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AbteilungAttacke Offline
Dabei seit: 22.10.2008

@Giselher
Habe nur gesagt, dass es eine Theorie ist, nicht, dass sie logisch ist.

giselher Offline
Dabei seit: 06.10.2009

Ach so, na dann ...

gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004

Das sah doch, wenn ich den Geschichten so glauben darf, in den 80ern noch sehr viel beschissener aus.

einer meiner lieblingsfilme, "verlierer": den ganzen film über graues mistwetter, immer im hintergrund eine dampfende fabrikanlage, heruntergekommene häuserzeilen, kaputter asphalt... quasi die bronx deutschlands...

Klar, Wirtschaft ist das eine. Aber es gibt doch auch andere Faktoren, wie die Renaturierung. Ist schon schön, wenn der Schnee keine schwarze Kohleschicht mehr hat.

ich bin der letzte der der wirtschaft automatische vorfahrt einräumen würde, nur irgendwie beschleicht mich das gefühl dass alles einhergehen muss: einer soliden wirtschaftlichen basis, die überhaupt menschen dazu veranlasst sich in der region niederzulassen, muss zudem noch ein fruchtbarer boden aus "lebensqualität" zur seite gestellt werden die leute veranlasst zu bleiben. im moment kümmert man sich irgendwie eher um punkt 2, und punkt 1 geht den bach runter (ja, ich formuliere es mal drastisch). dieses ganze kulturhauptstadtgedöns... ich wurde mal ganz schief angeguckt als ich sagte "totgeburt". ich hatte den eindruck die menschen machen sich was vor. als wäre ein millionenschweres, topp-hergerichtetes "U" der schlüssel zum dortmunder aufschwung. irgendwie wird mir da nicht um eine ecke gedacht.

AbteilungAttacke Offline
Dabei seit: 22.10.2008

Uff, mangels Kompetenz in wirtschaftlichen Fragen bin ich da lieber ganz still. Aber wie will man hier Aufschwung "generieren"? Vor allem da diese "Ruhrgebiets"-Solidarität doch auch ein Mythos ist. Der BM von Herne gönnt dem BM von Gelsenkirchen doch nicht das Schwarze unter den Fingernägeln.
Und auch die "Exschpärten" scheinen da keine Idee haben, außer mehr Konsummöglichkeiten zu schaffen. Warum braucht jede Stadt ein riesiges Einkaufscentrum ? ("Let's go to the Mall", wie Robin scherbatsky singen würde)
CentrO wird erweitert, Essen hat den (unfassbar misslungenen) Limbecker Platz, Duisburg hat sich so ein Ding gegönnt und bald gibbet die "Arkaden" in Recklinghausen.

gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004

du vergaßest die "thier-galerie" in dortmund...

littledesaster Offline
Dabei seit: 19.05.2012

@ giselher
Da schenkt man Dir ein H und Du meckerst. Aber daran kannste auch ermessen, welchen Stellenwert ich Mülheim einräume...

@ Sirre
War im Februar in der MSV-Arena und konnte nicht glauben, wie leer es dort war. Für die Mannschaft wäre es wichtig gewesen, Unterstützung zu bekommen, stattdessen bekam sie fast gähnende Leere. Und die Paulifans waren 90 Minuten immer lauter als die 10.000 Duisburger...

@ Attacke
Ja, nee, Trainer beim VfL zu sein macht in den letzten Jahren keinen Spaß und wer da welche Entscheidung zu getroffen hat, ein gut gehütetes Geheimnis.

Und: Klar sah es in den 80ern im Pott auch schon Scheisse aus, aber da gab es noch die sagenumwobene Solidarität. Die ist mittlerweile auch eher am Arsch, jeder kümmert sich nur noch um seine Stadt und die nicht vorhandenen Einnahmen.
Ich will keine Mauern wieder hochziehen, aber wenn ich mir alleine den Zustand der Strasse im Ruhrgebiet ansehe, werde ich wütend - komm mir also bitte nicht mit "damals war alles schlechter".
Projekte wie der Innenhafen in Duisburg machen vielleicht nach außen ne Menge her, aber welche durschnittliche Duisburger kann es sich leisten, dort zu wohnen? Oder auch nur einzukaufen?
Die Innenstädte (nicht nur Duisburg, aber dort vor allem) sind geschäftsmäßig auf jeden Fall schon scheintot, da fehlt nicht mehr viel. Dafür hat jede Stadt ihren eigenen Kulturtempel, den kein Mensch braucht. Das zum Thema "Bauruine".

gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004

oberhausen IST tot, die innenstadt - aber hausgemacht!

