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09.04.2011

Kölns Christian Eichner über Lukas Podolski

»Poldi hat keine Angst«

Interview: Tim Jürgens, Protokoll: Kristian Sommer  Bild: Imago

Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach setzt der 1. FC Köln vor allem auf die Fähigkeiten von Lukas Podolski. Für unsere aktuelle Heft-Reportage »Uns Poldi« sprachen wir mit seinem Mitspieler Christian Eichner.

Kölns Christian Eichner über Lukas Podolski - »Poldi hat keine Angst«


Christian Eichner, was zeichnet Lukas Podolski als Kapitän aus ?

Christian Eichner: Er ist nicht nur ein normaler Kapitän, er ist das Gesicht des Vereins und der Region, fast so wie der Geißbock oder der Kölner Dom. Und er ist der Wortführer in der Mannschaft.

Finden Sie das gut?

Christian Eichner: Auf jeden Fall. Man muss sich vor Augen führen, dass Lukas mit 25 Jahren einer der aktuellen Nationalspieler ist, die die meisten Länderspiele auf den Buckel haben. Mit 25! So eine Erfahrung kann man nicht einfach so auf den Platz stellen, die muss man  pflegen. Ich denke, da hat der Trainer mit Lukas‘ Berufung zum Kapitän genau das Richtige gemacht hat.



Wie muss man sich Podolski als Anführer vorstellen?

Christian Eichner: Das äußert sich sowohl auf dem Platz als auch daneben. Aber Lukas ist sicher ein Kapitän, der auch das Bedürfnis hat, dass ihn andere unterstützen. Er ist nicht dieser Alleinherrscher, der sein Ding durchzieht, sondern er versucht, die anderen immer mitzunehmen.

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Erkennen Sie, dass Frank Schaefer Lukas Podolski schon in der A-Jugend trainiert hat?

Christian Eichner: Absolut, denn der Trainer hat verstanden, dass man Lukas nicht in irgendein Raster  zwingen kann. Dazu ist er viel zu sehr Individualist. Das klappt zwar immer mal wieder, aber auf Dauer musst du Lukas einfach seine Freiheiten geben auf dem Platz. Man merkt es schon in den Mannschaftssitzungen, dass der Trainer das bestimmte Gespür für Lukas hat.

Wenn einer Freiheiten bekommt, gibt es immer welche, die neidisch darauf sind.

Christian Eichner: Das kann ich mir durchaus vorstellen, aber um das zu erkennen, bin ich noch nicht lange genug da. Ich kann mich seine Lage versetzen, er hat die absolute Sonderstellung. Aber es ist ja auch nicht so, dass Lukas von sechs Trainingseinheiten in der Woche viermal fehlt. Dafür hat er zu sehr Spaß am Fußball.

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Was ist sein Erfolgsgeheimnis? Podolski wirkt ja ungemein nervenstark auf dem Platz.

Christian Eichner: Er ist einer, der sich auf dem Platz keinen Kopf macht. Es gibt viele Spieler, die Angst haben, vor 80 000 in Dortmund zu spielen. Er ist jemand, der nach Dortmund fährt um zu gewinnen.

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»Uns Poldi – ein Heimatroman« – die Reportage von Tim Jürgens, findet Ihr in der aktuellen Ausgabe von 11FREUNDE!



Ergänzung zu Heft#113 04/2011

Uns Poldi – Ein Heimatroman




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