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linksfuss05 Offline
Dabei seit: 01.03.2011

Und nebebei: Warum lässt Löw nie gegen Spanien testen?

DAS würde ich auch mal gerne wissen. Von mir aus gerne 2x jährlich. Mindestens.

Memphiz Offline
Dabei seit: 05.12.2012

also ein Zeitplanproblem sehe ich nicht. Die kleinen Nationen könnten ja durchaus schon in den 3/4 Monaten vor oder während der aktuellen WM/EM ihre Runde auskicken...

Aber ganz davon abgesehen hält der Freitag durchaus interessante Spiele bereit, auch wenn Holland/Spanien/England und D gegen Nulpen antreten. Serbien - Kroatien, Tschechien - Dänemark, Polen - Ukraine, Schottland - Wales, Schweden - Irland.... find ich jetzt nicht verkehrt.

UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004

@ Linksfuß: Du wirst doch wohl nicht etwa mich mit dem zarten Pflänzchen gemeint haben...Wär natürlich schön für die Legendenbildung: Vom Rhinozereufi endgültig aus dem Forum getrampelt.

@ Giselher: Danke für den klugen Link. Allerdings ist der leider nicht so klug wie Du, oder ist es umgekehrt? Beachte die Unterschrift des zweiten Bildes, Punkt 9 2. Alt.

@ Topic: Da ich nun weiß, dass man Wikipedia nicht trauen kann, ist es allerdings auch nicht mehr so einfach, die Frage nach der geographischen Einordnung zu beantworten. Laut Wiki ist z.B. Aserbaidschan komplett asiatisch. Georgien auch.

Andererseits tut das Israel ebenfalls, Australien hingegen nicht. Es gibt also auch andere Kriterien. Auf Israel als politischen Sonderfall braucht mal wohl nicht einzugehen, bei den sovietischen Ex-Republiken nehme ich an, dass ihnen die Möglichkeit einer gewissen Kontinuität eingeräumt werden sollte. Der aserbaidschanische, georgische, kasachische fußball war nun mal zu UdSSR-Zeiten der UEFA unterstellt, da tut man sich anschließend nicht so leicht, die Familienmitglieder wieder rauszuschmeißen. Zumal die Situation Win-Win versprochen hat, für die UEFA mehr sportpolitischer Einflusss innerhalb des Weltfußballs, und für die Verbände der Anschluss an den attraktivsten und reichsten Fußballmarkt der Welt.

Okay, reines Win-Win war es dann am Ende natürlich doch nicht. Aber an Eufi hat natürlich mal wieder keiner gedacht. Die Schweine!

Fix Offline
Dabei seit: 16.07.2010

Der aserbaidschanische, georgische, kasachische fußball war nun mal zu UdSSR-Zeiten der UEFA unterstellt, da tut man sich anschließend nicht so leicht, die Familienmitglieder wieder rauszuschmeißen.

Hat Kasachstan & andere Ex-Soviets lang gebraucht um eine eigene N11 im Fußball aufzustellen. und waren dieser wirklich nach 1990 ständig der europäischen Quali zugeordnet?

Fix Offline
Dabei seit: 16.07.2010

ah, hier: Kasachstan war 1992-2002 Mitglied des AFC, wechselte danach in die UEFA.

Warum sind sie gewechselt?

Fix Offline
Dabei seit: 16.07.2010

Doch wie kam es dazu, dass Länder wie Armenien, Georgien und Aserbaidschan, die geographisch gesehen in Vorderasien (südlich des Kaukasus) liegen, ja sogar Israel und Kasachstan, das weit nach Asien hineinreicht, heute zu Fußball-Europa gehören?[120]

In den frühen 90er Jahren soll die UEFA den Willen gehabt haben, die neuen aus der Zersplitterung der ehemaligen UdSSR hervorgegangenen Mitgliedsverbände zu unterstützen. Dies wurde mit der Osteuropa-Hilfstelle (OHS) konkretisiert, die diesen neuen Fußballverbänden finanzielle, technische und organisatorische Hilfe zukommen ließ.[121] Auf diesem Wege konnten Estland, Lettland, Litauen, die Ukraine, Weißrussland, Moldawien sowie die knapp hinter der Grenze zu Europa (der Kaukasus) in Asien gelegenen Länder Armenien, Georgien und Aserbaidschan der UEFA beitreten.[119]

Es stellt sich an diesem Punkt die Frage, woher dieser Wille der UEFA gekommen ist und weshalb man auch diese in Asien gelegenen ehemaligen sowjetischen Teilrepubliken zur Aufnahme in Betracht zog. Möglicherweise ist die Erklärung dafür einfach: Es ist das Bestreben der UEFA, Europa im Gesamten zu erfassen. Und diese drei hinter dem Kaukasus gelegenen Länder mögen eine starke Tendenz zu Europa gezeigt haben. Denn die Staaten Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Kirgisistan wurden dagegen von der UEFA schließlich nicht berücksichtigt. Außerdem könnte die UEFA eine andere Grenzziehung zwischen Europa und Asien verwendet haben.