AbteilungAttacke Offline
Dabei seit: 22.10.2008

@ Little

Um mal planerischen Unsinn von einer ganz anderen Richtung zu beleuchten - in Duisburg da am Hafen soll doch auch das neue Landearchiv entstehen, so jedenfalls ein mit mir befreundeter Archivar. Der findet es ganz dolle, dass viele kostbare Dokumente demnächst ganz nahe am Wasser gelagert werden.
Obwohl - Arsche auf mein Haupt - den Innenhafen finde ich ja ganz schick *hust*

Und was die kaputten Straßen angeht, rennste bei mir offene Türen ein. Gebe so manches "Prästisch"-Objekt, was sich die Lokalpolitiker klemmen könnten um dafür mehr Kitas und ordentliche Straßen zu bauen. Dazu zählt aber auch, eventuell angeschlagene Protzvereine nicht mit irgendwelchen Geldern dubioser städtischer Entwicklungsgesellschaften mittelbar oder unmittelbar zu unterstützen (siehe auch Gelsenkirchen, Schalke).

@ Gelsenkirche
Gott, ja wie konnte ich das Ding in Dortmund bloß vergessen, wo die armen Doofmunder vorher ja keinen Ort hatten, wose shoppen gehen konnten.

suppenteller Offline
Dabei seit: 05.07.2010

littledesaster, als ob in den 80ern oder davor die kommunen solidarisch hand in hand gearbeitet hätten.

was ich allerdings zunehmend bei meinen regelmäßigen ausflügen in den pott bemerke, das ruhrgebiet zerfällt in sich immer mehr in einzelne regionen. klar gabs auch vorher schon immer unterschiede, enorme teilweise sogar, aber heute haste die totalen abfuck bereiche wie oberhausen, duisburg, gladbeck - alles hoffnungslos - und dann orte wie dortmund und essen, wo du auch deine toten ecken findest, die stadt aber insgesamt nicht so wirkt, als ob sie gleich notgeschlachtet werden müsste. stell mal irgendeinen auswärtigen erst in die innenstadt von duisburg und dann nach dortmund, ich glaube kaum, dass er das als eine region wahrnehmen wird.

von so ehemaligen ruhrgebiets-randstädten wie hamm ganz abgesehen, die sich eher richtung münsterland zu orientieren zu versuchen.

MarcRamone Offline
Dabei seit: 11.03.2009

Also erstmal mus sich sagen ist so ein Strukturwandel wie im Ruhrgebiet eine wirklich schwer durchzuführende Aktion wegn von der Schwerindustrie hin zur Dienstleistung. Das macht man nicht mal eben so und ich ahbe auch schon davon mitbekommen, dass z.B. aus Frankreich extra Deligierte gekommen sind aus einer Schwerindustrieregion, um sich genau das anzusehen und zeigen zu lassen. Da ist der Pott dann auch Vorzeigeobjektmit allem drum und ran (wie mans machen kann oder besser nicht).

Auf jeden Fall braucht der Pott da noch Zeit.

Ich habe von Ruhris auch schon mal gehört, dass die Solidarität imer mehr abnimmt und das gerade beim jüngeren Nachwuschs. Ich denke beim Thema Solidarität steckt viel Mythos drin, Da ist vielleicht noch was, aber nicht mehr so ausgeprägt wie vor 30 Jahren.

Weils so schön zu den erwähnten Galerien und Parks, hier nochmal ein Link:
taz.de : Center gegen Zentrum
http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=/2012/07/14/a0035

giselher Offline
Dabei seit: 06.10.2009

Anfang der Sechziger, glaub ich, hat als erster von den etablierten Politikern Willy Brandt den Slogan geprägt, man wolle wieder einen "blauen Himmel" über der Ruhr. Mein Kurzfazit seitdem:

Den blauen Himmel hammer wieder. Und in der Ruhr schwimmen geht auch (wieder). Wäsche draußen trocknen auch.

(Groß)industrielle Arbeitsplätze von Kohle und Stahl ziemlich perdu. Bier auch eingedampft. Mannisch neue Sachen in der sog. Creativwirtschaft. Wandel zum Wissenschaftsstandort.

