Die Geschichte der Fußballfans

11FREUNDE-Spezial: Nr. 1

Die Geschichte der Fußballfans

Neu hier? Alle Infos zu 11Freunde Community
03.10.2011

Bodo Rudwaleit über die Wendezeit

»Sie riefen: Stasi-Schweine«

Interview: Johannes Ehrmann  Bild: Imago

Bodo Rudwaleit stand 33 Mal im Tor der DDR-Nationalmannschaft und über 20 Jahre im Kasten des BFC Dynamo. Ein Gespräch über »Stasi«-Rufe im Stadion, seinen Mercedes 280 und das Schweineschlachten.

Bodo Rudwaleit über die Wendezeit - »Sie riefen: Stasi-Schweine«


Herr Rudwaleit, wo haben Sie den Mauerfall erlebt?

Beim Schlachtefest! Wir waren gerade bei meinen Schwiegereltern in Heiligenstadt in Thüringen. Am frühen Morgen ging es los, wir haben das Schwein und das Bolzenschussgerät geholt, das Schlachten zog sich über den ganzen Tag hin. Nachmittags kamen Kumpels meines Schwippschwagers und sagten: »Wir waren im Westen, wir kommen gerade von drüben!«



Wie war Ihre Reaktion?

Abends, als alles angerichtet war, schalteten wir den Fernseher an. Und tatsächlich: Die Grenzen waren offen. Wir konnten es gar nicht glauben.

War es speziell als Spieler des »Stasi-Klubs« BFC Dynamo ein Spießrutenlauf bei den Spielen nach dem Mauerfall?

Anfeindungen von den Rängen waren wir ja schon gewohnt. Durch die sich ändernde Atmosphäre im Land hat sich das dann weiter hochgeschaukelt.

Was mussten Sie sich als BFC-Spieler anhören?

Rufe wie »Stasi-Schweine« gab es regelmäßig. Die Aggressionen begannen aber schon, als wir zwei, drei Mal Meister geworden waren. Mich als Torwart haben sich die gegnerischen Fans als besonderes Feindbild aufgebaut. Ich war nur »Bodo Eierkopp« für die. Aber das kennt man ja, Olli Kahn hat man ja auch ohne Ende beschimpft. Ich habe daraus eher zusätzliche Motivation gezogen.

Alle DDR-Profis hatten auch einen zivilen Beruf. Wer war Ihr Arbeitgeber?

Ich hatte einen Dienstgrad bei der Volkspolizei, andere waren auch direkt beim Ministerium für Staatssicherheit angestellt. Das bedeutete natürlich nicht, dass sie automatisch Leute bespitzelt haben. Ich wäre auch gerne bei der Stasi angestellt gewesen – da gab es nämlich mehr Geld. Da meine Oma im Westen wohnte, hatte ich kadermäßig keine weiße Weste, mir war deshalb dieser Weg verbaut.

Ende 1989 verließen Sie den BFC Dynamo nach über 20 Jahren. Warum?

Nach dem Ausscheiden im Europapokal in Monaco erfuhr ich, dass ich beim Pokalspiel in Halle nicht spielen sollte. Mich hat gestört, dass keiner es für nötig hielt, mir das vorher zu sagen. Es hatte schon längere Zeit Strömungen gegen mich in der Mannschaft gegeben. Für mich war der Punkt erreicht, wo ich mich dem Druck nicht mehr unbedingt stellen wollte.



Ergänzung zu Heft#96 11/2009

Die große Freiheit Wende und Fußball


weiterlesen [1] [2]





Ähnliche Artikel

Kommentare

  • User
  • 12.05.2010 23:14:31 Gruni

    Mit Verlaub Bodo, wie kann man in Heiligenstadt hocken, aber die Grenzöffnung nicht mitkriegen?? Zuviel Doppelkorn im Eierkopp?

