr für Jahr den UEFA Cup erreichen.
    Es kann nicht sein das der Gewinner des UEFA-Cups weniger Geld bekommt als derjenige welcher die Vorunde der Championsleague übersteht!!!

  • User
  • 07.02.2009 14:35:45 Spongebob

    da gebe ich dir recht mamamamamamaradonna.

  • User
  • 07.02.2009 14:41:24 Spongebob

    aber das würde nur die Meisterschaft spannender machen. mannchaften wie frankfur, bochum... hätten damit nichts gewonnen

  • User
  • 07.02.2009 14:43:17 Spongebob

    eines muss aber noch gesagt werden:
    DIE BUNDESLIGA WAR SELTEN SO SPANNEND UND UNTERHALTSAM WIE IN DIESER SEASON

  • User
  • 07.02.2009 15:09:03 Heffer

    Das die Bundesliga so spannend ist hat aber sehr wenig mit dem zu tun, dass sich immer nur die gleichen in D für die CL qualifizieren.

    Weiß jemand noch, wer das letzes Jahr war und wo die heute stehen?

    Das einzige auf jeden Fall durchführbare ist meines Erachtens die Teilnahme an der CL hingehend der Wirtschaftlichkeit der Vereine abhängig zu machen.

    Sagen wir mal in 5 Jahren müssen die Bilanzen in Ordnung sein und wenn Real Madrid nächstes Jahr noch mitspielen will, dann müssten sie was in der Richtung getan haben.

    Wobei ich zugeben muss, dass meine Gedanken immerr vor ne Wand rennen, wenn ich mich mit den Diskrepanzen beschäftige, die zwische sportlichen Erfolgen und roten Zahlen herrschen ( ManU zb).

    Das konnte mir bis jetzt noch keiner veklickern, wie das überhaupt geht.

  • User
  • 07.02.2009 15:55:30 Matzator

    Was die 6+5 Regel angeht, gibt es doch auch Hintertürchen. Brasilianer werden mal eben Spanier (Marcos Senna) und Argentinier Italiener (Mauro Camoranesi). Aber es wäre ein Anfang.

  • User
  • 07.02.2009 16:52:37 bochumersaarbrücker

    sehr schöner artikel - ich halte von drafts und ähnlichen aktionen auch nichts. aber der salary cap würde endlich ein wenig druck auf vereine wie real madrid, fc chelsea, manchester united, fc bayern (usw.) ausüben, anders zu wirtschaften. besser natürlich der indirekte salary cap: denn nur wer sich durch gute leistungen das geld erspielt, kann sich auch hohe gehälter für seine spieler leisten. und das geht nur, wenn es durch eine andere prämienregelung für den uefa cup und eine allgemeine herabsetzung der champions-league startplätze mehr vereinen als bisher ermöglicht wird, finanziell und sportlich an die jetzigen "marktführer" ranzukommen. 6+5 ist eine gute idee, die natürlich die spontaneinbürgerungen berücksichtigen muss (einbürgerung muss zb mehr als zwei jahre zurückliegen).

    was mich in den letzten jahren besonders juckt: viele teams interessieren sich nicht mehr uneingeschränkt für die meisterschaft selbst, sondern spekulieren auf den zweiten platz (hinter bayern) oder den dritten qualiplatz, um ans geld zu kommen. das prestige des meistertitels sinkt dadurch. darum hat es mich als nicht-vfb-fan auch so sehr gefreut, als die stuttgarter vor zwei jahren dem ganzen pfeffer gegeben haben ;)

  • User
  • 07.02.2009 18:00:42 franzferdl

    einige interessante anregungen. allerdings springen die lösungsvorschläge m.e. viel zu kurz. ein blick in die usa genügt, um zu sehen, dass dort mitnichten alles friedefreudeeierkuchen ist. man schaue sich bspw. nur mal die nhl an, dann sieht man etliche überschuldete franchises, wozu u.a. auch die montréal canadiens gehören, die im übrigen der gilett (schreibt man den so?) sein eigen nennen darf, dem ja auch manu gehört. so schliesst sich wohl der kreis...

