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gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004
hotte is GEREIZT!
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
nee, kzh. ich brauch nen grog.
Redondo7 1 Offline
Dabei seit: 01.09.2011
Mir ist voreilige Euphorie fremd, damit mag ich unter Schalkern einsam sein, ist aber so. Ich lege "die selbstverständliche Freude über einen wichtigen Sieg" auch nicht negativ aus. Mich amüsiert eher, dass nach wirklich jedem Sieg geglaubt wird, dieser sei der Wendepunkt hin zum Guten, um dann entsetzt festzustellen, dass das nächste 0:4 nicht lange aus sich warten lässt. Diese Saison ist für den HSV im Arsch, bleibt nur abzuwarten, wie sehr im Arsch. Und im nächsten Jahr werden die Karten neu gemischt, so dass auch der HSV neue Ziele formulieren kann. Ob es aber klug ist, eine hannoversche oder gar Gladbacher Entwicklung im Hinterkopf zu haben, sei mal dahin gestellt. Meist klappt so etwas nicht, wenn man darauf spekuliert.
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
in punkto euphorie sprach ich ja auch allgemein, du dödel.
und wer, von wenigen ausnahmen mal abgesehen, hat denn im hinblick auf die nächste saison eine hannoversche oder gar gladbacher entwicklung im hinterkopf? das dem einen oder anderen der realitätssinn fehlt, is ja nu auch kein spezifisches HSV-fan-problem. ich spekulatius mal, das den meisten klar ist, das auch kommende und vielleicht auch übernächste saison eurobbapokal normalerweise noch nen stück entfernt ist. aber MITTELFRISTIG sollte es selbstverständlich ein ziel sein. was spricht dagegen?
Redondo7 1 Offline
Dabei seit: 01.09.2011
Dass es hier um den HSV geht, den 1. FC Köln des Nordens!
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
pah! lieber 1.FC Köln des Nordens als Górnik Zabrze des westens
Redondo7 1 Offline
Dabei seit: 01.09.2011
Lieber als Popelclub sportlich eine Rolle spielen, als als Verein mit den allerbesten Möglichkeiten das Wenigste heruaszuholen...

Jetzt mal im ernst: Wie kann es sein, dass der HSV nicht im Geld schwimmt? Transfererlöse noch und nöcher, erfolgreiche EL-Teilnahmen, zahlungskräftige Sponsoren, treue Fan-Bauern im Umland, die alles kaufen, und eine Wirtschaftskraft in der Stadt wie sonst nur noch München oder Frankfurt.
Ist mir echt ein Rätsel, warum der HSV sparen muss!
Schwimmente Tot... Offline
Dabei seit: 09.04.2009
treue Fan-Bauern im Umland

Harharhar!
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
vlt weil man Jahre über seinen Verhältnissen gelebt und Kader für Europa gehalten hat, die dann nicht zurückgezahlt haben?
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
weiß ich doch nich, wieso wehalb warum jeder club ausser beiern sparen muss oder lange musste und ich weiß auch nich, wieso weshalb warum der HSV nich so dreist wie einige andere clubs war, hohe zwei- oder gleich dreistellige millionenbeiträge rauszuballern, welche gar nicht da sind.
also ente, jetzt echt mal. will ja nix beschöningen, aber das is ja nu ne komische frage.
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
ein pauli-schwaben-bauer lacht... so, jetzt aber endlich nen grog.
Redondo7 1 Offline
Dabei seit: 01.09.2011
Ich verstehe es trotzdem nicht! Es geht hier auch nicht um andere Clubs, die weit über ihre Verhältnisse leben (ich will da nichts beschönigen). Aber der HSV müsste im Geld schwimmen.
gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004
oder Frankfurt

da allerdings noch viel eklatanter, wie ich finde.
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
aber mal zur wirtschaftskraft in hamburg: is ja schön und gut, dasses so viele kaufkräftige menschen in hamburch leben. aber was sagt das über potentielle (haupt)sponsoren aus? welche hamburger unternehmen könnten oder wollten denn im bereich sportsponsoring investieren? das sind doch überwiegend unternehmen, für die das gar keinen sinn macht. "nivea" verkauft sich auch so wie geschnitten brot, da braucht beiersdorf nix machen, die halten sich ja selbst mit werbung in den medien zurück. die hafen- und schifffahrtswirtschaft? airbus? wäre unsinnig. andere große arbeitgeber haben ihren hauptsitz woanders. um es kurz zu machen: so viel potenzial is da nu auch wieder nich.
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
Otto sponsert seit langen den Breitensport, was allgemeingesellschaftlich natürlich auch sinnvoller ist.
gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004
airbus macht kein sinn, ja. aber wie oft sehe ich werbung beim sport wo ich mich frage: "Häh?"
letztens bei eurosport: werbung für boeing. da ich nicht über die prall gefüllte portokasse verfüge mir meine eigene 747 zu kaufen werde ich nun beim nächsten flug darauf bestehen dass die fluggesellschaft mit einer boeing anrückt!

