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Snorre Offline
Dabei seit: 23.09.2003
Hallo Freunde des Rasensports. Habe am Mittwoch Abend nach der Bundesliga mal rübergezappt zu Günter Jauch. Was ich dort zu sehen bekam hat mich mehr als erschreckt.
Habe mal den Text von stern.de hinten angestellt.






Witten im Ruhrgebiet: Nach dem Lokalderby zwischen zwei Kreisliga-Mannschaften explodiert die Gewalt. Zufällig ist ein Kamerateam dabei und filmt die Tat. Das Opfer, der 19jährige Horst Schungk, liegt immer noch im Krankenhaus.

Oliver Fuchs und Florian Szigat arbeiten an einem Film über die Fußballkultur im Ruhrgebiet. Deswegen waren sie am vergangenen Sonntag in Witten. Dort spielte der VFB Witten gegen den FC Witten - ein Lokalderby in der Kreisliga B. "Am Anfang war es entspannt", sagt Florian Szigat. "Aber in den letzten 20 Minuten kochten die Emotionen schon sehr viel höher." Mit dem Schlusspfiff fiel der Siegtreffer für den FC Witten.

Und dann geschah das Unfassbare: Ohne erkennbaren Grund kam es zu einer Rangelei, Horst Schungk stürzte zu Boden, zwei Spieler der gegnerischen Mannschaft traten den Wehrlosen zusammen. Die Situation eskalierte, Schungk wurde bewußtlos, die Spieler lieferten sich eine Massenschlägerei. Nur mühsam können Polizei und Vereinsfunktionäre die Kontrahenten voneinander trennen.

Kosovo-Albaner identifiziert
Horst Schungk erwachte wieder im Krankenhaus. Er hatte sich eine schwere Gehirnerschütterung und Prellungen zugezogen. Die Tritte hätten nach Meinung der Ärzte aber auch bleibende Gehirnschäden verursachen können. "Der hätte tot sein können, das war schon dramatisch", sagt Szigat, der die Szene mitgefilmt hatte.

Seine Aufnahmen stellte er direkt nach der Tat der Polizei zur Verfügung. Sie konnte zwei Kosovo-Albaner vom FC Witten als Haupttäter identifizieren. Sie wurden inzwischen vom Verein ausgeschlossen, ein Strafprozess wird folgen. Achim Zobel, Geschäftsführer des FC Witten kann sich das Verhalten der beiden nicht erklären: "Die haben sich im Grunde genommen gut eingefügt, keine Probleme. Das es so ausartet ..." Sein Kollege Peter Bollmann, Vorsitzender des VFB: "Wir werden dafür sorgen, dass sich so etwas nie wiederholt."


© stern TV
Zufällig wird die Tat von zwei Dokumentarfilmern festgehalten

Messer in der Umkleidekabine
Die Tat in Witten scheint kein Einzelfall zu sein. Der Kölner Politologe Hans-Georg Lützenkirchen, der sich auf das Thema "Fußball und Gewalt" spezialisiert hat, spricht von einer "neuen Qualität" in den Auseinandersetzungen. Im Amateurbereich würden sich immer mehr Mannschaften nach ethnischen Kriterien bilden - zum Beispiel rein türkische, jugoslawische oder marokkanische Teams. Den Spielern ginge es auf dem Platz nicht nur um den Sport sondern auch um die Ehre. Schon Nichtigkeiten könnten die Sitation eskalieren lassen.

Um Gewalttaten zu verhindern, filzen immer mehr Trainer ihre Spieler. Und sie finden Messer, Schlagstöcke und Eisenstangen. Das deutet laut Lützenkirchen darauf hin, dass die Gewalt nicht immer spontan stattfindet - zum Teil sei sie schon vor dem Spiel fest eingeplant.


