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28.08.2010

Sportphilosoph Gebauer im Interview

»Fußball ist Schmierstoff«

Interview: Roland Wiedemann  Bild: Imago

Fußball als Proletensport? Das war einmal. Quer durch alle gesellschaftlichen ist das Spiel zu einem Massenphänomen geworden. Wir sprachen mit Sportphilosoph Gunter Gebauer über Feuilletonisten und Trendsetter.

Sportphilosoph Gebauer im Interview - »Fußball ist Schmierstoff«


Professor Dr. Gebauer, vor 20 Jahren noch war das Thema Fußball in weiten Kreisen der Gesellschaft verpönt. Heute unterhalten sich Akademiker ganz offen über Viererketten und ein zu lasches Zweikampfverhalten auf dem Rasen. Fußball hat sich zum gesamtgesellschaftlichen Phänomen entwickelt. Was ist bloß passiert?

Zuerst einmal hat sich in den vergangenen 30 Jahren grundsätzlich das Verhältnis zum Sport verändert. Als ich begann, mich als Philosoph mit dem Thema Sport und auch Fußball zu beschäftigen, war ich in universitären Kreisen selbst ein Außenseiter. Nach und nach kam es zu einer Öffnung der Gesellschaft gegenüber der Sinnlichkeit, dem Körper und damit auch gegenüber dem Sport, der lange Zeit als unfein galt. Die äußere Erscheinung ist immer wichtiger geworden. Bräune, ein gut gebauter Körper – solche Dinge fanden mehr und mehr Beachtung. Entsprechend schick wurde es, selbst Sport zu treiben. Und der Sport wurde auch Gegenstand der Unterhaltung. Er entwickelte sich sozusagen zum sozialen Schmierstoff.



Warum hat sich gerade Fußball zum wichtigsten sozialen Schmierstoff entwickelt? Es hätte doch auch Handball, Eishockey oder Tennis sein können.

Fußball hat eine Menge Vorteile. Ein Spiel dauert 90 Minuten. Das ist schon mal der ideale Zeitraum. Nicht umsonst dauert das klassische Drama 90 Minuten. Und dazu die optimale Sichtbarkeit. Das Spielfeld ist groß, aber nicht zu groß. Mit 22 Spielern ist der Platz nicht voll gestellt. Im Gegensatz zu anderen Ballsportarten, in denen es immer wieder zu einer Verdichtung kommt, wird beim Fußball die Breite und Tiefe des Raums voll ausgenutzt. Und ganz wichtig: Der Ball ist groß genug, um ihn stets von jedem Punkt im Stadion, aber auch am Fernseher gut sehen zu können.  Beim Eishockey fällt es schon schwer, die kleine Scheibe immer im Auge zu behalten.

Dafür fallen beim Eishockey mehr Tore.

Ja, aber gerade diese Verknappung macht doch den Fußball auch so interessant. Jeder Fehler kann spielentscheidend sein. Ein Tor ist etwas besonderes. Selbst einem 1:1 oder einem 0:0 kann eine enorme Spannung beiwohnen. Das ist doch viel dramatischer als ein 126:122 im Basketball. Dazu kommt, dass der Fußball sehr mediengeeignet ist, sich hervorragend in Szene setzen lässt.

Das einfache Volk wusste schon immer, was es am Fußball hat. Wie kam es, dass sich auch die Reichen und Gebildeten dem ursprünglich als Proletensport verpönten Treiben zuwandten?

Das hat sicher auch damit zu tun, dass sich der Fußball zu einem Profisport entwickelt hat, in dem sehr hohe Gehälter gezahlt werden und zugleich das Spielniveau gestiegen ist. Fußballer verdienen heute keine 370 Mark mehr im Monat und laufen nicht mit einem Faconschnitt herum wie Anfang der 60er Jahre. Fußballer sind heute Trendsetter. Die Feuilletonisten wichtiger Tageszeitungen haben sich zudem mit dem Thema Fußball beschäftigt und ihn damit geadelt.

Der Fußball liefert heute einfach unwahrscheinlich viele Storys. Die Lebenswelten der Menschen aus verschiedenen Bevölkerungsschichten driften in vielen Bereichen zunehmend auseinander. Ist der Fußball vielleicht das wichtigste Bindeglied unserer Gesellschaft?

In der Tat gibt es nicht mehr so viele soziale Schmierstoffe, die klassenunabhängig sind. Musik ist sehr alters- und geschmacksspezifisch. Die deutsche Kultur mit Theater und Ballet bietet einen wichtigen Schmierstoff und sorgt für einen starken Zusammenhalt – aber in erster Linie für die gehobene Gesellschaft. Fußball dagegen ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, das Menschen unterschiedlichster Herkunft und Bildung Gesprächstoff liefert. Es ist inzwischen schick, über Fußball zu sprechen. Ja, viele Leute meinen sogar, über Fußball sprechen zu müssen.

In den Stadien werden allerdings Klassenunterschiede wieder sichtbar. Auf den billigen Stehplätzen die treuen Fans, die für Stimmung sorgen, und in den teuren Business-Logen das Champagner schlürfende Edel-Publikum.