ich kenn mich in der wirtschaftslandschaft hamburgs ja nicht so aus, aber das ein oder andere unternehmen wird es doch geben, auch wenn die lokale identifikation nicht mehr ganz so wichtig ist. geht ja nicht um DEN einen hauptsponsor sondern um die füllung eines gesamtportfolios. und da tut es ja auch das bmw autohaus peter petersen oder baustoffhandel jansen.
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
Vorschau aufs Wochenende, bevor Trifon in den Annalen gräbt:
(http://www.nordbayern.de/als-eckes-die-kirsche-in-den-winkel-knallte-1.2... der Eckes den Beiersdorfer verludt und anderes)
mehmetwirdankendir Offline
Dabei seit: 19.12.2010
Trapp oder Kraft als Torwart holen.
Beide definitiv zu gut für Liga 2.
Wennse schlau sind, den ablösefreien van Buyten dazu.
Wenn man dazu ein bisschen schneller gewesen wäre, hätte man dem Lokalrivalen Florian Mohr noch wegschnappen können.

Dann könnte man Westermann endlich auf der für ihn geschaffenen Position einsetzen. Bälle einfetten und in den Schrank damit.

Beister und Ilicevic könnte ne verdammt gute Flügelzange werden.

Fazit:
Ich mach mir nächste Saison eher Sorgen was Werder angeht...
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
17.04.2012 18:01:47 von Mister_Pink
Stinkstiefen wie Petric, Guerrerro raus.

Ein Stinkstiefel ist Petric nicht. Da sollte man jetzt nicht unfair werden, das hat er nicht verdient. Seine sportliche Leistung reicht nicht mehr, das ist alles. Punkt.
Auch Guerrero nicht. Er hat einige Fehler gemacht, die wiederum mit dem Sportlichen nichts zu tun haben. Ob er auch künftig Teil der Mannschaft sein kann, ist nur vom Trainerteam beurteilbar. Fussballerisches Potential besitzt er nach wie vor. Ich denke, man wird nicht auf ihn verzichten.


Gestern 09:36:36 von Redondo7 1
Ein nicht enttäuschender Sieg gegen entkräftete Hannoveraner und schon singen sie wieder:
WER WIRD DEUTSCHER MEISTER? HA-HA-HA-ESS-VAU!

Diese Folklore lassen wir uns nicht nehmen. Und nebenbei, Deutscher Meister in der Bundesliga. Zumindest verbindet uns etwas mit zum Beispiel Bremern, Stuttgartern, Lauterern, sogar Braunschweigern, Sechzigern, Clubberern und, ja, Kölnern. Nur nicht mit Schalkern.

Neuanfang zum Ende der Saison...Also, trifon, das ist mal echt übertrieben!

Gestern 09:56:48 von Redondo7 1
Mich amüsiert eher, dass nach wirklich jedem Sieg geglaubt wird, dieser sei der Wendepunkt hin zum Guten,

Das ist der Glaube an das Gute, wir nennen es Hoffnung.

Natürlich wissen wir, dass die Lage so aussieht:

Gestern 10:02:41 von Hotte80
ich spekulatius mal, das den meisten klar ist, das auch kommende und vielleicht auch übernächste saison eurobbapokal normalerweise noch nen stück entfernt ist. aber MITTELFRISTIG sollte es selbstverständlich ein ziel sein. was spricht dagegen?

Wir wissen aber auch, dass es in der Liga, bis auf wenige Ausnahmen, auch in der nächsten Saison eng zugehen wird und Kleinigkeiten Trends auslösen und am Ende einige Plätze ausmachen können. Der Glaube bleibt ungebrochen.

Genauso glauben wir natürlich an einen Sieg in Nürnberg. Ohne zu vergessen, dem Club zum Klassenerhalt zu gratulieren, der so selbstverständlich nicht war, doch Dieter Hecking ist nunmal ein Meister seines Fachs. Er ist einer der wenigen Trainer, die überall erfolgreiche Arbeit vorweisen konnten. Mit dem VfB Lübeck stieg er in die zweite Liga auf, stand zudem im Pokal-Halbfinale, Aachen führte er in die erste Liga, danach gute Jahre in Hannover, nun in Nürnberg. Ist er die Garantie, dass der von Abstiegen gebeutelte Club auf längere Sicht erstklassig bleibt? Möglich, also haltet diesen Coach.


Heute 10:24:50 von alterzabo
Vorschau aufs Wochenende, bevor Trifon in den Annalen gräbt:
Wie der Eckes den Beiersdorfer verludt und anderes

Der Eckes. Gutes Stichwort. Den hat man doch vom Hof gejagt, besser gesagt vom Valznerweiher. Also nicht man, sondern Präsident Voack, der offenbar ganz andere Ziele verfolgte. Nach dem sechsten Spieltag 93/94 wurde das Club-Idol Richtung Schalke geschickt in einer Saison, in der der Club sich für das zehnte Bundesligajahr in Folge qualifizieren wollte. Am Ende stand ein bitterer Abstieg, wohl auch, weil jener Präsident Coach Willi Entenmann nach einem 2:0-Sieg gegen die Bayern am 15. Spieltag entließ, als die Tabelle den Club auf Position 13 führte.

