Das Nuller-Heft

11FREUNDE-Spezial: 00er

Das waren die Nuller Jahre

Neu hier? Alle Infos zu 11Freunde Community
25.05.2008

Spitzenklubs ziemlich scharf auf Gomez

Der Heißbegehrte

Text: Christof Kneer  Bild: Imago

Europäische Spitzenklubs wie der FC Chelsea und auch Real Madrid melden Interesse an Nationalstürmer Mario Gomez an. Der aber bleibt cool – und traut sich sogar, seinen Vorgesetzten auszuspielen.

Spitzenklubs ziemlich scharf auf Gomez - Der Heißbegehrte


Da kann der VfB Stuttgart dem Deutschen Fußball-Bund aber dankbar sein! Zum Glück hatte der DFB das Vormittagstraining am Sonntag nur für 25 Minuten geöffnet, zum Glück wurden danach alle unbefugten Beobachter aus dem Innenraum des Stadions entfernt. Nicht auszudenken, wenn ein ausländischer Späher jene Szene mitbekommen hätte, über die an dieser Stelle nur dem Hörensagen nach berichtet werden kann.



Mario Gomez hat sich offenbar mit einer geschickten Körpertäuschung dem Verteidiger entzogen und ein Tor geschossen, und es war ja nicht irgendein Verteidiger, den er da gedemütigt hatte. Es war Oliver Bierhoff! Mario Gomez hat seinen Vorgesetzten ausgespielt, und es war ihm nicht mal peinlich. Ob er keine Angst habe, dass das seiner DFB-Karriere schaden könne? »Nö«, sagt Gomez, »meiner Karriere schadet das nicht, höchstens seiner. Vielleicht darf er beim nächsten Mal nicht mehr mittrainieren...«

Mario Gomez geht es wieder mal ziemlich gut zurzeit, obwohl er wieder mal nicht ganz gesund ist. Im DFB-Trainingslager auf Mallorca schleppt er gerade eine Wadenzerrung mit sich herum, nichts Großartiges, aber eben eine dieser vielen kleinen Gemeinheiten, die ihm in dieser Saison immer wieder mal zugesetzt haben. Es ist trotzdem eine großartige Saison gewesen für den Angreifer vom VfB Stuttgart, und wahrscheinlich besteht genau darin das Problem:

Dieser Gomez ist zwar immer noch erst 22 Jahre alt, aber trotzdem schon ein so fulminanter Mittelstürmer, dass keine Mannschaft auf ihn verzichten möchte - die Nationalelf nicht und erst recht nicht der VfB, der den Treffern seines Stürmers eine am Ende noch halbwegs gerettete Saison verdankt. »Wäre unser Kader etwas breiter gewesen, hätte ich in dieser Saison sicher das eine oder andere Spiel mehr pausieren können«, sagt Gomez. »Oft habe ich während der Woche weniger trainiert, um dann wenigstens im Spiel Gas geben zu können.« Und in seinem speziellen Fall kommt erschwerend diese Spielweise hinzu, voller Dynamik, voller Wucht, voller Tempo. Sicherheitsfußball spielen kann Mario Gomez gar nicht.

Adrenalin gegen Schmerzen


Es ist wohl das Los der Hochbegabten, dass es ohne sie nicht geht. »Und ich selbst bin halt auch so veranlagt, dass ich immer spielen will«, sagt Gomez, »wenn ich im Spiel das Adrenalin spüre, dann merke ich die Schmerzen nicht mehr.« Mario Gomez hat eine Spielweise, die ihn langsam aber sicher aus Stuttgart hinauswachsen lässt. Er kann spektakuläre Tore und unspektakuläre Tore, er kann Tore mit rechts, links und mit dem Kopf, und obwohl die Natur ihn eigentlich als Brecher (1,89m, 86kg) konzipiert hat, ist er in seinem Leben schon an Verteidigern vorbeigedribbelt, die noch besser waren als Oliver Bierhoff.



Süddeutsche@11Freunde


weiterlesen [1] [2]



---
News, Interviews, Blogs, Statistiken und Service zu: VfB Stuttgart






Ähnliche Artikel

Kommentare

Logge Dich ein, um einen Beitrag zu schreiben!

VON DEN LESERN EMPFOHLEN



DIE AKTUELLE UMFRAGE

Igor de Camargo ist...

super
Belgier
Brasilianer
eine Nasenschwalbe
blöd
clever
groß
klein
mittelgut
Igor de Camargo




Sergio Olguín im Interview


Runde Fußballer

  • Manfred Kreis (Fortuna Köln)

11Freunde Liveticker

11FREUNDE @ TWITTER