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HSV 12/13
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009

Nein. Ganz so weit werden wir dann doch nicht gehen, und wie diese Rangers-Fans ein solches Plakat ( http://3.bp.blogspot.com/-eGMMCwVR9co/T8tfoT1tgwI/AAAAAAAAD-k/e-EDYCxXD2... ) hochhalten, als The Messiah das Team um Brian Leetch, Mike Richter und Adam Graves 1994 zur ersten Meisterschaft nach 54 Jahren geführt hatte, wenn, ja wenn, es auch für uns mal wieder zur Meisterschaft reichen sollte. Meisterschaft, nun gut, Favoriten sind diesmal andere. Aber wir treten wieder an, selbstverständlich, werden in unserer Jubiläums-Saison alles versuchen und besser abschneiden als im letzten Jahr, wohl sogar besser, als viele glauben.

Schweift der Blick auf die Neuzugänge, muss ich sagen, ich bin zufrieden. Adler ist ein Top-Mann im Tor, verletzungsfrei und fit keineswegs schlechter als Neuer. Beister. Begeistert. Zumindest mich. Er hat eine große Zukunft vor sich. Unser Letten-Bomber Artem Rudnev, den kennt eigentlich noch gar keiner. Torschützenkönig in Polen, auch international mit vielen Treffern. Gebt ihm etwas Zeit und soviel Selbstvertrauen, wie er nur bekommen kann. Der Mann kann Spiele entschieden. Und dann natürlich der, der gar nichts anderes kann als Meister: Milan Badelj. Vier Jahre erste Mannschaft, viermal Meister mit Dinamo Zagreb, und das als wichtiger Mann in der Zentrale, zuletzt als Kapitän. Der 23-jährige ist abgeklärt und spielt einen ganz feinen Ball. Leider kommt er erst, wenn er Zagreb über die CL-Playoff-Hürde Maribor gehievt hat. Aber er kommt. Während Bayern unfassbare 40...ok, lassen wir das, nee, doch nicht, der Vergleich interessiert. Und natürlich als Ergänzung Paul Scharner, der eine eigene Meinung mitbringt und sich ganz auf den HSV konzentriert.

Bedauerlich nur, dass das große Talent Töre gegangen ist. Wenn zwischen ihm und Fink allerdings etwas nicht passt, muss man sagen, ok, es ist so, nun ist die Entscheidung getroffen.

Ich glaube, dass der erste Spieltag selten so wichtig war, wie in dieser Saison. Aber so weit sind wir noch nicht, obwohl es höchste Zeit wird, dass es losgeht und vorbei ist mit unsinnigen Bewertungen von Testspiel-Ergebnissen und Katastrophen-Einschätzungen unserer Lieblingsredakteure diverser Blätter.

Jetzt ist erst mal Pokal und es geht zum KSC. Was soll man sagen. Der Drittligist nach fünf Spielen ohne Sieg auf einem Abstiegsplatz und Calhanoglu der bisher einzige Torschütze. Also, ganz ohne Ironie, ein richtig schwerer Gegner, der Ex-Club von Fink. Jo, Fink und KSC. Als Fink 97 den KSC verließ, stieg dieser prompt nach großen UEFA-Cup-Jahren 98 aus der ersten Liga ab, verpasste im Folgejahr als Fünfter den direkten Wiederaufstieg und verpflichtete dann 99/00 vor dem elften Spieltag als Vierzehnter in der zweiten Liga einen neuen Coach: Jogi Löw. Kontinuierlich veränderte sich dann die Lage, Jogi schaffte in 17 Spielen einen Sieg und musste vor Saisonende als abgeschlagener Letzter den Club verlassen, der Abstieg in die drittklassige Regionalliga die Folge.

Unter Neu-Coach Stefan Kuntz kam es dann, wie es kommen musste.

Wie? Nur eine Woche, nachdem der HSV Historisches vollbrachte, mit einem 3:1-Sieg in der Champions League bei Juve die einzige deutsche Mannschaft war, und bis heute auch ist, die zweimal im Delle Alpi gewann, und dieser Sieg auch dazu beitrug, dass der HSV die zweitbeste deutsche Europacup-Mannschaft aller Zeiten ist, gemessen an der ewigen Europacup-Tabelle, führte das Los in der zweiten DFB-Pokalrunde 00/01 am 31.10.00 zum Drittligisten in den Wildpark.