Zunächst einmal habe ich den Eindruck, dass sich die meisten dieser Hardcore-Fans, nicht aus der Unter-, sondern eher aus der Mittelschicht rekrutieren. Aber es ist nicht zu leugnen, dass seitens dieser Anhängerschaft die Verfeinerung des Fußballs abgelehnt wird. Teile der Zuschauer saugen die Vitalität dieser treuen Anhänger förmlich ab. Viele Leute gehen doch nur wegen der tollen Stimmung ins Stadion, ohne selbst etwas dafür zu tun.

Die Klubverantwortlichen bewegen sich auf einem schmalen Grat.

In der Tat. Angesichts enorm kostspieliger Spielerkader müssen die Verantwortlichen einerseits sehen, wie genügend Geld in die Kasse kommt. Und gleichzeitig laufen sie angesichts der zunehmenden Kommerzialisierung Gefahr, dass ihnen die treuen Anhänger von der Fahne gehen. Nicht umsonst kommen die Klubs der Gruppe von regelmäßigen Stadionbesuchern immer wieder mal entgegen.

Haben Sie eine Erklärung dafür, warum die Mehrheit der Deutschen bei aller Fußballbegeisterung nicht dazu bereit ist, für Fußball im Fernsehen Geld zu bezahlen? Der Pay-TV-Sender Sky arbeitet weiterhin stark defizitär.

Das gilt ja nicht allein für die Ware Fußball. Der Bundesbürger will generell nichts für Fernsehangebote zusätzlich zu den Rundfunkgebühren bezahlen. Man kann von einem Gewohnheitsrecht sprechen, das sich die Deutschen nicht nehmen lassen wollen. Die Franzosen lassen sich das Jagen nicht verbieten und die Deutschen beharren auf frei zugängliches Fernsehen und das Recht, mit 180 über die Autobahn brettern zu dürfen.

Fußball-Romantiker beklagen, dass das Spiel mehr und mehr zum Event verkommt. Besteht nicht die Gefahr, dass nach dem gewaltigen Hype irgendwann das ganze System zusammenbricht, sich mehr und mehr Menschen von der Fußballshow abwenden?

Diese Frage ist doch schon vor zwanzig Jahren gestellt worden. Und die Bundesliga hat nichts von ihrer Faszination verloren. Ich kenne Leute, denen das alles zu viel wurde, die gesagt haben, sie gehen nicht mehr ins Stadion, sondern zum Dorfverein, wo noch ehrlicher, authentischer Fußball gespielt wird. Glauben Sie mir, die haben das nur ein paar Wochen lang ausgehalten. Das trägt schon Züge der Abhängigkeit. Ich selbst habe nach der WM und der Überfütterung mit Fußball erst einmal durchgeatmet. Aber jetzt kann ich es kaum mehr erwarten, dass es in der Bundesliga endlich wieder losgeht.


Professor Dr. Gunter Gebauer (66) studierte nach dem Abitur Philosophie, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Linguistik und Sportwissenschaft. 1978 folgte er einem Ruf auf eine Professur der Philosophie und Soziologie des Sports an der Freien Universität Berlin und lehrt seit 1995 auf einer Professur am Institut für Philosophie der FU. Gunter Gebauer ist Mitglied der Deutschen Akademie für Fußballkultur und hat sich unter anderem in seinem Werk »Poetik des Fußballs« (2006) mit dem Rasenspiel eingehend beschäftigt. Sein Herz schlägt insbesondere für die KSV Holstein Kiel, an dessen Stadionkasse er einstmals stand.






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Kommentare

  • User
  • 24.08.2010 02:51:19 Catilina

    Nach und nach kam es zu einer Öffnung der Gesellschaft gegenüber der Sinnlichkeit, dem Körper und damit auch gegenüber dem Sport, der lange Zeit als unfein galt. Die äußere Erscheinung ist immer wichtiger geworden. Bräune, ein gut gebauter Körper – solche Dinge fanden mehr und mehr Beachtung.

    Meine Fresse - so ein Käse kommt raus, wenn Gelehrte sich zum Fußball äußern. Früher wurde mehr Sport getrieben als heute, vor allem haben vor 40, 30 und 20 Jahren viel mehr Jugendliche Fußball gespielt als heute. Mit "Gesellschaft" meint der Professore wohl Ordinarien und Mittelbau des Philosophischen Seminars: Die einstigen Schulsportmuffel, die mit 30 das Rauchen aufgeben und anfangen, zu joggen oder Rad zu fahren.

    Sport galt nie als "unfein" - schließlich stammt das Wort aus der Lebenswelt der britischen High Society. Schon früher waren Leistungssportler, die zu Olympiaden und anderen Turnieren fuhren, meistens Studenten - aus naheliegenden Gründen. Und wenn man den autobiographischen Roman des Post-68ers Jochen Schimmang, Der schöne Vogel Phoenix liest, erfährt man, daß auch bei den neokommunistischen K-Gruppen der 70er die Bundesliga-Ergebnisse vom Wochenende an jedem Montag Tagesgespräch waren.

