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saloth sar Offline
Dabei seit: 23.09.2004

und wie wollt ihr den bezahlen?

Statistikfreund Offline
Dabei seit: 18.06.2009

Der HSV spielt momentan unter aller Sau.
Doch Trainer Finke war mal bei den Bayern.
Das reicht, sein Team wird sich unter ihm zum Klassenerhalt eiern.
Die Reporterschaft wird vom Dino seiern und die Fans wenigstens ein bischen feiern.

Der VfB spielt momentan keinen Schnee.
Doch sitzt Labbadia dort auf dem Trainerstuhl, man unkt schon von einem 2zu Nuhl.
Doch leider nicht für den VfB, auch wäre das für dir die Fans arg scheeh.
Langfristig gehts den Neckar hinab, klipklap, klipklap.

Der Rangnick macht momentan in Salzburg die Konten der Spieler dick.
Doch ein weiteres 1:1 in Wien machen die Hoffnungen auf Titel so langsam dahien.
Nun steht die Austria vorne dran, was nur aus Rapidler-Sicht nicht so bleiben kann.
Er wäre also bald frei,
und juchhei,
für HSV oder VfB ein dickes schönes Osterei.

Apropos Eier.
Die Fortunen trainiert der Norbert Meier.
Jetzt und in Zukunft gut.
Das macht allen Fans großen Mut.

saloth sar Offline
Dabei seit: 23.09.2004

du glaubst also wirklich, dass der fink die saison uebersteht?

Statistikfreund Offline
Dabei seit: 18.06.2009

@sar: du glaubst also wirklich, dass der fink die saison uebersteht?
Ja ich denke, dass er nicht so schnell geht.
Schließlich ist es auch eine Frage des Geldes, was man nicht hat,
zur Verpflichtung eines Trainers an des Finkes statt.

Aber ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Wird es so weitergehen, gebe ich nach den sogenannten "Gesetzen der Liga" ihm noch maximal 2 Spiele. Frag mich aber bitte nicht, wer da kommen könnte. Da hätte ich nicht einmal einen Tip parat.

saloth sar Offline
Dabei seit: 23.09.2004

also, ich hab gestern nur die letzten 20 minuten im stream gesehen, das war einfach mal eine fussballerische bankrotterklaerung.ich weiss, nicht gerade den allerbesten kader, aber das nimmt ausmasse, da muss der trainer mit in verantwortung gezogen werden. und wenner bleibt, dann weil wie von dir angesprochen, keine bezahlbare alternative vorhanden ist.

Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009

Kaum gewinnen die Terrier ihr erstes Spiel, schon fängt Statistikfreund an zu dichten. Und die Fortuna gewinnt auch, also Doppelsieg.

Aber richtig. Der Trainer ist in der Verantwortung. Offenbar scheint Fink momentan selber so verunsichert zu sein, und eine Mannschaft ein- und aufzustellen, die mit einem 0:0 im Heimspiel gegen Nürnberg zufrieden sein soll. Zudem erinnert die fehlende Offensiv-Strategie an Oenning, wie schon geschrieben.

Da können die Spieler, selbst und als Mannschaft, keinen Mut und keine Sicherheit entwickeln. Es sei denn, man hat einige Sauhunde im Team, die jedoch fehlen. Bzw. einen Beister, der offensiv auch mal unkonventiell riskiert, aber auf der Bank bleibt.

Wenn alles für den Sieg getan wird, man aber verliert, weil der Gegner einfach stärker ist, dann ist es ok und zu akzeptieren. Aber auch nur dann.

Für Fink spricht, dass erst der erste Spieltag gespielt ist. Ob ich ihm zutraue, die Katastrophe gegen Nürnberg vergessen zu machen und die Mannschaft mit einer anderen Einstellung die nächsten Spiele angehen zu lassen? Ich wünsche es mir, aber ich zweifle. Sollten auch die nächsten Spiele verloren gehen, wird man trotzdem bis zur letzten möglichen Sekunde an Fink festhalten. Selbst wenn das Geld für einen neuen Coach vorhanden wäre, müsste man, wollte man für die Rückrunde einen neuen Mann präsentieren, demnächst mit der Suche beginnen, d.h., zunächst mal die Findungskommission konstituieren, Profil entwerfen etc., stets eng begleitet von sämtlichen Medien. Das hatten wir alles schon viel zu oft. So ist die einzig realistische Konstellation, sollte Fink gehen, Arnesen/Cardoso als längere Interimslösung, wobei Cardoso die Tagesarbeit machen würde. Meines Wissens ist er nicht für den Fussball-Lehrer-Lehrgang nachnominiert, somit täglich verfügbar. Aber, gemach, es ist noch zu früh.