    die 6+5-regel ist m.e. ein krasser anachronismus. im vereinten europa geht das überhaupt nicht, vielleicht sollte man sogar ganz revolutionär überlegen, eine echte euroliga einzuführen. gleichwohl wäre es ganz wichtig, dem modernen sklavenhandel junger talentierter spieler aus afrika oder südamerika das handwerk zu legen. dazu bedarf es aber ganz anderer, v.a. politischer und zwischenstaatlicher massnahmen. eine 6+5-regel ändert daran überhaupt nix.

    und schliesslich meine ich, dass die beschriebenen tendenzen keine einbahnstrasse darstellen. es kann ja auch sein, dass nicht nur bayern (nur mal als beispiel) von anderen clubs profitiert, sondern eben auch umgekehrt: schaut euch nur mal an, wieviele bayern-talente aus dem bayern-nachwuchs mittlerweile in anderen bundesliga-teams für furore sorgen - und bayern sogar oftmals so dumm ist & sie zu regelrechten dumpingpreisen verhökert: aktuell kroos, für den sie keine idee haben, vorher trochwoski, hitzlsberger, missimovic, gerne auch feulner, u.a.

    und ganz zum schluss steht natürlich auch eins fest: der moderne fussball ist nicht jenseits unserer gegenwärtigen gesellschaftsordnung zu verorten - und die funktioniert knallhart kapitalistisch, man könnte auch sagen: sozialdarwinistisch, oder: "survival of the fittest" - und darum solls ja auch im sport gehen. lange rede, ganz kurzer sinn: es bedürfte schon einer revolution unserer kulturellen mentalität in einem weitaus größeren rahmen als lediglich auf den modernen fussball beschränkt.

    welche gegenidylle ist denn überhaupt zu diesen auswüchsen des modernen fussballs vorstellbar? vielleicht müsste man genau das erstmal ausbuchstabieren: welchen fussball wollen wir eigentlich?

  • User
  • 07.02.2009 21:12:24 Shileno

    Ich lass mich ja gerne als Nostalgiker beschimpfen, aber ich fand das alte europäische Pokalsystem ideal. Wird nicht mehr zurückkehren, schon klar. Aber der Unterschied zwischen dem alten System und der Champignonsliga beschreibt halt recht gut die Zwickmühle des modernen Fussballs. Vereine, die sich als Wirtschaftsunternehmen begreifen, streben natürlich danach, das Riskio eines frühen Ausscheidens in einem Wettbewerb zu minimieren, aber gerade dieses Risiko macht den Wettbewerb auf der anderen Seite spannend für den Fussballfan. Man kann beiden Seiten nicht hundertprozentig gerecht werden, also muss man einen Kompromiss finden. Momentan fällt der m.E. sehr zugunsten der Wirtschaft aus, aber ich bin ja auch Fan, nicht Unternehmer ;-)

    Mein (wahrscheinlich utopischer) Massnahmenkatalog sähe so aus:
    - Beschränkung der Teilnehmerzahl pro Land in der CL auf 2 (selbst dann ist der Name "Champions"league eigentlich Betrug am Kunden, aber ich bin ja kompromissbereit ;-))
    - Die Wettbewerbe bleiben in sich geschlossen, d.h., wer in der CL ausscheidet, wird nicht noch mit einer Teilnahme am UEFA-Cup belohnt.
    - Wie schon von Maradonas Mama vorgeschlagen, drastische Reduzierung der Prämienunterschiede zwischen CL und UEFA Cup
    - Als Ausgleich dafür, dass weniger Ligaclubs pro Saison europäisch spielen, höhere Beteiligung der übrigen Clubs an den CL und UEFA Prämien. Letztendlich nützt es langfristig auch dem FC Bayern, wenn die anderen Clubs wettbewerbsfähig bleiben.

    6+5 dagegen nutzt m.E. im wesentlichen den Nationalmannschaften, hätte aber keine Auswirkungen auf den Vereinswettbewerb.

