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Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Es geht schon weiter, Englische Woche. Während also der BVB am Mittwoch einen großen Schritt Richtung Titelverteidigung machen wird, gilt es festzuhalten, dass der HSV und der Club eine Gemeinsamkeit verbindet. Beide konnten bisher in Hoffenheim nicht gewinnen.

Im letzten Jahr holte der HSV ein müdes 0:0, die Ergebnisse der beiden Jahre zuvor habe ich vergessen. Also ein weißes Blatt, kein Rückblick auf einen Sieg. Höchste Zeit, dieses zu ändern. Der Club könnte, wenn nötig, am vorletzten Spieltag nachziehen.

Warum gewinnen wir? Wir sind auswärtsstark. Würde nur die Auswärtsbilanz zählen, wären wir schon fast sicher für die Europa-League qualifiziert und hätten sogar noch gute Chancen für den direkten Weg in die Champions League. Und wir haben bereits mehr Auswärtspunkte gesammelt als Hoffenheim zuhause, die zuletzt im Oktober in der eigenen Arena gewannen und von den letzten neun Heimpartien achtmal Remis spielten, davon sechsmal 1:1, und einmal verloren.

Zwar würde für den Klassenerhalt ein Punkt reichen vor dem leichten Heimspiel gegen Hannover 96 am nächsten Samstag, doch mit dem Engagement der letzten beiden Spiele wird es am Mittwoch zum Sieg reichen.
gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004
dieser thread erinnert mich an den volksempfänger manchmal!
Redondo7 1 Offline
Dabei seit: 01.09.2011
Berichte wie aus der Wochenschau Anfang 1945...

Das Spiel HSV - Leverkusen war das mäßige Spiel zweier völlig verunsicherter Mannschaften. Klar, der HSV mit viel Ballbesitz, augenscheinlich spielbestimmend, aber fußballerisch schwach. Leverkusen mit den besseren Torchancen, aber viel zu fehlerhaft im Spielaufbau, vor allem beim Versuch, schnell umzuschalten. Mannschaften, die dies besser beherrschen, hätten den HSV geschlagen.

So bleibt es bis zum letzten Spieltag eine Zittersaison für den DINO.
currygoi Offline
Dabei seit: 10.06.2011
Ich sag ma: Das hier ist der Star-Thread! Das Highlight im 11F-Forum.
Großes Lob an den Genossen Ivanow
bsg Offline
Dabei seit: 18.11.2010
Beim 0:3 sah die Hamburger Abwehr so aus, wie bei der Bude von Lewandowski zum Rückrundenstart - schön zugeschaut, wie fein Fußball sein kann.
Haensgen vom Deich Offline
Dabei seit: 17.06.2006
Bei der ganzen Aufregung um den Mega-Super-Giganten-Todes-Gipfel sei doch bitte auch die Leistung des HSV nicht zu vergessen. Habt ihr ein Schwein, dass mit Lautern und Hertha noch größere Blindgänger durch die Liga tingeln.
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
aber das kennt ihr doch!
Haensgen vom Deich Offline
Dabei seit: 17.06.2006
Was jetzt genau?
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
überleben, weil andere NOCH schwächer sind.

und, ich orakel mal, die jetzige bremer verfassung nebst personal is ein gewisser fingerzeig für die nächste saison...
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
äh, also gewisse parallelen zum HSV in dieser spielzeit
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
ich sach am so, Werder hat jetzt wieder das Niveau der letzten Saison, der HSV konnte seines nicht halten.

Aber beide Vereine kommen aus völlig unterschiedlichen Situationen, Werder trotz allem im inneren stabil als Verein, der HSV versucht seit Jahren erfolglos und manchmal peinlich anzusehend einen Neuanfang.
noorange Offline
Dabei seit: 12.04.2006
Werder kauft jetzt die Stürmer von Kaiserslautern und mischt dann wieder vorne mit, ist doch klar!
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
Heute 13:11:31 von alterzabo

ich sach am so, Werder hat jetzt wieder das Niveau der letzten Saison, der HSV konnte seines nicht halten.

sehe ich anderst. werder kann ziemlich froh sein, das ihnen pizarro zum jetzigen zeitpunkt schon so viele punkte beschert hat, sonst wären sie jetzt - in einer, wie ich finde, gegenüber der letzten saison noch schlechteren verfassung - ziemlich dick drin im abstiegskampf.
das der HSV das ohnehin nicht schon grade hohe niveau der letzten saison nicht halten kann kommt auch nich überraschend, nä. viele neu recht unerfahrene spieler neben leute gepackt, die ein schwaches jahr hinter sich haben. das und die tatsache, das schlechte saisons ihren ursprung oftmals in der vorsaison haben, führt eben zu dem, wat wir jetzt haben.
wir werden sehen, wie es werder nächstes jahr ergeht. ein schweres jahr käme meiner meinung nach nicht überraschend.

