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Dr. Theo Zwanziger im Interview - »Als wäre Fußball ein Musical...«
franzferdl Offline
Dabei seit: 04.01.2008
2 punkte halte ich in diesem interview für sehr interessant, weil sie zeigen, dass 20er zwischen differenzierten meinungen und klischees oszilliert:<br />1. 20ers ausgewogenes urteil zu den sog. ultras. insbesondere sein hinweis auf das tatsächliche gewaltproblem des deutschen fussballs: die kriminelle okkupierung insbesondere ostdeutscher clubs durch nazis. gleichwohl muss man konzedieren, dass gerade in kleinbürgerlichen kreisen, woraus sich insbesondere die mitglieder vieler amateurclubs rekrutieren, faschistoide und chauvinistische ideologien verbreitet sind und sozusagen das fundament bilden für die empfänglichkeit von nazi-parolen.<br />2. sein platte, aber in den gegenwärtigen dramatisierungsdiskurs passende aussage, gewalt würde gesamtgesellschaftlich ansteigen. das ist schlichtweg falsch & zeigt nur das klischierte spiel mit der angst an. das gegenteil ist sogar richtig, obwohl gerade aktuell immer mehr scheinbar alltägliche handlungsweisen als gewaltdelikte eingeordnet werden. wir leben in deutschland, zusammenfassend, sogar in so friedlichen zeiten wie niemals zuvor, allerdings mit einem konstanten gewaltniveau, das v.a. von rechtsaussen ausgeht.<br />

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