  • User
  • 13.05.2010 00:34:27 Statistikfreund

    So, da die Spiele in Cardiff und Hamburg nach sehr gutem Beginn in Cardiff momentan so dahinplätschern, ein paar Worte zu Bodo Rudwaleit.

    Ich weiß gar nicht mehr zu 100% warum gerade er, aber was der Mann abkönnen musste. Das war schon extrem. Dabei war er-im Gegensatz zu Rainer Ernst z.B.-gar nicht so unbeliebt. Ich denke, es war seine Größe, die Tatsache, dass er immer wieder für einen Schnitzer gut war bzw. mitunter recht tolpatschig wirkte bei seinen Aktionen und legendärerweise sämtliche Bahnschranken in der ehemaligen DDR schneller fielen als er. Damit war er aber auch so etwas wie ein Sinnbild, es war nichts wirklich schlechtes und funktionierte irgendwie-aber es wirkte alles zweitklassig.

    Hmm, Leicester hat gerade das 2:1 in Cardiff geschossen bzw. own goal, mann du!-Go bluebirds!

    Und immerhion kam er ja auch auf 344 Oberligaspiele, davon lediglich 31 im Eisenhüttenstädter Exil-überhaupt hatte er mir damals ziemlich leid getan, als er quasi abgeschoben wurde. Davor bestritt er auch 33 DDR-Länderspiele, wie auch immer er auf die kam-na ja, war größtenteils vor Rene Müller-Time.

    Fakt ist, dass er an einem starken Tag ein Spiel quasi alleine entscheiden konnte. Ebenfalls fakt ist, dass von dem Menschen Bodo Rudwaleit gar nichts, aber auch überhaupt nichts bekannt war. Ich denke, damit war es eben einfacher ihn als Symbol, für was jeweils auch immer, her zu nehmen.

    Halbzeit in Cardiff, so da hoffe ich jetzt aber, dass in der Kabine aufgewacht wird, obwohl besser sind se ja schon, nur treffen nicht bzw. stochern im Abseits...

    Ja, Bodo Rudwaleit gehört für meine Generation zur DDR Oberliga unbedingt dazu und ist sowas wie Inventar der 80er Oberliga Saisons und war nun ja, wie erwähnt gar nicht so unbeliebt wie er denkt, nur eben Sinnbild/ Gesicht eines Vereins, den aus bekannten Gründen nicht viele mochten-obwohl sie auch gut und gefällig aufspielen konnten. In keinem Fall aber ist das mit der bekannten "Antipathie" den Bayern gegenüber zu vergleichen.

    Bodo Rudwaleit hat ja dann noch 64 Spiele bei TeBe gemacht, was seinem Geldbeutel hoffentlich zuträglich war, aber irgendwie nicht zu seinem Status passt. Man kann eben über den Mann streiten. Aber seine Ehrlichkeit ist entwaffnend positiv und lässt ihn wahrscheinlich als den erscheinen, der er ist: ein bodenständiger, ehrlicher und positiver Typ...der Rest ist Geschichte.

    So, da die Spiele in Cardiff und Hamburg nach sehr gutem Beginn in Cardiff momentan so dahinplätschern, ein paar Worte zu Bodo Rudwaleit.

    Ich weiß gar nicht mehr zu 100% warum gerade er, aber was der Mann abkönnen musste. Das war schon extrem. Dabei war er-im Gegensatz zu Rainer Ernst z.B.-gar nicht so unbeliebt. Ich denke, es war seine Größe, die Tatsache, dass er immer wieder für einen Schnitzer gut war bzw. mitunter recht tolpatschig wirkte bei seinen Aktionen und legendärerweise sämtliche Bahnschranken in der ehemaligen DDR schneller fielen als er. Damit war er aber auch so etwas wie ein Sinnbild, es war nichts wirklich schlechtes und funktionierte irgendwie-aber es wirkte alles zweitklassig.

