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Quizmister X zeigt auf den Punkt: \"Elfmeter für Guiseppe\"
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Hallo, Freunde der Sonne!

Obwohl sie lange zurück liegen und kaum einer von uns sie wohl "live" miterlebt hat, gibt es Tore, die wir immer wieder gerne "Paroli laufen lassen". Rahn, der aus dem Hintergrund schießen müsste, Emma 1966 aus unmöglichem Winkel gegen Spanien, oder "Uns Uwe" mit dem Hinterkopf 1970 gegen England.

Auch heute noch zaubert es vielen Italienern ein Lächeln auf das Gesicht, wenn man sie auf den Elfmeter von Guiseppe Meazza gegen Brasilien anspricht. Obwohl der inzwischen 66 Jahre zurückliegt.
Sagt mir, Leute, was machte diesen Schuss im WM-Halbfinale 1938 unvergesslich?

Ihr kennt ja die Regeln: Wie immer per Privatnachricht bis Anfang nächster Woche, zur Not nochmal die Vorgehensweise im Thread "Regeln, Feedback, Tabelle" nachlesen.
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Noch heute sind die Italiener stolz auf die Nervenstärke ihres Helden. Denn 1938 war Mussolinis Italien in Frankreich höchst unbeliebt, entsprechend heftig der Hagel von Wurfgeschossen, der nach dem umstrittenen Elfmeterpfiff auf das Spielfeld niederprasselte.
Da diese Vorkommnisse als die ersten Ausschreitungen in der Geschichte des Fußballs gelten, waren die Ordnungskräfte im Stadion völlig überrascht und hilflos. Nach einer langen Unterbrechung trat Meazza, weil weiterhin unerlaubte Flugobjekte auf ihn einprasselten, mit zum Schutz über dem Kopf verschränkten Armen zum Elfer an, versenkte aber unbeeindruckt von den Widrigkeiten souverän die Kugel.
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Guiseppe Meazza lief an, wartete, bis der Torhüter sich für eine Ecke entschied, um dann den Ball locker in die andere Ecke trudeln zu lassen. Im Stadion hätte man das Fallen einer Stecknadel hören können, als der Ball scheinbar endlos lang unterwegs war. Er erreichte noch nicht einmal das Tornetz, blieb aber deutlich hinter der Linie liegen, nicht mehr erreichbar für den auf allen Vieren hinkrabbelnden Torhüter Walter. Durch dieses Tor zwei Minuten vor Schluss erreichte Italien das Finale und wurde Weltmeister.
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Der Schuß vom späteren Namensgeber des San Siro Stadions in Mailand schoß den Elfmeter an die Latte. Von dieser prallte er dem brasilianischen Schlußmann an den Hinterkopf. Von dort sprang er ins Tor. Und da Italien sich damit fürs Finale qualifizierte, ist es ein Tor an das sich jeder Italiener immer wieder gerne erinnert.
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Italien führt im Halbfinale gegen Brasilien mit 1:0 und bekommt einen Elfmeter zugesprochen. Der Mann für diese Fälle ist eigentlich Giuseppe Meazza, aber der hat ein kleines Problem: Sein Hosengummi ist gerissen und seine Hose sitzt nur noch sehr locker ...
Meazza lässt sich jedoch nicht beirren: Mit der linken Hand hält er seine Hose hoch, mit der rechten legt er sich den Ball auf den Punkt, und dann lässt er mit seinem Schuss dem brasilianischen Torhüter keine Chance. Italien gewinnt das Spiel und zieht ins Finale ein, wo der Mannschaft die Titelverteidigung gelingt.
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Antwort E

Der Elfmeter von Giuseppe Meazza ist
den Italienern im Gedächtnis
verhaftet geblieben, weil er den Sieg
der Effizienz über die Schönheit
ironisch verbrämte. Es war die 78.
Minute, es stand 0:0 und Brasilien
hatte die Squadra Azurra bislang mit
technischen Leckerbissen vorgeführt:
Hacke, Spitze, eins, zwei, drei, aber
noch kein Tor erzielt, denn die
Italiener verstanden schon damals was
vom Verteidigen. Als beim ersten
Angriff der Italiener in der 2.
Hälfte eben jener Signore Meazza im
Strafraum übel niedergemäht wurde,
ergriff er selbst die Gelegenheit zur
Rache: Er lief an, drehte sich kurz
vor Erreichen des Balles, um ihn mit
der Hacke ins rechte untere Eck zu
hämmern. Der Torwart und die ganze
Mannschaft Brasiliens waren ob dieser
Chuzpe wie gelähmt. Sie verloren das
Spiel danach sang- und klanglos.
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Antwort F

