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Die nächste Generation: Bojan Krkic

Weltfußballer des Jahres 2020

Text: Peter Wagner  Bild: Imago

Weltfußballer des Jahres 2020

Spielszene FC Barcelona – Recreativo Huelva: Weiter Ball rechts auf Henry, mit gewohnter Eleganz nimmt der Franzose den Ball mit und legt zurück auf die Höhe des Elfmeterpunkts zur Nummer 27. Ein kurzer Haken, ein Flachschuss ins lange Eck: Tor - 2:0. Der Torschütze strahlt über beide Ohren, gestikuliert, blickt dankend nach oben in den Himmel und fällt seinem Assistgeber in die Arme. Er sieht aus wie ein Kind und tatsächlich: Der Jubelnde ist gerade einmal 17 Jahre alt. Die Rede ist von Bojan Krkić Pérez – kurz Bojan. Einem der größten Talente seiner Zeit.



Wie sein Name schon vermuten lässt, hat der kleine Dribbelkünstler auch nicht-spanische Wurzeln. Sein Vater, der ebenfalls den Vornamen Bojan trägt, ist Serbe und spielte selbst in den 80er Jahren in Belgrad für Roter Stern und OFK, ehe ihn die Liebe nach Spanien verschlug und er eine Katalanin heiratete. Schon als Neunjährigen brachte Papa Bojan seinen Sohn bei Barca unter, und sein Zögling machte mit 889 Toren in sieben Jahren in diversen Jugendabteilungen und der B-Mannschaft gehörig von sich reden. So stand der am 28. August 1990 in Lleida, Katalonien, geborene Wunderknabe bereits sehr früh im Rampenlicht. Mit zehn Jahren gab er sein erstes Interview für Barca TV, spätestens da wurden die ersten Anhänger des katalonischen Vorzeigeklubs auf ihn aufmerksam.

Kampf der Verbände

Die Erwartungshaltung in den kleinen Bojan war also groß, umso verbissener der Kampf der Verbände um seine Person: Denn natürlich wollten sowohl die Spanier als auch die Serben den Doppelbürger in ihre Nationalmannschaften einberufen. Beide Verbände buhlten um ihn, und ganz Serbien trauerte, als er sich schlussendlich für die Heimat seiner Mutter entschied, das Land also, in dem er sein ganzes bisheriges Leben verbracht hatte.

Gleich bei seinem ersten Großereignis, der U17-EM 2006 in Luxemburg, wurde er Torschützenkönig. Beim nächsten Turnier, der U17-Weltmeisterschaft in Korea, schoss er sein Team in der Verlängerung des Halbfinales gegen Ghana ins Finale, wurde anschließend aber nach der zweiten gelben Karte ausgeschlossen. Wie sein Trainer später berichtete, saß er darauf weinend in seiner Kabine, weil er wusste, dass das WM-Finale ohne ihn über die Bühne gehen würde. Das Team vermisste seinen Star sichtlich und verpasste den Titel im Elfmeterschießen gegen Nigeria.



Ergänzung zu Heft #73 12 / 2007


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