    Ach ne, Leicester hat gerade das 2:1 in Cardiff geschossen bzw. own goal, mann du!-Go bluebirds!

    Und immerhin kam er ja auch auf 344 Oberligaspiele, davon lediglich 31 im Eisenhüttenstädter Exil-überhaupt hatte er mir damals ziemlich leid getan, als er quasi abgeschoben wurde. Davor bestritt er auch 33 DDR-Länderspiele, wie auch immer er auf die kam-na ja, war größtenteils vor Rene Müller-Time und Olympiaauswahl.

    Fakt ist, dass er an einem starken Tag ein Spiel quasi alleine entscheiden konnte. Ebenfalls Fakt ist, dass von dem Menschen Bodo Rudwaleit gar nichts, aber auch überhaupt nichts bekannt war. Ich denke, damit war es eben einfacher ihn als Symbol, für was jeweils auch immer, her zu nehmen.

    Halbzeit in Cardiff, so da hoffe ich jetzt aber, dass in der Kabine aufgewacht wird, obwohl besser sind se ja schon, nur treffen nicht bzw. stochern im Abseits...

    Ja, Bodo Rudwaleit gehört für meine Generation zur DDR Oberliga unbedingt dazu und ist sowas wie Inventar der 80er Oberliga Saisons und war nun ja, wie erwähnt gar nicht so unbeliebt wie er denkt, nur eben Sinnbild/ Gesicht eines Vereins, den aus bekannten Gründen nicht viele mochten-obwohl sie auch gut und gefällig aufspielen konnten. In keinem Fall aber ist das mit der bekannten "Antipathie" den Bayern gegenüber zu vergleichen. Es waren andere Zeiten und es ist gut, dass sie rum sind.

    Bodo Rudwaleit hat ja dann noch 64 Spiele bei TeBe gemacht, was seinem Geldbeutel hoffentlich zuträglich war, aber irgendwie nicht zu seinem Status passt. Man kann eben über den Mann streiten. Aber seine Ehrlichkeit ist entwaffnend positiv und lässt ihn wahrscheinlich als den erscheinen, der er ist: ein bodenständiger, ehrlicher und positiver Typ...der Rest ist Geschichte.

    Das kann nicht sein-Leicester 3:1 und in lead in aggregate-damned bluebirds, jetzt aber! Wenigstens ist das Cardiff City Stadium jetzt wach.

    Apropos Geschichte, da war ich ja stehen geblieben...Es war ja nicht so, dass der BFC Dynamo IMMER gleich in der ersten Runde des EC I rausgeflogen wäre, nein! Und da spreche ich ganz besonders zwei der 43 EC Spiele Bodo Rudwaleits an. Nachdem der BFC Dynamo in der Saison 1983/ 84 nach Ausschalten von Jeunesse Esch und Partizan Belgrad (bei denen Falko Götz und Frank Schlegel selbständig über Österreich abreisten) wiederholt erst im Viertelfinale trotz 2:1 Sieg gegen AS Rom ausschied, war in Nyon eine ganz besondere Losfee am Werk, die Aberdeen-immerhin amtierender Europapokalsieger der Pokalsieger einer Saison in der man die Bayern und Real besiegte- in der Ersten Runde dem BFC zuwies.

    11er Cardiff: Goal! 2:3 Leicester. Und...jetzt Latte Bluebirds. Cardiff ist wieder da! Yes.

    Die FuWo bereitete also thematisch schon einmal das Ausscheiden vor, wies aber darauf hin, dass man sich die Jahre vorher in Nottingham und Birmingham (gegen Aston) auf der Insel gar nicht schlecht schlug und durchaus schon gewann und verwies stolz auf Alex Ferguson, der in Dynamo den neuen EC I Favoriten auszumachen glaubte. Sonst widmete sie sich lieber den Chancen der anderen, ungleich beliebteren, Starter. Doch natürlich sollte alles anders kommen.