  • User
  • 07.02.2009 21:27:57 Nedowan

    Für die großen Vereine ist Fußball längst kein "Sport" mehr, der durch Spannung unterhält, sondern durch Qualität. Es geht um eine "Ästhetik", schnelles, direktes Spiel. Möglichst viele Tore sollen fallen. Das kleine die großen schon längst nicht mehr schlagen können, ist Nebensache. Um das zu ändern wäre ein Blick nach Amerika sinnvoll. Dort gibt es in den Ligen zwar keinen Abstieg aber durch das Salary Cap und den Draft (schlechtestes Team bekommt den besten Nachwuchsspieler) wird zumindest für etwas Abwechslung gesorgt. Aber solche Arbeitsregulierungen werden sich in der EU nicht machen lassen.

  • User
  • 07.02.2009 22:51:58 UrmelAusmEis

    "Das kleine die großen schon längst nicht mehr schlagen können, ist Nebensache. Um das zu ändern wäre ein Blick nach Amerika sinnvoll. Dort gibt es in den Ligen zwar keinen Abstieg aber durch das Salary Cap und den Draft (schlechtestes Team bekommt den besten Nachwuchsspieler) wird zumindest für etwas Abwechslung gesorgt. Aber solche Arbeitsregulierungen werden sich in der EU nicht machen lassen."

    Die Frage, Nedowan, ist doch: Wollen wir das? Wollen wir eine der Grundideen unseres Sports (dass Leistung belohnt wird) umdrehen lassen? Dahingehend, dass Nichtleistung belohnt wird?

    Meine Antwort: Ich wills nicht.

    Unser Sport ist in unseren (sozialdarwinistischen, um Franzferdl zu zitieren) Traditionen "groß" geworden, der US-Sport mit anderen Idealen. Die Rezepte des Einen auf den Anderen zu transferieren, macht diesen wohl mehr kaputt, als ihm zu helfen.

    - - -

    "Wobei ich zugeben muss, dass meine Gedanken immerr vor ne Wand rennen, wenn ich mich mit den Diskrepanzen beschäftige, die zwische sportlichen Erfolgen und roten Zahlen herrschen ( ManU zb).

    Das konnte mir bis jetzt noch keiner veklickern, wie das überhaupt geht."


    Ist mir jetzt nicht ganz klar, Heffer, welche Diskrepanz Du meinst. Ich habe allerdings den Verdacht, dass Du Dir mit ManU ein schlechtes Beispiel herausgepickt hast.


    - - -

    Der Artikel selbst ist durchaus interessant, in vielen Punkten sehr wahr, und deckt mit vielen meiner Bedenken, was den Fußball angeht. Dennoch ist nicht jedes Argumente auch auf den zweiten Blick noch schlüssig.

    "Wie ist es sonst zu erklären, dass die Münchner neun ihrer bislang 20 Bundesliga-Meisterschaften in der kurzen Zeitspanne nach Einführung der Champions League 1992 holten?"

    Vielleicht damit, dass die Bayern auch schon vor 1992 das Maß der Dinge waren. Für die 7 Titel in 11 Jahren zwischen 79/80 und 89/90 brauchten sie ja offensichtlich keine Champions-League-Fantastillionen.

  • User
  • 07.02.2009 23:35:14 Gandalf

    Wie hat es Urmel eigentlich schon wieder geschafft, pünktlich zu Hause zu sein?
    Der Mann muss bezahlt sein...oder er hat Rollen unter den Füssen...die Lidl-Bahncard kanns nicht gewesen sein.
    Oder er hat seinen Laptop im Rucksack dabei gehabt - verdammt, das wirds gewesen sein.
    Ick grüsse dann morgen Nachmitag aus Haching!


    Back to Topic: JA, ich hasse die CL, die BL hat nur Charme durch Hoffenheim und ich könnte auf die Überflutung gerne verzichten.
    Punkt.

  • User
  • 08.02.2009 01:07:50 UrmelAusmEis

    Urmel ist nicht gefahren, weil keiner mitwollte. Insgeheim hatte er ja sogar gedacht, sein Brüderchen überreden zu können.
    Allein zu fahren wär dann in Frage gekommen, wenn die Rahmenbedingungen perfekt gewesen wären, also z.B. ein Forumsmitglied, das in irgendein Stadion mitgeht, oder zumindest ein Ticket fürs ausverkaufte "Spitzen"spiel sicher.