    Mit dem sog. "Körperbewußtsein" des Ich-Menschen im Zeitalter des Neoliberalismus, dessen Körperideal etwa dem Aussehen der Arno Brekerschen Plastiken entspricht, hat Fußball nichts zu tun. Joggende Börsenmakler und hippe Hippen, die abends ins Gym gehen, hängen einer Auffassung von Sport an, die asozial und narzisstisch ist und ihre Erfüllung nicht in sich selbst findet, sondern in der Aussicht auf einen "gut gebauten Körper". Eigentlich ist der Fitnesskult nur die körperliche Variante der gewaltsamen Selbstzurichtung, der sich unterziehen muß, wer im Globalisierungszeitalter in die ökonomischen Elite aufsteigen will.

  • User
  • 24.08.2010 08:08:56 gelsenkirchen

    und warum wurde plötzlich weniger fussball gespielt?

    meiner meinung nach sind jordan, pippen, johnson, bird, drexler & co schuld, als die 1992 im korbball olympisches gold gewonnen haben.

  • User
  • 24.08.2010 09:22:18 FuNkFrEaKeR

    Selbst einem 1:1 oder einem 0:0 kann eine enorme Spannung beiwohnen. Das ist doch viel dramatischer als ein 126:122 im Basketball.

    Das halte ich dann aber doch für absoluten Quatsch. Von den unzähligen 0:0 oder 1:1 die ich mir in meinem Leben angetan habe waren 99% der Spiele absolut einschläfernd. Dagegen zeugt ein hohes Basketball-Ergebnis immer von einem Offensiv-Feuerwerk beider Mannschaften, bei dem ständig die Führung wechselt und ein Sieger erst mit der Schlusssirene feststeht.
    Das sollte ein Sportphilosoph eigentlich mitbekommen haben, wenn er solch ein Spiel mal live erlebt hat...

  • User
  • 24.08.2010 10:09:51 Würzburger

    Andererseits kannst du aber bei einem 0-0 auf den einen Treffer bis zum Ende des Spiels hoffen, der dann alle Emotionen auf einmal freisetzt, da du das ganze Spiel darauf gewartet hast. Beim Basketball freust du dich zwar über jeden Punkt, aber das ist m. E. von der Intensität her nicht mit einem Torjubel zu vergleichen.
    Qualitativ richtig schlechte Spiele sind in allen Sportarten recht langweilig, oder?


    Ein Spiel dauert 90 Minuten. Das ist schon mal der ideale Zeitraum. Nicht umsonst dauert das klassische Drama 90 Minuten.

    Interessant. Und wieso jetzt??

  • User
  • 24.08.2010 10:12:54 noorange

    Ist doch klar, ich kann mich erinnern: eine Schulstunde dauerte 45 Minuten und damit eine Doppelstunde 90 Minuten - ein Drama!!!

  • User
  • 24.08.2010 10:17:40 misterkite

    catilina: vielen dank für deinen beitrag! zustimmung in allen wesentlichen punkten! noorange: bestechende logik!

  • User
  • 24.08.2010 15:25:20 DerKönig

    catilina: ablehnung in den meisten wesentlichen Punkten! keine ahnung was du gegen Akademiker im allgemeinen oder gegen diesen im speziellen hast, aber es wäre doch ratsamer deine kritik etwas sachlicher zu gestalten oder auch mal die Frage mit einzubeziehen.
    es wurde ja nicht behauptet, dass heute mehr sport getrieben wird als früher ( wobei man diese aussage getrost unterschreiben kann, keine ahnung wie alt du bist und wo du wohnst, aber vor 30, 40 jahren war der stadtpark noch nicht voller jogger- früh um 6 ). auch wurde nicht gesagt sport sei unfein- es ging um fußball und gewisse gesellschaftliche kreise.
    es wurde auch explizit nach Akademikern gefragt, in deren Kreisen Fußball mittlerweile nicht mehr verpönt sei. und die antwort darauf, ist durchaus schlüssig. in geisteswissenschaftlichen Kreisen - wie der name bereits sagt- geht/ging es eben mehr um den geist, körper ist/war etwas fast triviales. diese sache hat sich geändert und das kann man nicht einfach pauschal abtun. da reicht einfach eine kurze internetrecherche zu publikationen betreffend der körperkultur. anhand der veröffentlichungszeiträume kann man da schon einen gewissen trend erkennen.
    und neokommunisten wie die k-gruppe zählen sicherlich nicht zu intellektuellen kreisen

    Mit dem sog. "Körperbewußtsein" des Ich-Menschen im Zeitalter des Neoliberalismus, dessen Körperideal etwa dem Aussehen der Arno Brekerschen Plastiken entspricht, hat Fußball nichts zu tun.

    das ist schlicht weg falsch bzw. zu kurz gedacht. natürlich hat fußball etwas damit zu tun, schon durch den recht simplen Fakt, dass die meisten Fußballer eben dem heutzutage gängigen schönheitsideal eines Mannes entsprechen. Es sind Stars, sie sind größtenteils Salonfähig, warum sonst steht bei mir im supermarkt um die ecke eine Köpke Pappmaschee die für Wein aus südafrika wirbt?

  • User
  • 24.08.2010 15:33:35 gelsenkirchen

    König: ging es nicht eher darum dass der antrieb, fussball zu spielen, nicht daher kommt geil auszusehen sondern spaß zu haben in einem team. wer ins fitnesstudio geht ist doch weniger an der kilometeranzahl auf'm laufband interessiert oder den tollen leuten die da abhängen als auf's ergebnis. ist bei mir nicht anders: meine medizinisch bedingten besuche in der muckibude reisse ich wortlos ab und versuche mich schnell wieder zu verpissen. ich will da gar keine sozialen kontakte haben. das sieht beim fussball oder handball aber ganz anders aus.