    Und schon wieder Latte für Cardiff-und somit ach für deren Fans, hm...so jetzt geht es in die 30minütige Verlängerung bei Gesamtstand 3:3 unter Nichtanwendung der EC Regel.

    Zunächst also wurde in Aberdeen gespielt, selbstverständlich war das Pittodrie Stadium mit seinerzeit 24000er Fassungsvermögen ausverkauft. Es lief eigentlich auch alles nach Plan: 2x Black, 2:0 Anfangsrunde überstanden, dann aber kam Bernd Schulz, Doch seht selbst:

    Teil 1


    Teil 2


    Teil 3



    Zur Spielstatistik:

    FC Aberdeen - Berliner FC Dynamo 2:1 (1:0)

    Zuschauer: 24 000 im Pittodrie Stadion

    Referee: van Langenhove (Belgien)
    Linesman: Gernay, Goethals (Belgien)

    Tore: 1:0 Black (34.) 2:0 Black (68.) 2:1 Schulz (83.)

    FC Aberdeen Trainer: Alex noch ohne Sir Ferguson
    Leighton - Miller - McKimmie, McLeish, McQueen - Stark, Bell (88. Simpson), Cooper, Angus - Black,
    Hewitt (64. Falconer)

    BFC Dynamo Trainer: Jürgen Bogs
    Rudwaleit - Trieloff - Ksienzyk, Troppa, Maek - Backs, Rohde, Schulz, Pastor (78. Grether) - Ernst (73. Terletzki), Thom

    Kein Tor mehr! Die Verlängerungen in Cardiff sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Die Teams bereiten sich aufs Elferschießen vor und Leicester wird wohl anfangen.

    Nur wenige überraschend kam es am 03.10.1984, dem späteren Tag der Deutschen Einheit, in Berlin vor 25000 Zuschauern im Jahn Sportpark zum Rückspiel. Es war das beste Spiel, was ich je vom BFC sah (insgesamt zwei) und mit ihm von Bodo Rudwaleit.

    Nachdem Thom den BFC in lead schoss, glich der gut spielende Angus aus und brachte damit Aberdeen in die nächste Runde. Doch dann geschah etwas, womit keiner rechnete, ja keiner rechnen konnte: Rainer-ich treffe nur in der Oberliga, versiebe dafür in der Nationalmannschaft und im EC jede Chance-Ernst (ja der Name war so lang) knallte der noch jungen späteren schottischen Torwartlegende Leighton in der 84. Minute den Ball ins Netz. Damit kam es zur Verlängerung, die blieb torlos: Bodo Rudwaleit musste ran und hielt, 2mal, doch seht selbst:

    Teil 1


    Teil 2


    Teil 3


    Zur Statistik:

    Berliner FC Dynamo - FC Aberdeen 2:1 (0:0) n.V., 5:4 n. E.

    Zuschauer: 25 000 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark

    Referee: Agnolin (Italien)
    Linesman: Sgizzato, Ongaro (Italien)

    Tore: 1:0 Thom (49.) 1:1 Angus (68.) 2:1 Ernst (84.)
    Elfmeterfolge: 0:1 Porteus, 1:1 Ernst, 1:2 McQueen, 2:2 Rohde, 2:3, Schulz- Latte, 2:4 Stark, 3:4 Troppa, Miller- Rudwaleit hält, 4:4 Terletzki, Black- Rudwaleit hält, 5:4 Trieloff

    BFC Dynamo Trainer: Jürgen Bogs
    Rudwaleit - Trieloff - Maek (76. Netz), Troppa, Rath - Schulz, Terletzki, Backs (82. Prange) - Grether, Ernst, Thom

    FC Aberdeen Trainer: Alex Ferguson
    Leighton - Miller - McKimmie, McLeish, McQueen - Stark, Cooper, Simpson, Angus (101. Porteus) - Black,
    Falconer (61. Hewitt)

    Und als wenn es die Kommentatoren des Hin- und Rückspiels geahnt hätten, so ehrfurchtsvoll wie sie Norbert Trieloff immer erwähnten, so war es eben dieser Trieloff, der die Dons mit der Interflug zurück auf die Insel schickte-Trieloff, der weder davor noch danach je einen Elfmeter in einem Pflichtspiel für den BFC schoß.

