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Quizmaster X: Fortuna Düsseldorf zu Ehren
Gast (nicht überprüft)
In der Regionalligasaison 1964/1965 verplichtete Fortuna Düsseldorf Gerd Fröhlich von BC Augsburg. Eine knappe Stunde nach Vertragsunterzeichnung wird Fortunas Obmann Noack gefragt, ob er einen Gerd Fröhlich kenne? Wer erkundigte sich da nach dem Mittelfeldspieler und warum ???

Ich bin mal wieder gespannt auf Eure Geschichten und wünsche viel Vergnügen.
Gast (nicht überprüft)
Kommt davon, wenn ich mal nachts am Rechner bin, da habe ich glatt den Einsendeschluss vergessen: Montag, der 10.05.2004.
Gast (nicht überprüft)
Geschichte A, Autor:???

Wie es in sechzigern noch so üblich war, gab es noch schwarze Kassen und damit wurde dann auch die sogenannten Handgelder bezahlt. Der Spieler Gerd Fröhlich nahm bei der Vertragsunterzeichnung geschätzte 5000 DM mit und machte sich damit sofort auf den Weg zum Autohändler. Mit dem gekauften Fahrzeug baute er prompt einen Unfall und daher informierte sich die Polizei bei Fortunas Obmann, ob es sich bei Herrn Fröhlich tatsächlich um einen Vertragsspieler von Fortuna handelte.
Gast (nicht überprüft)
Geschichte B, Autor:

Die Vertragsunterzeichnung fand
damals im Büro des Fortuna Anwalts
Hermann Schreier in einer
Parallelstrasse zur Kö statt. Nichts
lag näher für den frisch künftigen
Wahl-Düsseldorfer Fröhlich, als
seinem Namen alle Ehre zu machen und
in der „Quetsche“ auf der Kö seinen
Vertrag ordentlich zu begiessen. Dumm
dass er dabei mit einem Düsseldorfer
anstoßen wollte, der so gar keinen
Bock auf nen Bayern in der Mannschaft
hatte. Statt mit den Händen stiess
eben jener mit der Faust an, Fröhlich
hielt fröhlich drauf, eine heftige
Schlägerei kam in Gange in deren
Verlauf nicht nur Gläser und Nasen zu
Bruch gingen. Der Wirt alarmierte die
Polizei, die beiden Kampfhähne die
sich mittlerweile auf der Straße
weiterprügelten verschwanden aber,
nachdem sie auch noch ein parkendes
Auto demoliert hatten. Der Wirt
konnte sich noch dran erinnern, dass
einer der beiden Gerd Fröhlich hieß
(der hatte im Halbsuff schon
geprahlt, seinen Namen müsse man sich
in D-dorf merken) und wohl Fußballer
wäre. Der Polizist der die Sache
aufnahm war kein Fußballfan und
kannte nur einen Verein vor Ort, ohne
zu wissen, welcher Spieler dort zum
Kader gehört. So stand der Polizist
nur eine Stunde nach
Vertragsunterzeichnung vor Noack und
fragte nach dem Augsburger, um
wenigstens einen der beiden Übeltäter
finden zu können...
Gast (nicht überprüft)
Geschichte C, Autor: ???
Es war niemand geringeres als die
Staatsanwaltschaft Düsseldorf, die
sich nach diesem gewissen Gerd
Fröhlich erkundigte. Denn Herr
Fröhlich hieß eigentlich Heinrich
Götz und war ein Hochstapler und
Betrüger. Er gab immer einen anderen
Namen an und kontaktierte viele
Vereine in ganz Deutschland. Er gab
an in der Italienischen und
Spanischen Liga gespielt zu haben und
belegte dies mit gefälschten Urkunden
und Zeitungsartikeln. Von den
Vereinen die sich übers Ohr hauen
ließen verlangte er als Vorschuss
eine saftige Prämie. Und das Beste:
unser Freund Götz war ein mieserabler
Fußballer. Wenn er vom Verein zum
Probetraining aufgefordert wurde,
machte ihm die (natürlich erfundene)
Leistenverletzung zu schaffen. Als er
von Fortuna Düsseldorf die Prämie
erhalten hatte, machte er sich (wie
schon beiden Vereinen zuvor) einfach
aus dem Staub.
Gast (nicht überprüft)
Geschichte D, Autor: ???

