Aktuelles Heft

Heft#127 06/2012

Liebe Leser,

 

Das hat man ja selten, liebe Leser, dass sich ein ganzes Land vor einem Turnier nur eine einzige Frage stellt: Wie schlagen 
wir bloß die Spanier im Finale? Eine zwar berechtigte, dennoch 
etwas voreilige Fragestellung, weil vorher so manch anderes recht ungewiss ist. Zum Beispiel, wie sich die deutsche 
Nationalelf wohl in ihrem EM-Quartier in der Nähe von Danzig zurechtfinden wird. Wird es so lauschig wie 1996 in Mottram Hall? Oder herrscht nackte Panik unter den Spielern? Wie 
weiland im WM-Quartier im japanischen Miyazaki, als die 
Stecker für die Playstation nicht passten und auf den Toiletten
Knöpfe angebracht waren, »auf die ich noch nie gedrückt habe« (Bernd Schneider).

Ansonsten haben wir uns mit großer Akribie aufs Turnier 
vorbereitet. Interviews mit Polens Nationaltrainer Franciszek Smuda, dem dänischen Stenz Nicklas Bendtner und dem 
ukrainischen Altstar Andrij Schewtschenko. Ein nostalgischer 
Bilderbogen der vergangenen Europameisterschaften. Ein 
Blick in den Maschinenraum der deutschen Nationalelf, deren 
Helfer seit Monaten Stärken und Schwächen der Nationalspieler sezieren. Ein Gespräch mit Oliver Bierhoff, in dem wir auch die drängende Frage stellen, warum die deutsche Nationalelf vor großen Turnieren eigentlich keine Platten mehr einsingt. 
Michael Schanze sitzt sicher schon neben dem Telefon und 
wartet auf einen Anruf.

Und wir wollen nicht vergessen, auf unser EM-Quartier hinzuweisen, das wir diesmal im Berliner Postbahnhof aufschlagen. Ein grandioses Freiluftspektakel: alle Spiele live auf einer 
voluminösen LED-Leinwand, dazu ein ausgiebiges Kulturprogramm mit EM-Klassikern, Talkgästen und einer Ausstellung 
der packendsten Fotografien aus unserem Magazin. 

Anstoß zu drei Wochen Fußball. Die 11 FREUNDE-Redaktion


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Inhaltsverzeichnis

Zeitlupe: Höhepunkte der Euro-Geschichte

Kurzpass 1:
Harte Fakten zum EM-Pokal, Starschnitt Erich Ribbeck

Sprechende Pässe: Mit welcher Strategie die 
deutsche Elf den Titel holen will

Frank Wormuths
 Fußballschule Spezial: Das werden die Trends der 
Europameisterschaft 2012

Eleganz des Minimalismus: Eine hemmungslose Lobpreisung
 des Spielmachers Mesut Özil


Interview des Monats: DFB-Manager Oliver Bierhoff über hohe Erwartungen und
 seinen Traumjob als Prellbock

Jogi im Kastanienbaum:
Die Lehrjahre des heutigen
 Bundestrainers in der Schweiz


Reportage:
Dieser Weg wird kein leichter sein: Roadtrip durch Polen und die Ukraine im Selbstversuch

Fantypologie: So sehen sie aus, die Anhänger aus 16 Teilnehmerländern!

Kurzpass 2:
Krake Paul lebt weiter, eine Eule trainiert England

Auferstanden aus Ruinen: Wie bei der tristen EM 1980
 nur die deutsche Mannschaft
ihren Spaß hatte

19 Tage Fußball: Der Leitfaden durchs Turnier, 
mit Hans van Breukelen, Fábio Coentrão, Andrij Schewtschenko, Peter Schmeichel, Franck Ribéry, Ray Houghton, Franciszek 
Smuda, antigriechischer 
Propaganda, oberkörperfreien Hooligans, einem Pokal zum Ausschneiden und möglichen Europameistern aus aller Welt

Kunstschuss: Was eint Michael Bella, 
Caspar Memering und Jens Todt? Sie alle sind Europameister

Die zehn:
Pleiten in EM-Testspielen

Kurzpass 3:
Nationalelf der Schande,
die grausigsten Euro-Lieder

Die Besten der Besten: Das sind sie: die 50 wertvollsten Fußballer des Turniers

Eine Nacht in Kiew:
Im Sommer wird Deutschland Europameister, im Herbst kommt der Film dazu in die Kinos.
 So wird er aussehen

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Leserbriefe

Günter Hetzer: Einbruch bei Cristiano & Co.

19 Tage Fußball

19 Tage, 16 Mannschaften, ein Pokal. Wir begleiten euch durchs Turnier, stellen euch polnische Bodybuilder und irische Feierkönige vor. Und ganz zum Schluss gibt es den Pokal zum Ausschneiden und Hochhalten.

»Die Situation ist gefährlich«

Die Sympathiewerte der Nationalelf sind Oliver Bierhoff nicht ganz geheuer. Der Teammanager über extreme Erwartungen, Konflikte mit Michael Ballack und seinen Traumjob als Mann fürs Grobe.

Dieser Weg wird kein leichter sein

Marodierende Hooligans, überteuerte Hotels, schlechte Infrastruktur – die EM stand unter keinem guten Stern. Sollen deutsche Fans überhaupt nach Polen und in die Ukraine reisen? Wir haben zwei Monate vor Turnierstart den Selbstversuch gemacht. Ein Roadtrip durch den wilden Osten.

Auferstanden aus Ruinen

Tristesse regierte bei der Euro 1980 in Italien. In leeren, maroden Stadien bekriegten sich acht Mannschaften mit Betonfußball. Den Titel holte am Ende ein junges deutsches Team, das sich die Laune nicht verderben ließ