    Damit war der BFC im Achtelfinale, wo er sang und klanglos gegen die Wiener Austria ausschied, auch weil Rainer Ernst zu alter Treffsicherheit zurückkehrte. Da man davon noch nicht genug hatte, folgte in der Saison 85/86 dann gleich das Erstrundenaus eben wieder gegen die Wiener Austria. Und die Fußballfans im Osten konnten sich wieder ihren Lieblingen aus Dresden, Leipzig, usw. widmen und in den sonntäglichen Stammtischen wurde wieder kräftig über den BFC, Bodo Rudwaleit, Rainer Ernst...abgelästert, wie ich irgendwann mal in meiner Akte nachlies. So war das-war, zum Glück.

    Cardiff hat es dann jetzt auch geschafft, nachdem Leicester zweimal vergab ist Cardiff nach Elfmeterschießen weiter...war ein schönes Spiel.


    @gruni: In Heiligenstadt war er bestimmt in der Messe...

  • User
  • 13.05.2010 09:26:01 Gruni

    Ja, das waren noch Zeiten. Das einzig Schlimme in Aberdeen war Florian Oertel.......

  • User
  • 14.05.2010 09:37:28 lebowski

    Heinz Florian, bitteschön.

    Übrigens wurde ich dereinst in Rostock Zeuge diverse Schmährufe gegen Bodo und seine Mannen vom BFC. Was mich als etwa 9jährigen Knaben, der neben Papa in der Kurve stand, sicher am meisten beeindruckte war, als aus tausenden Kehlen "Bodo hat kein' Puller!!" erklang. Rangierte damals noch vor "Hi-Ha-Ho! Bodo in den Zoo!". Warum jede Freistoßausführung mit "Die Mauer muss weg!" kommentiert wurde, war mir damals noch fast egal. Und "Doll, du Sau!" durfte ich nicht gut finden, denn es kam ein Schimpfwort darin vor.

  • User
  • 14.05.2010 10:40:41 siffke

    pffh, da kenn ich aber schlimmere schimpfwörter.. wegen "doll" gleich den ganzen satz verbieten, also ich fass es nicht..

  • User
  • 14.05.2010 11:16:54 lebowski

    Ja, meine Eltern waren da sehr streng.

  • User
  • 14.05.2010 11:25:35 siffke

    haben aber wohldann nicht alles falsch gemacht, jung-intelligent-erfolgreich - > BAYERN-FAN - FIIIIIIIIIIIIIIINALE, nur mal so, nech

  • User
  • 14.05.2010 11:38:40 lebowski

    Gewinnertyp mit Hang zum Triple, ganz klar.

  • User
  • 14.05.2010 11:39:04 unionchemiker

    "heun, der schwule mit der neun!"

    jetzt mal im ernst, werter statistiker: deine zusammenstellung ist großartig, erinnerungen werden wach resp. aufgefrischt. nur, deine quasi verklärende verehrung für den ex-torwart und noch-taxifahrer geht dann doch ein büschen am ziel vorbei. ich kenne keinen, außer meinem kumpel andreas gläser und noch so nem bfc-kloppi, der auch nur ein sackhaar sympathie für nen spieler des zehnmalhinnernandermeisters aufbringt.
    unbestritten die qualitäten der thoms, ernst`und rohdes: scheiße war der bfc als komplettpaket.

    schließlich haben wir gegen die zwostellig verloren, jaha...