Und trotz eines namhaften Kaders mit Schwabl, mit Frauen-Schwarm, aus unerfindlichen Gründen, Alain Sutter, dem tschechischen Abwehr-As Lubos Kubik, der Gladbacher 80er-Legende Hans-Jörg Criens und der Zaubermaus reichte es trotz vier Punkten Vorsprung (Zwei-Punkte-Regel) nach dem 31.Spieltag nicht zum Klassenerhalt. Hinzu kam noch eine der schwärzesten Stunden der Bundesliga-Geschichte. Dieses Helmer-Nicht-Tor am 32. Spieltag, woraufhin jenes Spiel noch nachgeholt werden musste. Die Protagonisten dieses Phantom-Tores mögen sich bitte heute noch schämen.

Sergio Zarate im übrigen wechselte nach dem Abstieg zum HSV, kam aber nur auf elf Einsätze. Und als bezahlte Schwarzgelder seitens des Clubs, von denen Zarate profitierte, aufgedeckt wurden, zog er schnell weiter, über die Grenze nach Mexico. Erfolgreicher war er zuvor, seinem Bruder Ariel im deutschen Fussball einen lukrativen Vertrag zu vermitteln. Denn in der Tat bissen die auch damals ambitionierten Kieler Störche an und verpflichteten den 20-jährigen, der als mindestens ebenso stark wie sein Bruder vorgestellt wurde. Die größte Ähnlichkeit blieb allerdings das Äussere, Ariel Zarate schaffte es lediglich auf 18 Einsätze und drei Treffer in der drittklassigen Oberliga Nord. Sieben Jahre später allerdings absolvierte er zwei erfolgreiche Jahre in der Primera Division beim FC Malaga. Bei Holstein Kiel stand er einige Male gemeinsam mit Luiz Firmino Emerson auf dem Platz, jenem Brasilianer, der 91/92 neunzehnjährig den HSV in einer kritischen Phase in der Vereinigungssaison am 37. Spieltag mit seinem 1:0-Siegtreffer gegen Hansa Rostock in seinem vierten Einsatz wenige Minuten nach seiner Einwechslung den Klassenerhalt sicherte. Seine danach begonnene fussballerische Welttournee mit Aktivitäten in 15 Clubs auf vier Kontinenten hat er mittlerweile beendet, seine Karriere allerdings noch nicht. Zusammen mit seinem Landsmann und kongenialen Sturmpartner Diego Zilio kämpft er zur Zeit mit dem FC Itzehoe in der Verbandsliga Süd-West Schleswig-Holstein um den Aufstieg und liegt mit 15 Treffern in der Spitzengruppe der Torjägerliste.

Aber wir waren in der Saison 93/94. In der allerorten der Folklore-Klassiker gesungen wurde, ebenso zurecht wie inbrünstig, weil der HSV eine gute Hinrunde spielte und zum Start der Rückrunde am 27.11.93 das Frankenstadion ein Spiel erlebte, aus dem der HSV punktgleich mit den Bayern mit nur zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Eintracht Frankfurt herausging und das den Club trotz der Niederlage zunächst noch über dem Strich ließ.

18. Spieltag 93/94
1.FC Nürnberg - HSV 0:1

Club: Köpke, Wiesinger, Kubik, Friedmann, Kurz, Schwabl, Golke, Wolf, Sutter (56.Oechler), Criens, Zarate, Coach: Dieter Renner

HSV: Golz, Kober (83. Kovacevic), Kostner, Babbel, Spörl, Sassen, Letchkov, Hartmann, von Heesen, Albertz, Bäron, Coach: Benno Möhlmann

0:1 von Heesen (36.)

Im weiteren Verlauf der Rückrunde stand der HSV allerdings dem Club nur wenig nach und wurde am Ende Zwölfter. Für Yordan Letchkov sollte der Saisonhöhepunkt dann noch folgen, als er mit dem legendären bulgarischen Team unter Coach und Stratege Dimitar Penev, der als Spieler selbst an drei Weltmeisterschaften teilnahm, im Viertelfinale den Weltmeister aus dem Turnier köpfte, und am Ende gemeinsam mit Stoichkov, Balakov und Ivanov WM-Vierter wurde.

Nicht WM-Vierter, jaja, der HSV ist auf einem anderen Weg. Sorry Clubberer, die drei Punkte sind bereits gebucht, hoffentlich mit der Start-Elf vom letzten Sieg.
wojcicki Offline
Dabei seit: 24.12.2006
*bumsenbumsenbumsen*
Stinkbaer Offline
Dabei seit: 04.08.2004
Ich sage es nicht gerne und mir tut das mehr weh, als euch. Aber der Club wird gewinnen. Es geht ja angeblich noch um viel Geld für Spieler und Verein.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Gestern 08:01:04 von wojcicki
*bumsenbumsenbumsen*

Du willst doch jetzt nicht sagen, dass du da nicht dran denkst. Oder willst du sagen, dass du daran denkst.


Jo denn, Glückwunsch an den alten und neuen Meister BVB. Der für sich, vor allem auch für den internationalen Wettbewerb, nun alles tun sollte, Kagawa zu halten, für mich der Spieler der Rückrunde, nein, Spieler der Saison.

