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Wie Brasilien wieder eine Fußballmacht werden kann
11freunde Offline
Dabei seit: 19.01.2012

Im kommenden Jahr ist Brasilien Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft. Und natürlich rechnet das gesamte Land mit dem Titelgewinn. Aber der WM-Pokal scheint für die Selecao derzeit weiter entfernt, als je zuvor. Dabei weiß unser Autor Benjamin Kuhlhof, dass es so einfach sein könnte.

(Zum Artikel: Wie Brasilien wieder eine Fußballmacht werden kann)
Alter_Scholli Offline
Dabei seit: 06.03.2013

oh man... und sonst? schöne Mittagspause? Kernproblem erkannt! 1+*

Atatenango Offline
Dabei seit: 12.02.2008

Als ich am Montag mal kurz bei Brasilien - Russland reingezappt habe, dachte ich aber auch...früher hießen die da mal Socrates, heute Hulk...ich mein da sieht man ja, wie die Vorbilder da verteilt sind.
Dass die Fußballernamen allerdings vermutlich wenig mit dem fußballerischen Erfolg zu tun hat sollte auch klar sein, denn ob ein Dante zwingend intelligenter ist als ein Fred ist doch sehr fragwürdig.
Was mir bei dem Spiel allerdings auch aufgefallen ist. Ich fand das, was die Brasilianer da gemacht haben ziemlich unmodernen Fußball, und sicherlich ist Russland nicht schlecht, aber jetzt auch keine Übermannschaft. Und was ebenfalls aufgefallen ist...die meisten Spieler von Brasilien kenne ich gar nicht...das war früher auch mal anders, weil sie halt in den großen Vereinen in Europa präsent waren, was sie so heute aber auch nicht mehr sind. Und das hat dann vielleicht auch schon wieder was mit dem Problem des brasilianischen Fußballs an sich zu tun, da geht dann ein talentierter Fußballer vielleicht lieber nach Moskau, weil er da ne Mio. im Jahr oder so mehr verdienen kann, als sich halt bei Barca oder Chelsea oder so gegen gleichstarke Spieler durchsetzen zu müssen und dazu noch etwas weniger zu verdienen.
Auf der anderen Seite...ich rechne stark mit Brasilien bei der WM 2014...die werden da schon ordentlich mitmischen im eigenen Land, da bin ich sicher!

Boliforce Offline
Dabei seit: 21.04.2009

Und ich dachte der Artikel wär' ernst gemeint.

Platz 18. der Weltrangliste ist weil Brasilien seit dem ruhmlosen Ausscheiden in der Copa America 2011 kein Pflichtspiel gehabt hat. Gerne würde man ja gegen Kasachstan, Aserbeitschan und Österreich Pflichtspiele bestreiten um da schön zu Punkten, aber leider ist man Gastgeber.

Zum Problem mit den Namen: Ronaldinho, Rivaldo, Ronaldo klingen nah Samba weil wir sie so kennen gelernt haben. Das 2006 diese Spieler eher mit Standfußball zu verbinden waren, hat man schon vergessen?
Oscar, Lucas Moura, Neymar, Fernando und noch jede Menge andere Namen werden noch bekannt werden (zumindest auch hier in Deutschland, wo sie anscheinend nicht so bekannt sind) und dann wird man mit ihnen auch guten Fußball verbinden. Vielleicht nicht Hurra-Samba Fußball, aber ich bin mir sicher, auch erfolgreichen. Nach um die 10 Jahre Flaute ist die neue Generation auf den Startlöchern, oder guckt keiner hier U20, U21 WM und so?

mehmetwirdankendir Offline
Dabei seit: 19.12.2010

Der Arikel ist furchbar unlustig. Die Globalisierung greift natürlich auch im Sport um sich. Der Spielstil wird und muss europäischer, sprich taktisch orientierter und athletischer werden. Natürlich ist das zu bedauern. Aber wenn Brasilien eine erfolgreiche Fußballnation bleiben will, müssen sie das nach wie vor vorhandene fußballerische Talent kanalisieren. Ich habe wenig Bedenken, daß sie das schaffen werden. Die finanziellen Mittel sind da, Fußballschulen nach europäischem Vorbild zu bauen. Der auf den Straßen erlernte Sambafußball, den viele von uns noch kennen, stirbt folglich aus. Durch diesen taktischen Einheitsbrei verkommt der Fußball zum Rasenschach. Gehen sie diesen notwendigen Schritt nicht, entwickeln sie sich zu den Harlem Globetrotters des Fußballs. Also Augen zu und durch. Sie sind schon auf dem richtigen Weg.