  • User
  • 14.05.2010 11:46:57 Karpfenluder

    Und nicht zuvergessen ein Bernd Terletzky (hieß doch so, oder?). Freistöße konnte der schon schießen. Erinnere mich dunkel an ein Beispiel, als er ein nochmaliges Ballhinlegen antäuschte um dann aber im gleichen Moment den Ball in den Giebel zu zimmern.
    Spielen konnten sie schon und trotzdem waren sie unsympatisch. Quasi der FC Bayern der DDR.

  • User
  • 14.05.2010 16:50:06 Statistikfreund

    @lebowski: Wohlbekannte Klänge, die Du da zitierst. Jetzt stell Dir das ganze noch mit sächsischen Dialekt, der ja mehr oder weniger in der ganzen Süd-DDR beheimatet war, vor, wenn unionchemiker et. al. mal so richtig loslegten...Und wie gesagt, ich kannte keine DDR Bahnschranke, die den Sachverständigen im Stadion nach nicht schneller gefallen wäre als Bodo Rudwaleit.

    @unionchemiker: Ich wollte nichts verklären und verehren tue ich ihn auch nicht. Sollte das so rübergekommen sein, dann hatte ich mich falsch ausgedrückt und danke Dir für den Hinweis. Vielleicht ist`s auch alles etwas lange her. Du weißt ja, was man als erstes immer schnell vergißt...

    Denn letztlich war es so, wie Du schreibst: Der BFC war als Gesamtpaket nicht akzeptiert, die einzelnen Spieler hin oder her. Sonst hätten z.B. Seier und Maeck ja auch keinen Eintrag bei immerunion, oder? BTW: Was ich vom BFC genau hielt, könntest Du, wie geschrieben, in meiner Akte nachlesen. Aber gut, dass ist ja zum Glück vorbei.

    Dass Du jetzt aber das Erfurter Idol Jürgen Heun ins Spiel bringst, weiß ich jetzt aber nicht so ganz zu werten.

    @karpfenluder: Er hieß Frank Terletztki und warum er ab und zu für die Hertha-Oldies spielte, weiß ich nicht.

    Ich meine aber die Abneigung zum BFC in keinem Fall mit der Antipathie zu Bayern vergleichbar. Das war irgendwie was anderes und intensiver.

  • User
  • 15.05.2010 08:49:40 unionchemiker

    ähm, den heun brachte ich nur als fußnote zu lebowskis verbalen ausbrüchen...schoss mir nur so durch den kopp.

    und ein zu olaf seier sag ich als besucher des letzten spieltages bevor es das einzige abstiegsrelegationsduell gab lieber nüscht. der stachel sitzt immer noch wobei der showdown weltniveau hatte, hansjörgleitzkefußballgott....

  • User
  • 16.05.2010 16:30:26 Statistikfreund

    @unionchemiker: Verstanden!

    Ansonsten fand ich ein Gesang von lebowski noch erwähnenswert: Wenn der all14tägig versammelte Urologenkongress im Ostseestadion einstimmig befand, dass Herr Rudwaleit keinen, na Du weißt schon hatte. Dann sei darauf hingewiesen, dass er irregulär im 1. Herrenteam spielte-denn gemischtgeschlechtliche Mannschaften waren gemäß DFV Statuten nur bis einschließlich Schüler erlaubt. Der nächste Skandal rund um den BFC? Man weiß es nicht...

  • User
  • 17.05.2010 09:55:22 unionchemiker

    was meinste, warum gesungen wurde "der riediger, der riediger, der iss ein selbstbefrie...!" kam doch nur daher, dasser von bodo nich rangenommen wurde (aus ermangelung an äußeren, männlichen geschlechtsorganen)

  • User
  • 17.05.2010 16:10:42 Statistikfreund

    @Heute 09:55:22 von unionchemiker: Mal ohne Schmarrn: was ich mich bis heute frage ist, wie sie das im DDR Fernsehen gemacht haben. Denn Ton gab es ja, aber Gesänge jedweder Art kamen nie.