Giuseppe Meazza hatte bereits zweimal
den Ball vom Elfmeterpunkt versenkt.
Doch zweimal hatte ihn der
Schiedsrichter zurückgepfiffen, weil
Spieler beider Mannschaft zu früh in
den Strafraum gelaufen waren. Meazza
war ziemlich sauer und entschied sich
für die brachiale Variante. Wie
später Johann Neskens versuchte er es
mit Gewalt, traf aber nur den linken
Pfosten. Von der sprang der Ball an
den rechten Pfosten. Der
brasilianische Torhüter schaute dem
Ball nur verdutzt hinterher und
musste mit ansehen, wie der Ball vom
zweiten Pfosten springend ihm ins
Gesicht flog. Ehe er den Ball zu
fassen bekam, war Meazza herbeigeeilt
und hatte ihm den Ball per Beinschuß
ins Netz gesetzt.
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Ein paar Dinge in eigenen Sache:

- schlau von mir, die ersten 4 Antworten nicht durchzunumerieren. Und am Ende muss wieder alles der kleinen Mann ausbaden... Sorry!

- Ich weiß von mindestens einem von Euch, dass er mir eine weitere Story geschickt hat. Allerdings kam sie nie an. Daher meine Bitte: Schickt Eure Story - wenn möglich - künftig doppelt. Per Privatnachricht hier im Board und per e-mail zur Sicherheit. Wenn ich sie doppel bekomme, egal, die e-mail ist schnell wieder gelöscht. Aber es ist zu schade, wenn ich gar nichts bekomme und Ihr Euch damit umsonst eine Menge Mühe gemacht habt. Ich weiß, das ist nervig, aber alles andere ist nicht wirklich sicher.
Ach ja, bei e-mails den User-Nick nicht vergessen.

Danke, Urmel

PS: Der Vorteil von Usernamen ist natürlich die Anonymität. Ich verspreche Euch aber, nichts zu verraten, selbst wenn einer von Euch die Adresse j.wontorra@sat1.de haben sollte...
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Nochmal aus erneut aktuellem Anlass: Alle Geschichten, die jetzt noch nicht hier drinstehen, sind bei mir nicht angekommen. Daher fürchte ich, müssen diejenigen, die ihre Version vermissen, sie noch einmal schicken, zur Sicherheit auch per e-mail.

Sorry für die Umstände, Urmel

PS: Fristverlängerung bis Mittwoch!
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Antwort G

Meazza holte zum finalen Schlag gegen Brasilien aus und mit ihm war das ganze Stadion irritiert: Flogen doch gleich zwei Gegenstände Richtung Tor... Ball und rechter Kickstiefel Meazzas, der sich im Moment des auf-den-Ball-Auftreffens vom Fuß löste. Der brasilianische Torwart kam so durcheinander, dass er in Richtung Schuh flog, anstatt sich auf den Ball zu konzentrieren. Dieser ging ins Netz, das Volk jubelte, Italien siegte. So und nicht anders ist es gewesen.
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Antwort H

Giuseppe Meazza wurde vom Brasilianer
Carlos Campo in der 83.Minute brutal
gefoult und musste mit einer klaffenden Risswunde am linken Unterschenkel verletzt den Platz verlassen. Da damals noch keine Auswechslungen erlaubt waren, wurde Meazza minutenlang am Spielfeldrand behandelt. Kurz bevor die Ärzte Giuseppe in die Kabine tragen wollten, um ihn vor Ort mit Nadel und Faden zu flicken, entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Keiner der
verbliebenden zehn Italiener hatte
den Mumm anzulaufen, so entschied sich Giuseppe selber den Strafstoß zu versenken. Er legte sich den Ball zurecht, humpelte drei Schritte zurück
und versenkte locker in\'s untere
linke Eck. Meazza verließ sofort
danach den Platz, ließ sich nähen und
führte die italienische Elf drei Tage
später als Kapitän zu weltmeisterlichen Ehren.
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Antwort I