  • User
  • 08.02.2009 10:51:59 bochumersaarbrücker

    franzderdl: welche gegenidylle ist denn überhaupt zu diesen auswüchsen des modernen fussballs vorstellbar? vielleicht müsste man genau das erstmal ausbuchstabieren: welchen fussball wollen wir eigentlich?

    das ist eine wunderbar philosophische frage, die bei mir allerdings gleich wieder diesen abgedroschenen "gegen den modernen fußball"-komplex zu tage fördert. was wollen wir? wer sind wir? wo gehen wir hin? auf jeden fall nicht rückwärts. ich denke, es geht darum, wie im artikel angedeutet, mehr spannung in den nationalen und internationalen bewerben zu bekommen. das geht weder auf knopfdruck noch per regelverordnung. das ziel kann es auch nicht sein, die großen teams zurechtzuweisen oder zurechtzustutzen. für mich bedeutet ausgeglichenheit auch charme. klar, ein verein wie der vfl bochum oder der karlsruher sc wird so schnell nicht um die meisterschft mitspielen, aber darum geht es nicht. diese vereine definieren sich ja auch über ihr image der "kleinen fische" (unbeugsam-kampagne etc., ein ausflippender rolf dohmen gestern). ich finde, man muss hier die finanziellen diskrepanzen sehen. dass ein klub wie der fc bayern sich längst als wirtschaftsunternehmen versteht, gut und schön. aber man muss auch überlegen: auf was gründet dieser erfolg? geht es um gewinnmaximierung oder sportlichen erfolg? sehe ich die bundesliga nur als sprungbrett ins vielbeschworene internationale GESCHÄFT?
    locke ich jede saison eine vielzahl der besten spieler andere vereine in meinen verein, um eine vielzahl dieser nach kurzer zeit wieder abzugeben? warum machen die spieler das mit? gibt es noch so etwas wie vereinstreue?

    ich sehe das ganze sicher auch mit einem großen schuss romantik wenn ich sage: es müssen in irgendeiner form gleiche bedingungen geschaffen werden, die für alle vereine der bundesliga gelten. eintracht frankfurt wird niemals das budget der bayern oder der schalker erreichen. und die bayern haben sich ihren sportlichen und finanziellen vorsprung selbst erarbeitet. aber eintracht frankfurt wird durch bestimmte sportliche gegebenheiten (und 6+5 ist meines erachtens ein guter anfang) vielleicht wieder einmal zaubern wie anno 94.

  • User
  • 08.02.2009 19:10:14 franzferdl

    bochumersaarbrücker, du hast recht. ein ganz großer schuss romantik sogar. sehr groß. zum einen frage ich mich, ob du die eintracht nicht nachträglich eher glorifizierst. wir müssen nicht darüber reden, dass sie damals wunderschönen fussball spielten - eben toppmöllers-erstes-jahr-fussball. meines wissens war die damalige mannschaft jedoch alles andere als billig, die finanziellen probleme der eintracht wurzelten nicht zu letzt genau in dieser phase.

    zum anderen frage ich mich, wie genau "gleiche bedingungen" ausschauen können. mir scheint es solch einen totalen neuanfang noch nie gegeben zu haben, der genau das garantieren könnte. auch in die glorifizierten 50er, 60er oder 70er sahen große unterschiede, sogar noch krassere erfolgsdynastien (z.b. real oder liverpool). es ist ja immerhin bemerkenswert, wieviele verschiedene mannschaften seit einführung der CL dieselben gewonnen haben. meines wissens haben nur manu und ac milan die CL mehr als 1mal gewonnen.

    insgesamt sollte man vielleicht noch einmal genau eines ganz realistisch festhalten: fussball ist ein wettkampf- und wettbewerbssport: es gibt meistens genau einen ersten, ein paar drunter & in europa auch absteiger. und genau daraus resultieren nicht zu letzt ungleichheiten: wer erster ist, gewinnt etwas: einen titel, zustimmung und auch geld. wer letzter ist, steigt ab. usw.