Das Beste wäre jetzt eine komplette Kopfwäsche bei Fink und den Spielern. Denkt dran, ihr seid für den HSV tätig. Ihr habt immer auf den Platz zu gehen, und alles für den Sieg zu tun. Gerne mit Risiko, in der Entwicklung der Mannschaft sind auch mal Fehler erlaubt. Und das negative Umfeld ausblenden, gegensteuern statt weinen.

Sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Statistikfreund Offline
Dabei seit: 18.06.2009

@trifon: Dichten hin oder her, ich wünsche Euch viel Glück. Und das werdet Ihr auch brauchen. Denn die Skizze, die Du zeichnetest, unterschreibe ich, ich denke sal auch.

saloth sar Offline
Dabei seit: 23.09.2004

schon, aber mit dem glueckwuenschen isses bei mir nicht weit her

penalty Offline
Dabei seit: 05.04.2004

hamburg im arsch, masagen.

littledesaster Offline
Dabei seit: 19.05.2012

Nana...

penalty Offline
Dabei seit: 05.04.2004

"in der entwicklung der mannschaft sind auch mal fehler erlaubt" das ist doch schon seit ungefähr nem jahr ein einziger grosser fehler.
der hsv hat in meinen augen viel ähnlichkeit mit der hertha.

saloth sar Offline
Dabei seit: 23.09.2004

zumindest den anfangsbuchstaben

penalty Offline
Dabei seit: 05.04.2004

und vlt. auch bald die liga... mit st. pauli... vorausgesetzt die bleiben drin.

Redondo71 Offline
Dabei seit: 19.11.2008

Wie ist denn eigentlich die Punktebilanz von Fink seit seinem Amtsantritt? Das Anfangsprogramm hat´s in sich, da wäre es für den HSV Gold wert gewesen, wenn er mit einem Sieg gestartet wäre.
Was ich am Samstag vom Spiel gesehen habe, wirkte aber dermaßen ängstlich und verunsichert, dass die Niederlage völlig in Ordnung geht. Der HSV wäre, so sah es aus, mit einem Punkt zufrieden gewesen. Siegeswille war nicht auszumachen, allenfalls der Wille, kein Gegentor zu bekommen. Die Offensivabteilung des HSV ist nicht erstligareif. Mit Berg, Rudnevs, Son und Beister, der sich erstmal als Erstligaspieler beweisen muss, in die Saison zu gehen, ist m. E. fahrlässig. Hinzu kommt mangelnde Torgefahr aus dem Mittelfeld, die auch durch Jiracek nicht behoben wird. Der einzige, der mal aufs Tor schießt,ist Jansen. Was Badelj kann, weiß ich nicht, weiß keiner so genau, oder? Die Abwehr ist nach wie vor desolat. Mancienne und Bruma haben genug mit sich selbst zu tun, die können keine stabile Abwehr zustanden bekommen. Diekmeier, Lam, Aogo - alles biederer Durchschnitt. Ne, ne, es wird für den HSV eine üble Saison.

Redondo71 Offline
Dabei seit: 19.11.2008

Aha, ich hörte gerade, dass es 29 Punkte aus 26 Spielen sind. Keine gute Bilanz, vor allem ist keine positive Entwicklung zu erkennen.

penalty Offline
Dabei seit: 05.04.2004

" Ne, ne, es wird für den HSV eine üble Saison." hab ich ja auch schon vorausgesagt... ja gut, gehörte vlt. nicht so viel dazu.

balabala Offline
Dabei seit: 26.04.2009

Bernd Schuster will doch zurück in die Bundesliga und zieht nach München.
Gut, Augsburg ist Favorit, aber wenn der HSV denTrainer vorher entlässt...

alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010

Den Hecking bekommt ihr auf jeden Fall nicht. dassamalklar

Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009

@ Zabo
Würde ich nicht beschreien. Hecking könnte früher oder später beim HSV landen.