Er wirbelte die brasilianische Abwehr ganz schön durcheinander, der gute Guiseppe Meazza. Ein ums andere Mal überlief er seine Gegenspieler und steuerte alleine aufs Tor zu. Er fand aber immer wieder seinen Meister im brasilianischen Torwart. Anfang der zweiten Halbzeit setzte er wieder zum Alleingang an und schnappte sich das Leder. Wieder bekam die Verteidigung ihn nicht in den Griff, und er lief alleine aufs Tor zu. Sein Mitspieler Andrea Piscioneri war jedoch so vehement mitgelaufen, dass er den Weg von Meazza kreuzte und diesen auf Höhe des 16ers zu Fall brachte. Auch diese Chance war also vertan. Als die beiden noch heftig am Diskutieren waren, ertönte plötzlich ein Pfiff. Zur Verwunderung aller entschied der Unparteiische aus England auf Elfmeter für Italien. Jeder im Stadion sah, dass bei der Situation weit und breit kein Verteidiger mehr war. Auch die energischsten Proteste der Brasilianer, dass Meazza vom eigenen Mitspieler zu Fall gebracht wurde, ließen den Mann in Schwarz unbeeindruckt. Die Möglichkeit vom Elfmeterpunkt ließ sich Meazza nicht entgehen und schoss somit Italien ins Finale.
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Antwort J

Bei Guiseppe Meazza gehen den Italienern die gleichen Gedanken durch den Kopf, wie den Deutschen bei Augenthaler oder den Holländern bei Koeman. Nein nicht unfaire Spielweise, sondern brachiale Schussgewalt. Daß dies so ist, obwohl die meisten Italiener Meazza nie spielen sahen, lag an seinem Elfmeter 1938 im WM Halbfinale gegen Brasilien. Meazza haute den Ball mit voller Wucht in den rechten oberen Torwinkel und der Ball blieb was bei der damaligen Konstruktion eines Tores und der Beschaffenheit der Bälle theoretisch möglich war- in der Toraufhängung stecken. Alle Bemühungen den Ball wieder zu entfernen scheiterten und man musste schließlich mit einem Ersatzball die Partie zu Ende spielen.
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Antwort K

Im Halbfinale der WM 38 gegen Brasilien in Paris stand es 10 Minuten vor Schluss 1:0 für Italien. Guiseppe Meazza lief mit dem Ball am Fuß in den brasilianischen Strafraum, rutschte ohne Einwirkung eines Gegners aus und ging zu Boden. Der iranische Schiedsrichter pfiff und zeigte zum Entsetzen der Brasilianer und der neutralen Zuschauer im Stadion ohne Zögern auf den Elfmeterpunkt. Heftige Proteste waren die Folge. Auch Meazza wollte keinen geschenkten Elfmeter, selbst im Halbfinale der WM nicht, und er protestierte (zum Entsetzen der Tifosi und seiner Mitspieler) mit. Wegen der Verständigungsschwierigkeiten und der Sturheit des Schiris musste der Strafstoß jedoch ausgeführt werden. Meazza trat selbst an und schob den Ball absichtlich dem gegnerischen Torwart in die Arme. Der nahm den Ball auf, ging auf Giuseppe zu und umarmte ihn zum Dank ob der gezeigten Fairnes. Das Pariser Publikum zollte großen Beifall. Der Applaus für diese Aktion verstummte bis zum Schlusspfiff nicht mehr.
Das Spiel endete mit 1:0. Seit diesem Spiel genoss Meazza seinen legendären Ruf in aller Welt.
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
So kann die Woche beginnen, oder: Die Sonne lacht, die Löwen sind Zweit- und die Mainzer Erstligist und Urmel eröffnet die Rate-Runde:
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Was für ein Mann, dieser Giuseppe Meazza: 11-mal trat er gegen Brasilien zum Elfmeter an, und jedes mal passierte etwas anderen kurioses. Doch er ließ sich nicht beirren und führte seine Squadra ins WM-Finale....

Zuerst wurde er (A) von den feindseligen Franzosen mit Wurfgeschossen überhäuft, die eigentlich dem Duce oder dem Schiri gelten sollten,

anschließend kickte er (B) den Ball aus 11 Metern Torentfernung genau 11,20 Meter weit, vermutlich, um das Tornetz zu schonen,

danach testete er (C), ob der brasilianische Torwart ein ebenso gutes Timing im Kopfballspiel habe wie Oliver Reck,

wiederum ein paar Minuten später unternahm er (D) mit dem Keeper einen Rollentausch: nicht der Schlussmann hielt, sondern der Schütze (seine Hose),

nur um kurz darauf (E) den nächsten Elfer mit der Hacke zu versenken, um so die arrogante Spielweise der Südamerikaner zu bestrafen.