    bzgl. des transfer-systems: wenn ich mich nicht ganz täusche, sind auch kleinere vereine bestandteil deselben; sie bedienen sich halt bei noch-kleineren und diese wiederum bei noch-noch-kleineren - das geht runter bis in die kreisklasse, wo mancherorts ganz perverse tarife gezahlt werden. insofern schwächen auch bochum und frankfurt immer wieder andere, eben noch-kleinere mannschaften. das ist eine tatsache, nicht nur die großen sind die bösen in diesem spiel...
    eine lösung gibt es dafür nicht - außer die auflösung der ligenstrukturen und des verbots von transfers überhaupt.

    die 6+5 halte ich, wie gesagt, für einen totalen rückwärtsgewandten schmarrn, mit dem u.a. auch blatter hausieren geht. in einem offenen europa bedeuten solche regelungen nationalistische rückfälle: wieso soll ein junger deutscher eher spielen dürfen als ein italiener oder türke? das leuchtet im zeitalter europäischer freizügigkeit nicht mehr ein. und das ist auch gut so!

    wenn es um etwas gehen sollte, dann darum, das durchdrehen des systems zu verhindern: der wahnsinn à la manchester city oder chelsea. wobei ich mir nicht sicher bin, ob nicht auch eine ablösesumme in höhe von 1 mio oder 500000 euronen schon den tatbestand des irrsinns erfüllt... was ich sagen will: gerade im internationalen fussball brauchts strikte gehaltobergrenzen, die sich daran orientieren, was die vereine einnehmen. das ist die einzige art und weise, gleiche bedingungen herzustellen: nur das ausgeben, was man einnimmt. das betrifft dann im übrigen gleich die gesamte kulturelle ausformung unseres hyperkapitalistischen schuldensystems...

    ach ja, noch was: das beste fussballspiel des jahres 2008 war das championsleague-viertelfinalrückspiel liverpool gegen arsenal, endstand: 4:2!

  • User
  • 08.02.2009 19:23:40 bochumersaarbrücker

    das durchdrehen des systems lässt sich leider genausowenig aufhalten wie das sich-abestzen einzelner klubs an die nationale und internationale spitze. auf welcher grundlage kann man einem wirtschaftsunternehmen, wie es alle fußballklubs sind, die legitimation entziehen, fremde investoren mit ins boot zu holen? aus romantischer fansicht (hallo ego) geht das, aus realistischer sicht nicht. salary cap ist, wenn ichs mir nochmal recht überlege, auch keine lösung. klingt zwar romantisch nach gleichberechtigung, aber dann bekommen die spieler halt provisionen über schein/zweit/briefkastenfirmen. es gibt immer einen weg. vielleicht sollten wir alle, die auf guten fußball und nicht immer die gleichen teams an der spitze hoffen, auf die selbstregulierung des (fußball-)marktes hoffen. wir sehen ja gerade, dass in chelsea nicht mehr die gehaltsunsummen früherer tage gezahlt werden und das mancity mit seinen millionen im (irgendwie romantischen) "sumpf" der tabelle festhängt.
    zu 6+5 muss ich teilweise revidieren - mehr eigene spieler, aber über einen anderen, den klassischen weg! fußball ist zwar teil der kultur, aber wenn man eigene, über den fußball definierte identität beibehalten und weiterentwickeln will, muss man auch der entwicklung im eigenen lande sorge tragen. die rostocker zum beispiel sind landesweit bekannt für ihre jugendarbeit und ein vorbild für viele vereine. das muss der ansatz sein.

  • User
  • 08.02.2009 19:46:16 franzferdl

    nein, auf die selbstregulierung dürfen wir nicht warten. die funktioniert nirgends, ist m.e. nur eine schimäre, um ein weiter-so zu legitimieren. man muss sich ja nur das finanz- & wirtschaftssystem anschauen. was wir brauchen, sind exakte regeln - und eine unabhängige & v.a. kompetente instanz, die dafür zuständig, die einhaltung der regeln zu kontrollieren - und ggf. zu sanktionieren. hätte wir solch ein klares normensystem, wären uns die ganzen hedgefonds-aufkäufe erpart geblieben. und real hätte sich seinen galacticos-unsinn sonstwo hinschmieren können... insofern könnte man sich eine "fremdregulierung" des fussballmarktes ganz gut vorstellen: chelsea, real u.a. dürften dann beispielsweise an der CL vorerst nicht teilnehmen... dass dabei probleme bestehen bleiben, sehe ich auch so - die von dir skizzierten umwege über lichtenstein werden ja gerne mal genommen. es ginge dann halt darum, genau das zu sanktionieren!