@ Statistikfreund
Dichten ist völlig in Ordnung. Ich hoffe jetzt mal, dass du dem HSV zur Feier des ersten Saisonsieges hier noch ein Gedicht widmest. Also nach dem zweiten Spieltag.

@ Redondo
Ich bleibe dabei. Die Offensivabteilung als nicht erstligareif zu bezeichnen, halte ich für gewagt. Einzig bei Berg stimme ich dir zu, er wäre in der Eredivisie wohl besser aufgehoben. Bei Son kann ich nur wiederholen, was ich im letzten Jahr geschrieben hatte. Nein, ich muss es wiederholen, denn es hat sich nichts geändert. Er wird auf der falschen Position eingesetzt. Er gehört weder nach außen noch ins offensive Mittelfeld, er ist ein Stürmer. Wird er wirklich mal einige Spiele als vorderste Spitze eingesetzt, können wir ihn neu bewerten. Und dann Rudnevs. Ich kann mich an keinen Neuzugang beim HSV erinnern, der schon vor seinem ersten Pflichtspiel derart niedergeschrieben wurde. Warum? Wer ihn für untauglich hält, sollte ihm zumindest die Gelegenheit geben, dies auch zu beweisen. Und er wird es auch dann noch nicht bewiesen haben, sollte er in Bremen 93 Minuten spielen und nicht treffen. Über Beister habe ich schon alles gesagt.

Richtig ist, dass kein gestandener Mittelstürmer dabei ist, der 15 Tore garantiert. Wo gibt es den schon? Hannover hatte mit den unbekannten Ya Konan, Abdellaoue und Djouf drei Volltreffer. Was man aber auch erst nach einigen Spielen feststellen konnte und nicht vorher. Sieh dir die ersten Spiele von de Jong an. Bewertung?

Du sprichst Jansen an. Ihn sehe ich viel kritischer, weil ich von einem solch erfahrenen Mann mehr erwarte. Bei näherer Betrachtung gefällt es mir immer weniger, dass er gemeinsam mit Aogo die linke Seite bearbeitet. Beide haben in den letzten Jahren körperlich zugelegt, wobei insbesondere Aogo das individuelle Krafttraining offenbar sehr intensiviert hat. Als wolle er sich für Man City qualifizieren. Auf der Strecke blieb bei beiden die fussballerische Entwicklung, mehr noch, sie sind sich ähnlich mit langsamen und berechenbaren Bewegungen am Ball, ohne Dribbelfähigkeit über Wucht und Kraft, nicht über Spritzigkeit und Spielwitz. Jansen kann immerhin pro Saison 4-6 mal treffen, wobei ich stets auf seine Explosion und dann Konstanz warte.

Und jetzt also doch. Van der Vaart. Er hat sich zum HSV bekannt, Einigung mit Tottenham am Freitagnachmittag wohl wahrscheinlich. Bisher hatte ich über dieses Thema nur den Kopf geschüttelt. Dieses ewige Gejammer hinter ihm her war mir zuwider, auch die ganzen Nebengeräusche mit der viel zu künstlich wirkenden Silvie, nein danke. Dazu die selbstherrlichen Auftritte von Kühne. Doch je länger ich jetzt darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu der Ansicht, oder vielleicht muss ich sagen, Einsicht, dass eine Verpflichtung richtig wäre. Sie würde einen wichtigen Stimmungswechsel auslösen und natürlich ist er mit 29 im guten Fussballer-Alter und hat das Kicken immer noch nicht verlernt. Alles andere ist auszublenden. Dass Geld von Kühne kommt, ist kein Problem. War es vorher nicht und ist es auch jetzt nicht. Dazu hat Hotte an anderer Stelle bereits alles gesagt
( http://www.11freunde.de/comment/533538#comment-533538 ). Dem ist nichts hinzuzufügen.

Nun also nach Bremen. Wir wissen, die Tabelle lügt nicht und stellen fest: Werder noch ohne Punkt, also mitten im Abstiegskampf. Abstiegskampf. Das ist kein Fremdwort an der Weser, ausgiebig erprobt bis zum Abstieg 79/80. Der zwei Jahre zuvor mit Platz 15 noch verhindert werden konnte, was nach dem Hinrunden-Heimspiel gegen den HSV am 24.09.77 noch anders aussah.