Der beste HSV-Spieler der Rückrunde, Jaroslav Drobny, was man zu Beginn der Saison nun wirklich nicht hätte erwarten können und auch ich lieber Tom Mickel im HSV-Tor gesehen hätte, verletzte sich heute leider im Luftkampf, weitere Saisoneinsätze offen. Unser dritter Keeper, Sven Neuhaus, machte nach seiner frühen Einwechslung zu seinem ersten Bundesligaspiel einen guten Job, auch wenn er nur selten ernsthaft eingreifen musste.

Der Club ist schwer zu spielen, natürlich ein Kompliment, aufgrund seiner quirligen Bissigkeit und Aggressivität. Auch heute war er schwer zu spielen. Offenbar wollte Fink den Club etwas locken, der HSV versuchte nicht, wie so häufig, durch Ballbesitz das Spiel zu dominieren, sondern aus der Kompaktheit schnell umzuschalten. Dies gelang wenig, die Defensive stand allerdings sicher, sodass sich beide Mannschaften relativ neutralisierten, ohne spielerischen Glanz zu versprühen.

Nachdem unser Son dann das tat, was er kann, wenn er darf, nämlich das Tor treffen, hätte man vom erwartet knappen Sieg ausgehen können, doch der als Rechtsverteidiger eigentlich gut funktionierende Bruma leistete sich dann doch eine überflüssige Unkonzentriertheit. Kurz vor dem Ausgleich wurstelte er noch an seinen Stutzen oder Schienbeinschonern herum, Sekunden später unterlief er die nicht unbedingt gefährliche Flanke.

Drobny verletzt, Son musste angeschlagen ausgewechselt werden, die schwere Verletzung von Kacar, mühsames Spiel, mit dem Punkt können wir gut leben und die Planungen für die neue Saison nun bald aus der Schublade holen. Und zwar vor dem Duell in Augsburg am letzten Spieltag, welches für den Aufsteiger noch sehr wichtig sein könnte, genau dann, wenn sie gegen Schalke und in Gladbach leer ausgehen, denn dem FC aus Köln traue ich bei den geretteten Freiburgern und gegen Bayern noch vier Punkte zu. Wir werden sehen.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Im Grunde wäre es bezeichnend für die Saison des HSV, würde er es jetzt noch einmal spannend machen, vorausgesetzt ein Sieg der Kölner in Freiburg, was ich denen allerdings zutraue. Doch, nein, die letzten beiden Spiele werden vernünftig über die Bühne gebracht, wir gehen mit vier Spielen ohne Niederlage in die neue Saison, um diese Serie fortzusetzen, und natürlich werden wir dann diese (http://www.youtube.com/watch?v=Jlb3XQoUReAPlatte) wieder auflegen.

Nun, was sollen wir sagen, unsere Hitparaden-Stürmer Petric und Guerrero werden gegen Mainz wieder in der Startelf stehen. Und mit beiden bleibt die Hoffnung, dass sowohl Petric in seinem letzten Heimspiel und der Empfehlung für einen neuen Club als auch Guerrero, einmal mehr geläutert, mit dem unbedingten Willen zur Rehabilitation, ein starkes Spiel macht. Das Opfer ist wieder einmal Son, der nach den letzten zwei Spielen im Sturm mit zwei Treffern in der Summe für vier Punkte sorgte und eigentlich dort nicht wegzudenken ist. Nun wird er wieder auf die Aussenbahn versetzt, hoffentlich nur temporär.

Unser nächster Gegner aus Mainz hat eine ordentliche Saison gespielt, auch wenn er den fünften Platz aus dem Vorjahr nicht bestätigen konnte. Möglicherweise war das frühe und, doch, peinliche Ausscheiden in der EL-Quali gegen, wir wissen es natürlich noch, Gaz Metan Medias, die als aktueller Tabellenelfter in Rumänien nur zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz liegen, und dann auch noch im Elfmeterschiessen, also wirklich, als deutsches Team hat man kein Elfmeterschiessen zu verlieren, nicht wahr, Uli, 76 vergessen wir nie, begünstigend für den Saisonverlauf, beeindruckten sie doch gerade in vielen Heimspielen der Rückrunde durch Frische und kraftvolle Offensive.

Die Frische vom Aufstieg 2004 rettete das Klopp-Team auch noch in die nächste Saison, als sie am Ende mit 38 Punkten Elfter wurden, während Lautern und Köln abstiegen. Gegen den HSV setzte es natürlich zwei Niederlagen, so auch in der Rückrunde am 11.02.06.

21. Spieltag 05/06
HSV - Mainz 05 1:0

HSV: Wächter, Mahdavikia, van Buyten, Boularouz, Atouba, Jarolim, de Jong, Wicky, Trochowski (77. Klingbeil), Barbarez, Lauth (78. Takahara), Coach: Thomas Doll

Mainz: Wetklo, Abel, Friedrich, Noveski, Weigelt, Addo (71.Geißler), Pekovic (84. Damm), da Silva, Zidan (65. Weiland), Auer, Thurk, Coach: Jürgen Klopp

1:0 Mahdavikia (6.)

Als Dritter konnte der HSV über die Qualifikation gegen Osasuna bis heute letztmalig in die Champions League einziehen, trotz des Theaters eines niederländischen Verteidigers, der die Spielvorbereitung jenes Hinspiels torpedierte.

