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Fanzine Böckschen Nr.11 out now!!!
Böckschen Offline
Dabei seit: 11.10.2006
Nabend allerseits,
zu unserem glorreichen Spiel gegen den MSV Duisburg gestern erschien bereits
unsere elfte Ausgabe des Fanzines "Böckschen"!
Schwerpunkte diesesmal:
- sämtliche Spiele der Profis u Amas
- 5 Seiten DAUM
- Interview mit Winfried Schäfer und Stefan Schwellenbach von der U23
- große Fanumfrage
- Fansenzenbericht über Tornados Rapid (Rapid Wien / Österreich)
...und vieles mehr!
Für 1,50 EUR im Stadion (Offenbach) oder gegen einen Zuschlag von 0,85 Eur
Porto bequem nach Hause.
Anbei noch ein paar Leseproben, ihr müsst die Katze ja nicht im Sack kaufen!
:-)
Erstes Training unter Christoph Daum: 27.11.2006
Messianische Ankunft
Köln. Der Applaus war zunächst verhalten. Schnell kehrte Ruhe ein, nachdem
Spieler und Trainer den Rasen im Kölner Fußballstadion betraten. Da stand
er also - leibhaftig im Trainingsdress und mit dem Geißbock auf der Brust:
Christoph Daum sprach zunächst zu seinen Akteuren. Die klatschten nach
wenigen Sätzen kollektiv in die Hände. Das Publikum nahm das Klatschen auf
und begann von nun an seinen „verlorenen Sohn“ frenetisch zu feiern.
Nach seiner ersten Begegnung mit dem Gästeblock in Fürth nun also der
Auftritt in Müngersdorf. Es war eine skurrile Trainingsstunde in
Köln-Müngersdorf: Die Spieler drehten ihre Aufwärmrunden, die Massen
klatschten dazu im Takt. Gesänge des Namens von Christoph Daum hallten durch
das Stadion. Die Spieler absolvierten ihr Workout vor ebenso großer Kulisse,
wie am Vortag das Meisterschaftsspiel in Fürth und erfuhren, wie verrückt
die Fußballwelt in Köln sein kann – wenn man sie nur lässt.
Christoph Daum widmete sich während der Einheit ausschließlich dem Publikum
und schritt eine Stunde die Balustrade an der Nord und Osttribüne ab,
schrieb Autogramme, schüttelte Hände und genoss – umringt von Fotografen
– seinen ersten intensiven Kontakt zum Kölner Publikum im eigenen Stadion.
Während die oberen Reihen ihren Applaus jeweils euphorisch verstärkten,
erlebte er die Liebesbekundungen wahrscheinlich ähnlich wie die Ankunft
eines Heilands: Von allen Seiten fielen ihm Danksagungen und glückliche
Augen entgegen, mehrere Blumensträuße wurden ihm überreicht.
Hinter der Nordtribüne bruzzelten die Schwenkgrille, kölsche Musik drang
aus den aufgebauten Lautsprechern. Währenddessen leitete Co-Trainer Roland
Koch das Aufwärmtraining. Hierbei führte er rhythmische und tänzerische
Übungen auf, die das Publikum dankbar aufnahm. Eine verrückte Situation:
Das Stadion schien Christoph Daum nahezu hypnotisch zu Füßen zu liegen.
Hätte man Bänke vor den Sitzreihen aufgestellt, ein jeder wäre auf die
Knie gefallen. Ricardo Cabanas, Matthias Scherz und Fabrice Ehret bekamen, an
der Seitenauslinie lediglich auf und ab laufend, immer wieder großen
Applaus, sobald sie in die Nähe des Publikums kamen. Das Publikum bejubelte
im anschließenden Trainingsspiel jedes Tor, rief ein langgezogenes
„Cuuulli“, wenn Carsten Cullmann am Ball war – bevor Scherz und Cabanas
wieder in ihre Nähe kamen.
Das Auslaufen geriet zur Ehrenrunde: Applaus wo immer die Spieler liefen.
Christoph Daum hatte nun auch die Bande an der Osttribüne geschafft, schritt
in Richtung Mittelkreis und klatschte noch mal in die Hände: 8000 Menschen
taten es ihm gleich, verabschiedeten ihn, und hinterlassen das Gefühl, dass
der Achtplatzierte der 2. Bundesliga derzeit das bekommt, wonach er so lange
geschmachtet hat.
Eine triumphale Übungsstunde. Die Besucher fühlten ihre ganz persönliche,
tiefe Freude, zeigten es entsprechend nach außen, so dass ein jeder, der dem
FC nicht nahe steht, wohl nur mit dem Kopf geschüttelt haben dürfte.
Begeisterung und Größenwahn - Christoph Daum befriedigt alle diese im
Verborgenen liegenden Bedürfnisse perfekt.
22.10.2006, 14:30 Uhr Ortszeit (6:30 MESZ),
Shanghai Yuansheng Stadium
Shanghai United F.C. - Tianjin Taida 3:0
ca. 300 Zuschauer, ca. 25 Gäste.
Rechtzeitig zum letzten Spieltag der Chinesischen Fussballiga CSL (Chinese
Super League) in Shanghai eingetroffen, musste ich feststellen, dass der
bekanntere Shanghaier Verein namens Shenhua, bei dem ein gewisser Carsten
Jancker spielt, ein Auswärtsspiel hatte. Zu meinem Glück gibt es im
Schatten von Shenhua einen weiteren Verein, den Shanghai United F.C. Dieser
Klub spielt erst seit 2005 in Shanghai, allerdings wurde er auch erst 2003
gegründet.
Spielstätte ist ein 16.000er Ground auf der modernen Seite Shanghais, im
aufstrebenden Bezirk Pudong. Zufälligerweise ganz in Gehweite von meiner
Wohnung. Deshalb war der erste Shanghaier Suff am Vorabend auch nicht weiter
gravierend, sodass wir uns um halb eins gemütlich auf den Weg machten und
bald
darauf am Yuansheng Stadion ankamen. Draussen lümmelten ein paar
chinesische
Polizisten herum und einige dubiose Leute wollten uns Tickets andrehen. Aber
als braver Bürger kauft man in China am Kassenhäuschen und bezahlt die 6
Euro für den Platz auf der Haupttribüne. Da noch etwas Zeit war, stärkten
wir uns gegenüber noch mit einer Portion Spaghetti, ehe es zeitig ins weite
Rund ging.[...
boeckschen@freenet.de
Böckschen Offline
Dabei seit: 11.10.2006
hab mich in der rubrik vertan, bitte löschen!!!

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