Der große Triumph gegen Juve mit sämtlichen Aufgeregtheiten, Zidane bewies, dass er auch ohne Beleidigungen austeilen kann (http://www.youtube.com/watch?v=AMvZYNCEKZw ), ließ den Pokal nicht mehr so wichtig erscheinen, das Ergebnis fast logisch:

KSC - HSV 1:0

KSC: Walter, Rothenbach, Waterink, Grimm, Böhnke, Birk, Seitz, Rus (84. Heinzen), Weis, Nagorny (88. Fabus), Cetin (77. Fengler), Coach: Stefan Kuntz

HSV: Butt, Kientz, Hoogma, Kruse (71. Bester), Hollerbach, Spörl, Maul, Doll (62. Hashemian), Ketelaer, Yeboah (62. Heinz), Präger, Coach: Frank Pagelsdorf

1:0 Nagorny (75.)

Das Ergebnis passte zur kuriosen Pokalrunde, in der die Bayern in Magdeburg verloren, der VfB gegen sich selbst spielte, also die Zweite gegen die Erste (0:3), und, ja, sogar der Club in seiner Aufstiegssaison die zweite Runde überstand, mit einem 4:0 über Mainz, dessen Coach Rene Vandereycken eine ganz andere Geschichte ist.

Im HSV-Team sehen wir Ronald Maul, der eines von nur fünf Spielen für den HSV absolvierte. Maul, der Nationalspieler. Als Bielefelder stand er in der Tat im Aufgebot von Sir Erich für den Confederations-Cup 99 und kam gegen Brasilien (0:4) und gegen die USA (0:2) zum Einsatz, im Team mit Heiko Gerber, Mustafa Dogan und Horst Heldt. So ändern sich die Zeiten.

Wir werden diesmal in Karlsruhe nicht verlieren und sind zunächst mal gespannt, mit welcher Marschrichtung Fink das Team nach der langen Vorbereitung auf das Feld schicken wird.

alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010

Gefunden. Nach über 40 Zeilen. Puh.
Zum 1.ST gibt es sicher satt.

ElBuitre11 Offline
Dabei seit: 26.11.2011

Meiomei, da hat sich der HSV aber was ins Boot geholt mit dem Scharner, Paul. Flippt aus, weil er bei nem Testspiel auf der Bank landet und redet fortan von sich in der dritten Person. "Da wird ein Paul Scharner schonmal ungemütlich".
Das wird lustig mit ihm und den Medien. Die haben nun ihren Guerrero-Ersatz.

alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010

wobei man aus Scheibb zur Not auch zu Fuß nach Hamburch kommt, falls die Flugangst zuschlägt...

ElBuitre11 Offline
Dabei seit: 26.11.2011

So gesehen gar ein Uprade.

Sirre Offline
Dabei seit: 12.09.2007

Finde ganz interessant, dass du mit den Neuzugaengen zufrieden bist, ohne die Abgaenge zu erwaehnen (Toere okay)

Vorne steht den Abgaengen von Toere, Petric und Guerrero der Zugang eines unbekannten Letten gegenueber

Jarolim ersetzt duch einen 4 Mio Kroaten den ich nich beurteilen kann (ist ja vielleicht die Granate)

Scharner zur Stabilisierung der groessten Problemzone der vergangenen Saison ueberzeugt mich nicht

Adler okay

Alles in allem ein Kader, der merkwuerdig unausgewogen ist bis hin zu einer doppelbesetzung auf links (Aogo und Janssen) die beide den Hintern nicht mehr hochkriegen

Das erinnert mich alles sehr an die lezte Abstiegssaison von Gladbach...

Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009

Sirre, man sollte sich lieber auf die konzentrieren, die da sind und nicht auf die, die nicht da sind.

Trotzdem noch mal ganz kurz: Petric hat viel geleistet für den HSV, in der letzten Saison war er aber eine Enttäuschung. Ob Guerrero sein Potential durch seine belastete HSV-Geschichte noch einmal auf den Platz gebracht hätte, ist mehr als fraglich. Und Jarolim ist ein Verlust. Er hätte sicher auch zu geringeren Bezügen seinen Vertrag verlängert.

Das Problem ist nicht die linke Seite, das Problem ist bzw. war die Spielordnung. “War”, weil es in dieser Saison noch kein zu bewertendes Pflichtspiel gab.

