Die FC-Legende erinnert sich an sein größtes Spiel
Happy Birthday, Karl-Heinz Thielen!
Interview: Christian Lawendel Bild: Imago
Kaiserslautern gegen Köln hieß nicht immer Abstiegskampf. 1963 trafen beide Teams in der deutschen Meisterschaft aufeinander. Wir sprachen mit Karl-Heinz Thielen über das unwichtigste Tor seiner Karriere: Den Treffer zum 8:2-Endstand.
Karl-Heinz Thielen, Sie waren 1963 beim legendären 8:2 Sieg der Kölner dabei. Was war da eigentlich los?
Karl-Heinz Thielen: Was soll da passiert sein? Wir hatten eine große Mannschaft. Vielleicht haben wir das Spiel nicht so begonnen, wie man das eigentlich in der Endrunde machen sollte, doch dann zündete der Motor...
Sie lagen nach sechs Minuten mit zwei Toren im Rückstand.
Karl-Heinz Thielen: Wie die Tore gefallen sind, weiß ich nicht mehr. Ich stand als Rechtsaußen vorne. In der zweiten Halbzeit haben wir richtig aufgedreht und Lautern ist untergegangen. Mit Christian Müller, Hans Schäfer und Günter Habig hatten wir einen Bombenangriff. Und der Thielen war auch nicht so schlecht.
Köln hat sechs Tore in einer Halbzeit geschossen. Das ist eine Hausnummer.
Karl-Heinz Thielen: Mit einem fantastischen Mittelstürmer wie Christian Müller kann man solche Spiele drehen. Wie viele Tore hat er in dem Spiel geschossen?
Drei.
Karl-Heinz Thielen: Und ich?
Das letzte in der 83. Minute.
Karl-Heinz Thielen: Nur eins?
Immerhin der achte Treffer für den FC.
Karl-Heinz Thielen: Stimmt, ist nicht schlecht. Ich habe das Spiel verwechselt. 1962 haben wir Pirmasens mit 10:0 geputzt. In der Partie habe ich denen vier Tore reingeballert. Wir waren in diesen Jahren eine super Mannschaft. Wobei wir 1963 das Endspiel um die Meisterschaft später leider gegen Borussia Dortmund verloren. Da hat uns der 8:2-Sieg auch nicht weitergeholfen.
---
News, Interviews, Blogs, Statistiken und Service zu: 1. FC Köln




