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»Pyrotechnik legalisieren«-Sprecher Jannis Busse im Interview - »Pyro ist nicht gleich Gewalt«
Flachschupfer Offline
Dabei seit: 19.08.2009
11freunde hatte ja schon im (Spät?-)Sommer über die "Selbstkasteiung" der Pyrotechniker mit dem Ziel einiger Pilotprojekte berichtet. Die obige Behauptung, die Pyrofans hätten sich an die Abmachung gehalten, ist eine glatte Lüge. Auf andere Vereine habe ich nicht geachtet, aber von den Fans des SVW - der mMn. asoziale Teil - kann ich berichten, dass nach dem 1:0 die ersten Fackeln angingen: (http://www.youtube.com/watch?v=ijjUXETS-QQKlick)

Ich gehe aber stumpf davon aus, dass auch in anderen Stadien gezündelt wurde. Meines Erachtens hat der DFB keinerlei Veranlassung, sich an eigene Zusagen zu halten oder aber auch ganz unabhängig von irgendetwas den Pyromanen den kleinen Finger zu reichen.

Sollte jemand den Eindruck gewinnen, ich bin gegen Pyrotechnik - ja, bin ich. Es gehörte nie zur sog. Fußballkultur - jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, regelmäßig Pyro in der Ostkurve gesehen zu haben, als der SVW abstieg. Auch beim Aufstieg ist da "wenig" (=0) gewesen. Und auch, als Siegmann Lienen das Bein aufschlitzte, loderte das Feuer nicht gerade hell. Aus den sporadischen Stadionbesuchen der 90er ist mir das auch nicht erinnerlich, meine aber, das es irgendwann zu EC-Spielen zu der einen oder anderen Begegnung glimmte - ohne das begrüßt zu haben. Ich kann mithin keine kulturelle Begründung für diesen Scheiß erkennen, jedenfalls nicht in der "Kultur", in der ich sozialisiert wurde. Das o.g. "jahrzehntelang" kann ich also auch nur als glatte Lüge bezeichnen.

2. Es ist gefährlich. Nein, auch durch verantwortungsbewusste Personen wird es NICHT ungefährlich. Es handelt sich um eine Massenveranstaltung, bei denen IMMER im UNPASSENDEN Moment etwas passieren kann, ganz unabhängig von Pyro - wieso soll man noch so eine Gefahr zusätzlich in/an den Block stellen?
Interessant, dass er es selbst auch so sieht, die Gefahr aber in Abrede stellt. zumal an Silvester gelegentlioch auch Fluchtmöglichkeiten da sind; das ist im Stadion regelmäßig eher beengter.

4. An Silvester weiß ich, dass ich mit Krach und Bumm zu rechnen habe. Im Stadion will und muss ich das nicht.

4. Was ist mit der Versicherung? Wer trägt Verantwortung? D.h., die Frage ist falsch gestellt - wer ist derjenige, der sich verpisst und am Ende nicht greifbar ist, wenn doch etwas passiert?

5. Wir verbieten Zigaretten und lassen Pyro zu?

6. Vielleicht gehörten die SVW-Fans ja gar nicht zur Initiative. Ist mir egal - dann war die Initiative - oder die Gruppe der "Moderaten" - eben nicht groß genug. Zeigt jedenfalls, dass es IMMER gestörte Gestalten gibt, die aus "Kompromissen" ausscheren/sich gar nicht erst an solchen beteiligen (wollen) und sich einen Dreck um die Interessen anderer kümmern.

7. Stehen Gesetze immer noch dagegen.

8. Ist die Wikipedia-Passage (ich glaube unter "Bengalo") eigentlich richtig, dass die aktuell im Stadion gezündete Pyro häufig aus obskuren Quellen stammt?! Falls ja - ein weiterer Beleg für die organisierte Verantwortungslosigkeit des Pyropacks.