Beim nächsten Versuch spielte er (F) erneut Billard mit dem Keeper, diesmal schloss er die Kombination mit einem hübschen Beinschuss ab,

wenig später gelang dem Keeper (G) zumindest ein Achtungserfolg, weil er zwar nicht den Ball, wohl aber Meazzas Schuh zu fassen bekam.

Im achten Anlauf lief Giuseppe (H) eigentlich gar nicht an, sondern humpelte zum Ball, versenkte die Kugel aber trotzdem souverän links unten,

anschließend ließ er sich (I) vom eigenen Mitspieler foulen, um erneut zum Elfmeter antreten zu dürfen, und ließ dem Keeper keine Chance,

ebenso wenig wie kurz darauf, als er (J) derart brutal den Ball in den Winkel jagte, dass dieser Angst vor weiteren Tritten bekam und freiwillig dort oben blieb.

Beim letzten Versuch schließlich beschloss er (K) offenbar, dass es jetzt genug Tore gewesen seien, und ließ den Keeper fairerweise auch mal einen halten.

So war er, der Giuseppe. Oder doch nicht? Ratet die richtige Variante und schickt sie mir per Privatnachricht und, wenn Ihr sicher gehen wollt, auch noch per e-mail. Vergesst aber nicht, mir auch noch mitzuteilen, welche der Eurer Meinung nach falschen Geschichten am originellsten ist.

Danke und ´nen schönen Tag noch,

UrmelAE
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Hallo, inzwischen habe ich fast alle Antworten zusammen, nur von HomerJay und thukydides hab ich nichts bekommen.
Ich warte noch bis morgen abend, dann muss ich wohl trotzdem mal auflösen.
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
Ich kann auflösen, juhuu!

Es war ein unglaublich enges Spiel, letztlich ein 3:2:2:1:1:1:1:1, aber es hätte genausogut andersherum ausgehen können...

9 von Euch haben sich Geschichten ausgedacht, 8 haben mitgeraten, 7 verschiedene Geschichten wurden für wahr befunden, 7 Stories haben Kreativpunkte eingesackt...
Was für ein enges Rennen!!!

Zunächst einmal: Wahr ist Geschichte D, die Sache mit dem gerissenen Hosenbund.
Frau Szabics und spaceboy haben es gewusst/getippt.
Den Kreativpunkt von Haensgen kann sich der Autor der Seite
http://fifaworldcup.yahoo.com/06/de/p/pwc/1938.html
bei mir persönlich abholen. Bitte melde Dich!

Story A war von Urmel und keiner hat sie gemocht. buhuhuuu
Story B von HomerJay wurde von Haensgen getippt.
Story C von spaceboy wurde von Murphy getippt.
Story E von thukydides bekam ZWEI Kreativstimmen: Von Murphy und Urmel.
Story F von Hannes wurde von thukydides für wahr befunden.
Story G von Frau Szabics bekam die gygax-Kreativstimme.
Story H von Hansgen erschien thukydides am originellsten.
Story I vom Fussigott wurde von gygax getippt und von sgu07 mit dem "Creative-Award" versehen.
Story J von gygax wurde von sgu07 getippt und bekam Hannes\' Kreativstimme.
Story K von sgu07 wurde von Hannes getippt und bekam ZWEI Kreativstimmen: von spaceboy und Frau Szabics.

Offene Fragen:
- Sind spaceboy und Frau Szabics seelenverwandt, weil sie genau gleich abgestimmt haben? Ich glaube eher,
eine(r) von beiden ist schizophren.
- wo bleibt das kkk?
HIER:

...... wahr/kreativ

A UrmelAE. -/E ; O Pkte.
B HomerJay -/- ; 1 Pkt.
C spaceboy D/K ; 2 Pkte.
D wahre Geschichte
E thukydid F/H ; 2 Pkte.
F HannesS. K/J ; 1 Pkt.
G FSzabics D/K ; 1 Pkt.
H Haensgen B/D ; 0 Pkte.
I MurphyFG C/E ; 1 Pkt.
J gygax... I/G ; 1 Pkt.
K sgu07... J/I ; 3 Pkte.