valenciano Offline
Dabei seit: 04.06.2007

NajaMehmet? Dieses "Straßenfussballer sterben durch Akademien aus" Argument sollte doch gerade durch so Typen wie Özil (der immer noch auf der Straße oder im Käfig gekickt hat, und bis die Favelas in Brasilien ein Niveua wie deutsche Hochhaus-Vorstädte erreichen dauert es noch lange, also wird da sicherlich auch noch genug auf der Straße gekickt werden) oder halt Götze und Reuss wiederlegt. Letztere sind halt technisch einfach stark und zeigen auch, dass durch die Akdemien auch ein Umdenken stattgefunden hat. Früher wären so Jungs gerne mal als zu klein und zu schmächtig (ok nicht der fette Götzinho) aussortiert worden, genau wie ein Herr Messi, der seit der Kindheit in der besten Akademie Eutopas war.

Akademie tötet Zauberfussball? Glaub ich nicht, aber ohne Taktik geht es halt nicht.

Und athletisch, daher steht da ja Hulk im Sturm, und auch ein Adriano war ja ein Sturmtank erster Güte. Die nur zaubernden Brasilianer ist ja so ein Klischee wie die deutschen Panzer. Und beide sollten längst überhollt sein, Brasiliens eigentlich seit Gunga da der wichtigste Teil der Mannschaft war, ohne den man meiner MEinung auch nicht Weltmeister geworden wäre.

rumpler Offline
Dabei seit: 10.12.2009

Sambafußball

Wenn ich so einen Dreck schon lese ... die können mich mal kreuzweise mit ihrem scheiß Samba.

AbteilungAttacke Offline
Dabei seit: 22.10.2008

@Mehmet

Alles richtig, nur ob es bis zur WM 2014 reicht? Erneut und wiederholt bekunde ich da meine Zweifel.

Das Problem sind ja auch nicht die Spieler, sondern schlicht die Anforderungen, die an Brasilien gestellt werden. Man soll den Titel eben nicht "athletisch und taktisch", effizient, gewinnen, sondern halt mit "Zauberfussball", am besten wie die Harlem Globetrotters des Fussballs.

Derzeit sehe ich Brasilien maximal im Halbfinale. Hätte man Dunga 2010 weitermachen lassen, sehe die Sache freillich anders aus.

mehmetwirdankendir Offline
Dabei seit: 19.12.2010

Bei aller Liebe. Der Fußball der 90er ließ dem "Sambakicker vom Zuckerhut" einfach mehr Raum und Zeit, und vor allem mehr Luft zum zwischendurch ausschnaufen. Özil wird hier also wieder mal als die Offenbarung in Sachen technische Anlagen und Straßenfußball ausgemacht? Gegen Kasachstan, Faröer und San Marino hat ers z.B. gezeigt, daß er einzwei gute Pässe schlagen kann. Ich spreche aber vielmehr von richtigen Künstlern wie Garrincha, Zico, Ronaldinho und der Frage: Hält der moderne Fußball solche Genies überhaupt noch aus oder fallen Sie durch den Sieb?

Natürlich spielt auch der Zeitpunkt der Auslese eine entscheidende Rolle. Junge talentierte Kicker werden in Deutschland allesamt zwischen 7-12 von den großen Vereinen entdeckt und in taktische Formationen gepresst. Das passiert zwar mittlerweile auch in Brasilien. Jedoch sind die Ausbildung, bzw. die Anforderungen (noch) nicht vergleichbar. Vergl. Robinho spielte früh professionell bei Santos. Taktische und athletische Mängel können bis heute nicht bestritten werden.

UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004

"Sambafußball

Wenn ich so einen Dreck schon lese ... die können mich mal kreuzweise mit ihrem scheiß Samba."

IhreR scheiß Samba. Weiblich. Feminin. Die Samba. Soviel Korinthe muss gekackt sein.

