Die Geschichte der Fußballfans

11FREUNDE-Spezial: Nr. 1

Die Geschichte der Fußballfans

Neu hier? Alle Infos zu 11Freunde Community
08.04.2012

Pelé im 11FREUNDE-Interview

»Maradona ist kein guter Trainer«

Interview: Rafael Buschmann  Bild: Imago

Er ist der vielleicht größte Fußballer aller Zeiten: Pelé war dreimal Weltmeister, schoss mehr als 1000 Tore und ist noch heute das bekannteste Fußballer-Gesicht des Planeten. Wir sprachen mit ihm über Thomas Müller und Maradona.

Pelé im 11FREUNDE-Interview - »Maradona ist kein guter Trainer«


Pelé, Brasilien steht im Viertelfinale. Wie sehr freuen Sie sich über Erfolge der brasilianischen Mannschaft bei dieser WM?

Ach, ich habe mich schon sehr gefreut und mit einigen Freunden gejubelt. Aber aus dem Alter, in dem man nächtelang wegen eines Fußballspiels feiert, bin ich mittlerweile raus. Zudem ärgert mich auch einiges an diesem WM-Turnier.

Was genau?

Einige Mannschaften. Die Spieler der Elfenbeinküste galten beispielsweise vor der WM als afrikanische Brasilianer. Sie versprachen technischen, schnellen Fußball. Aber wo war der? Das Einzige, was ich im Spiel gegen Brasilien gesehen habe, waren böse Tritte und hinterhältige Provokationen.

Aber die einzige Rote Karte des Spiels gab es für den Brasilianer Kaká.

Dass das eine Rote Karte war, will ich immer noch nicht glauben. Der Gegenspieler läuft auf Kaká zu, ohne auf ihn zu gucken. Kaká schützt sich und hebt den Arm. So etwas ist keine Tätlichkeit. Kaká ist einer der fairsten Spieler der Welt.

Es gab in Südafrika viele umstrittene Schiedsrichterentscheidungen. Das Wembley-Tor der Engländer, das Abseitstor von Carlos Tevez gegen Mexiko. Auch Deutschlands Miroslav Klose wurde im Spiel gegen Serbien vom Platz gestellt.

Auch der spanische Schiedsrichter in diesem Spiel hatte eine sehr eigenwillige Regelauslegung. Ich glaube, die Gelb-Rote Karte von Klose war völlig überzogen.

Wie beurteilen Sie denn grundsätzlich das deutsche Spiel?

Man sieht, dass sich etwas im deutschen Fußball getan hat. Schon bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren zeigten die Deutschen zwischenzeitlich richtig schönen Offensivfußball. Aber diesmal haben sie Spieler wie Mesut Özil oder diesen, wie heißt er denn noch mal...

...Müller?

Genau, diesen Müller von Bayern. Das sind Spieler wie früher Overath oder Littbarski. Die können dribbeln, tödliche Pässe spielen, überraschende Momente kreieren. Es macht Spaß, denen zuzusehen.

Am Sonnabend könnte der deutsche Traum vom Weltmeistertitel vorbei sein, wenn die Mannschaft im Viertelfinale auf Argentinien trifft.

Deutschland ist immer dann stark, wenn es darauf ankommt. Das ist eine echte Turniermannschaft.

Die Weltmeister werden kann?

Deutschland hat eine der jüngsten Mannschaften der Weltmeisterschaft. Ich glaube, dass sie für den Titel noch ein wenig zu unerfahren ist.

Also holt Brasilien den Titel?

Ich würde es mir sehr wünschen. Aber trotz des 3:0-Sieges über Chile bin ich noch nicht komplett von diesem Team überzeugt.


weiterlesen [1] [2] [3]





Ähnliche Artikel

Kommentare

  • User
  • 30.06.2010 15:28:53 calimero

    was für ein unnötiges interview. pfuibäh

  • User
  • 30.06.2010 15:49:37 Hotte80

    Ich habe kein Problem mit Maradona

    Haha, ja nee, is klar.
    Mann, kann der alte, eitle Sack nicht mal die Schnauze halten?