Und wer führte den HSV in die Champions League?

22.03.2012 23:54:30 von bsg
Und über Doll verlierst du kein Wort.

Dazu muss ich sagen, dass ich leider sehr wenig über den DDR-Fussball weiß. Die Europacup-Spiele, ok, aber ansonsten war lange Zeit aufgrund Informationsmangels lediglich prägend ein befohlener Meister und mehr als bedrückend die Geschichten um die Flüchtlinge. Zum Glück gelang die Befreiung. Ich glaube aber, dass die DDR-Oberliga auch viele Geschichten um den Fussball herum erzählen kann. Vielleicht kann das mal jemand aufgreifen, der jene Zeit begleitet hat.

Thomas Doll war ein Klasse-Fussballer. Leider zog er nach nur einem Jahr HSV 91 gleich weiter nach Italien, damals immer noch das Fussballer-Paradies. Bei Lazio traf er auf Kalle Riedle, unvergessen, wie Doll in der Nationalelf mit einer starken Vorarbeit auf Riedle im Herbst 91 für den 1:0-Sieg im Wembley sorgte. Zwar war Doll nach seiner Rückkehr doch sehr verletzungsanfällig, ich meine aber, er hätte mehr erreichen können als Spieler. Auch als Trainer. Er war im Herbst 2004 als Coach der HSV-Zweiten Tabellenführer der damals drittklassigen Regionalliga Nord, immerhin vor Eintracht Braunschweig und vor St. Pauli (der Ersten), als er Toppmöller beim Bundesliga-18. ablöste. Am Ende stand Platz acht, ein Jahr später Platz drei. Offensichtlich fehlte ihm aber die Robustheit, im Misserfolg Kritik richtig einordnen zu können, zudem wurden die Abgänge von Barbarez und van Buyten nicht kompensiert, sodass er den HSV ein halbes Jahr später auf Platz 17 mit nur einem Sieg in 19 Spielen verlassen musste. Mit Rost und Olic, die in der Winterpause unter Doll noch geholt wurden, gelangen Nachfolger Huub dann in 15 Spielen neun Siege, Platz sieben.

Im Mainzer Team sehen wir einen gebürtigen Hamburger, Otto Addo, der gemeinsam mit Asamoah 97 und 98 zweimal Regionalliga-Meister mit Hannover 96 wurde. Zunächst scheiterte man in der Aufstiegs-Relegation noch an Energie Cottbus, nach der zweiten Meisterschaft wurde jedoch TeBe Berlin im Elfmeterschiessen bezwungen, weil Pokalheld Jörg Sievers zweimal hielt. Bald sollten sich die Wege von Addo und Asa dann trennen. Während Addo mit dem BVB 2002 Meister wurde, blieb Asa ein solcher Erfolg mit Schalke verwährt. Der gebürtige Ghanaer Asa fand den Weg in die deutsche Nationalmannschaft, in der er im übrigen von seinen 43 Einsätzen nur viermal über die volle Distanz spielen durfte und mit 25 Einwechslungen gemeinsam mit Ulf Kirsten aber noch deutlich hinter Neuville (36) liegt, und sorgte bei der WM 2006 für gute Stimmung, bei der Addo, nach vielen Verletzungen genesen, wiederum für Ghana zum Einsatz kam. Unter anderem beim Vorrundenmatch gegen Tschechien, als er dem Clubberer Jan Polak auf dem Rasen gegenüberstand und letztlich 2:0 bezwang. Heute trainiert Addo die U19-Junioren des HSV, dies erfolgreich, kämpfen sie doch immer noch um die Meisterschaft der Bundesliga Nord. Und es ist zu erkennen, dass beim HSV nun durch bessere Jugendarbeit eine Basis gelegt wird, um die zweifelsfrei vorhandenen Talente an die Liga heranzuführen.

Ok, die Meisterschaft haben wir in dieser Saison abgeschenkt, trotzdem holen wir die Punkte gegen Mainz.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Wer es nicht glauben möchte, sollte noch mal nachrechnen. Doch auch die Mathematiker werden zur Kenntnis nehmen müssen, dass der HSV die kommende, die 50. Saison in Folge, die Bundesliga prägen wird.

Das Spiel heute war eigentlich nicht der Rede wert. Beim HSV wusste man, in jedem Falle würde ein Punkt reichen, bei den Mainzern war zu spüren, dass die Luft raus war. Dies steigerte sich noch im Verlauf der zweiten Hälfte, als der Rückstand der Kölner anwuchs. So konnte man sich auf die Abschiedsszenarien von Mladen Petric und vor allem David Jarolim konzentrieren, woran sich auch Schiri Meyer mit Fingerspitzengefühl beteiligte, Jarolim nicht die zehnte Gelbe zeigte und somit noch sein 258. Bundesligaspiel für den HSV in Augsburg ermöglichte.

Im Nachhinein glaube ich, dass die Niederlage in Hoffenheim sehr wichtig war. Mit der praktizierten "Wir für euch, ihr für uns"- Einstellung, die danach entstand, ist in einer ohnehin ruhigen Saison, gemessen an den überschaubaren Leistungen, ein Schulterschluss entstanden, der den HSV insgesamt nach vorne bringen kann und an dem sich Team, Funktionäre und Umfeld künftig messen lassen sollten.