  • User
  • 24.08.2010 15:44:57 DerKönig

    gelsenkirchen: geb ich dir völlig recht.
    aber es ging nicht um den antribe fußball zu spielen (zumindest nicht in dem interview) sondern um die Antwort auf die erste Frage. und es wurde gefragt, weshlab Fußball mittlerweile in nahezu allen Teilen der Gesellschaft ein beliebtes thema ist, dass eben auch in gesellschaftlichen Kreisen, in welchen Fußball vor ein paar jahrzehnten als Proletariersport abgetan wurde, mittlerweile angekommen ist. ob es mittlerweile weniger Menschen spielen sei aber auch mal dahin gestellt, ich glaub nicht dran.
    es ging um das gestiegene Identifikationspotenzial des Fußballs.

  • User
  • 24.08.2010 17:28:27 oberhofer

    Fußball mag als Gesprächsthema, Fernsehprogramm oder gelegentlicher Stadionbesuch in Akademikerkreisen angekommen sein. Auffm Platz, in den Amateurmannschaften, Alte Herren Teams oder Betriebssportmannschaften, so ist meine Wahrnehmung, kannste Akademiker weiter mit der Lupe suchen. Es gibt sie, aber deutlich in der Minderheit.
    Der Akademiker läuft, fährt Rad, schwimmt, betreibt Fitness oder wasweissich, aber aktiv Fußball eher nicht.

    Soviel hat sich nicht geändert ...

  • User
  • 24.08.2010 19:12:18 hagenpop

    Was auch unter anderem daran liegt, dass Vereinsmitglied sein eine Sache der Treue ist, man nicht eben mal wechselt und Akademiker, meine ich, öfter mal umziehen.

  • User
  • 24.08.2010 20:38:59 Catilina

    Zumindest läßt sich sagen, daß torlose Bundesligaspiele heute potentiell attraktiver sind als vor 20 Jahren - ganz einfach, weil das durchschnittliche technische Niveau höher ist, der Ball zwischen den Strafräumen erfreulicherweise zumeist am Boden bleibt. Wenn die Kugel flüssig zirkuliert und ein paar schöne Dreiecke auf den Rasen gezeichnet werden, kann man schon eher verschmerzen, daß ein Spiel torlos bleibt.

  • User
  • 24.08.2010 22:01:30 tafelrunde

    @Catalina: Super-Klasse dieser Beitrag!!!!! Ohne Schmarrn!!!

    Bei dieser sprachlichen und argumentativen Wucht würde es einen wundern, wenn der Verfasser nicht selbst aus dem von ihm aufs trefflichste beschriebene Milieu kommt.
    Aber das nimmt nichts von der Wahrheit in diesen Zeilen. Im Gegenteil.

    @König (blöder Nickname): So argumentieren Leute, die Jurist werden wollen oder schon sind. Durchaus in sich schlüssig, aber bei der Gewichtung der Argumente oft gnadenlos verrutscht.

    Nochmal @ Heute 20:38:59 Catilina: Bei der Formulierung „Wenn die Kugel flüssig zirkuliert und ein paar schöne Dreiecke auf den Rasen gezeichnet werden, kann man…“ alles andere dagegen vergessen. Selten, dass man die Faszination des Fußballs für so manche „Fußball-Ästheten“ in so wenigen Worten ausgedrückt sieht.

  • User
  • 25.08.2010 12:18:26 AbteilungAttacke

    @ Catilina

    Meine Fresse - so ein Käse kommt raus, wenn Gelehrte sich zum Fußball äußern

    Naja, das Grundproblem liegt ja schon beim Interviewten - was soll ein Sportphilosoph schon anderes sagen, als solche Sätze ?

    Aber Königs Kritik ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Sicher wurde niemals der Sport per se abgelehnt. Aber so eine Aussage ist zu undifferenziert. Es gibt Sportarten (Golf, Tennis, bis in die 80iger auch Fechten), die definitiv eher von einer - elitären - Minderheit in Beschlag genommen wurden.
    Die Frage richtete sich jedoch explizit nach Akademikern und Fussball - und die sind, in jeglicher Hinsicht, erst in relativ spät in den Diskurs miteingestiegen. Selbiges liesse sich von "höheren" oder "gebildeteren" Schichten sagen.

    Irgendjemand im Forum hatte da einen schönen Bericht von der WM 90, wie die sich zunächst besagte Gruppierungen zu fein waren, wirklich Anteil an der Beckenbauertruppe zu nehmen um sich dann nach und nach euphorisieren zu lassen (warst das nicht sogar du, Catilina? Grübel).

    Ob freilich der ästhetisch-physisch Aspekt, den Prof. Gebauer als Grund für das erweckte Interesse ausgemacht haben will, der ausschlaggebende Grund ist, kann man natürlich kontrovers diskutieren.