Habt Ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht?
Wie ist das dann anschließend weiter gegangen? Anzeige, Gerichtsverhandlung, etc.
Dommi Offline
Dabei seit: 01.08.2005
Ich denke, dass solche Erfahrungen - wenn auch zum Glück nicht in diesem Ausmaß - in Kreisligen mit ZITAT: "nach ethnischen Kriterien gebildeteten Mannschaften" leider schon Gang und Gäbe sind.
Wenn man sich die "Amtliche" durchliest und nach Spielabbrüchen oder Sperren, die länger als die üblichen vier Wochen dauern, guckt, stellt man fest, dass dies zu geschätzten 90% immer bei Spielen passiert, bei denen eben solche Mannschaften beteiligt sind.
sgu07 Offline
Dabei seit: 07.03.2004
richtig toll hat in unserem fußballbezirk stuttgart die "strafkammer" gegen solch einen "ethnischen" verein entschieden.
nachdem es bei den spielen einer kosovarischen mannschaft in den vergangenen jahren wiederholt zu spielabbrüchen wegen gewaltausbrüchen gegen schiri bzw. gegnerischen mannschaften gab, beschloss der verband nach dem letzten spielabbruch nicht nur die betreffenden spieler zu bestrafen, sondern die 1. mannschaft dieses aufstiegs-ambitionierten kreisliga A vereins für die gesamte vorrunde zu sperren. sämtliche spiele werden mit 3 punkten und 3:0 toren für den gegner gewertet. in der rückrunde kann die mannschaft dann versuchen den abstieg zu verhindern. als ich das gelesen hatte, kam richtig freude auf unter den fußballern des bezirks.
der nächste provozierte abbruch führt dann zur endgültigen entfernung aus dem spielbetrieb.
ste_fan Offline
Dabei seit: 02.11.2005
Bei uns steht ein kurdischer Verein kurz vor dem Spielverbot. Bei denen gab es immer wieder Schlägereien auf und neben dem Feld.Neulich wurde einem Bekannten von mir nach einem von ihm begagenen Frustfoul (0:3) das Schlüsselbein per Tritt gebrochen. Es gab in den folgenen 4 Minuten (90-93) noch 3 rote Karten für den kurdischen Verein. Und das bei dem Spielstand... Nun war es soweit, dass Vereine sich nicht mehr getraut haben, gegen diesen Club anzutreten. Am letzten Wochende wurde unter scharfer Beobachtung mal wieder ein Spieltag friedlich beendet und nun ist das Thema bis zur nächsten Eskalation kurzzeitig vom Tisch. Ist bei uns im Kreis sowas wie ein nicht witziger Evergreen.
Gast (nicht überprüft)
Paar Kumpels mitbringen, die entsprechend ausgestattet am Spielfeldrand unauffällig nur auf so was warten, und dann zack! bis zum bitteren Ende mit der Mischpoke.

Oder darf man das gar nicht? Hmpf...

Nee, sone Clubs gibt\'s wohl überall, leider. Da muß mal was Generelles gegen her.
ste_fan Offline
Dabei seit: 02.11.2005
Wenn man das Problem bei uns so angehen würde, gäbs aus unserem beschaulichen Städtchen bald Dinge zu berichten wie jetzt in Paris. Wir haben so um die 5000 Kurden bei uns inner Stadt, die größte Ansiedlung außerhalb der Türkei. Da gibts dann doch noch ganz andere Probleme, als Agrssivität aufm Fußballplatz.Aber wie schon gesagt wurde:
Wer kennt das nicht?
Gast (nicht überprüft)
In Bremen, oder wo jetzt?
ste_fan Offline
Dabei seit: 02.11.2005
ne, in Celle. Kleine Stadt inner Heide,
Gast (nicht überprüft)
Kenn ich doch. Vor ca. 16 Jahren mal Leichtathletikwettkampf beim, ich glaube: MTV Celle gehabt. Nur 7. im Dreikampf geworden. Pft. Aschebahn hatten die noch, nix für Hochleistungsaggregate.
AuheimerYoungster Offline
Dabei seit: 23.05.2005
Ich spiele Fussball hier im Kreis Offenbach und bei uns gibt es unzählige "nach ethnischen Kriterien gebildetete Mannschaften"...zu Auseinandersetzungen kommt hin und wieder auch, aber was auffällt: je niedriger die Spielklasse desto öfter kommt sowas vor...
Die Gewalt ist aber immer unschiedlich ausgerichtet, mal gegen Schiris, mal Zuschauer, Gegenspieler oder sogar Mitspieler...
Die Gründe sind auch unterschiedlich, aber im Ganzen zeigt das alles nur eins: Es besteht Handlungsbedarf (in welcher Hinsicht auch immer)