Aber beide Vereine kommen aus völlig unterschiedlichen Situationen, Werder trotz allem im inneren stabil als Verein, der HSV versucht seit Jahren erfolglos und manchmal peinlich anzusehend einen Neuanfang.

jut, aber was schall? im übrigen ist es beim HSV gemessen an der situation und abgesehen vom überfälligen trainerwechsel damals bemerkenswert ruhig.
alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010
im übrigen ist es beim HSV gemessen an der situation und abgesehen vom überfälligen trainerwechsel damals bemerkenswert ruhig.

gerade darüber wundere ich mich tatsächlich.
Ist das die Haltung, daß der Trainer, die Mannschaft, der Sportdirektor und der Präsident getauscht wurden und alles nicht besser wurde und man nun mit dem Latein am Ende ist?
Oder erleben wir gerade nur die Vortsunamiruhe?
Spätestens seit der Vorstellung gestern muß es auch dem optimitischsten HSVer klar gewoeden sein, daß die 2.Liga so nahe ist wie selten zuvor.
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
tocktocktock! zabo, hallo! ich sach doch, das alles kommt nicht überraschend, auch innerhalb des clubs und des umfelds nicht. man hat sich ganz bewusst - sicher auch unter gewissen zwängen - vor der saison für einen ziemlich radikalen umbruch entschieden und den allermeisten war klar, was das bedeuten kann. und ebenso klar war und ist, das das dingen so auch durchgezogen werden muss.
Redondo7 1 Offline
Dabei seit: 01.09.2011
Ich nehme um mich herum nur Resignation wahr, aber auch den Glauben, dass es drei Mannschaften gibt, die noch schlechter sind.
Solange die Trümmerhaufen aus Berlin und Köln keinen Druck auf den HSV aufbauen, kann er ja noch gelassen bleiben; gilt auch für das Umfeld. Anders könnte es aussehen, wenn - wie auch immer das geschehen soll - Köln oder Hertha dreifach punkten sollten.

Für Bremen könnte die nächste Saison wirklich schwer werden, denn der Bremer Kader in der aktuellen Form und Zusammenstellung bringt alle Voraussetzungen mit, die ein Abstiegskandidat erfüllen sollte. Und ich stimme Hotte zu, hätte Pizarro nicht schon den Klassenerhalt in der Hinrunde klar gemacht, wäre Werder jetzt unterhalb von Mainz und Nürnberg anzutreffen.
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
das mag stimmen und ist auch kein wunder. denn es ist natürlich resignierend, wenn man bei allem wissen um ein schweres jahr feststellen muss, das offenbar große teile der mannschaft nicht wissen, was die stunde geschlagen hat bzw. viel zu voreilig in den phlegma-modus schaltet.
das zeigt, das der umbruch noch lange nicht abgeschlossen is und der kader dringend weiter ausgemistet werden muss. auch wenn das eine weitere saison am abgrund bedeutet.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Jo. Manchmal fehlen einem dann doch die Worte. Während also wie erwartet der BVB Richtung Meisterschaft marschiert, nach einem leistungsgerechten Sieg in einem würdigen Spitzenspiel, war es nur unwürdig, was die HSV-Akteure gestern ablieferten. Gemessen daran, dass wir längst in die entscheidende Phase eingebogen sind, der Tiefpunkt der Saison.