Beginnend mit der offenen Zentrale. Da wird nun ein Westermann keine Lösung, da er auch dort wie ein Innenverteidiger spielen wird. Sala könnte dort spielen, er müsste nur vorher noch jemanden finden, der ihm sein Phlegma abnimmt. So ist Milan Badelj dafür genau das, was Andreas Bock in seiner Vorschau ( http://www.11freunde.de/artikel/die-bundesliga-vorschau-hamburger-sv ) richtigerweise über “83” und “Meisterschaft” schreibt, nämlich “dream”, oder auch Hoffnung.

Jaja, Meisterschaft. Ich könnte auch den Engländer mit “30 years of hurt never stopped me dreaming” zitieren. Favoriten sind andere, aber diese eine Chance auf die Meisterschaft haben wir immer und lassen wir uns nicht nehmen, wenn es auch nur die Hoffnung ist. Obwohl, was heißt “nur”? Hoffnung ist ein Prinzip.

Letztlich erwarte ich viele enge Spiele, in denen Kleinigkeiten entscheiden werden. Da gilt es, Fehler zu minimieren, und Spieler aufzubieten, die aus einer guten Grundordnung heraus, ein Spiel entscheiden können. Vom Potential her wäre Töre so einer gewesen, der bei Ballbesitz mit offensiven Freiheiten eine geniale Flanke oder einen tödlichen Pass aus dem Fuß zaubern und so den Unterschied hätte ausmachen können. Egal, er ist nicht mehr da. Nun haben wir Beister. Auch ein Spielentscheider, über seine Dynamik und seinen eigenen Abschluß. Und vorne brauchen wir einen zuverlässigen Vollstrecker. An einen konstanten Berg glaube ich nicht mehr. Ich würde mit Son, der für einen guten Stürmer alles mitbringt, als erste Lösung, als zweite Rudnev, in die Saison gehen.

Wir werden sehen.

littledesaster Offline
Dabei seit: 19.05.2012

Mir war Jarolim meist zu destruktiv, wie oft habe ich mich über die unnötigen Fouls aufgeregt. Da er nicht über die spielerischen Mittel verfügt, kritische Situationen im Mittelfeld anders zu lösen, ist das natürlich legitim, schön fand ich es trotzdem nicht. Was der auch an Fehlpässen produziert hat; da hat zu häufig der Spielaufbau drunter gelitten. Ja, er hat immer wieder versucht - grade in der letzten Saison - das Heft in die Hand zu nehmen und die Mannschaft anzutreiben, aber wenn die Qualität fehlt, bleibt es halt bei "gut gedacht ist schlecht gemacht". Somit finde ich seinen Abschied nicht schlimm.
Dass Töre verkauft wurde, halte ich für einen Fehler, aber wenn für ihn die Perspektive beim HSV nicht (mehr) gestimmt hat oder der Verein lieber die Kohle einstreichen wollte, muss man das natürlich respektieren.

Mehr als einen Platz im gesicherten Mittelfeld bis max. hoch auf Platz 8 seh ich für den HSV in der neuen Saison nicht.

Die Hoffnung stirbt immer zuletzt. Und das ist auch gut so.

penalty Offline
Dabei seit: 05.04.2004

...aber sie stirbt.

littledesaster Offline
Dabei seit: 19.05.2012

Da alle anderen und alles andere vorher bereits gestorben sind/ist, darf sie das dann auch. Nichts braucht keine Hoffnung.

bsg Offline
Dabei seit: 18.11.2010

Trifon, säufst du dir schon vor Saisonbeginn den HSV schön?

Ich würde ja nen Fuffi verwetten, daß Fink bis Mai '13 nicht mehr Trainer beim HSV sein wird . . . es wird sich im Laufe der Saison herausstellen, daß er ein überbewerteter Nichtskönner ist.

penalty Offline
Dabei seit: 05.04.2004

denke auch, der hsv sollte erstmal in kleineren dimensionen denken. um nicht zusagen in ganz kleinen.

bsg Offline
Dabei seit: 18.11.2010

Bevor der HSV damals in Karlsruhe ausschied, machte er als erster Bundesligist in Aue seine Aufwartung zu einem Pflichtspiel gegen den FC Erzgebirge, damals noch in der Regionalliga tätig.