9. Spieltag 77/78

Werder Bremen - HSV 1:2

Werder: Burdenski, Siegmann, Roentved, Höttges, Geils, Hiller, Konschal (63. Görts), Röber, Bracht, Meininger (76. Reinders), Dreßel, Coach: Hans Tilkowski

HSV: Kargus, Kaltz, Buljan (87. Eigl), Nogly, Hidien, Magath, Keegan, Memering (69. Bertl), Reimann, Keller, Volkert, Coach: Rudi Gutendorf

0:1 Keller (32.), 0:2 Keegan (48.), 1:2 Meininger (71.)

Für Werders Torhüter-Legende Dieter Burdenski waren es die Bundesliga-Gegentreffer 329 und 330. Als der 12-malige Nationalkeeper zehn Jahre später seine Bundesliga-Karriere beendete, standen 796 zu Buche, die zweitmeisten in der nun bald 50-jährigen Bundesliga-Geschichte. Wer wurde noch öfter bezwungen? Eike Immel, 829mal. Die aktuellen Torhüter? Da ist Tim Wiese vorne, Platz 34 mit 369 Einschlägen. Gut möglich, dass er in dieser Saison zu Gerry Ehrmann (417) aufschließen und auf diesem Weg die alten Recken Rudi Wimmer, Fred Bockholt, Helmut Roleder, Wolfgang Kneib, Jürgen Rynio, Günter Bernard und Werner Scholz übertrumpfen wird.

Bezwungen wurde Burdenski in jenem Spiel von, ja, Kevin Keegan, der Legende. In drei Jahren HSV zweimal Europas Fussballer des Jahres. Einer der Größten. http://www.youtube.com/watch?v=3MnMskejuvc
Und von Ferdi Keller, der 77 das wichtige 3:0 im Europacup-Halbfinale gegen Athletico schoß und auch beim Final-Sieg gegen Anderlecht in der Start-Elf stand. Der Ur-Sechziger, dort Zweitliga-Bomber, war 1975 der zweite deutsche Zweitliga-Nationalspieler, 2:0 in Österreich. Vor ihm schaffte dies nur Siggi Held (Offenbach), nach ihm Effenberg (Florenz), Freier (Bochum) sowie die Kölner Podolski und Helmes. Und ebenso 22 Jahre lang der letzte 60er Nationalspieler bis Jens Jeremies 97.

Vor seinem Wechsel zum HSV war es für Keller bereits seine zweite Zeit bei den Sechzigern, die er erstmals nach dem Bundesliga-Abstieg 1970 verließ, um dann als Heynckes-Nachfolger zwei starke Erstliga-Jahre bei Hannover 96 zu verbringen. 72 wurde er mit 20 Treffern Vierter der Torjägerliste, hinter Gerd Müller (40), Klaus Fischer (22) und dem Bochumer Hans Walitza (22). Genau jener Walitza, der 74 zum Club wechselte, dort in vier Zweitliga-Jahren 69 Tore schoß und 78 in der Relegation gegen Rot-Weiß Essen (1:0, 2:2) den Club mit zwei wichtigen Treffern in die Bundesliga schoß.

Wichtige Treffer werden am Samstag auch in Bremen fallen. Erstes Spiel für unseren neuen Strategen
( http://www.abendblatt.de/multimedia/archive/01226/badelj_HA_Bilder___122... ) und unseren neuen Haudegen ( http://i.telegraph.co.uk/multimedia/archive/02246/Petr_Jiracek_2246485c.jpg )

Redondo71 Offline
Dabei seit: 19.11.2008

Wir liegen wohl gar nicht so weit auseinander, trifon! Allein bei der Offensivabteilung gehen unsere Einschätzungen auseinander. Ich bleibe aber dabei, dass es dort an individueller Klasse, Technik, Erfahrung und Kombinationsgabe mangelt. Über Rudnevs darf ich mir kein Urteil erlauben,d a ich ihn nicht kenne und auch noch nicht spielen sah; er fiel meiner pauschalen Verschmähung zum Opfer. Wie man liest, soll er in Bremen beginnen dürfen. Gegen Bremen sollte über schnelle Konter eigentlich immer etwas gehen. Entscheidend dürfte sein, ob der HSV den Laden einigermaßen dicht halten kann, wie es um das Nervenköstum einer doch sehr verunsicherten Mannschaft steht und ob der HSV Mut hat, mitzuspielen oder ob er abwartend und auf Ergebnissicherung spielt. Sollte er letzteres tun, bin ich mir sicher, dass der Bremer Druck zu groß wird und der HSV bei seiner Fehlerhaftigkeit und Anfälligkeit im Defensivverbund den kürzeren ziehen wird.

