6 Beiträge / 0 neu Bundesliga Forum
Letzter Beitrag
Bremens Fanszene und der Kampf gegen Rechts
11freunde Offline
Dabei seit: 19.01.2012

Wie kann sich eine Fanszene erfolgreich gegen Nazis wehren? Werder Bremen kennt diese Problematik. Inzwischen verfügt der Verein über ein funktionierendes Frühwarnsystem – und könnte damit ein Vorbild für andere Klubs sein.

(Zum Artikel: Bremens Fanszene und der Kampf gegen Rechts)
jolly_roger Offline
Dabei seit: 30.07.2009

wie mir dieses gelaber in den kommentaren vom unpolitischen fan, politisierung der stadien und gefahr von links auf die nerven geht (s. dieser artikel oder die braunschweig-diskussion)! als wenn man seine politische gesinnung und weltsicht irgendwo für 2-3 stunden abgeben könnte. neo-faschisten und rechtspopulisten haben im stadion, auf der strasse, zu hause, in deinem umfeld nix zu suchen. diese gilt es zu bekämpfen und damit mein ich kein mackerhaftes antifa-auftreten im sinne von "nazis aufs maul", sondern ein entschlossenes und (möglichst) gewaltfreies einschreiten wo immer sie auftreten oder ihren schwachsinn unter die leute bringen wollen...

Gandalf Offline
Dabei seit: 06.09.2003

Jolly, ziemlich viel Zustimmung von mir!

Andereseits habe ich auch nix gegen "Nazis auf`s Maul!" einzuwenden...

Universalgenie Offline
Dabei seit: 03.12.2013

Ich habe bislang überhaupt noch nicht geschafft, diese ominösen, offenbar saugefährlichen Linksextremisten im Stadion zu sichten, vor denen uns die höchst realen rechtsextremistischen Kampfroboter so unbedingt in Sicherheit bringen wollen.^^

Daher muss ich den untalentierten Versuch zurückweisen, die wöchentlich beobachtbare Drohkulisse von Ultrarechts, mit dem Verweis auf die (aktuell eher imaginäre) "Gefahr von Links" vom Tisch zu wischen.

Ganz davon abgesehen, dass im rechtsextremen Wahrnehmungskosmos per Definition sowieso jeder ein Linksextremer ist, der die ideologischen Gehirnblitze der "Neuen Rechten" strikt ablehnt! (Also so ziemlich jeder, der keine Stimmen hört oder sich zum Geburtstag ein romantisches Date mit Rudolf Heß wünscht.)

Wie extrem ausgeprägt das Problem des nicht nur rund um den Fußball rasant an Fahrt gewinnenden Rechtsextremismus bereits ist, erkennt man daran, mit welcher Vehemenz sich die Rechtsausleger auch in dieser Kommentarspalte durch wildestes Dazwischengequatsche bemerkbar machen, um nur bloß den Konsens zerredet zu bekommen, der da lautet: "Wir - und dann möglichst wir alle - müssen dringend etwas gegen das rechte Pack unternehmen."

Da sieht man mal, wieviel Zeit man in diesen Kreisen dafür erübrigen kann, gewohnheitsmäßig die Täter-Opfer-Rolle zu verdrehen und in Kommentarspalten den falschen Eindruck zu erwecken, es gäbe aus "dem Volk" massiven Zuspruch für die "aufrechten Nationalen", die sich, ganz in der Tradition des wackeren Nationalsozialismus, ja schon immer nur "wehren".

Z.B. gegen "Verjudung" oder gegen die "Verschwulung der Männlichkeit". Um die Männlichkeit fürchten sie ganz besonders- deswegen haben sie beim Fußball auch soviel Zulauf. Da ich meine Männlichkeit nicht gefährdet sehe, brauche ich im Stadion weder Zuspruch, noch martialischen Beistand von diesen unterbelichteten Sauerstoffverschwendern!

Conde de Cordoba Offline
Dabei seit: 20.01.2010

Jau Uni!!!

Satanspor Offline
Dabei seit: 05.12.2013

Ich sehe bei jedem Werderspiel Anhänger mit linksextremistischen Symbolen (z.B. Antifaemblemen). Politisch motivierte Gewalttaten von linksextremen Fans gab es leider auch. Da muss man schon ziemlich einäugig sein, wenn man das nicht sehen will. Genau so einseitig, wie es rüberkommt, wenn man ständig Aktionen gegen Gewalt und Rassismus im Stadion veranstaltet, dann aber ignoriert, wenn ein Junge vor den Toren Bremens totgetreten wird, nur weil das nicht in die politische Ausrichtung und ins darin enthaltene Opfer-Täter-Schema passt. 

Sehr schade, dass die heutige Ultrageneration nur noch aus pickligen Gymnasiasten besteht, die sich wortgewaltig und politisch korrekt gegenüber Verbänden und "Normalos" inszenieren und positionieren. Ausländer und Jugendliche aus sozialen Brennpunkten sind in diesen Gruppen eher unterrepräsentiert. Der durchschnittliche Stehplatzfan, der politisch und rhetorisch nicht ganz so geschult ist, wird da schnell mal als "rechts" oder "Nazi" einsortiert. Auf die Selbstgerechtigkeit dieser Ultras, mit der sie ganze Stadien über Homophobie und andere wichtige Themen aus dem Sozialkunde-Unterricht belehren möchten, kann ich gerne verzichten. 

Auf'm Platz

Zur Zeit sind 2 Benutzer online.

  • Newworldorder
  • Kleenermaler
Facebook, Twitter und Google+

Freund von 11FREUNDE werden