Damals schon in der Mannschaft, die knappe 3 Jahre später den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen sollte waren auf Auer Seite: Holger Hasse, der später unter anderem noch für den VfB Lübeck über die Plätze der Republik wadenbeißte, Matthias Heidrich, der schon damals einen phänomenalen rechten Hammer hatte - seine Distanztore sind im Erzgebirge unvergessen! Dazu der frisch aus Leipzig verpflichtete Marco Kurth, der in 217 Spielen für Aue seine Klasse unter Beweis stellte und der unvergessene Petr Grund - DIE Ikone des Aufstiegs 2003, der in der Saison 2002/03 insgesamt dreimal eine Ecke direkt verwandelte und ein absoluter Könner am Ball war! Sein Name wird heute noch mit großem Respekt im Erzgebirge in den Mund genommen. Einen wie ihn sah man selten im Schacht und man sehnt sich nach solchen Leuten wieder und wieder . . . allein, sie sind selten!
Das ein Gerd Schädlich auf der Bank als Trainer saß, muss an der Stelle nicht nochmal gesondert erwähnt werden.

Aue : HSV 0:3

Aue: Kischko, Hasse (65. Jank), Heidrich, Müller, Sionko, Grund (70. Salomo), Kurth, Tomoski, Heidler, Pagels, Kunze
Trainer: Schädlich

HSV: Butt, Hoogma, Panadic (26. Kientz), Hertzsch, Groth, N. Kovac, Töfting, Barbarez, Heinz (88. Doll), Ketelaer (65. Präger), Mahdavikia
Trainer: Pagelsdorf

0:1 Ketelaer (30.)
0:2 Mahdavikia (53.)
0:3 Heinz (88.)

Zuschauer: 13.500

Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009

@ littledesaster

Jarolim sehe ich anders. Zwar kein Gestalter, aber doch ein guter defensiver 6er alter Prägung. Mit seiner Einstellung, Fähigkeit zur Balleroberung und auch, ja, Ballsicherheit würde er den HSV auch in dieser Saison verstärken, auch mit Teil-Einsätzen.

@ bsg

Der Interpretation sind keine Grenzen gesetzt. Dir sei aber versichert, dass ich, anders als in jungen Jahren, einzig zum Genuß gelegentlich trinke. Wir Holsteiner wirken allerdings häufig anders, das ist mir durchaus bewußt.
Bezüglich Fink hatte ich im letzten Jahr einige Male geschrieben, dass zum Ende dieser Hinrunde Zwischenbilanz gezogen werden sollte.

Jo. Der Pokal ist abgehakt. Bedenklich ist nur, dass ähnlich wie im Vorjahr viele Akteure gehemmt wirkten, der Siegeswille fehlte. Und das darf man jetzt nicht nur auf die Hitze schieben. Mit einer anderen Einstellung hätte man das Spiel gewonnen und andere Themen überspielt, z.B. Westermann eine Fehlbesetzung auf der 6, Berg, der zwar im Strafraum gegen den Ball laufen kann, aber ansonsten kaum anspielbar ist, ungeschicktes Verhalten der Innenverteidiger, Mancienne befruchtete mit zwei vermeidbaren Fouls die Standard-Waffe des KSC und entschied somit das Spiel.

Positiv nur Skjelbred, der sich um Struktur bemühte und viele gute Aktionen hatte.

Vielleicht ist diesmal der Spielplan unser Freund. Unseren ersten drei Gegnern geht es momentan nicht besser.

Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009

So. Nun ist es passiert. Der HSV ist abgestiegen. Es gibt keinen Dino mehr. Nach null Spieltagen ist der Rückstand nicht mehr..., ist der Klassenerhalt nicht mehr möglich. Und dann das Ausscheiden im Pokal. Bei einem Drittligisten. Ist zwar Dortmund vor zwei Jahren passiert, geschenkt. Fünf andere Bundesligisten sind auch ausgeschieden, teilweise bei Viertligisten, aber das war ja nur..., Blackout, reiner Zufall, und vor allem die Hitze. Nein, nur der HSV kanns nicht, die könnten nicht mal in der dritten Liga mithalten. Rudnevs, immer noch ohne Bundesligator, wie kann man so jemanden holen? Badelj? Wie bitte? Der kommt erst Ende nächster Woche? Ist sein Vertrag überhaupt lang genug, um sich noch vor Ablauf eingewöhnen zu können? Adler? Der hat sich im DFB-Team doch sogar von Neuer verdrängen lassen. Also bitte. Und sowieso Beister. Ein Top-Mann? Der ist doch viel zu jung. Jansen, Aogo, Ilicevic. Die haben sich noch gar nicht gezeigt auf dem Platz. Nichts zu sehen. Die ganze Saison nicht. Überhaupt Aogo. Kritisiert die Medien. Was erlauben... Neenee, Aus. Ende. Vorbei. Der Letzte schließt die Tür ab.