Und natürlich sind wir auch auf dem Weg, den Schwung einer Ungeschlagenen-Serie in die neue Saison mitzunehmen. Denn gäbe es in der Jubiläums-Saison einen passenderen Meister als den, der die Liga in jeder Saison durch alle Höhen und Tiefen begleitet hat? Wir werden sehen, die sportlichen Argumente müssen noch wachsen.
Ramon Diaz Offline
Dabei seit: 09.05.2008
"Deutscher Meister immer wieder, in den Farben Schwarz-Weiss-Blau..."
Achne, die Erleichterung ist trotzdem groß, nachdem Oenning damals wirklich einen Cheftrainer Vertrag erhielt, schwante mir Böses und doch hatte ich die Hoffnung das es eine langweilige Saison im Mittelfeld wird, daraus wurde ja leider nix.
Jetzt kann ich meine Gedanken der neuen Saison widmen und irgendwelche Neuzugänge herbei fantasieren. Endlich. Hier unten ist ja noch nicht einmal die heisse Phase angebrochen.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Hat Werder eigentlich eine gute Scouting-Abteilung? Wäre nützlich. Denn während wir am Samstag diese schwierige Saison hinter uns gebracht haben werden, weiß man im Werder-Lager ganz genau, dass in der nächsten Saison vieles, um nicht zu sagen, alles, an den Scouts hängen wird, deren Aufgabe es sein muss, drei Mannschaften ausfindig zu machen, die man hinter sich lassen kann. Wird schwer.

Mit großem Respekt ziehen wir nun den Hut vor Jos Luhukay und seiner Truppe, die zu Recht der Bundesliga erhalten bleiben. Möglicherweise war der Mut, Michael Thurk auszumustern, ein Schlüssel zum Erfolg. Der auch deshalb noch größer einzuschätzen ist, da der letzte Spieltag nur ein Ausgalopp wird.

In den 70ern waren die Augsburger schon einmal dicht dran, in die Bundesliga aufzusteigen. Im letzten Jahr vor Einführung der zweiten Liga, 73/74, wurden sie mit Rückkehrer Helmut Haller Meister der Regionalliga Süd, was allerdings noch nicht zum Aufstieg berechtigte. Denn nur die Sieger zweier Fünfer-Aufstiegsrunden, für die sich die beiden Ersten der Regionalligen Nord, West, Südwest, Süd und Berlin qualifizierten, durften ins Oberhaus. Man scheiterte als Zweiter knapp an TeBe Berlin, konnte dann jedoch an die Erfolge nicht mehr anknüpfen. Dies, obwohl in der Folgesaison ein 19-jähriger eine gute Saison spielte, der später für Hertha Furore sorgen sollte, (http://spox.com/de/daten/pics/fussball/bilder/spieler/gross/9498.jpgWerner Killmaier) . 36 Killmaier-Treffer für Hertha reichten 80/81 nicht zum Erstligaaufstieg, der dann aber ein Jahr später folgen sollte, mit Sturmpartner Thomas Remark, dem genialen Jürgen Mohr und natürlich mit (http://11freunde.de/img/fotostrecken/1225120681_original.jpgWalter Gruler) .

Wo war der Club 73/74? In der Regionalliga nur von den Augsburgern bezwungen, zog man ebenfalls in die Aufstiegsrunde ein, tat es denen allerdings gleich und wurde in der anderen Gruppe, denkbar knapp, Zweiter hinter Eintracht Braunschweig, trotz der starken (http://11freunde.de/img/fotostrecken/1256683397_original.jpgPeter Geyer) und Dieter Nüssing. Geyer schloss sich dann Aufsteiger TeBe an, um nach dem folgenden Abstieg zum BVB in die zweite Liga Nord weiterzuziehen, mit dem als Zweitplatzierter in der folgenden Relegation dann der Aufstieg gelang. Gegen wen? Gegen den Club. In den 70ern war der Club also noch weit davon entfernt, Relegations-Weltmeister zu sein, doch Beharrlichkeit, es immer wieder zu versuchen, lohnt sich bekanntermaßen, sodass dieser Titel heute zurecht getragen wird.

Es war auch die Saison, in der ein neuer Begriff in die Fussball-Landschaft aufgenommen wurde, noch fern von Anglizismen: Elfmeter-Töter. Und es konnte nur unser Rudi Kargus sein, der diesen Begriff einführen ließ, denn im Achtelfinale des DFB-Pokals hielt er gegen die Gladbacher Fohlen im Elfmeterschiessen dreimal. Auch danach wurde Kargus im Pokal nicht mehr bezwungen und führte den HSV mit 1:0-Siegen gegen Wattenscheid und Offenbach ins Finale. Allein die WM 74 bremste diesen Lauf, wurde das Finale aus Zeitmangel doch erst zu Beginn der neuen Saison ausgetragen, der HSV verlor gegen Eintracht Frankfurt 1:3 n.V.