  • User
  • 30.06.2010 15:53:01 Kobja

    wahrscheinlich hat die hand gottes mal auf seinen lümmel nichsogottes hingewiesen. wenn ich jetzt bloß diese verkakcte werbung finden würde...

  • User
  • 30.06.2010 15:56:36 Ganna

    Erinnert ein wenig an Maradonna oder Matthäus, der Pelé. Jetzt nicht vom Fußballerischen, sondern eher von der Attitüde her. Zu früh zu hoch gelobt worden, vielleicht.
    Vielleicht gibt‘s das Interview ja auch im Namensaustausch. Ist auf jeden Fall ne ganz probate Konserve…

  • User
  • 30.06.2010 18:33:12 Bergkamp83

    Pele scheint zunehmends verbittert.

    Ähnlich wie Platini von der Ausstrahlung her. Argentinien spielt super fußball, dass er das nicht anerkennt zeigt seine verbittertheit in puncto maradonna. wenn maradonna noch weltmeister als trainer wird, dann ist er unsterblich und der beste den es jemals gab.
    pele ist nur funktionär. nicht spieler-trainer-funktionär wie Beckenbauer, sondern einfach seit jahrzehnten funktionar, der ständig um die welt reist um seinen namen in ehren zu halten. mir tut er leid...

  • User
  • 30.06.2010 18:44:41 AntiMöller

    Pele war nie Funktionär. Er ist Geschäftsmann.

  • User
  • 30.06.2010 18:55:05 bbs2206

    Sportsfreunde, nur weil ihr Pele nie spielen gesehen habt solltet ihr nicht den Stab über ihn brechen.

    Wer nun der beste Spieler aller Zeiten ist, Pele oder Maradonna kann man nie klären, weil die Spieler nicht gleichzeitig gespielt haben.
    Sicher ist, dass jeder seine Zeit geprägt hat. Wir regen uns auch doch schon lange nicht mehr über die Sprüche des Kaisers auf.

    Im Übrigen war Pele 3 Jahre Sportminister.

  • User
  • 30.06.2010 19:47:39 elfnarzo

    Der gute Pele hat völlig recht was Argentinien und Maradona angeht.

    Natürlich blendet der derzeitige argentinische Fußball viele Leute. Viele Tore, wenige Gegentore, Einzelaktionen, individuelle Weltklasse.
    Der Fußball ist doch genauso, wie der Fußball, den Maradona selbst erlebt hat. 7 Mann sind ausschließlich Defensiv orientiert, 3 sind ausschließlich offensive Alleinunterhalter. Das ist kein System, das ist 80er Jahre Fußball.
    Im heutigen Systemfußball ála Barcelona, Arsenal, Bayern fungiert die Mannschaft als Gesamtheit. Jeder hat seine offensiven und defensiven Aufgaben, einstudierte Laufwege, Räume zu decken, usw.

    Beim momentanen Argentinien entstehen die Tore ausschließlich durch Einzelaktionen von Ausnahme-Individualisten, durch Glück und durch Standards. Tore durch geplante Kombinationen gibt es nicht, weil so etwas offensichtlich garnicht eingeübt wird.
    Gegen die bisherigen Mannschaften mag diese individuelle Klasse gereicht haben, aber gegen Top-Mannschaften werden sie vergebens anrennen und die teils wackelige Abwehr wird ausgehebelt.

  • User
  • 30.06.2010 20:25:33 Marco Polo

    Hört auf elfnarzo, der hat etwas richtig erkannt.

    Außerderm schaltet die gesamte Mansnchaft eher behäbig von Angrif auf Abwehr. Deutschalnd dagegen schaltet von ABwehr auf Angrif in höchstem Tempo. Mit Deutschland werden sie was zu kanbbern haben.
    Und slebst wenn sie sich durchsetzen sollten, wovon ich nciht ausgehe, wird sie SPanien stoppen.

