Aktuelles Heft

Liebe Leser, am Anfang war das Lexikon.

»Macht definiert den Umfang der physischen und psychischen Handlungsmöglichkeiten einer Person oder Personengruppe« heißt es da, was leider nur einen Anfangsverdacht ermöglichte, wer denn alles in unserer Rangliste der 50 mächtigsten Menschen des Weltfußballs aufzutauchen habe. Manch ein Strippenzieher werkelt schließlich lieber im Verborgenen, andere drängt es vor jedes Mikrofon. Dennoch versammeln wir in dieser Ausgabe die Personen, die, so glauben wir, derzeit für die entscheidenden Entwicklungen des Weltfußballs verantwortlich sind. Als Sport, als Wirtschaftsfaktor, als Standortfaktor, als Volkskultur. Und so vielfältig wie die Gebiete, auf denen der Fußball inzwischen eine Rolle spielt, so bunt ist auch die Liste geworden. Funktionäre und Fußballer, Berater und Politiker, Gangster und Gutmenschen werden porträtiert. Vorab zur Beruhigung: Sepp Blatter ist nicht unter den ersten fünf. Philipp Lahm hat es gar nicht erst in die Liste geschafft. Und eine Frau ist immerhin auch dabei.

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Berlin Calling

Weniger Sprachtalent offenbarte Redakteur Benjamin Kuhlhoff beim Versuch, den Ligachef von Tahiti anzurufen (Seite 84). Wegen der Zeitverschiebung erreichte er die Sekretärin des Funktionärs erst um zwei Uhr nachts (MEZ) auf der Pazifikinsel. Da diese aber nur Französisch sprach, behalf er sich im Gespräch mit ihr der Simultanübersetzung im Internet, was einige Missverständnisse nach sich zog. Zum Glück sprach am Ende wenigstens der Ligaboss solides Englisch.

Harter Tobak

Für ihre Reportage über Eintrachts Fanszene recherchierten Ron Ulrich und Andreas Bock auch im »Archiv der Jugendkulturen«, in dem sich in einem separaten Raum eine Regalwand mit Braunschweiger Skinzines befindet. Mehrere Stunden wühlten sie sich durch Interviews mit Nazibands, Berichte vom Acker und Warnungen vor Überfremdung. Harter Stoff, das wusste auch die Archiv-Mitarbeiterin. Sie fragte alle paar Minuten: »Alles okay?« Nun ja …

Mann ohne Eigenschaften

Der Stuttgarter Goalgetter Vedad Ibisevic ist ein Sprachtalent. Neben der Muttersprache beherrscht der Bosnier Englisch, Deutsch und Französisch nahezu perfekt. Bei so vielen Vokabeln rutscht ab und an mal ein Wort durch. In unserem Interview konnte er den Begriff »Eigenschaft« nicht zuordnen. Als VfB-Pressesprecher Jung mit dem gehobenen Synonym »Charakterzug« half, war Ibisevic gleich wieder im Bild und das unterhaltsame Gespräch (ab Seite 44) setzte sich fort.

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Zeitlupe
Die Bilder des Monats

Gehen Sie davon aus 
Hans Meyers Wahrheiten

Kurzpass
Geheimnisvolle Doppelgänger, Brüder auf Twitter und das erste verpasste Spiel seit 37 Jahren

Titelthema
Die 50 mächtigsten Männer des Fußballs. Mit Sepp, Pep & Leo. Doch wer ist die Nummer eins?
   
Ein Fußballjahr
Bayern legt los, Matt Busby tritt ab: Das war 1969

Interview des Monats
Vedad Ibisevic über die Bundesliga, Bosnien, die WM und eine Kindheit im Krieg

Kreisliga B
Verrückte Amateure, heute: TSV Juist

Oma hätte den gemacht
Die fast vergessene Fußballikone Waltraud Przewalski

Kampf um die Kurve
Wie rechts sind die Fans von Eintracht Braunschweig?
       
Die Zehn
Todsichere Wetten
   
Mutti ist die Beste
Die Neunziger sind nicht tot. Kerstin Lasogga sei Dank
   
Kunstschuss
Werksklub mit Seele: Fotos aus 100 Jahren PSV Eindhoven

Länderpunkt
Groundhopping für alle, diesmal: Niederlande
   
Harry Houdini
Genie oder Scharlatan? Trainer Harry Redknapp spaltet England

Marin Lewidzhow
Falsch. Der Mann will einfach nur Manchester United heißen

Charles Ariiotima
Tahitis Ligachef spendiert auch Verlierern einen Punkt

Die roten Teufel kommen
Warum Belgien das nächste große Ding im Weltfußball ist

Romário Regiert
Wie aus dem einstigen Bad Boy ein seriöser Politiker wurde

Probetraining
Neue Bücher, Filme und Bälle, Fanzines und Blogs
     
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