Quelle

rumpler Offline
Dabei seit: 10.12.2009

Der oder die Samba (in Österreich nur männlich oder ohne Artikel, portugiesisch o samba), ist ein paarweise getanzterGesellschafts- und Turniertanz im 2/4-Takt.

Samba my ass!

suppenteller Offline
Dabei seit: 05.07.2010

es heisst natürlich das samba, denn der begriff für die musik kommt vom sambalinho, einem im tropischen regenwald brasiliens beheimateten tier, eng verwandt mit dem gürteltier. dieses hat kein allzu starkes gebiss und erledigt größere beutetiere mit einem kraftvollen hüftschwung, was dem tanz und der musik seinen namen gab. wahre korinthen sprechen darum immer von das samba.

AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008

...auch eng verwandt mit dem ronaldinho, welches von dem sambalinho einzig durch das ausgeprägtere Gebiss zu unterscheiden ist.

rumpler Offline
Dabei seit: 10.12.2009

das samba wird übrigens regelmäßig auch in unseren breiten bei sog. sambashows von dämlichen federgeschmückten sambalinhas (bei uns auch arschwackeltanten genannt) nachgeäfft.

suppenteller Offline
Dabei seit: 05.07.2010

aber nur weil die Felis silvestris catus (auch bekannt als gemeine Hauskatze) auch faucht, wird aus ihr kein Panthera onca (auch bekann als Jaguar), von dessen Anmut und Glanz ganz zu schweigen. Aber lassen wir sie doch trommeln und denken sie würden derben Samba spielen, spätestens 2014 werden dann sowieso alle, aber auch wirklich alle Klischees über Brasilien tagtäglich über uns ausgeschüttet, incl. DAS SAMBA

AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008

(+Massenvergewaltigung einer amerikanischen Touristin in einem Kleinbus in Rio+Massenvergewaltigung einer amerikanischen Touristin in einem Kleinbus in Rio+Massenvergewaltigung einer amerikanischen Touristin in einem Kleinbus in Rio+)

AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008

...also, tickert gerade durch den Äther.

Ich bin jetzt schon gespannt wie ein Flitzebogen, auf diese WM. Ich denke, Brasil scheitert zu früh an den Nerven.

suppenteller Offline
Dabei seit: 05.07.2010

ich auch, wobei die erwartungen der brasilianer an ihr team gar nicht so hoch zu sein scheinen, aber nur mein eindruck. gespannt bin ich auf die spiele in manaus. nachdem man festgestellt hat, dass man in der wüste im sommer nicht spielen kann, werden luftfeuchtigkeit von >80% und temperaturen knapp unter 30grad auch nach sonnenuntergang für europäer sicher kein problem sein.

AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008

Manaus Wüste?! Ich kenne Manaus qua Fitzcarraldo als Amazonasdschungelhafen mit Opernhaus.

suppenteller Offline
Dabei seit: 05.07.2010

wüste = katar

da kann man im sommer nicht spielen, merkt die fifa auf einmal, im tropischen regenwald bzw in der betonwüste manaus aber schon?

AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008

Betonwüste Manaus? Manaus ist keine vom Regenwald überwucherte Wellblechsiedlung? Mehr?

Gute Idee: gib doch mal den WM 2014-Führer hier! Do`s & dont`s at Manaus, z.B.! :-)

AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008

("Massenvergewaltigung einer amerikanischen Touristin in einem Kleinbus in Rio")

+stundenlang+stundenlang+stundenlang+

Ist der Brasilianer Herr der Lage? Bzw. geht die Turnierausrichtung mit irgendwelchen blabla FIFA-Ethics konform?

mehmetwirdankendir Offline
Dabei seit: 19.12.2010

Irgendwas mit Kinski...? Right?

suppenteller Offline
Dabei seit: 05.07.2010

das wichtigste don't:

Fahre nach Manaus. Außer man ist reicher Ökotourist und will sich sein Geld aus der Tasche ziehen lassen, weil man nicht kapiert hat, dass die Amazonasregion größer als der Bundesstaat Amazonas ist und denkt der Zusammenfluß von Rio Negro und Rio Solimões sei etwas völlig einzigartiges am Amazonas.

do:

sich den wunderschönen, riesigen Industriehafen anschauen oder die die Stadt prägende Chemie- und Petroindustrie, natürlich diese doofe Oper (klein das Teil) noch und die lebendige Fußballkultur der Stadt, wo selbst zu Spitzenspielen, als Nacional mal in der ersten Liga spielte, man froh war mehr als 20.000 Zuschauer zusammenbekommen zu haben und zu ihren heißen Stadtderbys 4.000 Leute kommen.

