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Piotr Trochowski über den HSV, Krisen und spanische Verhältnisse
11freunde Offline
Dabei seit: 19.01.2012

Seit 2011 steht der Ex-Nationalspieler Piotr Trochowski FC Sevilla unter Vertrag. Trotz einer schwerwiegenden Verletzung macht er sich so seine Gedanken über die entscheidenden Unterschiede zwischen der Bundesliga und der Primera Division.

(Zum Artikel: Piotr Trochowski über den HSV, Krisen und spanische Verhältnisse)
wage Offline
Dabei seit: 23.03.2012

Ich glaube, dass besonders beim von Trochowski angesprochenen Tempo und Pressing die Bundesliga den anderen Ligen momentan voraus ist. Beispielhaft dafür stehen Mannschaften wie der FCB, BVB, Hannover, Leverkusen, Freiburg, Frankfurt ...

... Trochowski muss sich die Liga, in der er momentan spielt ja auch irgendwie schönreden ;)

Marco Polo Offline
Dabei seit: 21.01.2009

Ich behaupte eher, dass viele spanische Clubs in der Bundesliga Probleme hätten, man muss nur schauen was Raul oder Martinez über die Bundesliga im Vergleich zur Primera Division sagen. Ich würde die Ergebniss der Woche nicht unbedingt als symbolisch ansehen, zumal wir ja noch die Auswärtsspiele abwarten müssen. Ich kann mir schon vorstellen, dass Barça Bayern 3:1 schlagen kann...und das wäre mir lieber als Auswärts zu gewinnen und Schweinsteiger, Dante und Lahm wegen Gelb im FInale nicht zu haben...

Eines zeigt aber meiner Meinung nach das Halbfinale bis hierhin ganz deutlich. Die beiden deutschen Mannschaften werden in der Bundesliga definitiv mehr gefordert als Real und Barça in Spanien. Ich weiß dass Dreiecksvergleiche im Fußball eher nicht viel bringen, allerdings gilt es eher für einzelne Mannschaften, für Ligen geht es meiner Meinung nach besser. Was z.B. nicht ginge wäre zu sagen "Barça hat gegen Bayern 0:4 verloren, Düsseldorf nur 2:3, also hat Düsseldorf die bessere Offensive". Man muss aber doch zugestehen, dass Real und Barça in ihrer Liga dominieren; und zwar in etwa so wie Bayern und Dortmund. Ich denke dass Barça und Real einfach nicht ihr volles Potential abgerufen haben, wohingegen Bayern und der BVB auf den Punkt ihre 100% auf den Platz gebracht haben (außer Hummels). Wenn du Woche für Woche mit 70% deinen Gegner leicht besiegst dann wird es irgendwann ziemlich schwer auf die 100% zu kommen, selbst wenn es ein Champions League Halbfinale ist. Ich behaupte einfach mal, hätten Real und Barça in der Bundesliga und Bayern und Dortmund in der Primera Division gespielt, würden die Tabellen quasi gleich aussehen, nur dass Barça und Real wohl ins Finale kommen würden.

Was wir aus dem Halbfinale definitiv gelernt haben ist dass der Bundesliga keine spanischen Verhältnisse blühen, sondern einfach nur die deutschen Verhältnisse, die wir schon seit geraumer Zeit haben, in dieser Saison besonders zum Ausdruck gekommen sind. Hoeneß weiß ganz genau dass ein starker nationaler Wettbewerb die Voraussetzung ist um international auch etwas zu reißen. Aufgrund der Ergebnisse dieser Saison konnte man schon ins zweifeln kommen ob der FC Bayern wirklich so stark ist oder die Bundesliga einfach nur so schwach. Seit Dienstag (und Mittwoch) wissen wir: Die Bayern sind einfach so stark.

Und ich kann auch erklären wieso Spanien in der 5-JW besser dasteht: Den Unterschied haben bisher Barça und die spanischen Europa League Teilnehmer gemacht. Und wieso? Nicht weil der spanische Tabellen 4 bis 7 besser ist als ihr deutsches Gegenstück, sondern weil für sie die Einnahmen aus der Europa League wichtiger sind. Die deutschen Clubs in dieser Tabellenregion haben schlicht mehr Fernseheinnahmen aus dem nationalen Geschäft, und zwar so dass sich die Europa League kaum lohnt (Leverkusens Führung hat das ja offen zugestanden). Dass deutsche Clubs im direkten Duell ihren spanischen gegener überlegen sind ist übrigens nichts neues, sondern nur dass die deutsche Nummer 1 und 2 ihrem spanischen Gegenstück überlegen sind. Und das macht Hoffnung, dass es bald auch für die Nationalmannschaften gilt.

Marco Polo Offline
Dabei seit: 21.01.2009

Ach ja...was sind eigentlich deutsche Verhältnisse und was Unterscheidet sie von den schottischen? Gleich ist dass jeweils ein Verein ganz oben als unangefochtene Nummer 1 steht. Der Unterschied ist der, dass die restliche Liga über die Möglichkeiten verfügt, dass einige Vereine es hinbringen können eine Mannschaft aufzubauen, die über mehrere Jahre den Bayern Konkurrenz macht und sie die eine oder andere Saison sogar von Platz 1 verdrängt (die Mannschaft, nicht den Verein/das Unternehmen). Zweiteres ist in Schottland nicht wirklich möglich. Und genau das ist was Bayern so stark macht. Bayern war meistens dann international stark, wenn sie in der vorangegangenen oder selben Saison eine Mannschaft hatten die ihnen mindestens das Wasser reichen konnte. War dies nicht der Fall, dann ging international recht wenig.

Marco Polo Offline
Dabei seit: 21.01.2009

Mein Gott Trochowskis Schwachsinn hat mich aus der Arbeit gerissen und hierher gebracht.

Sagt er da wirklich dass deutsche Mannschaften Probleme mit dem taktischen Niveau in Spanien hätten? Gut er hat das vor dieser CL Woche gesagt. Aber irgendwie hatten Barça und Real Probleme mit dem tatkischen Niveau ihrer deutschen Gegener oder war ich auf LSD? Wo hat Trochowski gespielt? Beim Hamburger Chaosverein? Ja das glaub ich gern, dass der HSV taktisch von spanischen Teams ne Menge lernen kann, wer aber den HSV als Eichmaß für das taktische Niveau der Bundesliga nimmt ist meiner Meinung nach mit naiv noch sehr wohlwollend umschrieben. Hannovers, Frankfurts, Düsseldorfs  und Freiburgs Erfolg ist wohl aufgrund individueller Klasse entstanden oder was? Und der BVB hat Kick-and-Rush in Perfektion gespielt. Die haben allesamt taktisch sehr gut geschulte Mannschaften. Gemessen an dem was ihre Kader gekostet haben, haben sie ne Menge erreicht (daher Düsseldorf, die wenig mehr Geld hatten als Fürth). Düsseldorf hat den Bayern auswärts ein 2:3 abgerungen. Ein Ergebnis nach dem sich der FC Barcelona die Finger leckt. Und wenn man sich anschaut was die Anschaffungskosten der BVB-Mannschaft waren und was dabei rausgekommen ist, dann muss man sagen, dass die spnischen Spitzenvereine in sachen Managment und Finanzplanung eine Menge von den deutschen lernen können.

Der hat sich in Sevilla wohl ein Sonnenstich geholt.

rumpler Offline
Dabei seit: 10.12.2009

Lustig, dass sich jetzt so Pfeifen wie Troche und der Heidel zu Wort melden. Oder sind das die einzigen, die "die medien" noch an die Strippe bekommen momentan?