Infrastruktur nach und nach am Arsch. Dafür jede Menge Kohle auf Kredit in den Osten geschoben. Bevölkerung überaltert. Und statt fleißiger, wohlstandsorientierter, katholisch geprägter Polen und Schlesier muslimisch geprägte Türken mit Null-Bock-Gefühl und Hartz-IV-Mentaltität.

Sieht eher mau aus ...

gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004

wichtig finde ich auch dass man in der thier-galerie nicht von flaschensammlern, pennern, hartzern und anderen niederen geschmeiss belästigt wird. ich möchte ja auch in ruhe mit latte muchacho in der hand durch die stores flanieren.

siehe auch Gelsenkirchen, Schalke

ich gebe dir recht, nur stört es mich dass in dem falle immer nur S04 als beispiel genannt wird. auch wenn ich nicht das "die da auch" spiel betreiben und mit fingern auf andere zeigen möchte: die dortmunder stadtwerke spendieren mehr oder weniger für 'nen euro das neue trainingszentrum. finden da aber wohl auch [url=http://www.schwatzgelb.de/1786.html]nicht alle[/url] geil.

gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004

ach ja, diese links....

suppenteller Offline
Dabei seit: 05.07.2010

übrigens einige der wenigen sachen, die das forum automatisch setzt

AbteilungAttacke Offline
Dabei seit: 22.10.2008

@ Gelse
Hast ja Recht - habe hier Schalke auch nur hinterm Ofen hervorgeholt, weil es mir als erstes eingefallen ist. Und da war das Geld, wie sich so in der Nachschau zeigt, vermutlich besser angelegt als in manch anderen Projekten.

@ Suppe
Glaube keiner der Snobs aus Hamm würde sich als "Randort des Ruhrgebiets" verstehen. Die Orientierung gen Münsterland hat nicht nur stattgefunden sondern ist, ich würd ma sagen seit so seit 20 Jahren, vollendete Tatsache

@ Giselher
Den Satz mit den Schlesiern und Türken war aber hoffentlich eher ironisch gemeint.

giselher Offline
Dabei seit: 06.10.2009

Ne. Ich wollte nur beschreiben, dass die Integration der Polen und Schlesier weniger problematisch war als es die der Türken ist bzw. sein wird. Und komm mir bitte nicht mit Sarrazin.

P.S. Natürlich ist die Verwenung von "die Polen" und "die Türken" in ihrer Verallgemeinerung schwierig. Kommt hier aber nur auf den Trend an. Ausnahmen werden die Regel immer bestätigen.

suppenteller Offline
Dabei seit: 05.07.2010

attacke
ne, da liegst du echt daneben, du wirst selbst heute noch in den alten malocherstadtteilen hamms (wo die zechen immer noch das viertel baulich dominieren) genug leute finden, die sich selbstverständlich als ruhrpottstadt sehen. aber es gab auch schon immer den teil der stadt, der sich vom kohlenpott (auch wenn hamm faktisch eine zechen und drahtindustrie stadt war) abgrenzen wollten und die sind immer mehr und immer wichtiger geworden, keine frage. aber 20 jahre? ne

gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004

hamm ist diese stadt wo der RE noch einmal hält...

Sirre Offline
Dabei seit: 12.09.2007

Das ist sogar die Stadt wo der ICE geteilt wird, also ich kenne keine andere in der sowas passiert

gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004

nix nervigeres als wenn der teil aus wuppertal mal wieder verspätung hat!

i.ü. nennt man dieses konzept "flügeln", im regionalbahnbereich eine durchaus gängige praxis.

suppenteller Offline
Dabei seit: 05.07.2010

einer der wichtigsten knotenpunkte des westlichen bahnnetzes, mehr als umsteigen ist aber nicht empfehlenswert, schnarchlangweilige stadt

rumpler Offline
Dabei seit: 10.12.2009

heißt es "Flügeln" nur beim auseinanderrupfen oder auch beim zusammenkoppeln?

alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010

In Hannover wird jeder 2. ICE HH/HB auch geteilt

littledesaster Offline
Dabei seit: 19.05.2012

Aaargh, alles weg, also noch mal:

@ suppe
Die Kommunen haben sich in den 80ern nicht freudestrahlend die Hände gereicht, aber die Menschen untereinander waren noch solidarisch. Heutzutage biste nicht nur (per definition) aus der falschen Stadt sondern viel eher aussm falschen Stadtteil, Das ist tragisch.
Ich fand Dortmund immer schön ne häßliche Schwester im Pott und jetzt gehört sie zu den Schönen - da darf man auch nicht drüber nachdenken.