  • User
  • 30.06.2010 20:27:11 Marco Polo

    Ach mir fällt da noch was ein...
    ...Pelé Argument unsere Mannschaft könne den Titel nicht holen weil sie zu unerfahren sei ist doch lächerlich. Was war den 58?
    Das alter ist doch egal, es geht nur darum ob es sich um gute oder schlechte Fußballer handelt. Wenn Erfahrung so wichtig wäre, dann hätte England weiterkommen müssen und Australien neidriger verlieren. Haben sie aber nciht.

  • User
  • 30.06.2010 22:59:11 wurstendbinder

    also nicht dass ich die albiceleste starkreden oder gar verteidigen will: aber das spiel gegen die griechen hat mich sehr beeindruckt. ein 0-0 hätte den argentinieren völlig gereicht und trotzdem sind sie bis zur 90. minuten angerannt. kein vergleich zum langweiligen 0-0 brasilien-portugal. dieser unbedingte wille zum toreschiessen und siegen, der kommt mmn von maradonas "aura" bzw seinen fähigkeiten als (achtung, noch besser) "emotionaler leader"

    daher glaube ich, dass die dfb11 diesmal nur eine sehr, sehr kleine chance hat.

    ob sie es danach allerdings mit spanien bzw brasilien aufnehmen können, wird sich zeigen

  • User
  • 01.07.2010 00:13:05 Ganna

    Emotionen sind nicht alles. Man könnte wohl den ein oder anderen Argentinier zu einer Überreaktion provozieren, um diese Sache zum eigenen Vorteil zu drehen. Aber das hieße auch, sich zu viel Gedanken um den einzelnen Gegner/Gegenspieler zu machen. Man kann der Emotionalität auch eine ordentliche Portion Sachlichkeit entgegen setzen. Wenn die Argentinier gegen eine Mannschaft spielen, die wie eine Maschine gegen ihre Schwächen agiert, will ich mal sehen, ob Emotionen ausreichen.

    Wenn sich unsere Auswahl gegen die Argentinier durchsetzt (bitte nicht wieder im 11-m-Schießen), dann können sie es auch mit allen anderen aufnehmen!
    Es wäre mal so richtig geil, auf dem Weg zum Finale solche Gegner ausgeschaltet zu haben: England, Argentinien, Spanien. Da würde man sich die Augen reiben müssen!

  • User
  • 01.07.2010 00:20:53 Marco Polo

    Ich halte Argentinien nach wie vor für eine aufgeblasene Mannschaft. Bin gespannt was passiert wenn man sie mal ansticht und die heiße Luft die reingeblasen wurde entweicht.
    Das wird sich erst gegen Deutschland und spätestens gegen Spanien zeigen.

    Ich denke Deutschland wird sich durchsetzen und wenn Argentinien doch gewinnen sollte, dann haben sie nicht die Klasse um Spanien zu schlagen.

  • User
  • 01.07.2010 09:31:38 azone

    Aber wieso weiß der Typ nicht, wie der Müller heißt. Der Name Müller sollte ihm doch eigentlich leicht von der Hand, bzw. der Zunge gehen. Hätte Brasilien heute einen jungen Spieler, der zufällig auch Pele heißt, würden sich Franz Beckenbauer und jeder andere den auch sofort merken können.

  • User
  • 01.07.2010 10:02:21 elitus

    pele, dieser kleine fifa-fiffi, soll weiter hinter blatter herdackeln

zum Forum

Logge Dich ein, um einen Beitrag zu schreiben!

VON DEN LESERN EMPFOHLEN



DIE AKTUELLE UMFRAGE

Thema: Fußballfans. Eure Wunschgäste für Maischberger, Lanz, Plasberg und Co.?

Werner Schulze-Erdel
Charly Steeb
Alf
Bono
Frank Zander
Zini
Max Power
Johannes B. Kerner
Günter Wallraf
Campino
Andreas Elsholz
Alfred Biolek
Vera Int-Veen
Marius Müller-Westernhagen
Ich




Dietmar Bär über Borussia Dortmund

11Freunde Liveticker

DVD Edition