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28.01.2012

Der Ex-Stuttgarter Gerhard Poschner über das »Tragische Dreieck«

»Ich wollte sein wie Hartmut Engler«

Interview: Johannes Ehrmann  Bild: Imago

Gerhard »Poschi« Poschner verlebte die erfolgreichste Zeit seiner Karriere beim VfB Stuttgart. Im Interview spricht der Wahl-Spanier über Fredi Bobic, Krassimir Balakow, Giovane Elber – und »Pur«-Frontmann Hartmut Engler.

Der Ex-Stuttgarter Gerhard Poschner über das »Tragische Dreieck« - »Ich wollte sein wie Hartmut Engler«


Gerhard Poschner, wo erwischen wir Sie gerade?

Gerhard Poschner: Auf der Autobahn zwischen Frankfurt und Stuttgart. Ich bin gerade eben aus Madrid hergeflogen. Bis letzten Sommer war ich Generaldirektor bei Real Saragossa, bis ich dort gekündigt habe. Derzeit harre ich der Dinge, die da kommen. Das Ziel ist natürlich, bei einem Verein noch einmal in die gleiche Position zu kommen.

Schon als Spieler gingen Sie nach Spanien, 1999 zu Rayo Vallecano.

Gerhard Poschner: Ich wollte zum Ende meiner Karriere andere Ligen kennenlernen und andere Sprachen. Ich weiß, das erzählt jeder. Aber mir ging es schon damals darum, ein möglichst großes internationales Netzwerk aufzubauen.

In der Bundesliga haben Sie insgesamt acht Jahre beim VfB Stuttgart gespielt. Was läuft da derzeit schief?

Gerhard Poschner: Ich sehe beim VfB keine Handschrift, keine Philosophie. Dafür sprechen auch die ständigen Trainerwechsel, es folgen ganz unterschiedliche Typen aufeinander. Es wird immer aus einer Notsituation ein Trainer verpflichtet, der gerade auf dem Markt ist. Außerdem: Wenn man eine so erfolgreiche Jugendarbeit macht, muss man das konsequenter umsetzen.

Aus Ihrer Zeit beim VfB sticht das Jahr 1996/97 hervor, die Zeit des »magischen Dreiecks« um Bobic, Elber und Balakow.

Gerhard Poschner: Ich bin dankbar, dass ich so ein wunderschönes Jahr erleben durfte. Unabhängig vom sportlichen Erfolg bleibt vor allem der unglaubliche Zusammenhalt in der Mannschaft in Erinnerung, der Spaß, den wir hatten. Es war Jogi Löws erstes Jahr als Trainer. Zu diesem Zeitpunkt hat die Mannschaft aber gar keinen Trainer gebraucht. Wir haben uns selbst trainiert und diszipliniert. Verstehen Sie mich nicht falsch, aber Jogi hat genau das Richtige gemacht: Er hat nicht gestört.

Spaß hatten Sie auch abseits des Platzes – mit Fredi Bobic und Marco Haber nahmen Sie als »Tragisches Dreieck« eine Rap-Single auf.

Gerhard Poschner: Es war ja noch die glorreiche Zeit der Band »Pur«. Die kommen aus dem gleichen Ort wie ich. Nach einem Konzert sagte mir Sänger Hartmut Engler nach zwei Bacardi-Cola: »Weißt du, was ich am liebsten machen würde: Fußball spielen, wie du.« Ich: »Du Trottel, und ich würde am liebsten auf der Bühne stehen und so singen können wie du!« Sein Produzent stand daneben. Ich versprach ihm, dass ich ein Tape aufnehmen würde. Er versprach mir, dass er es produzieren würde. Fredi und Marco standen dabei, die musste ich gar nicht groß überzeugen.




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»Hätt isch deine Löckchen, Poschi...« U-18-Trainer Berti Vogts und sein bestes Pferd im Stall. Seit seinem 13. Lebensjahr spielte Gerhard Poschner beim VfB Stuttgart, zwischen 1987 und 1990 absolvierte er hier seine ersten 46 Bundesligaspiele, ehe...