Die Statuten der UEFA besagen diesbezüglich, dass grundsätzlich nur Verbände europäischer Länder, die von der UNO anerkannt und unabhängig sind, Mitglieder der UEFA werden können. Doch in Ausnahmefällen, und mit dem Einverständnis der FIFA, kann ein Landesverband Mitglied der UEFA werden, der geographisch zu einem anderen Kontinent gehört und nicht Mitglied einer anderen Konföderation ist.[122]

Armenien, Georgien und Aserbaidschan sind nach dem Zerfall der UdSSR der UEFA beigetreten, ohne dem asiatischen Kontinentalverband anzugehören. Doch war in deren Falle eine Zustimmung der FIFA erforderlich?


Anders verhielt es sich im Fall Kasachstan. Das Land wurde 1992 unabhängig, und dies warf die Frage auf, welchem kontinentalen Fußballverband man sich anschließen sollte, denn der Staat Kasachstan liegt sowohl am asiatischen wie auch mit dem westlichsten Teil am europäischen Kontinent!
Der Serie "Verband der Woche" im Jubiläumsteil der UEFA-Homepage (im heurigen Jahr 2004) ist zu entnehmen, dass die überwiegende Mehrheit der Fußballspieler, die von einer Pressekampagne und dem Fernsehen unterstützt wurden, den kasachischen Fußballverband drängten, eine offizielle Einladung der UEFA anzunehmen. Diese Einladung sei an alle 15 ehemaligen sowjetisch kontrollierten Staaten verschickt worden! (Damit auch an die übrigen in Asien gelegenen). Doch die Verantwortlichen hätten sich dagegen entschieden und sich (1994 [123]) der AFC angeschlossen.[124]

Aus dem UEFA-Jubiläumsbuch geht hervor, dass alle ehemaligen Sowjetrepubliken einst Teil des UEFA-Mitglieds UdSSR waren und damit unter "UEFA-Protektorat" gestanden seien.[104] Dies ist eine Antwort auf die oben gestellte Frage, weshalb sich die UEFA dieser in Asien gelegenen Länder angenommen hat.

Als Grund für die Entscheidung Kasachstans, sich der AFC anzuschließen, wird angeführt, dass man "alle Verbindungen nach Moskau kappen" habe wollen, was jedoch die Entwicklung des kasachischen Fußballs zerstört haben soll. Denn die ersten Jahre der Unabhängigkeit Kasachstans wurden geprägt von einer instabilen Finanzsituation und einer großen Wirtschaftskrise. Auch der Fußball musste dadurch harte Zeiten durchmachen. Von daher habe man die Entscheidung für die AFC, in der schwächere Mannschaften als in der UEFA spielen, bald als kurzsichtig erkennen können. Im Jahr 2000 seien 98 Prozent der "Fußballgemeinde" des Landes für den Anschluss an die Europäische Fußballunion gewesen.[124]
Im November 2000 und Jänner 2001 sollen die Präsidenten der FIFA und UEFA dem kasachischen Verband empfohlen haben, die AFC zu verlassen. Dadurch genoss Kasachstan die absolute Entscheidungsfreiheit über einen Konföderationenwechsel. Im Juni 2001 beantragte man dann die Freistellung aus der AFC und im Juli 2001 wurde ein Gesuch um Aufnahme in die UEFA eingereicht. Offizielles UEFA-Mitglied wurde Kasachstan schließlich im April 2002, worauf man bei Ligaspielen "unbeschreiblichen Jubel" erleben habe können.[124]
Hauptargument für die Aufnahme in die UEFA sei gewesen, dass ein Teil des kasachischen Territoriums in Europa liegt.[125]