  • User
  • 25.08.2010 12:49:48 misterkite

    es geht doch nicht gegen "den akademiker" die akademische "elite" von morgen (inkl. der businessschoolkotzbrocken) kann "heutzutage" auch sehr einfach über das "statussymbol" sky abo an den "zirkusspielen" teilnehmen und trifft sich zum "event" in viplounges oder beim publicviewing (um dort malrichtich die sau rauszulassen) .
    die akademisch gebildete klasse wie sie auch hier im forum auftaucht scheint mir nicht unbedingt zu körperkultfanatikern zu gehören, die sich bei macfit den oberkörper aufpumpt um solariumgebräunte bauchnabelgepiercte bacheloretten aufzureissen.
    was die "hippness"angeht: ich bin der meinung, dass der heute geltende lifestyle von den rebellen (puma netzer,adidasshört mit der tulpe, überhaupt adidas: gazelle, samba, trainingsjacken -kein wunder das adidas mit der originals reihe millionen scheffelt) kommt. die ganzen kreativen die sich ab ende der 70er bismitte der 80er rausgebildet haben, die noch drei ecken ein elfer auf der halde gezockt haben, die spaghettiwestern-opel gt-franzbeckenbauer-barcley james harvest adepten. die erste apple generation die DTP nutzte um kreativ zu sein, das waren ja schon damals nicht die schlips und kragen tragenden marketingexperten. diese kreativen wurden an standorten wie hamburg oder münchen (düsseldorf eher nicht) eingekauft und brachten den als sehr proletarisch verkannten fussball in die agenturen. und irgendwann war es eben hip zusammen kicken zu gehen im englischen garten oder mitm trikot im AD büro zusitzen,als remmineszenz an die jugend, an mani den libero,kinderschokolade, brauner bär, afrikola und die pril blumen (die letzteren übrigens von genau dieser kokser bagage wieder eingeführte wurden)...das ganze gipfelt dann im "agenturcup" der auf eine nachlässige art und weise das hedonistischste schaulaufen ist, was man sich vorstellen kann...also diese generation promotet heute den fussball, bringt ihn in die werbung, nein :macht mit fussball werbung, handelt rechte,eventisiert,modernisiert,manipuliert und
    macht nebenbei die stars. ein cristiano ronaldo wäre doch selbst im zeitalter der digitalen tv übertragung längst nicht 95 mios und mehr wert, wenn es keine werbung gäbe....und diese werbung ist elitär: sei übermenschlich, sei auserwählt , sei nike...oder so ..

  • User
  • 25.08.2010 12:59:31 misterkite

    axo: fazit: und das macht die ehemals als "fusslümmelei" verschriene "sport"art fussball seit ca. den 90er jahren wieder populär (sicherheits- und politische aspekte mal außen vor) - gesellschaftlich ist fussball eben in allen schichten "angekommen" - jetzt geht es darum den profit zu maximieren - das wiederum bedeutet, das fussball mehr und mehr zum vergnügen für den besser verdienenden werden wird (trotz der 8 euro stehplätze in der südkurve) und mehr und mehr werden eben die "akademiker" das "bessere volk" sein (auch deshalb, weil es immer mehr davon gibt) . die auswirkungen sieht man sehr schön an den neuen stadien und der hauptribüne:achtet mal auf die klaffenden löcher zur halbzeit: alles logengäste die noch schnell nen prossecco und ein krabbenbrötchen zu sich nehmen...)

  • User
  • 25.08.2010 13:43:12 Catilina

    Gruppierungen zu fein waren, wirklich Anteil an der Beckenbauertruppe zu nehmen

    Klar, es gab solche Leute; aber es gab eben auch viele Andere. Sonst wäre der Rathausplatz nicht nach jedem Spiel überfüllt gewesen.

    Seitdem im Zuge der Bologna-Reform die Universitäten in Paukschulen (FHs mit Promotionsrecht) verwandelt wurden, stellt sich die Frage, ob für die Hochschulabgänger des neuen Jahrtausends der Begriff "Akademiker" überhaupt noch am Platz ist. Mit "Akademiker" assoziiert man "akademische Freiheit".

    A propos "Dreiecke": Das mag poetisiert klingen, aber nicht nur Van Gaal spricht von Dreiecken, auch im Italienischen ist triangulo das Wort für Doppelpaß.

  • User
  • 25.08.2010 13:52:18 Catilina

    was soll ein Sportphilosoph schon anderes sagen, als solche Sätze ?

    Ich finde, die Äußerungen des Professors in ihrer Gemeinplätzigkeit verraten eine große Distanz zu ihrem Gegenstand.

    So müssen vor 40 Jahren aufgeschlossene ältere Leute geklungen haben, wenn sie etwas Positives über die "jungen Leute" und ihre "Beatmusik" sagen wollten.

  • User
  • 25.08.2010 14:07:59 oberhofer

    das wiederum bedeutet, das fussball mehr und mehr zum vergnügen für den besser verdienenden werden wird (trotz der 8 euro stehplätze in der südkurve) und mehr und mehr werden eben die "akademiker" das "bessere volk" sein (auch deshalb, weil es immer mehr davon gibt)

    EINSPRUCH kite! Der kommerzialisierte Profifußball ist nur eine Facette unseres Sports. Die anderen, z.B. Kreisliga B, Alte Herren, Betriebssport, Mädchen, Freizeitkick im Park etc., werden weiterhin allen offen stehen und Vergnügen bereiten. Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dem Fansein und dem VfB den Rücken zu kehren, wenn sie meine Schmerzgrenze überschreiten. Aber das Vergnügen auffm Platz möchte ich behalten bis ich in die Grube fahre.

