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Europa: Ausländerbegrenzung vor dem Aus
Toph85 Offline
Dabei seit: 24.03.2004
Ich kann das nicht verstehen. Ist es denn zuviel verlangt, dass für die Lieblingsmannschaft auch mal wieder der ein oder andere Spieler aufläuft, der sich wenigstens ein bisschen mit dem Verein identifizieren kann?!
Und wenn der Russe sich in Spanien durch Gesetze benachteiligt fühlt, dann soll er eben wieder in Russland spielen.
Ich wäre für folgende Regel in Deutschland:
In der Startelf müssen mindestens 6 Spieler mit einem deutschen Pass stehen.
Wie sich die übrigen Plätze aufteilen ist egal. Ob EU-Ausländer oder Nicht-EU-Ausländer!
Fliege Offline
Dabei seit: 29.06.2004
Ich könnte den Bosman heute noch umbringen für seine Klage damals. Der hat damit den ganzen Fußball kaputt gemacht; die Spieler haben viel zu viel Kohle kassiert, die Vereine haben sich übernommen und auf einmal haben in Cottbus 11 Ausländer in der Startelf gestanden. Da geht sämtliche Identifikation mit dem Verein und den Fans flöten. Früher (mit maximal drei Ausländern) hatten es die Vereine nicht nötig, (bzw. sie durften gar nicht) irgendwelche zweitklassige Kroaten, Serben, Russen oder Afrikaner zu kaufen. Da haben sie dann halt nen A-Jugendspieler gebracht. Nur gut, daß viele Clubs inzwischen so pleite sind, daß sie zu eben diesem Schritt wieder gezwungen sind. Würde man wieder eine Begrenzung einführen, gäbe es noch mehr junge deutsche Spieler in der Bundesliga und die Ausländer hätten alle eine gewisse Qualität, da man einen der so kostbaren Plätze bestimmt nicht mit irgend ner Luftpumpe besetzen würde.
Kreisel Offline
Dabei seit: 24.06.2004
Recht hat er, der Igor Simutenkow. Ist es denn fair, dass für Spanier, Polen, Griechen diese Beschränkung nicht gilt, für Russen, Ukrainer, Schweizer aber schon?? Gleiches Problem haben die Vereine aus Nicht-EU-Europa: Der Pool, aus dem sie ohne Beschränkung wählen dürfen, ist viel kleiner als der von Bayern, Aachen oder Offenbach.

Identifikation ist eine schöne Sache, hat aber in den wenigsten Fällen, was mit Nationalität zu tun. Elber (Bra) zB ist für mich der Bayer schlechthin. Ich als Schalker bin begeistert, dass Typen wie Wilmots (Bel) oder Mulder (Hol) für uns gespielt haben. Den hat man doch nun wirklich abgekauft, dass sie sich mit Schalke identifizieren. Solche Spieler gibt es auch bei anderen Klubs, auch wenn sie nicht in der Mehrzahl sind. Manche sind Deutsche, manche halt nicht.

Identifikation ist im Fußball ein romantischer Gedanke, der Mode wurde, als die ersten Spieler von einem Stadtteilklub zum anderen wechselten.

Natürlich hast du Recht, Fliege, wenn du sagst, zweitklassige Ausländern verbauen eigenem Nachwuchs dann und wann die Chancen. Aber das ist ein Problem der Vereine und nicht des Bosman-Systems.

Bosman wollte damals nach Ablauf seines Vertrages den Verein wechseln. Von seinem alten Klub bekam er kein Gehalt mehr (Vertrag war ja zu Ende), zu dem Neuen durfte er nicht, weil sein alter Ablöse forderte. Das ist ungerecht, widerspricht dem Arbeitsrecht - und das denn sah auch der europäische Gerichtshof so.

Also:
Weg mit den Schranken, die führen zu nichts!
vorstopper Offline
Dabei seit: 27.11.2003
Wann konnte man einem Schalker voll und ganz zustimmen?

Kreisel, ich bin bei dir.
Allerdings: Mein romantisches Herz glaubt immer noch an Identifikation, nur hat das nix mit der Herkunft zu tun!
Gast (nicht überprüft)
Bosman hatte auf jeden Fall Recht mit seiner Klage. Diese Situation vorher war ein Witz. Mehr wollte er ja nicht, und daß die EU daraufhin gleich noch mehr umgekrempelt hat, kann man ihm nicht anlasten.
Stinkbaer Offline
Dabei seit: 04.08.2004
Identifikation mit dem Verein gibt es halt nur noch bei den Fans. Und bei denen ist die Herkunft auch piepegal. Es liegt nicht an der Nationalität, dass sich die Spieler nicht mehr mit den Vereinen identifizieren. Es ist eben deren Beruf zu kicken. Und die Vereine sind eben die Arbeitgeber.
Dass Tschechen, Polen oder Russen statt einheimischem Nachwuchs spielen liegt für mich auch daran, dass unsere Landsleute nach drei guten Spielen gleich für die Nati gefordert werden und dann wird sofort mit Geld nach ihnen gewunken.
Beispiel Tobias Rau. Der kriegt von Bayern so viel Geld, dass er nicht für weniger beim Club spielen mag. Also bleibt er bei den Bayern und schaut dem greisen Lizarazu von der Bank (oder der Tribüne) aus zu. Also spielt beim Club nun ein Finne, der vorher bei Bremen die Rau-Rolle spielte. Mir ist das lieber, als dem Herrn Rau zu viel Geld zu geben. Kein Gehaltsbonus für deutsche Jungprofis. Und wenn die das nicht kapieren, dann sollen sie halt was anderes machen, sicher gibt es für solche klugen Köpfe tausend andere Möglichkeiten hundertausende jährlich zu verdienen. Vielleicht als Popstar oder so...

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