Kinners, liegts an meinem Alter oder an meiner Herkunft, dass ich bei aller berechtigten Kritik und Sorge die Lage nicht so kritisch sehe wie fast jeder andere? Egal. Wir werden in dieser Saison besser abschneiden als in der letzten. Punkt. Basta. Wäre ja noch schöner. Und wartet mal ab, der Badelj. Traf heute auch in der CL für Zagreb.

Jetzt soll noch ein neuer Mann kommen. Ist das wirklich eine Lösung? Wer soll dieser Supermann sein? Den Shaqiri werden wir nicht bekommen, da bleibe ich, wie immer, Realist. Also kann man es auch sein lassen. Stattdessen die stark machen, die da sind, als Mannschaft. Fink und die Spieler selbst sind gefordert.

Und doch, einen habe ich gefunden, der mir zustimmt. Den Spielplan. Jetzt erwarte ich, dass gegen den Club elf Männer auf dem Platz stehen, die das Spiel gewinnen wollen. Wollen. Und alles dafür tun. Sich nicht verstecken wie ein Uli Dehne. Dann ist es auch nachrangig, wer spielt.

Bleibt sonst nur die Erinnerung? Sie bleibt, aber nicht nur. Gegen den Club haben wir meistens gut ausgesehen, zumindest immer zuhause am ersten Spieltag. 2005 sahen wir ein 3:0, was gemessen an Klasse und Spielverlauf das Ereignis vom 06.08.93 nicht übertraf, als der Vorgänger von Rudnevs, unsere baltische Kante Ivanauskas und der Vorgänger von Beister, der aus Düsseldorf geholte Linksfuß Ali Albertz, in ihrem ersten Spiel für den HSV groß auftrumpften. Rudnevs und Beister. Fink, stell die beiden auf.

1. Spieltag 93/94

HSV - 1.FC Nürnberg 5:2

HSV: Golz, Babbel, Kober, Kostner, Töfting (72. Spörl), Hartmann, Letchkov, Albertz, von Heesen, Bäron (78. Sassen), Ivanauskas, Coach: Benno Möhlmann

Club: Köpke, Kramny (46. Wück), Kurz, Zietsch, Brunner, Schwabl (81. Wiesinger), Dorfner, Sutter, Zarate, Golke, Eckstein, Coach: Willi Entenmann

0:1 Zarate (3.), 1:1 von Heesen (26.), 2:1 von Heesen (43.), 2:2 Zarate (56.), 3:2 Albertz (66.), 4:2 Ivanauskas (73.), 5:2 Ivanauskas (90.)

Es war der Auslöser einer lange Zeit hervorragenden HSV-Saison, in der nach dem 26.Spieltag Platz drei mit nur zwei Punkten Rückstand auf die Bayern zu Buche stand. Die am nächsten Spieltag im direkten Duell einzuholen gewesen wären, doch nach Albertz-Führung war es wohl die Kaiser-Aura, zumindest entschieden Le Tren und ausgerechnet der, der eigentlich nie für Bayern traf, dieser Sterni, die Meisterschaft gegen den HSV. Nunja, Saison war gelaufen, am Ende Platz elf. Und es hieß Abschied nehmen von einem ganz Großen. Dem Thommy. Legende seit dem Solo gegen die Bayern, spielte er 14 Jahre für den HSV, 99 Bundesligatore in 368 Spielen: Thomas von Heesen. Er ging dann noch nach Bielefeld, um die Arminia zusammen mit Uli Stein innerhalb zweier Jahre von der Regionalliga in die Bundesliga zu führen.

14 Jahre für einen Verein. Das wurde noch von einer Club-Legende übertroffen, die in der Aufstellung zu finden ist. Spielte immer für den Club, 16 Jahre als Senior, Thomas Brunner. Wen gibt es da eigentlich noch, der im Seniorenbereich nur für einen Verein spielte, bis in die späten 90er hinein? Zorc fällt mir ein, Eilts und Marco Bode. Und sonst? Gibt es heute eigentlich gar nicht mehr.