Abends kann man dann in eine der zahlreichen Lutscher-Discos gehen, wo die High Society (angelockt durch die Freihandelszone, Militärdiktatur sei dank) sich gegenseitig debil in ihre schmierigen Bänkerfressen grinst. Die erfrischende Schwüle der Region, selbst von Bewohnern des Amazonas bestöhnt, kann man natürlich auch genießen.

AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008

Woher weißt Du das denn eigentlich alles, caro suppenteller? Warst Du dort Militärberater oder sowas?

Walter Baseggio Offline
Dabei seit: 15.03.2007

Ich hör regelmäßig durch meine Freundin abenteuerliche Geschichten aus Brasilien. Das ist die sechstgrößte Volkswirtschaft, aber die Mehrheit ist verarmt. Die Schere zwischen arm und reich ist beängstigend groß. Da ist es in den ärmeren Gegenden normal, dass die Polizei geschmiert wird,  Handlanger von den Drogenbossen  junge Männer um die 20 einfach erschießen und straffrei davonkommen.

Der Regierung ist die Bevölkerung egal. Hauptsache man brüstet sich mit der WM und den Olympischen Spielen 2 Jahre später. Wenn man keine Kohle hat, bekommt man keine vernünftige Schulbildung. Auf ner staatlichen Schule lernt man kaum was. Fließend Englisch können die Wenigsten. In die Bildung sollte man Geld investieren und nicht in Sportereignisse.

Das ist ein Grund, warum ich mich weigere, da jemals hinzufahren. Scheiß-Land, weil scheiß Regierung!

mehmetwirdankendir Offline
Dabei seit: 19.12.2010

Und ich hab letztens erfahren, daß sich unter Lula einiges gebessert hat...

Naja. wohl von der Traufe in den Regen...

Zottelkralle Offline
Dabei seit: 02.05.2011

letztens ne doku über von drogenbossen kontrollierten armenvierteln in rio gesehen, aber da räumen sie grad ordentlich auf, wird alles abgerissen und weg damit, sollte also kein problem mit der wm geben.

Walter Baseggio Offline
Dabei seit: 15.03.2007

Natürlich gibts kein Problem mit der WM. Da wird für 4 Wochen alles unter den Teppich gekehrt und dann ist da wieder Halligalli. Echt traurig!

MarcRamone Offline
Dabei seit: 11.03.2009

Das Land ist groß und die (aus unserer Sicht von uns) gewünschten Maßstäbe zu erreichen brauchen noch viele Jahre (und was die von unseren Maßstäben überhaupt wollen, ist auch einen ganz andere Frage). Sie fangen aber gerade erst an. Vieles ist unglaublich mühsam durchzusetzen. Man muss sich nur vorstellen, dass es in Brasilien nicht nur eine Sprache und Bevölkerungsgruppe gibt und dazu eine sehr schwierige Infrastruktur, die Entscheidungen und Informationsfluss recht "holprig" vorankommen lassen.

Aus meiner Sicht: Hauptsache es tut sich was, der Rest braucht Zeit.

http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/

http://latina-press.com/lateinamerika/brasilien/

 

suppenteller Offline
Dabei seit: 05.07.2010

"Und ich hab letztens erfahren, daß sich unter Lula einiges gebessert hat...

Naja. wohl von der Traufe in den Regen..."

die einen sagen so, die anderen so...

bei einzelnen themen hat die PT regierung einiges bewegt, zb gesetzlicher schutz der frauen vor gewalt und sensibilisierung für das thema, eine weitere stabilisierung der demokratischen institutionen, langsame stärkung von zivilgesellschaftlichen ansätzen, einbindung vorher ausgeschlossener gruppen in gesellschaftliche entscheidungsprozeße

in anderen bereichen hingegen alles wie immer, die sozialen gegensätze sind immer noch brutal, die brasilianische gesellschaft hat ein riesiges gewaltproblem, das menschliche leben zählt wenig, der wirtschaftliche aufschwung kommt in der breite der bevölkerung nicht an, korruption und umweltzerstörung in irren ausmaßen.

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