Damit ist jeder weitere Kommentar zum Spiel überflüssig. Das heißt, nein, eines. Aus Trainer-Sicht. Da steht ein Mladen Petric nach einer unterdurchschnittlichen Hinrunde und einer ganz schwachen Rückrunde Woche für Woche in der Startelf und wird meistens nur mit durchgeschleppt. Und macht dann gegen Leverkusen das erste ansprechende Spiel seit langem, trifft sogar. Dass es ein Elfmeter war, ist für einen Stürmer egal. Und ausgerechnet danach wird er auf die Bank gesetzt. Mit dem Hinweis, dass er gegen Hannover wieder spielen wird. Ein Stürmer, der seine Torflaute beendet und offensichtlich Auftrieb bekommt, der muss in einer solchen Situation wieder spielen. Man kann ihn zur Schonung auch nach sechzig Minuten auswechseln. Und was ist es für eine Situation für Tolgay Arslan. Das heißt, du kannst spielen, wie du willst, nächstes Mal bist du sowieso wieder auf der Bank. Falsche Signale zur Unzeit. Ok, hätte an der Niederlage wohl nichts geändert und ich meckere jetzt nicht über Fink. Wir brauchen die letzten Spiele jeden Mann, auch den Coach. Zwölf Punkte sind noch vakant.

Heute 14:46:20 von Hotte80
das mag stimmen und ist auch kein wunder. denn es ist natürlich resignierend, wenn man bei allem wissen um ein schweres jahr feststellen muss, das offenbar große teile der mannschaft nicht wissen, was die stunde geschlagen hat bzw. viel zu voreilig in den phlegma-modus schaltet.
das zeigt, das der umbruch noch lange nicht abgeschlossen is und der kader dringend weiter ausgemistet werden muss. auch wenn das eine weitere saison am abgrund bedeutet.

Richtig. Wobei es, vielleicht auch gerade weil der Kader in Teilen noch mal angepasst werden sollte und hoffentlich wird, nicht zwingend wieder am Abgrund enden muss.
Es wird aber zwangsläufig unruhig werden, wenn das neue Jahr mit Spielen wie gestern starten wird. Denn Fink wird mit der Hypothek in die Saison gehen, bisher, trotz einer Spielidee, die Mannschaft nicht genügend entwickelt zu haben. Die nächste Hinserie wird auch seine Bewährungsprobe. Trotzdem bleibe ich optimistisch und habe Vertrauen in Arnesen, den Kader unter den vorgegebenen Möglichkeiten zu verbessern und auch in Fink, trotz mancher Kritik, das Team wieder nach oben zu führen.

10.04.2012 09:50:48 von gelsenkirchen
dieser thread erinnert mich an den volksempfänger manchmal!
10.04.2012 11:32:38 von Redondo7 1
Berichte wie aus der Wochenschau Anfang 1945...

Mit deiner Betonung auf Anfang. Offensichtlich möchte das Team die Entscheidungsschlacht am letzten Spieltag in Augsburg. Aber Danke für das Stichwort. Das bietet uns doch etwas für das (http://www.youtube.com/watch?v=DprZpUNJe5kGemüt) . Auch bezüglich unseres nächsten Gegners aus Hannover ist eine (http://www.youtube.com/watch?v=heIym8d8oXgPerle) verewigt.

Was Jörg Schmadtke und Mirko Slomka in Hannover haben entstehen lassen, nötigt indes großen Respekt ab. Auch bezüglich der Verpflichtung von Stürmern, ob nun Ya Konan, Abdellaoue oder Diouf, da dürfte manch anderer gerne dort in die Lehre gehen.

Lange Zeit waren sie eher in der zweiten Liga zuhause, nach dem Abstieg `76 spielten sie bis zum letzten Aufstieg `02 nur drei Jahre erstklassig, `96 bis ´98 sogar nur drittklassig. Eine denkwürdige Erstligasaison bestritten sie 85/86, als sie vier Trainer verschlissen, 92 Gegentore kassierten und in der Rückrunde nur vier Punkte holten.

Werner Biskup hatte eine junge Mannschaft im Vorjahr überraschend in die Bundesliga geführt, stand nach einem 3:1 in Frankfurt am 15. Spieltag auf Platz 14, wurde aber Opfer seiner Alkoholprobleme und entlassen, weil er beim letzten Spiel offenbar zum wiederholten Mal betrunken auf der Bank saß. Interimsweise übernahm der Ersatzkeeper und Manager das Team, die ehemalige Torwart-Legende Jürgen Rynio.