  • User
  • 25.08.2010 14:20:48 Redondo71

    Gestern 17:28:27 von oberhofer Fußball mag als Gesprächsthema, Fernsehprogramm oder gelegentlicher Stadionbesuch in Akademikerkreisen angekommen sein. Auffm Platz, in den Amateurmannschaften, Alte Herren Teams oder Betriebssportmannschaften, so ist meine Wahrnehmung, kannste Akademiker weiter mit der Lupe suchen. Es gibt sie, aber deutlich in der Minderheit.
    Der Akademiker läuft, fährt Rad, schwimmt, betreibt Fitness oder wasweissich, aber aktiv Fußball eher nicht.


    Will man ja eigentlich nicht wahrhaben, aber wahrscheinlich stimmt das. Ich spielte mal in einer Mannschaft mit 5 Studenten. Der Trainer sagte immer, ich kann euch nicht alle gleichzeitig bringen. Wenn ich mehr als 3 Studenten einsetze, kriegen wir die Punkte am grünen Tisch aberkannt.

    Gestern 22:01:30 von tafelrunde
    @König (blöder Nickname): So argumentieren Leute, die Jurist werden wollen oder schon sind. Durchaus in sich schlüssig, aber bei der Gewichtung der Argumente oft gnadenlos verrutscht.


    Was ist das denn für´n Blech?

  • User
  • 25.08.2010 14:26:44 Catilina

    Wenn ich mehr als 3 Studenten einsetze, kriegen wir die Punkte am grünen Tisch aberkannt.


    Warum das denn wohl ?

  • User
  • 25.08.2010 14:42:04 Redondo71

    Das war ein Spaß und eine Anspielung auf die damals bestehende "Ausländer-Regelung"...

  • User
  • 25.08.2010 14:51:45 Catilina

    Bräune, ein gut gebauter Körper

    Nu ja, `ne Zeitlang war es tatsächlich in, sich am Strand oder auf`m Proletentoaster rösten zu lassen, aber inzwischen gibt es seit längerem eine starke Gegentendenz - soll ja auch gar nicht gesund sein. Vornehme Blässe ist angesagt.

  • User
  • 25.08.2010 14:53:57 misterkite

    EINSPRUCH kite! Der kommerzialisierte Profifußball ist nur eine Facette unseres Sports. Die anderen, z.B. Kreisliga B, Alte Herren, Betriebssport, Mädchen, Freizeitkick im Park etc., werden weiterhin allen offen stehen und Vergnügen bereiten. Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dem Fansein und dem VfB den Rücken zu kehren, wenn sie meine Schmerzgrenze überschreiten. Aber das Vergnügen auffm Platz möchte ich behalten bis ich in die Grube fahre.


    gerne gerne, ich bitte allerdings zu bedenken, dass unter den zuschauern in "der kreisliga" a du dieses "eventpublikum" eher nicht finden wirst. das ist die arena der (um gotteswillen nicht falsch verstehen) handwerker, rentner und teilzeitalkoholiker. das es unter diesen brillante geister gibt darf ich immer wieder erfahren,allerdings würden sich diese menschen nie als "akademiker" bezeichnen.

  • User
  • 25.08.2010 14:56:21 Catilina

    Wenn ich mich nicht GAR zu sehr irre, stand beim HSV Ende der 60er ein Promovierter zwischen den Pfosten. :-/

  • User
  • 25.08.2010 15:26:44 misterkite

    Nu ja, `ne Zeitlang war es tatsächlich in, sich am Strand oder auf`m Proletentoaster rösten zu lassen, aber inzwischen gibt es seit längerem eine starke Gegentendenz - soll ja auch gar nicht gesund sein. Vornehme Blässe ist angesagt.

    jaja erst die "elektroneger" denen man ihre verdrogten durchtanzten nächte im omen oder tresor oder wo auch immer nicht ansehen sollte und jetzt die emos und "vampirliebhaber" die augenringe und blasse haut mit (wie heissen diese lippenpierzings die auf einmaljeder zwisachen 14 und 14 hat??) körperschmuck... UND DIESOLLEN UNS MAL REGIEREN!!!!

    und bei den bayern gabs maldie abiturientenfraktion,der kappellmann ist ja orthopäde geworden...

  • User
  • 25.08.2010 15:31:34 saloth sar

    mein lieber kite,
    nix gegen omen, tresor und verdrogte naechte, sonst fangen wir wieder an zu streiten!

  • User
  • 25.08.2010 15:33:24 saloth sar

    und das wollen wir doch beide nicht

  • User
  • 25.08.2010 15:37:09 misterkite

    mein lieber sally: einmal streiten mit dir reicht fürs leben und: ich habe nix gegen verdrogte nächte oder tanzen zu elektronischer musik. aber du wirst mir zustimmen, dass diese szene doch einige...äh..seltsame gestalten hervorgebracht hat und (ostdeutsche)meedchen mit raverjeans und buffalo stiefeln zu lila haaren und mit wilden körperschmuck verzierungen zum corsa (mit diddl maus am innenspiegel), der einen zur trancenacht in clausthal-zellerfeld bringt doch eher nicht unsere schiene sind,nu??