Vier Jahre zuvor war dies noch kurioser, der Pokalwettbewerb 69/70 wurde ab Achtelfinale nach der WM 70 ausgetragen, das Finale nach dem dritten Spieltag der Saison 70/71, in dem die Offenbacher Kickers gegen Köln 2:1 gewannen, auch, weil der Kölner Werner Biskup mit verschossenem Elfmeter den Ausgleich vergab. Der Sieger ging als Zweitligist in die Annalen ein, obwohl der Aufsteiger längst in der Bundesliga spielte.

74/75 stand damit erst vier Wochen vor Beginn des Europacups der deutsche Teilnehmer fest, was allerdings nicht der Grund war, dass das Achtelfinale die Endstation für die Frankfurter Eintracht bedeutete, denn der Gegner gewann am Ende den Cup, die legendäre Lobanowski-Elf um Oleg Blochin von Dynamo Kiew. Ein Jahr später machten es die Frankfurter als erneuter Pokalsieger besser, schieden erst im Halbfinale gegen die Hammers aus. Im Halbfinale stand im übrigen auch Sachsenring Zwickau, nach Siegen über Florenz und Celtic, scheiterte am späteren Gewinner RSC Anderlecht mit den Vize-Weltmeistern Rob Rensenbrink und Arie Haan. Erst der HSV konnte dann ein Jahr später diese große belgische Elf im Finale bezwingen.

Rudi Kargus blieb derweil der Elfmeter-Töter. Ein Begriff, den in der Tat nur Wissenschaftler oder Werder-Fans zu (http://11freunde.de/bundesligen/122059verändern) versuchen. In der Liga führt Kargus bis heute die Statistik der gehaltenen Strafstöße an, 23, jene nicht mitgerechnet, die er daneben guckte. Es lag einzig an Sepp Maier, dass Kargus, WM-Teilnehmer 78 und Bankdrücker im EM-Finale 76 nur auf drei Länderspiele kam. Zu Zeiten, in denen man sich selbst noch manchmal aus (http://ndr.de/sport/fussball/kargus114_v-contentgross.jpgbestimmten Gründen) gerne ins Tor stellte. Moment. EM-Finale 76, unser Elfmeter-Töter nur auf der Bank? Jaja, wie viel erfolgreicher wäre unser Nationalteam, hätte man doch öfter auf die HSV-Torhüter gesetzt.

Nachdem im besagten Pokaljahr 69/70 letztmals ein Losentscheid über ein Weiterkommen entschied, Alemannia Aachen gewann so gegen Werder im Achtelfinale am 1. August, erlebte im übrigen das Pokalspiel, dass Kargus zum Elfmeter-Töter werden ließ, das vierte Elfmeterschiessen im deutschen Profi-Fussball. Das erste sah die Glückaufkampfbahn auf Schalke, als am Tag vor Heiligabend 1970 Regionalligist VfL Wolfsburg zum Pokalspiel antrat, 3:1 gewann Schalke nach zehn Elfmetern. Es war doch sehr ungewöhnlich und man versuchte, dies künftig nach Möglichkeit auszuschließen, und so wurden die Pokalrunden der nächsten beiden Jahre mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Dies allerdings ohne die heute übliche Auswärtstor-Regel. Trotzdem kam es zu zwei Elfmeterschiessen, in der ersten Runde 71/72 schlug Lautern den Wuppertaler SV und im Halbfinale, da wurde es dramatisch. Köln gewann das Hinspiel gegen Schalke mit 4:1, was für damalige Verhältnisse noch keine Vorentscheidung bedeutete. Das Rückspiel sah in neunzig Minuten vier Elfmeter, den letzten verwandelte Helmut Kremers zum 5:2 kurz vor Schluss und es ging in die Verlängerung, in der der fünfte Elfmeter verhängt wurde, für Köln. Wie im Finale 70 verschoss Werner Biskup. Aber er bewies, dass er ein Kerl ist, trat im Elfmeterschiessen unter den ersten fünf Schützen wieder an, und traf. Schliesslich war es Bernd Cullmann, der als achter Kölner Schütze scheiterte, Schalke gewann 6:5.

Eine solche Dramatik erwarten wir nun nicht am Samstag in Augsburg bei der Schlacht um Platz 14. Deshalb blinzeln wir auch nach Köln und Berlin, während wir die Punkte 37 bis 39 einfahren.
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
sehr schön... und alles erfüllt was unverhandelt im Pflichtenbuch steht ;)

Bei besagtem Dortmunder Sieg im städischen Stadion, einer ähnlichen Betonschlüssel wie das seinerzeitige Volksparkstadion, war ich als junger Mensch dabei, schon damals gab es einen Platzsturm des Gegners. Wobei ich meine, daß es damals noch Zäune gab, bin mir aber nicht sicher.
War sowohl beeindruckt, aber auch kindlich beleidigt. Haben zuhause 0:1 verloren, in Dortmund dann 2:3 verloren.
Der genannte Dieter Nüssing hat übrigens Philip Wollscheid im Saarland entdeckt, war damals DER Nürnberger Held.
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
...also den Wollscheid erst vor drei Jahren, als Jugendkoordinator beim Club.., Held war er in den 70ern
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Da nützte jede Warnung nichts, Jogi ließ sich nicht umstimmen und blieb ignorant. Er wollte einfach nicht wissen, was wir wissen. Wann fehlte zuletzt ein HSV-Spieler in einem EM-Aufgebot? 2004. Wie schnitten wir damals noch mal ab?