Deine abschließenden Informationen sind sehr interessant!

alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010

Daumen hoch, wobei ich zuerst dachte, Du nimmst aus Clubsicht die Geschichte von Jürgen Rynio auf ( 5-maliger Rekord-Abstiegstorhüter, beim legendären Meisterabstieg '69 dabei, sowie dessen unklaren Begleitumständen).

Walter Baseggio Offline
Dabei seit: 15.03.2007

Werder Bremen, lebenslang grün weiß...

mokikasper Offline
Dabei seit: 30.10.2009

Das wird das einzige Spiel in der gesamten Saison, in dem Werder nicht einen Gegentreffer kassiert. Vermutlich. Also, ich vermute das. Mit anderen Worten: völlig egal.

Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009

@ Mokikasper
Der erste Teil deiner Vermutung ist schon mal eingetroffen.

@ Zabo
Über Rynio hatte ich im letzten Jahr geschrieben. Glaube ich zumindest. Nachlesen kann man es nicht mehr, da Posts mit Zitaten und Links in alten Threads nach Relaunch unlesbar gestaltet wurden.

Und so nebenbei, liebe 11Freunde: Die Ignoranz, oder doch vielleicht Selbstherrlichkeit?, mit der ihr auf die konstruktive Kritik von den Schreibern hier im Forum, die es eigentlich gut meinen, auch mit euch gut meinen, reagiert, ist ganz schwach.

Viel schwächer als der HSV heute. Der aus Bremen etwas hätte mitnehmen können, sich selbst dann aber durch eine überflüssige Unzulänglichkeit um zumindest einen Punkt brachte. Und ausgerechnet Aogo. Als hat er die oben beschriebene und kritisierte Langsamkeit am Ball noch mal ausdrücklich beweisen wollen. Mensch Dennis, so was darf nicht passieren.

Werder war die bessere Mannschaft, wirkte trotz vieler Neuzugänge homogen. Was soll man sagen, Schaaf ist ein hervorragender Coach. Dennoch: Der HSV ist anders aufgetreten als letzte Woche. Von Beginn an. Jiracek schmiss sich geradezu in jeden Zweikampf, war sehr aktiv und zeigte, dass er eine Verstärkung wird. Werder stellte zur Pause um, nahm ihn kürzer und damit aus dem Spiel, was er, weil angeschlagen, nicht verhindern konnte. Nach der Pause fehlte ihm auch Badelj, auch angeschlagen. Badelj gefiel mir in der ersten Hälfte fast noch besser als Jiracek, sicher am Ball, kluge Pässe, zweikampfstark, gab sogar schon Kommandos. Auch er wird eine Verstärkung, wird aber wohl noch seinen Körper an die Bundesliga gewöhnen müssen. Rudnevs? Gute Ansätze. Präsent in den Zweikämpfen, auch in der Rückwärtsbewegung, drei gute Chancen, die er sich durch seine Laufwege mit erarbeitet hatte. Das wird. Er ist Stürmer, er braucht ein Erfolgserlebnis.

Und Rafa ist beim nächsten Mal auch dabei. Es scheint, als hätte die eigentlich längste Saisonvorbereitung aller Zeiten gerade erst begonnen.