  • User
  • 25.08.2010 15:40:22 Karpfenluder

    Kite, wie kommste denn jetzt ausgerechnet auf Clausthal-Zellerfeld bitte?

  • User
  • 25.08.2010 15:40:26 saloth sar

    ich sag mal wo die sonne scheint, ist auch schatten!

    und ein rave und ne ordentliche party im tresor (oder aehnlichen lokalitaeten) sind auch noch zwei paar stiefel

  • User
  • 25.08.2010 15:44:16 misterkite

    wie ich darauf komme? nun ich wollte ne stadt die sich ostdeutsch anhört aber nicht ostdeutsch (sprich ex ddr) ist. ich bin ja ein mann des ausgleiches ;-) my ballroom days are over,was DÄSCHNO angeht:ich bin für sowas zu weich. allerdings empfehle ich gerne hans nießwandt : dj tage/dj nächte (das hörbuich ist auch sehr gut)

  • User
  • 25.08.2010 15:53:27 saloth sar

    niesswandt kenn ich nur als aufleger, merk mir das hoerbuch (gibt's das auch als echtes buch?)

    und ich bin niemals zu alt fuer ne ordentliche party

  • User
  • 25.08.2010 16:04:56 misterkite

    ja gibt es. wie gesagt plus/minus 8 - dj tage dj nächte. und was die party angeht: aber junge, der kater hinterher....ächz! SCHNAPPS??

  • User
  • 25.08.2010 16:14:33 saloth sar

    der kater hinterher....

    darueber macht man sich waehrendessen keine gedanken

  • User
  • 25.08.2010 16:28:12 saloth sar

    oder anders gesagt, denkst du nach sieben bier, drei schnaepsen und ner halben schachtel fluppen an den kater am naechsten morgen?

  • User
  • 25.08.2010 16:42:09 misterkite

    haha das trinke ich jeden tag...ooops...naja neee aber in den meisten fällen ist das ein "normaler" partyabend bei 0,3er bier und klarem schnappes...davon krieg ich meistens keinen kater

  • User
  • 25.08.2010 16:45:02 saloth sar

    dann noch anders gesagt, denkst du nach 12 bier, neun schnaepsen und zwei schachtel fluppen an den kater am naechsten morgen?

  • User
  • 25.08.2010 16:56:19 misterkite

    lemmy kilminster hat mal gesagt "wer immer weitertrinkt bekommt keinen kater" das ist dochmalein schöner schlusssatz für einen wieder mal geprengten thread...

  • User
  • 25.08.2010 17:21:49 Mr_Wulf

    "Es ist inzwischen schick, über Fußball zu sprechen. Ja, viele Leute meinen sogar, über Fußball sprechen zu müssen. "

    Danke dafür, Herr Professor..

  • User
  • 25.08.2010 17:23:02 misterkite

    ach du scheisse ist das hier etwa ein fussballforum???

  • User
  • 25.08.2010 18:46:08 Catilina

    Ja, viele Leute meinen sogar, über Fußball sprechen zu müssen. "

    Meinen, das tun die Bettnässer - die meinen, sie hätten geschwitzt.

    Fußballer sind heute Trendsetter. Die Feuilletonisten wichtiger Tageszeitungen haben sich zudem mit dem Thema Fußball beschäftigt und ihn damit geadelt.

    Woran so ein Feuilletonist sein Wasser abschlägt, das wäre...geadelt ? :-o

    Aua !

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  • 25.08.2010 23:19:23 misterkite


    Fußballer sind heute Trendsetter. Die Feuilletonisten wichtiger Tageszeitungen haben sich zudem mit dem Thema Fußball beschäftigt und ihn damit geadelt.


    tja...selbst der feuilleton muss quote machen...schlimm. und in zeiten der grenzenlosen publikationsmöglichkeiten durch das internet (das auch typen wie mir erlaubt überall ihr halb oder nichtwissenwasser abzuschlagen) ist es eben ein leichtes jemanden wie herrn osang über "den fussball" schreiben zu lassen...naja.

  • User
  • 26.08.2010 00:32:27 Catilina

    Wenn er bloß konstatiert hätte, daß es nicht länger unter der Würde eines Kulturjournalisten ist, sich mit Fußball zu beschäftigen...aber die Annahme, daß der Fußball an Renommee gewonnen habe, weil er auch in den Kulturteil Einzug gehalten hat, scheint mir doch sehr anmaßend und verrät eine ziemlich autistische Perspektive: Nich

    Nicht durch seine Ausnahmekönner, durch Spieler von Klasse und Ausstrahlung...nein, der Fußball ist geadelt worden, weil irgendein Dr.phil. sich herabgelassen hat, über ihn zu schreiben.
    Nicht die Spieler, nein, WIR, die Kulturschaffenden haben ihn aus der Schmuddelecke geholt und zu unserer Projektionsfläche erkoren.

    Bei einem Intellektuellen, der gewohnt ist, seine Worte zu wägen, handelt es sicherlich um mehr, als bloß um eine unglückliche und mißverständliche Formulierung.