Über Rynio ist bereits fast alles (http://www.11freunde.de/bundesligen/144606gesagt) , die fünf Bundesliga-Abstiege, auch, dass er in jener Saison noch einmal ins Tor zurückkehrte, nachdem Jörg Berger übernahm. Genau die beiden Spiele, die bis heute Rekord bedeuten, höchste Heimniederlage, 0:5 gegen Bayern, und höchste Auswärtsniederlage, 0:7 in Stuttgart mit den drei Nushöhr-Elfmeter-Gegentoren. Negativ-Rekorde. Mag es an seiner Herkunft liegen? Vielleicht, born in Gelsenkirchen. Dabei war er ein guter Torhüter, verdrängte nach seinem ersten Abstieg mit dem KSC und dem Wechsel zum Club dort den Meister-Keeper Roland Wabra, stand zweimal im Nationalmannschaftskader, verpasste dann aber doch die WM 70, nachdem Helmut Schön hinter Sepp Maier den damaligen Braunschweiger Horst Wolter und den Kölner Manfred Manglitz vorzog. Jenen Horst Wolter, der in seinem letzten Bundesligaspiel ´76 für Hertha beim 4:7 gegen die Bayern fünf Gerd-Müller-Tore kassierte und damit Jürgen Rynio einen Negativ-Rekord noch abnahm, nämlich die meisten Müller-Tore kassiert zu haben, 20 an der Zahl, Rynio steht bei 15.

Nun gut, Berger durfte nur fünf Spiele auf der Bank sitzen, weil er sie allesamt verlor, sodass bis zum Ende der Saison dann der ehemalige Osnabrücker Helmut Kalthoff übernahm, der jedoch am Abstieg nichts mehr ändern konnte.

Weit entfernt war der Abstieg noch, als die 96er in jener Saison am 28.09.85 den Weg in den Volkspark antraten.

9.Spieltag 85/86
HSV - Hannover 96 3:0

HSV: Stein, Kaltz, Plessers, Jakobs (70. Balzis), Kroth, Lux, Rolff, von Heesen, Magath (24. Schröder), McGhee, Gründel, Coach: Ernst Happel

Hannover: Raps, Kuhlmey, Hellberg, Ronge, Fleer, Baier, Thomas, Giesel, Heidenreich, Gue, Schaub, Coach: Werner Biskup

1:0 Schröder (47.), 2:0 McGhee (48.), 3:0 Lux (70.)

Der Schotte Mark McGhee, der ´84 aus Aberdeen geholt wurde, nachdem er unter Alex Ferguson gerade das Double gewonnen hatte und im Vorjahr nach Siegen im Viertelfinale gegen die Bayern, im Halbfinale gegen Thor Waterschei und im Finale gegen Real Madrid den Europacup der Pokalsieger, war einer der Versuche in den 80ern einen bulligen Kopfballspieler als Nachfolger für Horst Hrubesch (134 Tore in 212 Pflichtspielen) zu etablieren. Er scheiterte nach insgesamt 30 Bundesligaspielen mit sieben Treffern ebenso wie zuvor Dieter Schatzschneider (31/15) oder die jungen Ralf Balzis (85-87, 30/9), Frank Schmöller (85-87, 29/4), Manfred Kastl (86-88, 37/17), Lothar Dittmer (86-88, 31/5), schließlich Andreas Merkle (88-90, 33/2) und Oliver Bierhoff (88-90, 34/6).

Bester HSV-Spieler in jener Saison neben Uli Stein und Ditmar Jakobs war der beste Torschütze mit elf Treffern, Heinz Gründel, der im Frühjahr 86 bei den Siegen in Italien, gegen Brasilien und Holland drei Länderspiele bestritt. Warum er jedoch nicht mit nach Mexico durfte, das weiß nur der ehemalige Suppenkasper. Hätten wir eigentlich das Finale mit Uli Stein im Tor gewonnen, Franz?

Einen Hrubesch als Mittelstürmer, wir hätten keine akuten Abstiegssorgen. Hrubesch als Coach, auch nicht. Tja, der Tiefpunkt war das Hoffenheim-Spiel, also geht es jetzt wieder aufwärts.
currygoi Offline
Dabei seit: 10.06.2011
Stelle fest, dass ich anscheinend nicht der einzige bin, der Werder fest in den Abstiegskampf 12/13 kommen sieht.

Wieso eigentlich? Eine Frage die ich mir schon lange bezüglich Bremen stelle. Wieso hat Werder eigentlich nicht "die finanziellen Möglichkeiten" um größere Transfers zu tätigen (die momentan so nötig wären wie nie zuvor)?