Die Fortuna-Verantwortlichen begossen gerade königlich den geglückten Transfer und malten sich dabei einmal mehr rosige Zeiten für ihren Verein aus, als das Telfon klingelte. Am anderen Ende der Leitung war der Düsseldorfer Journalist Gustav Schwenk und was er zu berichten hatte, ließ die Stimmung in Fortunas Geschäftstelle schlagartig auf den Nullpunkt sinken. Der Spieler Gerd Fröhlich würde ihnen mindestens ein halbes Jahr nicht zur Verfügung stehen. Der hatte bei den Vertragsverhandlungen erwähnt, dass zur Zeit noch ein Verfahren wegen einer „Autogeschichte“ gegen ihn laufe. Dies hatte die Fortunen allerdings nicht weiter gestört. Allerdings lief am Tag der Vertragsunterschrift die Verhandlung in Augsburg und Fröhlich wurde wegen Fahrerflucht in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einem halben Jahr Gefängnis verurteilt. Da Fröhlich der Verhandlung ferngeblieben war und somit nichts zu Aufklärung beitragen wollte, wurde darauf verzichtet, ein Bewährung auszusprechen. Wenig später konnte Fröhlich seine Trainingseinheiten in der JVA Düsseldorf ausüben.
Gast (nicht überprüft)
Geschichte E, Autor: ???

Es waren zwei freundliche Beamte der
Kölner Kriminalpolizei. Während sich
"der talentierte Herr Fröhlich" in
Augsburg auf die kommende Saison
vorbereitete, bereiste ein eher
grobmotorischer Namensvetter dutzende
Vereine in Nord- und Westdeutschland
und unterschrieb überall
Spielerverträge, einzig mit dem Ziel,
von den Vereinen angeblich
entstandene Reise- und
Unterkunftskosten kassieren zu
können.
Der Schwindel flog nur deswegen
frühzeitig auf, weil der Hochstapler
bei Fortuna Köln versehentlich die
falsche "Freigabeerklärung"
hinterließ. Das gefälschte Dokument -
Absender angeblich der BC Augsburg -
war an den 1. FC Köln adressiert,
woraufhin die Fortunen in Augsburg
anriefen, um das vermeintliche
Missverständnis aufzuklären.
(Beim FC übrigens bemerkte niemand,
dass eine "Freigabe für Fortuna Köln"
zwischen den Akten lag...)
Gast (nicht überprüft)
Geschichte F, Autor: ???
Franz Kremer, Präsident des 1.FC Köln
und seines Zeichens auch noch Schwager
von Hans Noack, fragte nach Gerd
Fröhlich, dem linken Außenläufer vom
BC Augsburg. Er, kremer, säße gerade
mit dem jungen Helmut Haller
zusammen, der aus Augsburg ins
Rheinland, zum 1.FC Köln, wechseln
solle. Allerdings wolle Haller nur
dann nach Köln wechseln, wenn sein
Kumpel und Mannschaftskamerad, eben
dieser Fröhlich, zusammen mit ihm
wechseln würde. Noack gab sich sehr
überrascht,er könne nichts mehr für
ihn, Kremer, tun, denn eben sei der
Vertrag mit Fröhlich unterzeichnet
worden.
Wie sich später herausstellte, hatte
der redselige Kremer wenige Tage
zuvor auf einer Familienfeier vom
beabsichtigten Wechsel der Beiden
nach Köln erzählt und Noack wollte
seinem Schwager die Tour vermasseln.

Gast (nicht überprüft)
Geschichte F, Autor: ???

Der gute Herr Noack wurde diese Frage
am Telefon gestellt, und zwar vom
Präsidenten vom BC Augsburg. Als
Noack bejahte und sogar von dem
Vetragsschluss mit Fröhlich
berichtete, musste sein Konterpart
sehr lachen. Wie eigentlich allgemein
bekannt, hatte sich Fröhlich eine
Woche zuvor einen Kreuzbandriß zugezogen, damals noch
ein Grund für ein frühzeitiges
Karriere-Ende. Und so staunte man in
Augsburg nicht schlecht, als die
Fortunen eben jenem Spieler noch eine
Art Rentenvertag anboten, den er dann
auch prompt unterzeichnete.
Gast (nicht überprüft)
Geschichte G, Autor: ???