    du sprichst noch einen weiteren interessanten punkt an: nachwuchsarbeit. vielleicht müsste diesbzgl. auch über einen ausbildungsentschädigungsfonds nachgedacht werden, der hervorragende nachwuchsarbeit gratifiziert. gleichwohl muss aber im übrigen international erfolgreicher fussball & hervorragende nachwuchsarbeit kein gegensatz sein; man schaue sich nur barca an, in jedem spiel besteht die elf zur hälfte aus guten leuten aus dem eigenen nachwuchs, die systemisch jahr für jahr eingebaut werden...

  • User
  • 08.02.2009 23:40:18 sma

    Super Artikel; super Kommentare!
    Ihr sprecht mir aus der Seele!

  • User
  • 09.02.2009 11:30:59 bobby171

    Schöner Artikel, zeigen ja auch die Kommentare, aber:

    Einen grundsätzlicher Fehler machen sowohl der Autor als auch viele Kommentatoren, ist doch das eigentliche Problem die Fokussierung auf Euro-Cup und CL. Für mich als Fan ist die nationale Liga das Entscheidende, und mit der bin ich sehr glücklich! Die Dominanz der Bayern ist nicht so ausgeprägt, dass Sie problemlos Meister werden, die müssen immer was dafür tun und waren selten 4 Wochen im Voraus Meister. und zusätzlich dieses Jahr Hoffenheim (gähn, ich weiß), es kommt also oft was unerwartetes hinzu. Die CL-Millionen haben Bremen (die in 5 Jahren nur unweseltlich weniger als die Bayern durch die CL erlöst haben) oder Schalke (dto.) nicht davoneilen lassen, die einen trotz kaufmännisch richtigem Handeln nicht, die anderen: naja...

    Wer hat den bitteschön festgeschrieben, dass die CL sportlich das alleinseligmachende ist? Verfolgt man die letzten Diskussionen hier, kann man ja eh nur echter Fan (nicht Ultra natürlich :-) sein, wenn man Abstieg und ähnliches mitgemacht hat oder von mir aus für Bayern-Nasen ein dramatisch verlorenes Finale. Fanseitig ist die CL und der Euro-Cup wichtig, aber entscheidend is auf m Platz, in diesem Fall also die nationale Liga, und die ist gut!

  • User
  • 09.02.2009 16:05:24 Turbostaat80

    man kann nur richtiger VfB Fan sein, wenn man Winnie Schäfer als Trainer mitgemacht und überstanden hat.

  • User
  • 09.02.2009 16:30:36 bobby171

    boah, ich hoffe, das (Winnie Schäfer) ist nicht ansteckend!

  • User
  • 09.02.2009 16:33:01 Turbostaat80

    das hoffe ich für ganz Fußball Deutschland gleich mit.

    Ist auch erstaunlich ruhig geworden um den Winnie.

    Ist der nur noch im Gemeinderat von Ettlingen?

  • User
  • 10.02.2009 00:05:44 Marco Polo

    Also ich bin der Ansicht, dass man dieser Entwicklung nun viel zu lang zugesehen hat. Es ist eine Entwicklung die schon seit bald 20 Jahren vor sich hinschreitet und in der genau wie in der Wirtschaft immer nur Liberalisiert wurde...dieses neoliberale Geschwätz findet sich echt überall...ZUM KOTZEN. Es gibt auf unserer Erde nur einen komplett liberalen Markt, den Schwarzmarkt. Und wie Polypolistisch ist diese komplet reine Marktwirtschaft? Gar nicht...man sehe sich die Mafiagruppen an die den weltweiten Handel mit Kokain kontrolieren. Liberalisierung von Märkten führt nur zu einem...Monopolen oder bestenfalls Oligopolen. So auch im Fußball.