Aus einem Interview von uefa.com mit dem Kapitän der kasachischen Nationalmannschaft, Samat Smakov, geht ein großer Aufschwung des kasachischen Fußballs in Folge dieses Wechsels hervor. Motivierend wirke die Aussicht, im Europapokal zu spielen. Viele Stadien werden auf Vordermann gebracht, um dem europäischen Standard zu entsprechen. Auch an einem Lizenzierungsprogramm werde gearbeitet. Die Anforderungen der UEFA seien hoch, doch alle Spieler würden diese Entwicklung unterstützen. Denn sie seien es leid, in "heruntergekommenen" Stadien zu spielen. Alles wende sich zum Guten.[126]

Diese (allerdings nur am Rande angesprochenen) Hilfestellungen der UEFA sollen als Beispiel ihrer heute weltweiten Initiativen in den verschiedensten Bereichen rund um den Fußball dienen. Außerdem lassen sich in obigem Interview gewisse Parallelen zur EU und deren Aufnahmekriterien für neue Mitglieder erkennen.

http://www.edu.uni-graz.at/~03hoedlh/aussereuropaeische_mitglieder.html

linksfuss05 Offline
Dabei seit: 01.03.2011

Wow! DEN link merk ich mir. Sehr schön! Wieder was gelernt. Danke, Fix. Das Forum lebt!

Ein solcher Beitrag wäre übrigens auch mal was für einen homepage-Artikel, liebe 11freunde. Da hätte es bestimmt noch mehr Leser. (Vielleicht noch nen Querverweis auf eure Perle, das Forum, geschickterweise...)

linksfuss05 Offline
Dabei seit: 01.03.2011

@urmel: Ich würde dich doch nie als Setzling bezeichnen! Aber vielleicht ein neuer Trieb, floral ausgedrückt :-)

Atatenango Offline
Dabei seit: 12.02.2008

Ich hab mich tatsächlich noch nie so genau damit beschäftigt, wo eigentlich die genannten Ex-Sowjet-Republiken sich geopraphisch genau befinden. Jetzt bin ich aufgeklärt und habe da ne eindeutige Meinung zu. Wenn ein Land noch nicht mal zum Teil geographisch zu Europa gehört, dann hat dieses Land auch in der Uefa respektive in der EM-Quali nichts verloren. Was wäre denn jetzt z.B. wenn die Mongolei (nur mal so angenommen) ne ehemalige Sowjet Republik wäre, dann dürften die auch bei der Uefa mitkicken, nur weil sie Ex-Republik sind? Ich mein, im Falle der Mongolei geht's ja viel weiter östlich nicht mehr...aber nur weil so Staaten wie Georgien etwas näher dran sind, kann das doch nicht das Argument sein.

Klar geht's da mal wieder um die Kohle und die Macht der Uefa....aber das ist mir scheißegal, wenn die Länder geographisch nicht zu Europa gehören...weg aus der europäischen Quali...einzige Ausnahme: Israel. Wenn die gegen den Iran oder so in der asiatischen Quali ranmüßten gäbe da bei den Spielen sicherlich derbe Auseinandersetzungen, und dass ist ein Fußballspiel einfach nicht wert!

UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004

@ Ata:

Ich nehme an, im Falle von Kirgisien oder Tadschikistan (um tatsächlich relevante Beispiele zu nehmen) konnte die UEFA ihre Einladung recht risikolos verschicken, ähnlich wäre es bei der Mongolei gewesen. Denn die wirtschaftlichen Vorteile für den dortigen Fußballverband werden mit steigender Entfernung immer kleiner und zudem zunehmend von den Nachteilen aufgefressen. Nicht nur wegen der Reisewege zum Europapokalspiel, auch weil der Wert von Fernsehrechten mit Verlassen der Prime Time immer stärker abnimmt. Allzuviele Peseten hätte das Spanische Fernsehen bestimmt nicht nach Ulan Bator oder Taschkent überwiesen, wenn das Real-Auswärtsspiel dann am Mittwoch um 15:30 spanischer Zeit begonnen hätte.

Ist ja kein Zufall, dass sich die drei am weitesten westlich gelegenen asiatischen Ex-SSRs für die UEFA und alle anderen für Asien entschieden haben. Und wenn der Russe damals bei der Grenzziehung ein bisschen vorausschauend gewesen wäre, dann wäre auch den Kasachen die Rückkehr unters UEFA-Dach verwehrt und uns damit diese Diskussion erspart geblieben.