    Ansonsten: dem Olaf Seier fehlten dem in diesem entscheidenden Moment vielleicht "Eier" (Zitat: O.Kahn: Naturphilosoph) in mehrfacher Hinsicht? Außerdem hatte er doch eigentlich auch nur eine gute Saison, oder?

    Gut ich will das jetzt nicht alles wieder aufwärmen. Aber wohin sendet man Dir denn nun Grüße-ich dachte bisher immer, nach Leipzig?

  • User
  • 17.05.2010 16:15:41 AntiMöller

    "der riediger, der riediger, der iss ein selbstbefrie...!"

    Haha, grossartig und kreativ, kommt gleich nach dem "Figgse-Witz"!

  • User
  • 17.05.2010 20:35:50 Gruni

    Erstens: Nichts gegen Jürgen Heun!

    Zweitens: Nicht alle im Süden der ehemaligen DDR sprechen einen sächsischen Dialekt!!! Ein kleiner und tapferer Volksstamm im westlichen Thüringen pflegt seit dem Neolithikum ein ordentliches Hochdeutsch!

    Ende,

  • User
  • 18.05.2010 09:55:32 unionchemiker

    1. der heun war ein guter, es ging lediglich um den kreativen ostler an sich.
    2. schickte man damals grüße nach leipzig. und der seier, die sau, hat vieles kaputtgemacht in meiner pubertären seele.
    3. heutzutage und seit jahren schloss ich frieden mit union. einen dank an seier für das ermöglichen dieses finals vor über 25 jahren und "mein tor des lebens".
    4. wenn ich alte radiorreportagen höre, kommt mir die frage gar nicht in den sinn: der gemeine ostler hatte die klassische fanfare am start, der vuvuzela in seiner nervigen form und dauerbenutzung nicht unähnlich, und unterband somit jegliche melodei-erkennung. des weiteren musst du ja mal sehen: es gab im prinzio keine "rasenmikrofone" sondern das mikro war beim reporter IN der kabine! und wo die kabinen teilweise standen, wissen wir aus diversen reisen durch die fußballhochburgen ostdeutschlands...

  • User
  • 19.05.2010 23:39:53 Statistikfreund

    Gestern 09:55:32 von unionchemiker
    zu 1.: Ja, war er.
    zu 2.: Verstehe ich. War so ein bischen wie Harald Mothes, der in den unmöglichtsen Momenten traf oder eben auch nicht.
    zu 4: Aber es gab doch die Ahh`s und ooh`s als Hintergrundgeräusche-dabei hat die doch nichtmal einer im Rentnerblock auf der Halde rausgehauen!? War da der Knabenchor des Rundfunks der DDR anwesend bei jeden Spieltag, oder musste das auch die Armee besorgen?

    Ansonsten fasse ich zusammen: Herr Rudwaleit hatte ein, streng genommen anatomisches, hier implizierendes urologisches Problem, was vor allem der Herr Riediger-der aber zum Glück nicht katholisch war-auszubaden hatte und letztlich auch Jürgen Heun in Erfurt für exakt 400 Pflichtspiele bei RWE bleiben ließ und er aus Frust darüber 131 Tore schoß. Was aber trieb Bodo R. ins Taxi?

zum Forum

Logge Dich ein, um einen Beitrag zu schreiben!

VON DEN LESERN EMPFOHLEN



DIE AKTUELLE UMFRAGE

Thema: Fußballfans. Eure Wunschgäste für Maischberger, Lanz, Plasberg und Co.?

Werner Schulze-Erdel
Charly Steeb
Alf
Bono
Frank Zander
Zini
Max Power
Johannes B. Kerner
Günter Wallraf
Campino
Andreas Elsholz
Alfred Biolek
Vera Int-Veen
Marius Müller-Westernhagen
Ich




Schalkes Angst vor Psychologen

11Freunde Liveticker

DVD Edition