  • User
  • 26.08.2010 01:22:31 Catilina

    A propos Projektionsfläche: Weil`s so gut paßt, hier nochmal der Artikel von Jürg Altwegg im Feuilleton der FAZ, auf den ich schon während der WM hingewiesen habe:

    » Link

    Kostprobe gefällig ?

    Die Intellektuellen Jacques Attali und Alain Finkielkraut wünschen den Franzosen – wie die Eliten von 1940 – die Niederlage. Die Auferstehung wird kommen. Marcel Bigeard hat angeordnet, seine Asche über Dien Bien Phu in Vietnam verstreuen zu lassen – dem emblematischen Ort seiner verlorenen Schlachten.

    Wenn das, was da hinkt, ein Vergleich wäre...na, dann wäre Laurent Blanc der neue General de Gaulle. :-o Wer sowas schreibt, hat nicht alle Latten am Zaun.

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  • 26.08.2010 07:45:39 El Buitre

    Wenn Sozialautisten die Welt erklären, ist dies einfach nur grausam.

  • User
  • 26.08.2010 08:09:28 El Buitre

    Völlig außen vor gelassen in dieser Diskussion ist, das intelligente Wesen trotz allem emotional handelnde und abhängige Menschen sind. Man kann diesen Sport ignorieren, sollte man sich damit beschäftigen, besteht wie bei aller Attraktion die Gefahr, sich darin zu verlieben. Das hat weder was mit Intelligenz, noch mit Intelligenz zu tun, wenn man es völlig ignoriert und wenn bei näherer Betrachtung der Funke nicht überspringt, dann wird aus niemanden ein Fußballfan. Sollte dies emotional anders liegen, die Faszination spürbar werden, wird aus jedem, unabhängig jeglichem Intelligenzvermögen ein Fußballfan.
    Dämlich, das in andere Sphären zu verschieben.
    P.S: Der Körperkult soll nicht unter Akademiker präsent sein?! Weiterschlafen!
    P.P.S: Ich schau mir regelmäßig den Friedrichshainer an. Da sinds nicht die Handwerker, sondern hauptsächlich die Bekannten der Kicker und die sind alles und nicht einordbar. Manman.

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  • 26.08.2010 08:18:20 gelsenkirchen

    FUSSBALL INS STADION, NICHT INS FEUILLETON!!!

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  • 26.08.2010 08:19:39 El Buitre

    So siehts verdammt nochmal aus!!

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  • 26.08.2010 08:21:59 saloth sar

    ANIMIERTE SMILEYS INS BRAVO FORUM, NICHT HIER!

  • User
  • 26.08.2010 08:40:04 El Buitre

    Wie lebts sich eigentlich so einfach? Da ein "Akademiker Fan", da der "unterklassige Fan", da der "VIP-Logen-Typ", da "Madame Rave" und "Vampierfrau", da der "KPD-Kader", der "Körperkulttyp" etc..
    Ist das Gutmenschentum auf solche Kategorisierung zu scheißen? Realtivismus, alle sind anders, alle sind gleich?
    Wenn nur alles so einfach wär.

  • User
  • 26.08.2010 08:49:46 gelsenkirchen

    ich fühle mich als akademisch-proletarischer Fussballproll. Aber bei den bunnies unglaublich beliebt!

  • User
  • 26.08.2010 08:55:21 El Buitre

    Ich fühle mich als... da fängst schon an! Zum Kotzen! Ist doch mir egal als was du dich fühlst, sollte ich dich kennen, würde ich dich einfach einschätzen. Für mich. Bumms aus.
    Sein und gesehen werden.
    Wobei es dir ja hoffentlich egal ist.

    Die Akademiker entdecken den Fußball, weil er vorher als unfein galt. Unter welchen?!

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  • 26.08.2010 09:01:18 saloth sar

    el. was regste dich eigentlich ueber das geschwalle so auf? is doch mittlerweile bekannt!

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  • 26.08.2010 09:09:56 El Buitre

    Bekannt? Ich les mir nur den ersten Thread des Schwulenfeinds durch und sehe in jedem Argument eine Mutmaßung bzw. ein Vorurteil ausgesprochen für eine größere Gruppe. So als soll dies für sämtliche Gruppe gelten und somit als dessen beweisende Grundlage.
    Der Schwulenfeind mit seinen vermeindlichen Thesen. Schaut man länger bleibt dabei nur Mutmaßung und Verleumdung und v.a. ein sehr verschobene Moral. Ich mag ihn nicht.

    Und zum Thema:

    Das ist kein objektiv behandelbares Thema. Eine Geschmacksfrage, was für subjektive Beobachtungen und für wichtigtuerische Theorien. Somit haste Recht.

  • User
  • 26.08.2010 09:20:57 saloth sar

    naja, ich wollte sagen es ist doch bekannt, dass ein frustrierter moechtergern akademiker hier des oefteren mal anfaengt pseudo intellektuel zu schwallen.
    ignorieren, is mein tipp!

  • User
  • 26.08.2010 09:37:28 misterkite

    oha der heilige el! wir sind alle gleich, amen.

  • User
  • 26.08.2010 10:13:24 gelsenkirchen

    heieiei, da saß aber ein morgenschiss ganz gehörig quer...

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