9. Niemand wird wegen Pyo zu Hause bleiben? Doch, und zwar ich. Sollte das in irgendeiner Form kommen, als Pilotprojekt(e) oder gar bundesweit in allen Stadien, dann werden diese Stadien mich nicht mehr als Besucher begrüßen können. Ich werde Stadien, in denen Pyo erlaubt wird, nicht besuchen. Aber wahrscheinlich ist euch das egal.

10. Beim DFB gehe ich tatsächlich von verantwortungsvollem Umgang damit aus - und der Theo kann auch schlecht in der Masse abtauchen.

11. ganz viele andere Argumente aus der Diskussion im Sommer; von mir hier zT. wiederholt.

Ich habe aber auch eine Meinung aus/für die andere Sicht, der ein oder anderen Widersprüchlichkeit bin ich mir bewusst: Ich möchte grundsätzlich nicht, dass Pyro gefördert/entkriminalisiert wird. Der gelegentliche Aufriss darum geht mir aber genauso auf den Sack - ich bin nicht blind und gebe zu, dass es bisher wohl wenig Unfälle gegeben hat (Kenntnisreichere User mögen mich korrigieren). Der Vogel, der das gezündelt hat - den will ich haben; ggf. noch die 8-10 Vögel drumherum, die das gedeckt/unterstützt haben. Blocksperren und Stürmungen müssen m.E. nicht wirklich sein - und wenn man mal einen nicht bekommt, dann ist es auch so. (Ausnahme: Es passiert wirklich etwas ernsthaftes). M.E. haben da die Kontrollen halt vorher versagt; dort müsste angesetzt werden - und an die Stelle gehören auch Stadionverbote; vielleicht auch einfach kurzfristige (für das Spiel, für einen Monat, für die Saison, nur für den Verein des Fans, das tut wohl besonders bei Heimspielen weh, Verlust der Dauerkarte - und zwar der Stammkarte) - wer Pyro dabei hat, wird sich auch zünden (lassen) wollen, dann wird das Hausrecht eben mal nur an dem Spieltag ausgeübt und der Delinquent guckt kurzfristig in der Kneipe - und/oder hört Radio in der Stadionwache. Und das dann auch konsequent umsetzen.

Wer sich auf den Schlips getreten fühlt - gern geschehen.
Karpfenluder Offline
Dabei seit: 10.12.2009
Ohne den Bericht gelesen zu haben: Pyrotechnik hat in einem Fußballstadion nichts, aber auch rein gar nichts zu suchen, Punkt!
Haensgen vom Deich Offline
Dabei seit: 17.06.2006
Was spricht denn bitte gegen die Kombination aus Feuerwerk, Menschenmassen und Alkohol? Ihr seid doch alles Spießer!
Karpfenluder Offline
Dabei seit: 10.12.2009
Boah, Hänsgen.....

Du kannst bloß froh sein, daß Ironie und ich so gut harmonieren, hüstel....
Haensgen vom Deich Offline
Dabei seit: 17.06.2006
Ihr seid schon ein tolles Trio.
Beschorner Offline
Dabei seit: 26.03.2010
In anderen Kulturen wird an Freudentagen auch mal mit ner Kalaschnikow in die Luft geschossen, und da passiert auch nix.
Navinio Offline
Dabei seit: 18.03.2004
Ich kann mich nur - und zwar ausnahmslos - Flachschupfer anschließen. Schließlich dachten manche schlauen Menschen ja auch bis Fukushima, dass die Gefahr von AKW kontrollierbar wäre. Warum Menschen einer Gefahr aussetzen, wenn man es verhindern kann? Ich gehe ins Stadion um guten Fußball zu sehen. Oder meinen Lieblingsverein anzufeuern (Ist beim FC aus Köln halt leider nicht immer beides gleichzeitig möglich ;-)). Nicht um Feuerwerk zu sehen oder mich zu prügeln.
noggel Offline
Dabei seit: 20.03.2009
ihr sogenannten ultras, ihr solltet lieber das spiel anschauen anstatt die ganze zeit zu hüpfen, singen (is ja noch ok), fahnen zu schwenken, zu klatschen, pyros abzufackeln... . ihr bekommt ja überhaupt nix vom spiel mit, was man an euren nichtreaktionen bei spannenden szenen bemerkt! für was geht ihr eigentlich ins stadion?
ach so, um eure mannschaft bis aufs blut zu unterstützen und jedem zu sagen, wer fan sein darf und wer nicht. ihr habt doch vom kicken keinen blassen schimmer, ihr ignoranten!
Haensgen vom Deich Offline
Dabei seit: 17.06.2006
Narren wäre auch eine schöne Vokavel gewesen, finde ich.
Haensgen vom Deich Offline
Dabei seit: 17.06.2006
Vokabel wäre auch schön... na, ihr wisst schon.
vokabelle Offline
Dabei seit: 05.07.2006
Vodka, well?
Käptn Brass Offline
Dabei seit: 19.05.2010
mmm vodka legger