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  • »Hätt isch deine Löckchen, Poschi...« U-18-Trainer Berti Vogts und sein bestes Pferd im Stall. Seit seinem 13. Lebensjahr spielte Gerhard Poschner beim VfB Stuttgart, zwischen 1987 und 1990 absolvierte er hier seine ersten 46 Bundesligaspiele, ehe...
  • ...er im WM-Jahr 1990 bei der Borussia aus Dortmund anheuerte. Beim BVB gelang ihm an der Seite von Michael Zorc und Michael Rummenigge der Durchbruch als Spielgestalter. Hier tauscht er allerdings Fachfragen, möglicherweise über Sinn und Zweck von Schaumfestigern, mit Abwehrackergaul Michael Schulz aus. Poschner bleibt 4 Jahre in Dortmund, macht 110 Spiele, nur um dann rechtzeitig vor der ganz großen Borussen-Zeit...
  • ...wieder zurück zu seinem Herzensverein aus Stuttgart zu wechseln. Im Sommer 1994 präsentiert Trainer Jürgen Röber seine Neuzuänge: Fredi Bobic, Gerhard Poschner, Franco Foda, Giovane Elber. Soll schon schlechte Neueinkäufe beim VfB gegeben haben. Hinter dem »Magischen Dreieck« Bobic-Elber-Balakow bildet Poschner in den folgenden Jahren die Schlüsselstelle im Mittelfeld. 1997 reicht es dann endlich zum ersten Titel...
  • ...1997 gewann der VfB den DFB-Pokal. Gerhard Poschner stemmt den Pokal – die Krönung seiner Laufbahn. Ein Jahr später verlässt er Stuttgart erneut, einem kurzen Intermezzo beim SSC Neapel (1 Spiel) folgt 1999 der Wechsel nach Spanien zu...
  • Rayo Vallecano. Die Beziehung zwischen Poschner und dem Aufsteiger in die Premiera Division erweist sich als Glücksfall. Poschner ist auf dem Platz der verlängerte Arm seines Trainers Juande Ramos und spielt zwei grandiose Saisons. Es folgen als weitere Stationen Rapid Wien, Polideportivo Ejido (Spanien) und zuletzt von 2003 bis 2004 TSV 1860 München. Am 21. Februar 2004 macht Poschner sein letztes Spiel als Profi. Gegen den VfL Wolfsburg. Zwischen 2009 und 2010 kehrte als Generaldirektor von Real Saragossa nach Spanien zurück. Am 22. Mai 2010 wurde der Vertrag aufgelöst.


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Kommentare

  • User
  • 05.03.2011 11:57:11 the barbarossa

    Singen wie Hartmut Engler. Was für ein Lebensziel.

    Wie viele Bacardi-Cola muß man da trinken?

  • User
  • 05.03.2011 13:38:39 Jim Panse

    Lieber Hartmut Engler als Tobias Künzel!

  • User
  • 05.03.2011 16:41:41 the barbarossa

    Lieber nicht drüber nachdenken...

  • User
  • 05.03.2011 22:51:25 pique

    Ist ja alles schön und gut...

    ABER WO SIND DENN JETZT ALL DIE INDIANER HIN? HÄ!?!

  • User
  • 05.03.2011 22:58:27 Jim Panse

    Keine Ahnung, aber komm doch mit mir ins Abenteuerland.

  • User
  • 08.03.2011 13:51:17 UrmelAusmEis

    SOFORT AUFHÖREN! Sonst lockt Ihr den PUR-Fluch in dieses Forum!

  • User
  • 08.03.2011 14:00:18 gelsenkirchen

    "ich wollte sein wie hartmut engler!"

    wenn dieser satz jemals ernsthaft meine lippen verlässt, dann zermalme ich meine eier mit zwei backsteinen, anschließend richte ich mich selbst mit einer schrotflinte auf einem belebten platz!

  • User
  • 08.03.2011 14:34:53 einrudithömmes

    nach zwei Bacardi-Cola

    Hoffentlich waren's wenigstens zwei GROSSE!

  • User
  • 08.03.2011 14:40:12 Hotte80

    das is doch ne räuberpistole! niemals, nie und nimmer hat der engler zwei bacardi-cola getrunken! poschner den bacardi, engler die cola, gut, das würde ich glauben.

  • User
  • 08.03.2011 15:46:28 gelsenkirchen

    den engler bringe ich auch eher mit so dorfdisko-highlights wie weinbrand-fanta in verbindung. wobei bacardi-cola schwer in den regionen kratzt!

  • User
  • 08.03.2011 15:55:59 Hotte80

    boah... engler... pur... leck mich am arsch, warum darf sowas sein? warum? und dann spielen die noch vor zehn-tau-sen-den menschen... da kackste doch die wand an! da fragt man sich doch, was da schief gelaufen is.
    ächz, gerade lief "bosse" mit diesem "liebe ist leise". argh, wie ich das hasse, diese schwurbelige, krampfhaft intellektuelle deutsch-text-scheiße. genauso schlimm wie dieses engler-gesülze.

  • User
  • 08.03.2011 16:05:03 gelsenkirchen

    hotte, kommse mit ins abenteuerland?

  • User
  • 08.03.2011 17:09:12 Jim Panse

    Letztens ham se ja gesacht (Karpfenluder weghörn) dass diese Andrea Berg da sämliche Hallen ausverkaufen würde (nein, nicht nur die Bierzelte bei Möbelmarkteröffnungen, sondern die richtig Großen) und mehr Platten verkaufen würde wie Madonna und keiner kriegts mit.

  • User
  • 08.03.2011 18:25:19 gelsenkirchen

    ja natürlich. wenne musik wegen der kohle machen wills biste mit schlager und volkstümlicher musik am allerbesten beraten.
    flippers machen drei abende in folge die westfalenhallen voll, zu ticketpreisen wo selbst ac/dc und metallica mit den ohren schlackern!

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