Sorgen mache ich mir ein wenig um Beister. Wieder nur nach Rückstand für die letzten Minuten im Spiel, wirkte er genau wie letzte Woche übermotiviert, machte nicht alles richtig und sah dann fast bockig aus. Es scheint zwischen ihm und Fink nicht alles rund zu sein. Hat Fink etwa mit offensiven Individualisten, wie es Töre ja auch war, grundsätzliche Probleme? Beister darf keinesfalls seine Unbekümmertheit verlieren. Ok, nun erstmal Länderspielpause und er darf sich in der U21 neues Selbstvertrauen holen.

mokikasper Offline
Dabei seit: 30.10.2009

Ja, das waren aber nicht unbedingt hellseherische Fähigkeiten. Der HSV oder auch Arnesen hat vieles richtig gemacht: Badelj ist ein großartiger und zudem preisgünstiger Spieler mit noch viel Potential, Jira kann, sofern richtig eingesetzt, eine Klasse für sich sein. Nur, wer schießt die Tore? Das macht kein VdV, kein Son, kein Berg, immerhin, Rudnev traue ich 10 zu im Laufe der Saison.

Nicht falsch verstehen, ich gönne dem HSV alles Gute. Und sehe auch keine Abstiegsgefahr. Sie werden aber nicht einstellig landen, weil kein Sturm. Dafür brauch man nichtmal Diplom, da reichen ein paar Spielzeiten communio. Sollte man dem Aufsichtsrat mal stecken.

Redondo71 Offline
Dabei seit: 19.11.2008

Badelj ein großartiger Spieler, Jiracek eine Klasse für sich...

Übertreibst du hier nicht ein wenig, moki? Beide werden dem HSV gut tun, ob sie aber stärker sind, als Rincon, Kacar und Jarolim, die letztes Jahr die beiden 6er stellten, bleibt abzuwarten.
Und ob der Messias wirklich den schnellen Umbruch in ein goldenes Zeitalter schaffen kann, gilt es ebenfalls abzuwarten.
Mit den Neuverpflichtungen hat der HSV voraussichtlich eine wettbewerbsfähige Mannschaft, die auch mehr als Platz 15 schaffen kann. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009

So, weiter gehts. Aber was heißt hier weiter? Die Saison fängt jetzt erst an, nachdem eine einzige Verpflichtung einen unvergleichbaren Stimmungswechsel ausgelöst hat.

Und so werden wir wieder einmal unser aller Vorbild uns Uwe zu folgen. Denn ab jetzt wird alles aus den Angeln geschossen.

http://www.youtube.com/watch?v=8XfFk4OTvPk

Da kommt die launische Diva gerade recht. Wobei, wann wurde die Frankfurter Eintracht eigentlich zuletzt als launische Diva bezeichnet? Ich kann mich nicht erinnern. Wahrscheinlich vor Einzug des täglichen und überstrapazierten Boulevards in die Liga, der sich wünschte, jedes Team wäre eine Diva. Was natürlich der gleiche Irrgaube ist, dem die 11Feunde verfallen sind, jeder als Freund registrierte social network user wäre ein Liebhaber jener Betrachtung des Fussballs, für den die 11Freunde ursprünglich standen.

Gewisse Ähnlichkeiten zu Schalke lassen sich nicht verbergen, losgelöst vom Diventum. Also Frankfurt jetzt, nicht 11Freunde, wobei..., ah nee. Einige Pokalsiege stehen zu Buche, auch ein UEFA-Cup-Sieg, 1980, als Fred Schaub traf und obwohl nur wenige Wochen vor den Finals der aufstrebende giftige Mittelfeldspieler Lothar Matthäus vom Finalgegner in der Bundesliga Eintracht-Legende Jürgen Grabowski derart foulte, dass er nie wieder spielte, eben auch nicht in den Endspielen. Meister? Zu Bundesligazeiten mal knapp gescheitert, wurde die letzte Meisterschaft in den Fünfzigern gefeiert. Genauer gesagt, 1959, was die Grundlage war, den deutschen Fussball in der fünften Europacup-Saison hervorragend zu vertreten und nach dem Halbfinale gegen die Glasgow Rangers, 6:1 im Waldstadion sowie 6:3 im Ibrox-Park, dazu führte, sogar die Königlichen um Puskas und di Stefano im Finale herausfordern zu dürfen. In den Jahren zuvor waren Rot-Weiß Essen im Achtelfinale an Hibernian Edinburgh, gleichzeitig der 1. FC Saarbrücken als letztmaliger Saarland-Meister an Milan, die nächsten beiden Jahre der BVB im Achtelfinale an ManU sowie im Viertelfinale an Milan, schließlich Schalke im Viertelfinale an Atletico Madrid gescheitert.