aber zum thema:
sind doch alles wieder die gleichen phrasen!
die "pyrotechnicker" würden sich auch einem demokratischen mehrheitsentscheid unter stadionbesuchern nicht beugen
Dschungelking Offline
Dabei seit: 02.02.2011
Pyro gibt es schon seit Jahrzehnten in den Fankurven, es steigert die Emotionen und die Stimmung.

Völliger Unsinn. Es steigert weder die Stimmung noch die Emotionen. Außer vielleicht bei den Pyromanen selber.


In den Medien wird das bei Spielen im Ausland als südländische Atmosphäre gelobt,

Auch diese gebetsmühlenartig wiederholte Behauptung geht mit auf die Nerven. Die einzigen die von südländischer Atmosphäre schwafeln sind die Ultras selber.
Käptn Brass Offline
Dabei seit: 19.05.2010
In den Medien wird das bei Spielen im Ausland als südländische Atmosphäre gelobt,


ganz so falsch ist diese aussage nicht. nur stimmt die zeitform einfach nicht mehr. in 90igern wurde diese atmosphäre tatsächlich auch von moderatoren hervorgehoben
Dschungelking Offline
Dabei seit: 02.02.2011
Und Modern Talking als die beste Band der Welt.
Lederfresse Offline
Dabei seit: 23.09.2008
Danke Flachschupfer! Und an "..vom Deich", da bin ich lieber Spießer als mir von der Zünd an Fraktion den Arsch ansengen zu lassen, Du Milchtüte. Übrigens ist in Berlin bald wieder Pyronale aber ich glaub nicht das die noch ein paar Hoobypyromanen brauchen, da gibts eher Backenfutter oder mindestens Zwangsjacke.
Ich geh zum Fußball der Sache wegen und nicht um zu fackeln.
Ende da
knoxville Offline
Dabei seit: 29.07.2005
Diese dämlichen Gören wollen ihre Pyrotechnik?

Können sie haben: 1x im Jahr ist Sylvester

Mit Fussball hat das nichts zu tun und es hat im Stadion nichts zu suchen.