Es waren zwei Herren vom Militärischen
Abschirmdienst. Gerd Fröhlich
Mittelstürmer von Lok Leipzig
"flüchtete" 1962 in die BRD und heuerte beim BC Augsburg an. Trotz 20 Treffer konnte auch er den Abstieg nicht verhindern und wechselte nach Düsseldorf. Was man dort allerdings nicht wusste war:
Fröhlich war Test-Informant der DDR
Staatssicherheit, deren Ziel es war
mittelfristig den westdeutschen
Fußball zu unterwandern. Sportereignisse
hatten in der DDR immer eine starke
Symbolkraft und man erhoffte sich
taktische Erkenntnisse, die es
ermöglichen sollten bei einem
deutsch-deutschen Vergleich den Ostdeutschen einen Vorteil zu verschaffen.
Fröhlich flog auf und wurde sofort
abgeschoben. Nach dem1:0 Sieg bei der WM 1974 kann man allerdings spekulieren, inwieweit die Strategie der DDR dennoch erfolgreich war.
Gast (nicht überprüft)
Warum klingelte bei Fortunas Obmann das Telefon??
(Kleiner Hinweis, Geschichte F taucht zweimal auf, daher bitte durch F1 bzw. F2 unterscheiden)

Der Geschichte A nach hat Gerd Fröhlich mit dem Handgeld zunächst ein Auto gekauft und damit umgehend einen Unfall gebaut.

In Geschichte B kam der Anruf auch von der Polizei, allerdings ging es hier um eine zünftige Schlägerei und ein beschädigtes Auto.

In der Geschichte C erkundigte sich die Staatsanwaltschaft für Fröhlich, weil er ein Hochstapler war.

Geschichte D weiss zu berichten, dass ein Journalist in Erfahrung gebracht hatte, dass Fröhlich erst noch ein halbes Jahr hinter schwedischen Gardinen zu verbringen hatte.

In der Geschichte E war ein Namesvetter des Herrn Fröhlich unterwegs und prellte einige Vereine in Nord- und Westdeutschland, ehe er über eine falsche "Freigabeerklärung" stolperte.

In der Geschichte F 1 wird erzählt, dass Noack die Verpflichtung Fröhlichs nur vorgenommen hatte, um seinem Schwager Franz Kremer vom 1. FC Köln den Transfer von Helmut Haller zu vermiesen.

In der Geschichte F2 wurde Noack vom Augsburger Kollegen belacht, weil er einem Spieler einen Vertrag gegeben hat, dessen Verletzungen einen Einsatz eher unwahrscheinlich machten.

Die Geschichte G erzählt uns, dass der MAD am Apparat war, weil der Herr Fröhlich ein Informant der Stasi war.

Ab mit Euren Antworten: Einsendeschluß ist Sonntag der 16.05.2004. Auflösung und Auswertung gibt es dann zu Beginn der neuen Woche. Viel Glück.
Gast (nicht überprüft)
Die Geschichte A stimmt, die Geschichte habe ich aus dem Buch "Geschichten aus der Regionalliga West von 1963 bis 1974 von Ulrich Homann (Hrsg.). Nur Frau Szabisz kam auf die richtige Antwort. Einen weiteren bekommt sie, weil ihre Story einmal als Antwort genannt wurde. Auch sgu07 punktete doppelt. Er bekommt (wie gygax) einen Kreativpunkt, dazu wurde seine Geschichte einmal als Lösung genannt. Die weiteren Punkte gehen an Urmel und spaceboy

Übersicht:

Geschichte Autor Kreativ Lösung
A Wahrheit -- --
B Fr. Szabicz D A
C Murphy F 1 F2
D Hannes F 1 --
E Urmel G F1
F1 sgu07 B E
F2 spaceboy G B
G gygax -- --

Danke fürs Mitspielen, bis zum nächsten Mal.
UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004
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Mal wieder - hepp - ein altes Spiel nach oben. Lesen und genießen, bittschön!

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