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oldschdod21 Offline
Dabei seit: 08.11.2008
Liebe Fußball Freunde,

Traditionsvereine haben Schmerzen. Christoph Ruf hat es in seinem kürzlich erschienenen und gerade von der deutschen Akademie für Fußballkultur zum Buch des Jahres gekrönten Werk "Ist doch ein geiler Verein" lesenswert dargestellt, was es heißt Anhänger eines dieser in der Versenkung verschwundenen Traditionsvereine zu sein.

Kaum erschienen hat es den nächsten dieser Clubs erwischt - ausgerechnet einen, dem viele Zeilen in Rufs Buch gewidmet sind: Die SpVgg Bayreuth.

Gegründet 1921, lange Jahre in der zweiten Bundesliga kickend, ans Tor zur ersten Bundesliga klopfend und immer wieder von richtungsweisenden Rückschlägen geprägt (Abstieg aus der zweiten Liga bis in die Niederungen der Landesliga, Lizenzentzug nach der Rückkehr in die Regionalliga) ging es mit den Gelb-Schwarzen aus der Wagnerstadt bergab.

Ein kurzes Aufbäumen mit einem einjährigen Gastspiel in der Regionalliga Süd vor drei Jahren sollte nur ein Strohfeuer bleiben - zu lange war die Durststrecke nach den Zeiten im Profibereich, dem ruhmreichen 1:0-Pokalsieg gegen den FC Bayern München und den brisanten Duellen mit dem TSV 1860 München um Bayernligameisterschaften. Trotz aller Bemühungen scheiterten die Verantwortlichen des im Volksmund liebevoll nach seiner ursprünglichen Herkunft aus dem Stadtteil Altstadt herrührend "Oldschdod" genannten Clubs: Vor drei Wochen sahen die mittlerweile nach dem Rücktritt von Präsident Heinz Wicklein am Ruder befindlichen Macher keinen anderen Weg als beim Amtsgericht Bayreuth einen bitteren Gang anzutreten. Der Insolvenz-Antrag war die letzte Möglichkeit, den Verein vielleicht doch noch zu retten.

Seither glühen die Telefondrähte zwischen dem zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmten Dr. Jan-Markus Plathner aus Frankfurt und Bayreuth. Es gibt nur ein Ziel: Den traditionsreichen Club am Fuße des Festspielhauses mit seiner Bayernligamannschaft, den 14 Jugendteams und über 800 Mitgliedern zu retten und die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu vermeiden!

Schließlich soll all das, was die Wagnerstädter auszeichnet, nicht endgültig von der Bildfläche verschwinden: Fairplay und Kreativität auf den Rängen, begeisternder Sport auf dem Feld und Freunde unter Gleichgesinnten zu treffen. Die Mythen und Geschichten die sich um die Altstädter ranken, sind bis heute in ganz Fußballdeutschland in aller Munde. Legendär die Interviews des einstigen Kultpräsidenten und Großschlächters Hans Wölfel, der schweinehälftenzerteilend nebenbei die Presse bediente, kurios die Banküberfälle eines Spielers im Privatauto, unvergessen der Pfostenburch beim fränkischen Derby gegen den 1.FC Nürnberg auf der legendären Jakobshöhe. Duelle gegen die Offenbacher Kickers, gegen Schalke 04 und den VfB Stuttgart. All das ist lange her. Und dennoch immer noch ganz nahe. In einem Fußballmuseum, von Fans in Privatregie für die Öffentlichkeit auf die Beine gestellt, sind Relikte aus alten wie aus neuen Zeiten für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Kicker vom Schlag eines Armin Eck, eines Herbert Heidenreich, eines Michael Hofmann und eines Rudi Hannakampf sind dort verewigt. Martin Driller, auf St. Pauli, in Dortmund und in Nürnberg beim Club zur Kultfigur gereift, nächtigte in den Museumshallen nach seiner Verpflichtung gar einige Tage, da aufgrund der Festspielzeit in ganz Bayreuth kein Zimmer zu bekommen war. All das soll Vergangenheit sein?

Nicht mit uns! Wir, die Anhänger und Unterstützer der SpVgg Bayreuth, wollen alles nur erdenkliche tun, dem Beispiel des SV 98 Darmstadt zu folgen und einer rosigeren Zukunft entgegenzublicken! Gelbe Zähne, Schwarzes Herz - ein Motto aus alten Zweitligazeiten, das aus Altstädter Reihen in der Regionalliga-Zeit wiederbelebt wurde und das weiterleben muss! Wir alle - und hoffentlich ganz Fußball-Deutschland - hoffen auf einen Fortbestand des Bayreuther Fußballs. Dafür brauchen wir auch Ihre und Euere Hilfe.

Bitte helfen Sie und Du mit einer Spende oder mit dem einfachen weiterleiten dieser Mail an alle Freunde des Fußballs, Journalisten und natürlich potentielle Sponsoren weiter Wink


Mit hoffnungsvollen Grüßen

Die Fans und Helfer der SpVgg Bayreuth



Spendenkonto SpVgg Bayreuth:
Kontonr.: 1921 1921 2
BLZ.: 770 697 46 (Raiffeisenbank Emtmannsberg)

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