Jahrelang CL, glückliches Händchen bei Transfer (billig kaufen, teuer verkaufen), immer volle Hütte, recht große Fanbasis...
Wieso haben die denn jetzt, wo das Händchen seit ein- zwei Jahren nicht so glücklich ist, keine Knete auf der hohen Kante?

(Ich weiß, hier gehts eigentlich um den HSV. Aber den Erzrivalen darf man ja wohl mal kurz ansprechen)
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
Bester HSV-Spieler in jener Saison neben Uli Stein und Ditmar Jakobs war der beste Torschütze mit elf Treffern, Heinz Gründel, der im Frühjahr 86 bei den Siegen in Italien, gegen Brasilien und Holland drei Länderspiele bestritt. Warum er jedoch nicht mit nach Mexico durfte, das weiß nur der ehemalige Suppenkasper. Hätten wir eigentlich das Finale mit Uli Stein im Tor gewonnen, Franz?

mein reden seit der wochenschau! sowohl in bezug auf Stein als auch Gründel.
Heinz Gründel!!! *schmacht*
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
solider und seriöser umgang mit den finanzen gehört zur werder-politik und das ist absolut lobenswert.
zur vereinspolitik gehört aber auch das gebetsmühlenartige runterbeten der eigenen möglichkeiten. das ist letztlich nichts anderes als, durchaus clevere, marketingstrategie nach dem slogan "beachtlicher erfolg trotzt geringerer möglichkeiten als ein halbes dutzend anderer vereine". das ist längst unsinn, hat aber erfolg in punkto sympathiewerte u.ä.
Stinkbaer Offline
Dabei seit: 04.08.2004
Ich stelle fest, dass hier selbstverständlich von weiteren Umbrüchen in der Mannschaft gesprochen wird, vielleicht von einer neuerlichen Saison am Abgrund, oder einer schweren Hinrunde. Nur in welcher Liga sagt hier keiner. Wenn sich der HSV auf den "Endkampf" in Augsburg verlässt, kann es da durchaus ein böses Erwachen geben. Die spielen nämlich zur Zeit wesentlich besser als der HSV. Der kann hoffen, dass Augsburg bis dahin schon gerettet ist und nicht mehr mit dem Biss ins Spiel geht wie momentan. Ansonsten halte ich es durchaus für möglich, dass es einen irrsinnigen Umbruch im HSV-Kader geben wird. Da hat doch wahrscheinlich keiner einen Vertrag für die, bleiben wir im Wochenschaujargon, Stahlbadliga.
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
selbstverständlich gehe ich davon aus, das frau suhrbier und köln uns den gefallen tun und bis zum schluss schwächer bleiben

und:
Der kann hoffen, dass Augsburg bis dahin schon gerettet ist und nicht mehr mit dem Biss ins Spiel geht wie momentan

ersetze Augsburg durch Nürnberg, 32. spieltag. nä, stinki?

ansonsten gibt das restprogramm insgesamt hoffnung, das der HSV mit ein, zwei pünktchen vorn bleibt.
currygoi Offline
Dabei seit: 10.06.2011
Ich glaube auch nicht das Augsburg - HSV ein Abstiegsfinale, quasi Gigantchenduell wird, da sich der HSV da meiner Meinung nach schon abgesetzt hat.

Zu Werder:
Korrekt, Hotte. Denke du bringst es auf den Punkt.
Jedoch muss man jetztmal umdenken beim SV Werder Bremen, dem Fußballphänomen. Sonst krebst man die nächsten Jahre solide, seriös und sympathisch um Platz 13 herum.
Trifon Ivanow Offline
Dabei seit: 22.07.2009
Der Tiefpunkt hielt Wort, denn er war es in der Tat. Und mit dem Spiel heute haben wir uns gleich um einige Stufen davon entfernt.

Von der kolportierten Resignation war nichts zu spüren. Das Team, die Fans, das Stadion, der ganze HSV stellte sich der Situation wie ein Mann, alle zogen an einem Strang. Das war beeindruckend, meisterlich, um nicht zu sagen, weltmeisterlich.

Es war das beste Heimspiel seit der ersten halben Stunde gegen die Bayern vor einigen Monaten, mit Biss und Leidenschaft wurde nach vorne gespielt, und das von der ersten Minute an. Und selbst als man im Verlauf etwas zurückstecken musste, weil das Tempo nicht neunzig Minuten durchzuhalten war, konnte man das Spiel stets beherrschen, da der Wille nie nachließ. Wie lange haben wir auf ein solches Heimspiel gewartet. Es bleibt nur eine Frage: Warum nicht immer so?