Zumindest merkte man beim HSV, dass mit der heutigen Kadernominierung die Saison eigentlich erst jetzt beendet ist, die Freundschaftstingeltour mit den Spielen in Schönkirchen, Augsburg und Bergedorf begann ja schon viel früher.

Mit der besten schlechtesten Platzierung aller Mannschaften, die 49 Jahre Bundesliga spielten, endete also diese Saison. Und allen, die den HSV in die zweite Liga wünschten, sei gesagt, macht nur weiter, so eine Chance bekommt er nie wieder. Aber eigentlich hattet ihr keine wirkliche Chance.

Und nun? Nicht nur der Club, wie Dieter Hecking völlig richtig erkannte, startet punktgleich mit dem Meister in die neue Saison, auch der HSV. Und wir werden sehen, wie lange der BVB wird dranbleiben können.

Was sollte sich ändern? Ich halte jetzt nicht die angedachten Geldbeschaffungsmaßnahmen wie die Fananleihe oder die Reaktivierung des Investors Kühne für wegweisend. Eher sollte man schon die guten Aspekte dieser Saison filtern und auf diesen konsequent aufbauen. Wir wissen zwar nicht, woher Fink die Dissen vom Dorf kennt, doch sein von dort auf den Platz übertragenes Selbstbewusstsein ist zweifelsfrei richtig. Auch davon abgeleitet der Wunsch nach dominanter Spielweise. Zu arbeiten ist an den Mitteln. Angefangen bei der taktischen Ordnung, denn das praktizierte 4-2-2-2 wäre meiner Meinung nach in ein heute klassisches 4-2-3-1 zu verändern, um so schon von der Anordnung her die offene Mitte zu schließen. Im 4-2-2-2 waren bei Fink zwei Stürmer gesetzt, Petric und Guerrero, Berg als Backup, sowie aus Jarolim, Rincon, Kacar und Tesche zwei Sechser. Alle anderen, offensiven oder spielstarken, mussten dann zwangsläufig die Außenpositionen einnehmen, auch wenn dort nicht zuhause und einfach spielerisch eingeengt.

Zum Beispiel Töre. Er wurde für seine Defensivschwächen auf außen kritisiert. Was richtig war, denn schafft er es nicht, dort Flanken zu verhindern, kann es gefährlich werden. Offensiv bringt er allerdings außergewöhnliche Fähigkeiten mit, daher wäre er mein Favorit auf der Zehn mit zwei Sechsern im Rücken. Auch Guerrero wäre dort besser aufgehoben mit seiner Ballsicherheit und der Fähigkeit, auch aus der zweiten Reihe zu treffen, anstatt sich im Sturmzentrum aufzureiben.

Zum Beispiel Sala. Den halte ich für ein ebenso großes Talent wie Töre. Er kann den Ball halten, er kann das Spiel schnell machen, bringt zudem Robustheit im Zweikampf mit. Für mich die richtige Besetzung auf der Sechs neben dem erfahrenen Hund Rincon. Trotzdem sollte hier noch ein weiterer Mann kommen, um die Möglichkeiten zu vergrößern, denn an Kacar, der ohnehin zunächst ausfällt und Tesche glaube ich nicht mehr.

Zum Beispiel Son. Wie mehrfach erwähnt, sollte dieser wuselige Vollstrecker in der Spitze spielen. Dazu kommt für das Sturmzentrum der Letten-Bomber, Artem Rudnev, für Lech Posen 22 Treffer in 28 Spielen, vier Dreier-Packs. Auch in der EL im Vorjahr, vier Tore in zwei Spielen gegen Juve.

Und auf außen, dahin gehören Außenspieler. Beister, unser nächster Nationalspieler, damit es bei der WM klappt. Oder Jansen, Ilicevic und Diekmeier. Letzteren sehe ich eher dort als klassischen rechten Läufer und nicht als Verteidiger, da Bruma dort zuletzt die bessere Figur abgab.

Überzeugt bin ich, dass die Abwehr besser aussehen wird, wenn die Struktur im Spiel klarer, und vor allem die Mitte geschlossen wird. Arbeiten am Finkschen Siegeswillen, besseres Verhalten bei Standards, offensiv und defensiv, dann bin ich nicht bange und die Hoffnung wieder grenzenlos.

Und Dirk Kuyt? Das sehe ich eher kritisch. Er wird 32. Wie lange könnte er helfen? Ein Jahr, zwei Jahre? Traue ich ihm zu. Doch andererseits müsste man sich wieder verbiegen, sein Gehalt zu bezahlen, zudem würde er durch seine Präsenz womöglich die Entwicklung des einen oder anderen jungen etwas behindern. Er wäre eigentlich ein typischer Wintereinkauf, um in einer Notsituation das Ruder noch herumreißen zu können, nicht, um eine Mannschaft wachsen zu lassen und zu entwickeln.

Wie auch immer, es bleibt spannend.
So, das wars.

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