Tja, und der HSV, Deutscher Meister 1960, scheiterte dann im Halbfinale erst im Wiederholungsspiel an Barcelona 0:1, welches Sandor Kocsis, immer diese Ungarn, erst in der letzten Minute im Volkspark erzwang, weil dadurch der HSV das Rückspiel nur 2:1 gewinnen konnte.

Warum hat es in der Bundesliga für die Eintracht nie zur Meisterschaft gereicht? Lag es am schwarzen Abt? Zumindest waren die Frankfurter auf einem guten Weg, nachdem sie 89 mit Jörg Berger in der Relegation gegen Saarbrücken die Liga halten konnten. Trotz zweier Relegations-Treffer von Anthony Yeboah. Trotz. Yeboah begann seine Deutschland-Karriere unter Werner Fuchs beim Zweitligisten von der Saar. In der Folgesaison katapultierte sich die Eintracht mit den Ex-HSVern Stein, Bein und Gründel sowie Torschützenkönig Jörn Andersen auf Platz drei, mit Potential für mehr. Doch mit der Rückkehr von Andi Möller, ebenso seines Mentors Abt Gerster als Manager, wurde zwar die sportliche Qualität verbessert, doch spaltete dies die Mannschaft in zwei Lager und grub einen Graben zwischen beiden Lagern und dem Coach. Berger versuchte den Einfluss von Gerster auf dessen Mandanten um Möller und Binz zu reglementieren, die Rebellen um Stein, Gründel und Kruse warfen dem Coach vor, eben jenes nicht genügend zu machen. Es mündete in einer Katastrophe für die Eintracht am 13.04.91:

25. Spieltag 90/91:

Eintracht Frankfurt - HSV 0:6

Frankfurt: Stein, Roth, Körbel, Binz, Bindewald (49. Sippel), Gründel, Bein, Möller, Studer, Yeboah (63. Turowski), Kruse, Coach: Jörg Berger

HSV: Golz, Ballwanz, Rohde, Kober, Beiersdorfer, Stratos (79. Bode), Matysik, Spörl, Eck, Doll (80. Nando), Furtok, Coach: Gerd-Volker Schock

0:1 Furtok (26.), 0:2 Furtok (46.), 0:3 Eck (58.), 0:4 Matysik (73.), 0:5 Furtok (85.), 0:6 Spörl (89.)

Gegen einen zweifellos starken HSV, der am Ende der Saison hinter der Eintracht Platz fünf belegte, und einem überragenden Thomas Doll, wehrten sich die Frankfurter am Ende nicht mehr, sodass es doch ziemlich peinlich aussah und durchaus noch höher hätte enden können. In der Pressekonferenz nach dem Spiel, wie ich mich recht gut erinnere, nannte Berger mit klaren Worten den schwarzen Abt als wesentliches Übel, wohlwissend, dass seine Entlassung unmittelbar bevorstand. Denn Vize-Präsident Hölzenbein präsentierte bereits am nächsten Tag den neuen Mann. Er erinnerte sich an seinen ehemaligen Mitspieler, von 76-78, den er nicht aus der Kneipe, sondern von der damaligen drittklassigen Eintracht, jener aus Trier, verpflichtete: Dragoslav Stepanovic. Der mit seinen zwar schnell abgenutzten, aber doch urig präsentierten Weisheiten als Typ eine Bereicherung für die Liga wurde. Die schon sicher geglaubte Meisterschaft im nächsten Jahr konnte er jedoch auch nicht gewinnen, verlor sie am letzten Spieltag an den VfB.

Im HSV-Team stand Wuschi Rohde, der drei Jahre lang gute, ehrliche Arbeit in der Abwehr verrichtete. Der 42-malige DDR-Nationalspieler wirkte ebenso als unbezahlter Berater für Thomas Doll, war nicht unwesentlich an dessen Wechsel zum HSV beteiligt, wie auch an der Vertragsgestaltung von Doll bei Lazio. Rohde kehrte danach in seine Heimat Berlin zurück, spielte noch zwei Jahre in der zweiten Liga bei Hertha, wo ihm im ersten Punktspiel in Jena Walter Junghans ein Eigentor zum Tor des Monats schenkte. http://www.youtube.com/watch?v=mrLIqRA2k1g

Sein Coach bei Hertha war Waldhof-Legende Günter Sebert, von dem man sich eigentlich gar nicht vorstellen konnte, jemals für einen anderen Club tätig zu sein. Dann kam es doch ganz anders. Denn Sebert war nicht nur für andere Clubs tätig, sondern auch für den Club.

