Günter Hetzer
Keine Frage, der Kaiser war nicht gut drauf gewesen, in den
letzten Tagen. Ganz rätselhafte Kiste: Während der WM
war Franz noch abgegangen wie Peter Lustig auf kolumbianischem Koks... mehr
Günter Hetzer
Waldi und Delle hatten schwer gestöhnt. „Nicht schon wieder die Nati.“ Und hatten völlig recht, ich sah die Adlertruppe nach vier Wochen WM auch am liebsten von ganz hinten, einfach zu viele Fantatrinker im Kader. Reizwort Odonkor! mehr
Ein Blick auf den Taschenkalender, heute war die WM exakt zweieinhalb Wochen alt, unsere Besuche im Grunewald waren längst tägliche Routine. Auch die Frisur schaute absichtlich weg, wenn unser Geschwader mit Picknickkorb und Spirituosen durch den Schlossgarten robbte. mehr
Die Jungs konnten einem leid tun. Seit Montag hockte die komplette Truppe nun schon im Grunewald, streng abgeschirmt natürlich, Stenger, der Routinier, hatte drei Sicherheitsringe um das Hotel gezogen, da war kaum ein Durchkommen. Hätte sich der gute, alte Trollinger nicht bei Theo den Zugangscode verschafft. mehr
Mike bekam langsam unruhige Füße. „Was geht jetzt, Jungs?“, kam der Kollege ums Eck. „Morgen um neun habe ich Training in Leverkusen. Kann nicht schon wieder zu spät kommen, letztes Mal hatte Rudi schon die ganz enge Mütze auf.“ Hehe, wir mussten grinsen... mehr
Wir wurden in der Keramik vorstellig und öffneten routiniert mit einem Zwickel die Türen. Auf Box Eins schnupperten gerade die Jungs vom Bezahlfernsehen den Toilettenkasten sauber, auf der Zwei hockte Goleo mit hochroter Birne. Box Drei war ebenfalls besetzt... mehr
Yep, der Abend konnte kommen. Die Buchse stramm, die
Flöte ordnungsgemäß auf rechts, die Haare im Wind cruisten
wir ganz lässig in Richtung Otto Fleck. Onkel Jürgen
hing mit ein paar Rassehasen in Kalifornien ab, hatte uns sein
Cabrio geliehen. mehr
Soviel stand fest: Slowenien, nicht mit uns. Wir kannten
schließlich den Ostblock. Defi nitiv keine akzeptablen
Puppen am Start, außerdem laborierte ich noch immer
an dem teufl ischen Zwölfender-Magengeschwür, das mir
Raducanu
auf unserer legendären „Wir geben Buka den Rest“-Tour
mit seinem selbstgebrannten Magenputzer verpasst hatte. mehr
Waldi richtete sich ächzend auf und wankte mit der
neuen „Supermöpse“ in Richtung Doppelnull. „Mal
kurz das Pfeifchen ausklopfen“, grinste der alte Fuchs.
Delle knurrte: „Mach hin Kollege, muss auch noch auf die Box.“ mehr
Sind wir bald da, Günter?“ Waldi gähnte und zog das nächste
Kristall aus der Kühltasche. Höllenhunde, wenn ich das
nur wüsste. Wir kurvten seit geschlagenen drei Umdrehungen
durch die Weinberge und keine Spur von Toppis legendärer
Weinschenke. mehr
Das musste man ihm lassen, Der Mann war pünktlich. Onkel
Jürgen machte für uns den Chauffeur am Flughafen in Seoul.
„Hier entlang, Jungs! Die Kollegen haben drüben geparkt!“ Nicht
im Ernst, die Kollegen? Höllenhunde, da hockten tatsächlich die
patentierten Spaßbremsen Olli und Jogi! mehr