Brunner, der Weltmeister. U20-Weltmeister 1981, mit eben Zorc, mit Kapitän Ralf Loose, Roland Wohlfahrt, Rüdiger Vollborn, mit Alfred Schön vom Waldhof, Toni Schmidkunz, dem 60er, und natürlich mit Bernhard Scharold vom HSV. Scharold, Weltmeister ohne Einsatz und am Saisonende Deutscher Meister ohne Einsatz ( http://www.goal.com/de/news/2680/rund/2010/11/19/2220763/bernhard-scharo... ).

Der 48-malige U-Nationalspieler Brunner prägte eine gute Zeit beim Club, spielte 13 Jahre erste Liga, UEFA-Cup gegen Rom, 88/89. Als der AS Rom dann mit Rudi Völler im Achtelfinale an Dynamo Dresden scheiterte, Dresden im Halbfinale am VfB und der im Finale an Neapel mit Maradona und Careca. Brunner stieg nur zweimal ab. Aus der Bundesliga. Und einmal aus der zweiten Liga, in seiner letzten Saison. Aber der Club kam wieder und Brunner bleibt Rekordspieler.

So. Endlich geht es nun los. Ich glaube, am Samstag sind wir Tabellenführer.

bsg Offline
Dabei seit: 18.11.2010

Und sonst?

Lars Ricken . . . sogar bis in die späten Nuller hinein.

alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010

Beuge mein Knie in Ehrfurcht, Trifon.

Trotzdem hat es Brunner nie geschafft sich einen solchen Status wie Mintal zu erarbeiten, obwohl er sechzehn (Du schreibst nur 14??, andere Quelle?) Jahre beim Club war. Die U21-WM 1982 war mir gar nicht bewußt, danke.
Und das 2:0 gegen den KSV war hier auch schon mal Thema, worüber ich der User Anantengo (?) heute noch aufregen kann.

Das mit dem Tabellenführer klappt aber nur bei einem 3:3...

Zum HSV: Verstehe, dass du nicht in den allgemeine Abgesang einstimmen möchtest, aber rein so von den Vorzeichen wird es auf jeden Fall eine schwere Saison. Es fehlt seit Jahren die Kontinuität, Arnesen und Fink müssen bis zur Winterpause irgendwas liefern, sonst sind sie bei dem Umfeld schnell weg.

Die größte Versicherung für die Beiden ist die Handlungsstarre beim HSV, die allerdings nicht aus dem Glauben an die Protagonisten sondern aus der puren Angst, die falsche Entscheidung zu treffen resultiert.

Unterm Strich: So abgesungen wie dieses Jahr kann er, der HSV, nur positiv überraschen

Walter Baseggio Offline
Dabei seit: 15.03.2007

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich für die Westermann - Millionen bedanken.

Auf Schalke konstant und stark, sogar torgefährlich. In der HH hingegen graues Mittelmaß. Eine der wenigen Dinge, die Felix Magath richtig gemacht hat.

alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010

aus Kicker-onlines Transferticker:

+++ 12.11 Uhr: HSV: Der Traum von van der Vaart lebt +++
Der Hamburger SV träumt weiterhin von einer Rückkehr des "verlorenen Sohnes" Rafael van der Vaart. Der Niederländer steht noch bis 2014 bei Tottenham unter Vertrag, die Londoner rufen nach Informationen des niederländischen Telegraaf eine Ablöse von zwölf Millionen Euro auf. Eher stemmen könnte der HSV ein Leihgeschäft. Ganz hoffnungslos ist Sportchef Frank Arnesen in dieser Personalie nicht, schließlich führt er an: "Von Tottenhams Chairman Daniel Levy ist bekannt, dass er am letzten Tag der Wechselperiode gern noch Geld einnimmt." Doch der Däne relativiert schnell: "Ich schließe in dieser Welt zwar nichts aus, aber Stand heute ist das nicht realistisch." Realistischer ist da schon eine Verpflichtung des Wolfsburgers Petr Jiracek, für den Arnesen nach kicker-Informationen zum Wochenanfang ein konkretes Angebot über 3,5 Millionen Euro hinterlegt hat. Der Tscheche will nach Hamburg, Felix Magath ihn aber gerne nach Sevilla transferieren, um im Poker um Benat Etxebarria den Durchbruch zu erzielen.

giselher Offline
Dabei seit: 06.10.2009

Magath ist und bleibt ein Sklavenhändler ....

littledesaster Offline
Dabei seit: 19.05.2012

Und ich hab mich heute Morgen wegen der Meldung über RvdV schon über die BLÖD aufgeregt...

alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010

ld - gibt es die in HK in Papier oder liest die etwa freiwillig online?

littledesaster Offline
Dabei seit: 19.05.2012

Ich "lese" die freiwillig online, ich muss doch wissen, womit das Volk heute wieder aufgehetzt wird.
So schnell, um sie hier tagesaktuell als Print zu bekommen, ist nicht mal die BLÖD.

alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010

ich dacht, fürs Ausland gäbe es einen Vorabdruck. Die wissen doch eh schon alles vorher.

littledesaster Offline
Dabei seit: 19.05.2012

Tja, dann kommt der zum Glück hier nicht an.

Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009

"Wir wollen zuhause wieder eine Macht werden." Gegen dieses Ziel von Thorsten Fink ist nun rein gar nichts einzuwenden. Im Gegenteil. Das erste Heimspiel der Saison lässt nun aber jede Antwort offen auf die Frage, wie er jenes Ziel erreichen möchte.

Denn im Volkspark war eine Mannschaft zu sehen, die offenbar nicht bereit war, alles zu tun, um das Spiel zu gewinnen. Obendrein wirkte die Mannschaft so, als wüsste sie gar nicht, was sie tun müsste. Zumindest in der Offensiv-Bewegung.

Warum war das so? Warum brachte die Mannschaft nicht den Willen auf, das Spiel zu gewinnen? Oder wenn doch der Wille da war, warum konnte sie diesen nicht auf den Platz übertragen?

Ist es die Verunsicherung durch die Kritiken und die ständige Forderung nach neuen Spielern? Das muss weggesteckt werden oder der Coach muss dafür sorgen, dass es weggesteckt wird. Ist es das Signal von Fink, den offensivstarken Beister auf der Bank zu lassen, mit der zweifelhaften Begründung, dass ein Sala, im übrigen kein Außenspieler, defensiv stärker ist? Also Selbstberaubung von offensiver Stärke, obwohl man doch zuhause eine Macht werden will, mit Siegen, mit Toren. Irgendwas stimmt in den Köpfen nicht.

Das Ergebnis war ein mutloser Auftritt, mit einem Glauben in die eigene Stärke, der völlig fehlte. Der Auftritt erinnerte mich ein wenig an das letzte Spiel unter Oenning vor einem Jahr (0:1 gegen Gladbach).

Die spielerischen Mängel sind bekannt, sind allerdings unabhängig vom Wollen. Der Club nahm Skjelbred aus dem Spiel, sodass Westermann die häufigsten Ballkontakte in der Eröffnung hatte, seine Möglichkeiten sind hier begrenzt. Von einem Berg darf man auch nicht mehr erwarten, auch seine Spielweise ist bekannt. Aber ansonsten blieben alle, mit Ausnahme von Adler, unter ihren Möglichkeiten. Leider wirkte es auch, als ob an den Standards nicht gearbeitet wurde. Offensiv war z.B. keine Eckball-Variante zu erkennen, defensiv entschied ein Standard das Spiel. Das Spiel, das fürchterlich anzusehen war, ohne Spielfluss, mit unglaublichen Fehlpässen und unzähligen Unterbrechungen nach kleinen Fouls im Mittelfeld und kleinlicher Schiri-Spielführung. Gegen den Ausgang darf man nichts sagen, der Club war die bessere Mannschaft.

Und nun? Ein neuer Mann kann nicht das alleinige Allheilmittel sein. Wichtiger ist, dass Fink und die Mannschaft die Kopf-Probleme lösen. Und Fink ist jetzt wirklich gefordert. Sprüche wie "Wir müssen schauen, dass wir uns auf das Spiel freuen", würden bei mir als Spieler, positiv ausgedrückt, lediglich Fragezeichen auslösen.

Ansonsten bleibt im Moment nur Wasser. Auf den Mühlen der Kritiker.

Statistikfreund Offline
Dabei seit: 18.06.2009

Ich denke der HSV wird ein Team der Rückrunde.

saloth sar Offline
Dabei seit: 23.09.2004

und wer wird ihr rueckrundentrainer?

FrauBlack Offline
Dabei seit: 06.04.2009

hey, die rolle des rückrundenteams ist schon längst besetzt!

saloth sar Offline
Dabei seit: 23.09.2004

wer istzt denn da bei euch auf der bank? doch nicht der fink?

FrauBlack Offline
Dabei seit: 06.04.2009

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