Nach dem tragischen Abstieg 94 und dem Weggang vieler Leistungsträger belegte der Club mit den Talenten Jörg Böhme, Frank Baumann sowie den Gunnlaugsson-Zwillingen zur Winterpause lediglich Platz 14 in der zweiten Liga. Rainer Zobel wurde geschasst, der neue Coach hieß Günter Sebert. Der nach seiner Auftaktniederlage, ausgerechnet gegen Waldhof mit Übungsleiter Uli Stielike, im zweiten Spiel gegen Meppen kurz vor Schluß bei 2:0-Führung den 39-jährigen Reinhold Hintermaier auf das Feld schickte. Was dies zu einem ungewöhnlichen Vorgang machte, war die Tatsache, dass mit Kubik, Arnar Gunnlaugsson und Bustos bereits drei Ausländer auf dem Platz standen. Also: Spiel verloren. Sebert gewann nur vier Spiele, mit Platz 15 gelang in jener Saison jedoch noch der Klassenerhalt.

Um den Klassenerhalt wird in dieser Saison auch die Frankfurter Eintracht zu kämpfen haben. Der gute Start könnte hierbei die Sicht durchaus verblenden. Wie sie häufig bezüglich der HSV-Tipps bei mir verblendet ist. Aber nicht diesmal. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, weil ich davon ausgehe, dass neben den drei Neuen auch Beister von Beginn an spielen und Son endlich in die Spitze rücken wird. Aogo wird fehlen. Ich hoffe mal für ihn, dass es wirklich nur eine verschleppte Grippe ist, und nichts anderes dahinter steckt.

wojcicki Offline
Dabei seit: 24.12.2006

Ich fasse zusammen: Dennis hat Schnupfen!

Sirre Offline
Dabei seit: 12.09.2007

Ist ja irre, dass es hier noch niemand erwaehnenswert fand, dass der Herr Jarchow fuerchtet, der VDV-Transfer koennte dem HSV wirtshcfatlich schwer Schaden.

Der VORSTANDSVORSIRTZENDE FUERCHTET, dass eine Entscheidung , die 2 Wochen zurueckliegt bescheuert war

Soviel Vorsitz ist da wohl nicht

Achja Kuehne Anteil= 8 Millionen DARLEHN

Wird Zeit, dass der Dino mal so langsam gesundabsteigt

Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009

@ Sirre

Es ist doch eine normale Aussage eines Unternehmers, dessen Zahlen öffentlich bewertet werden. Denn der HSV wird auch im nun laufenden Geschäftsjahr ein Minus erwirtschaften, völlig unabhängig vom van-der-Vaart-Transfer. Da kommt es doch eher günstig, diesen Transfer als wesentliche Begründung vorwegzunehmen, zumal gerade in der aktuellen Euphorie genau jenes Transfers.

Natürlich bleibt die Verpflichtung ein wirtschaftliches Risiko, trotz des Kühne-Beitrages. Wie sich der außerplanmäßige Aufwand auf die Ertragsseite auswirkt, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall ist es ein Grund mehr für den HSV, aus wirtschaftlicher Sicht nicht absteigen zu dürfen. Wie gesundabsteigen, wie du es nennst, funktionieren soll, erschließt sich mir nicht. Es kann nicht einmal gelingen, den Aufwand proportional zu den nach einem Abstieg reduzierten Erträgen zu senken. Zumal den Verbindlichkeiten eine Ligenzugehörigkeit nicht interessiert. Die Modalitäten für die Bedienung der Verbindlichkeiten ließen sich sicher anpassen, das ist aber auch alles.

Letztlich wird der finanzielle Engpass bleiben, bis 2015 das Stadion abbezahlt ist. Die Effekte werden dann 2016 sichtbar. Und dann, natürlich, sprießt mit der Champions League bekanntlich auch eine andere Einnahme-Quelle. Sofern das Geld dann noch nicht durch das unfassbare Drucken völlig entwertet ist.

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