UrmelAusmEis Offline
Dabei seit: 04.01.2004

PS: Dass ich viele dieser Entscheidungen nicht besonders besonders gut finde, ebensowenig wie den Transfer von Australien nach Asien, ist eine andere Sache. Ich wollte nur erklären, warum welche Verantwortlichen damals welche Angebote gemacht bzw. angenommen haben dürften.

giselher Offline
Dabei seit: 06.10.2009

Wenn die gegen den Iran oder so in der asiatischen Quali ranmüßten gäbe da bei den Spielen sicherlich derbe Auseinandersetzungen, und dass ist ein Fußballspiel einfach nicht wert!

Nicht ganz. Es gäbe überhaupt keine Spiele. Jedenfalls nicht gegen Iran. Dort ist es nämlich gesetzlich und unter Androhung härtester Strafen (und davon verstehen die was!) verboten, mit oder gegen israelische Sportler anzutreten. Das Verbot gilt im übrigen auch für Iraner/Perser, die gar nicht dort leben und Sport betreiben (s.a. >  Wahid Haschemian).

Ergo: Gleiches Ergebnis (Israel in Europa mitmachen lassen) mit leicht veränderter Begründung ...

Atatenango Offline
Dabei seit: 12.02.2008

Ist echt so? Die Iraner haben doch echt ein Lattenschuß oder? Also, ich will da natürlich nicht verallgemeinern, sondern meine die Regierung damit (ich kannte tatsächlich mal einige sehr sehr nette Iraner)...aber das löst echt Kopfschütteln bei mir aus.
@Urmel: ja ist mir schon klar, auch mit Deiner persönlichen Meinung. Allerdings ist es ja schon auch so, dass wenn eine deutsche Mannschaft um Mitternacht in Kasachstan antritt ist das sicherlich auch nicht grad gut für den Wettbewerb, andersrum für die Kasachen, wenn sie in Deutschland spielen sicherlich auch nicht....egal...auf jeden Fall überflüssig solche Spiele!

AbteilungAttacke Offline
Dabei seit: 22.10.2008

@ Urmel

Schön mal wieder einen Beitrag von dir zu lesen!

@ Eu-Quali

Werde mir beide Spiele antun und zwar aus folgendem Grund:

In Erwartungen schönen Fussball mit mehreren Toren zu sehen. Auch wenn das auf dem Papier aussieht wie Klitschko gegen einen Fünfjährigen und die Zeitverschiebung (wie schon "damals" beim 3:0 in der EU-Quali) das größte Problem sein mag, mir scheiß egal, ich habe in der Zeit der Diaspora genug 0:0 oder 1:0-Qualispiel-Gegurke erlebt, da nehm' ich sowas mit Handkuss mit.

Ansonsten gehts einem aber, dass muss man zugeben, im Umfeld (und scheints auch hier im Forum) wie Kack-Poo in How I met your mother, nur dass die Frage lautet: "Wer guckt den Mist am Freitag ?"

@ Vor-Quali

Stand und stehe ich nach wie vor sehr skeptisch gegenüber. Der Artikel deutete es ja auch an. Ginge es gegen Luxenburg, hätte Jogi nix zu mosern gehabt. Und Ata (meine ich) brachte es ja auch ins Spiel. Wer soll dann in die Vorquali? Geht das nach geographischen Gesichtspunkten (X Kilometer von Frankfurt entfernt) oder nach sportlichen? Wenn ja, was sind das für sportliche Gesichtspunkte? Wer legt sie fest? 

Das sich abzeichnende Gerechtigkeitsproblem springt einem ja förmlich in den Nacken.

Auch Urmels Einwand ist nicht unberechtigt. Wer sagt, dass die freie Zeit der Spieler wirklich zur Regeneration genutzt wird und nicht für ein sagen wir Benefizspiel zum 100. Bestehen des amerikanischen Fussballverbandes?

AbteilungAttacke Offline
Dabei seit: 22.10.2008

Tante Edith sagt: WM-Quali latürnich

bataplummy Offline
Dabei seit: 28.10.2010

Alles ist überflüssig was nicht genug Geld generiert! Nicht nur beim Fußball. 

Walter Baseggio Offline
Dabei seit: 15.03.2007

Und mit der Pest = Colera geb ich Dir auch recht. Sollte es also eine Reform der Qualifikation geben, dann dürften natürlich die freigewordenen Termine nicht mit irgendwelchen überflüssigen Freundschaftspielen gefüllt werden, sondern ersatzlos gestrichen werden.

Das wäre ja dann wie im DFB Pokal nach der Aufblähung der CL 1999/2000. Die europäisch qualifizierten Teams spielten erst ab Runde drei mit und hatten zeitgleich zu den Erst-und Zweitrundenspielen attraktive Testspiele gegen ausländische Mannschaften...

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