@ Attacke
Find doch den Innenhafen schick, ist vollkommen in Ordnung - er wurde nur leider vollkommen an den Bedürfnissen vorbei geplant und für viel Geld umgesetzt. Über die mittlerweile auftretenden Baumängel in den tollen Wohnungen sprechen wir mal lieber nicht.

@ gelse giselher
Also, das mit "den Türken" kannste so nich sagen, guckssu hier:
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-10/integration-marxloh

@ Marc
Klar ist der Strukturwandel ne Riesenherausforderung und zum Glück gibt es vieles, was sich für kulturelle Nutzung anbietet. Aber kulturelle Einrichtungen werden doch vorwiegend von Menschen besucht, die Zeit für Kultur haben, weil sie wissen, dass sie morgen auch noch das Mittagessen auffn Tisch bringen können. Damit rede ich gar nicht über Eintrittspreise o.ä., sondern einfach nur darüber, dass der Hartz IV Empfänger echt andere Sorgen hat als die Spielzeiten im Musicaltheater.

Edit: Und schon wieder Herr Gelsenkirchen.. Sorry, das lag am erneut schreiben müssen. Mea maxima culpa!

gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004

EY! ich hab NIEMAL! was mit oder gegen "die türken" behauptet!

gelsenkirchen Offline
Dabei seit: 05.05.2004

im ruhrpott werden halt aufgrund des immer stärker vorherrschenden kirchturmdenkens erfolgsmodelle immer gegenseitig voneinander kopiert. sei es eine shopping-mall, ein konzerthaus oder industriedenkmalparks. statt "metropole ruhr" herrscht eine kleinstaaterei vor, die jeden fürsten des 18. jahrhunderts vor neid erblassen lassen würde. bedingt durch viele faktoren: drei regierungsbezirke, wirtschaftliche diskrepanz der städte untereinander nochmals, demografischer wandel (einwohnerrückgang [unna & co freuen sich] etc.).
das "an den bedürfnissen vorbeigeplant" kann man nur unterstreichen: beach bars, luxuswohnungen, kleinkunstatelliers, in-diskos mögen weltstadtcharme und wohlstand symbolisieren, nur angesprochen davon wird doch der gesellschaftliche durchschnitt schon länger nicht mehr. nun mag man argumentieren "jaaaaaa, gelse, wenn es sowas nichtmals mehr gibt, dann ist das doch endgültig ein verlorener sauhaufen! keine kultur, keine freizeitmöglichkeiten!" ich glaube hingegen: "die da oben" stellen sich mit der kohle, die sie verwalten, das hin was sie so gerne noch hätten ("och ja... so'n geiler beachclub an der ruhr wär super, und ein jachthafen am phönixsee!"). was der bewohner der nordstadt möchte bzw. mal dringend nötig hätte interessiert die doch 'nen feuchten furz.
wenn ich die zahlen sehe die die renovierung des U gekostet hat, da wird einem speiübel bei!

littledesaster Offline
Dabei seit: 19.05.2012

@ gelse
Man könnte meinen, ich habe was gegen Dich, kommt nicht wieder vor!

AbteilungAttacke Offline
Dabei seit: 22.10.2008

@Little

Das mit Hamm mag sein - ich beziehe mich da nur auf die Viertel vom Oberlandesgericht hin zum Maximlianpark. Da erwarte ich jedes mal, wenn ich vor ort bin, eine verdammte Kammerkapelle, die Bach musiziert (Übertreibung beabsichtigt).
Den Satz mit "schnarchlangweilig" unterschreibe ich aber sofort.

@ Gelse
Das mit den Beachclubs ist WIRKLICH eine Seuche. Wobei ich mich immer frage, wer sich da am Kanal volllaufen lässt - soviele 16-jährige Teenies kanns doch gar nicht geben, oder?
Und das Dortmunder U ist doch soooo toll, da sind die ganzen Kunststudentinnen (nein, Männer gibts da nicht) von der TUD Dortmund stolz wie Bolle drauf.

littledesaster Offline
Dabei seit: 19.05.2012

@ Attacke
Das mit Hamm und schnarchlangweilig war suppe...

AbteilungAttacke Offline
Dabei seit: 22.10.2008

Unterschreibe ich dennoch!
Aber stimmt, wenn ich motiviert wäre würde ich den Beitrag jetzt bearbeiten und
@ suppe ergänzen.

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