    Wie der Autor nun richtig festgestellt hat sind die Probleme mittlerweile richtig teifgreifen. Dementsprechend tiefgreifend müssen die Masnahmen sein. Eine 6+5 Regelung hier, etwas Gehaltopbergrenzen hier...bringt alles nichts. Es müsste eine konzertierte Aktion der UEFA her. Sie müsste die jetzige Krise ausnutzen und den nationalen Ligen das Messer an die Kehle setzen. Entweder die AUflagen werden umgesetzt oder es erfolgt ein AUsschluss aus den europäischen Wettbewerben (und damit auch der CL Millionen, was wiederum bedeuten würde, dass ManU, Real und Konsorten endgültig ins Gras beissen müssten). Solche Auflagen müssten umfassend sein und tiefgreidend wirken.

    ZB:
    Eine Begrenzung der anzahl Spieler die pro jahr von jedem Verein verpflichtet werden könen.

    Eine strengere Regelung die besagt wann ein SPieler Nichteuropär ist, die Einbürgerungen ad Absurdum führten. ZB, dass ein Spieler zu dem Land gehört in dem er die längste Zeit seiner Jugendausgebildet wurde und gleichzeitig eine Staatsbürgerschaft des selben Landes besitzt oder bessesen hat.

    Eine feste Verteilung der Fernsehgelder in jeder Liga. Das würde bedeuten, dass in jeder Liga der erste beispielsweise maximal 30 mehr als der letzte bekommt (Zahlen nur als Beispiel, sie sollten allerdings durchaus streng gehalten werden). Gleichzeitzig müsste es genauso eine Vorschrift geben wie viel mehr die erste Profiliga gegenüber der zweiten des eigenen Landes an Fernsehgelder erhält. WÜrde auch vor hermetischer ABriegelung der ersten Ligen schützen...siehe England.

    Die strengen deutschen AUflagen, die für die Teilnahme an der BuLi eingehalten werden müssen auf CL und UEFA Cup ausweiten. Damit könnte die UEFA im doppelten Sinne den Klubs das Messer an die Gurgel setzen.

    Höchstgehälter halte ich nicht für sinnvoll weil sie ein Markonträrer Eingriff sind, wäre aber auch eine Überlgung wert.


    So das wäre eine AUswahl von DIngen die umgesetzt werden müssten. Angst, dass dies den Fußball in Europa kaputt machen könnte muss dabei keiner haben, auch wenn dies das ewige Totschlagsargument der großen Vereine ist. Wen kümmert es wenn sich Real, ManU, Milan, Chelsea und wie sie alle heißen nciht mehr all ihre SPieler leisten können weil sie ihre Finanzen sanieren müssen? Die Spieler gehen doch ned kaput. Wenn Real einen Robben (nur als Beispiel, es kann jeder andere Topspielre sein) ned halten kann, dann wird er sich einen neuen Klub suchen. Und wenn kein Topklub in Europa in holen kann weil alle (bis auf Bayern und wenige mehr) überschuldet sind, dann wird er halt mit Frankfurt (im übertragenen oder aber direkten Snne) vorlieb nehmen. Das alles hätte nur zur Folge, dass Klubs die sich auf Pump ihre Dominanz erkauft haben zur Kasse gebten werden würden. Die Spieler würden sich wieder breiter verteilen über die Ligen und Vereine verteilen.
    Das Niveau würde global Betrachtet nicht sinden. SOndern wahrscheinlich eher zunehmen. Dadurch, dass die Vereine näher zusammen wären, ergäben sich national wie international wieder mehr spannende Duelle und die Zahl der SPiele die ex ante schon entschieden sind würde abnehmen.


    FÜr all das bedarf es aber jemanden der Mut und Konsequenz besitzt und ich fürchte, dass wir da im Sport wie in der Politik von Leuten regiert werden die sich lieber hinter den maroden Mauern des Neoliebralismus verstecken anstatt die Realität zu erkennen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

  • User
  • 11.02.2009 12:18:24 qwertz3000

    Die UEFA soll endlich Nägel mit Köpfen und eine Europaliga gründen in der die üblichen Verdächtigen um die große Kohle spielen. Da haben alle was von: Die BuLi-Fans wieder normale Meisterschaften und die anderen eine total attraktive Liga mit allen Stars.

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