ich verachte diese erlebnisorientierten Anti-Fußballfans.
Jim Panse Offline
Dabei seit: 22.10.2010
Brot statt Böller.
Enten und Tauben darf man aber auch nicht füttern.
Doof das.
Emiliano Zapata Offline
Dabei seit: 20.02.2010
Auja, man stelle sich vor wie ein Ultra nach dem anderen im Stadion seine Stange Toast (da dumm wie selbiges) auspackt und wirft... toll, diese südländische Atmosphäre...
gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004
nicht dass ich für irgendeine seite großartig partei ergreifen möchte weil ich nicht glaube dass das gebetsmühlenartige herunterpredigen der immer gleichen argumente beiderseits noch irgendetwas zur diskussion beitragen wird, aber "blockwart-sprache" scheint wieder schwer im kommen zu sein, oder?
Jim Panse Offline
Dabei seit: 22.10.2010
Blockwart? Hat das was mit Harry Potter zu tun?
Anthony Yeboah Offline
Dabei seit: 05.11.2009
Holla, sind wir wieder zurück in den Fünfzigern?
Hier herrscht ja ein derart reaktionärer, unkreativer Ton, dass man meinen könnte gleich werden Petitionen gegen Konstruktivität rumgereicht...
Leo Hintermann Offline
Dabei seit: 25.08.2011
Dieser Busse hat das Argument "In anderen Ländern klappts ja auch vergessen".
Wattn Lappen...
Ganna Offline
Dabei seit: 06.07.2009
Wenn ich ins Stadion gehe, dann will ich das Spiel sehen und nicht im Rauch stehen oder von anderem Unfug abgelenkt werden. Da sind die gewaltbereiten besoffenen Dummheitsgröler und fliegenden halbvollen Bierbecher schon störend genug.
Pyro beim Fußball hat ungefähr dieselbe Attraktivität wie so ein nackter Flitzer.
wurstendbinder Offline
Dabei seit: 02.04.2009
ich weiss echt nicht, was ihr alle habt. wenn so n paar kids das wollen und auch die verantwortung tragen, dann kann man das doch regeln. ich persönlich kann definitiv auch ohne das zeug leben, aber bei alldem was man heute im stadion ertragen muss, wäre ein legales, geregeltes abbrennen von zwei, drei bengalos in einem speziell gesicherten bereich doch echt kein großes ding. und wenn das mit den im interview angesprochenen pilotprojekten nicht klappt kann mans immer noch abblasen.

aber hätte mir klar sein sollen, was hier für ne reaktionäre bande sitzt. früher war ja eh alles besser ...
Jim Panse Offline
Dabei seit: 22.10.2010
Habs ja schonmal vorgeschlagen ... nen paar Nebelmaschinen installiert, nen paar Spots ... tut keinem weh und sieht bestimmt auch gut aus.
Ganna Offline
Dabei seit: 06.07.2009
Stimmt: Warum nicht alles einnebeln?
Gerade bei so spielen vom Format „Not gegen Elend“.
Wenn ich Fußball sehen will schalte ich dann den Fernseher ein und guck Barcelona gegen irgendein Opfer im Pay-TV. Um den eigenen Verein in der Champions League zu sehen, müssen sich die meisten eh ne Playstation zulegen!
Warum gibt‘s beim Fußball eigentlich noch kein Team-Timeout? Da könnte ich doch prima Bier holen gehen, die Blase entleeren oder eine Zigarette rauchen, während die Werbung läuft und die Pyromanen, Flitzer und Cheerleader ihre Show abziehen.
Es gibt so vieles, was man besser machen könnte…
psycho Offline
Dabei seit: 03.11.2003
Da diese Pyro/Ultravögel sich das Spiel ja eh nicht anschauen, könnte man die doch einen Tag vorher ins Stadion lassen. Da können sie dann echt geile Stimmung und Feuerwerk ohne Ende machen.
Und einem Tag später kommen dann die, die Fußball sehen wollen und können sich das Spiel anschauen.
vokabelle Offline
Dabei seit: 05.07.2006
Außerdem könnte man am Tag vor dem Spiel unter denen, die sich unbedingt kloppen wollen, Gladiatorenkämpfe im Stadion ausrichten. Passend dazu auf den Rängen eine echt geile Feuerwerks-Stimmung und ZACK! sind alle glücklich. Vorher müssten sie sich nur noch einigen, wer hinterher aufräumt und zusehen, dass sich ein paar Sanitäter in ihren Reihen befinden. Aber Organisation ist deren Problem ja nicht, soweit ich das beurteilen kann.
psycho Offline
Dabei seit: 03.11.2003
Damit sind wir verdammt nah an der perfekten Lösung, denke ich.
Wenn sich da noch jemand beklagt, kann ich auch nicht mehr helfen.
AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008
Das mit dem eigenständigen aufräumen wird doch nie klappen. Das ist das Gleiche, wie das Gequengel der Lütten "Muddi, wenn Du mir den Goldhamster kaufst, mach ich auch GANZ BESTIMMT jeden Tag alleine den Käfig sauber!"
Pro Stubenarrest für Ultras! Die freien Plätze bekommen dann Fußballfans.

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