Und ich hatte schon nicht mehr damit gerechnet, dass unser Heung Min Son in die Startelf rückt, und dies nicht auf einer Außenposition. Er wirkte vorne wie von der Leine gelassen, losgelöst vom Zwang auf außen die aufrückenden Verteidiger abzusichern, was nun mal nicht sein Spiel ist. Er war ein wesentlicher Faktor, mit seiner wuseligen Dynamik übte er ständig Druck auf die 96-Abwehr aus. Und das Tor, diesen Ball hat er ins Netz gewollt. Genauso hatte ich ihn mir immer gewünscht, nun bekam er die Möglichkeit, unser 19-jähriger Vollblutstürmer.

Was bedeutet jetzt dieses Spiel? Es wirkte wie ein Neuanfang am Ende der Saison. Hierauf jetzt aufbauen, die letzten drei Spiele in gleicher Art und Weise angehen und im Bewusstsein dessen, was wir sind, vernünftig die neue Saison vorbereiten. Was sind wir? Hannover schlug in dieser Saison den BVB und die Bayern. Nix zweite Liga, wir sind der Gigantenbesiegerbesieger.
Mister_Pink Offline
Dabei seit: 15.06.2011
Vollkommen richtig. Nächstes Jahr wenn alle fit sind sind die Plätze 5-7 anzuvisieren. Wenn nicht, kein Beinbruch, jedoch sehe ich weder Bremen noch Gladbach (nächste Saison) gar Hoffenheim deutlich vorne.
Wenn grade letztgenannter Europacup als realistisches Ziel ausrufen darf, warum nicht der HSV?

Freue mich schon auf die fitten Töre, Ilicevic und Son.
Dazu ein talentierter Torwart und ein einigermaßen bezahlbarer Innenverteidiger mittleren Alters mit Potential.

Stinkstiefen wie Petric, Guerrerro raus. Dann sollte auch Platz für diese Investitionen sein.

Dazu wird Fink Lösungen finden (müssen) seine Mannschaft besser ins Spiel kommen zu lassen. Die frühen Gegentore waren Gift für schnelles, von Fink angestrebtes Umschaltspiel wie von Basel im Europacup phasenweise zelebriert.

Arnesen/ Fink könnte auf Jahre hinaus passen. Nach der turbulenten und finaziell wie atmosphärisch katastrophalen Hoffmann-Alleinherrschaft *, beschleicht mich zum ersten mal seit Beiersdorfer Zeiten wieder so etwas wie Vertrauen in den Verein.

* Eine zeitspanne die rational betrtachtet eigentlich nie so richtig unerfolgreich war jedoch den Absturz, der sich in dieser Saison als Tiefpunkt ausdrückt immer am Horizont erahnen ließ.
Eigenartig, HSV-Fans wissen was ich meine.
wojcicki Offline
Dabei seit: 24.12.2006
Nicht eigenartig: Nicht-HSV-Fans wissen nicht, was du meinst!
Ihr seid schon ein echt komischer Mob: Die Birne noch auffem Richtblock festgezurrt, aber immer schön ans Bumsen denken ...
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
bumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsen

issdenpuddingissdenpuddingissdenpudding...

nee, klappt nich.

bumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsenbumsen...
Redondo7 1 Offline
Dabei seit: 01.09.2011
Ein nicht enttäuschender Sieg gegen entkräftete Hannoveraner und schon singen sie wieder:

WER WIRD DEUTSCHER MEISTER? HA-HA-HA-ESS-VAU!

Neuanfang zum Ende der Saison...Also, trifon, das ist mal echt übertrieben!
Hotte80 Offline
Dabei seit: 11.07.2007
gerade dir als schalker dürfte voreilige euphorie bekannt vorkommen...
und meine güte, der alte gassenhauer is teil der folklore, das sollte jedem klar sein. schon merkwürdig, das selbstverständliche freude über einen wichtigen sieg - die im eigenen lager auch aufkommen würde - schon wieder negativ ausgelegt wird.
und so übertrieben ist trifons these übrigens nicht. die grundlage für eine beschissene oder eben vernünftige saison - wie immer man das auslegt, liegt ja an der zielsetzung - wird ja nicht selten gerade in der schlussphase der vorsaison gelegt. nech.

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