2 Beiträge / 0 neu Allgemein Forum
Letzter Beitrag
Sportminister Rebelo: 1950 größeres Trauma als Niederlage gegen Deutschland
11freunde Offline
Dabei seit: 19.01.2012

Rio de Janeiro - Für den brasilianischen Sportminister Aldo Rebelo hat die historische 1:7-Pleite der Selecao gegen Deutschland nicht den gleichen Stellenwert wie das nationale Trauma des verlorenen WM-Titels 1950. "Damals hatten wir den Titel bereits vor Augen und das Team war besser als das heute, eine Zusammenstellung von Stars", sagte der Politiker bei einer FIFA-Pressekonferenz am Donnerstag. 

1950 hatte Brasilien den Titel durch eine 1:2-Niederlage im letzten Spiel einer Vierer-Endrunde gegen den Erzrivalen Uruguay verloren.

Allerdings wiegt für Rebelo auch die Halbfinal-Pleite gegen die DFB-Auswahl schwer. "Es wird eine tiefe Narbe hinterlassen", sagte der kommunistische Politiker: "Allerdings war das Spiel in dieser Form ein Unfall. Brasilien war nicht Brasilien, Deutschland nicht Deutschland."

(Zum Artikel: Sportminister Rebelo: 1950 größeres Trauma als Niederlage gegen Deutschland)
Marco Polo Offline
Dabei seit: 21.01.2009

"Brasilien war nicht Brasilien, Deutschland war nicht Deutschland"

Falsch lieber Genosse, genau falsch!
Deutschland war sehr wohl Deutschland und jeder der sich mit Fußball auskennt weiß das. Wenn er denkt, dass wir heute noch den defensiven und bisweilen destruktiven Fußball von früher spielen ist er wohl als Sportminister ungeeignet. In den letzten zehn Jahren hat Deutschland eine Entwicklung vollzogen, die die Nationalmannshcaft an die Weltspitze geführt hat. Im selben Zeitraum hat Brasilien einen Zerfallsprozess erlebt, der die Stärke von einst nach und nach hat verschwinden lassen. Erst verlor die Mannschaft um Ronaldinho, Roberto Carlos, Ronaldo u.a. die Stärke von 2002 und schied gegen Frankriech aus. Danach zeigte sich mehr und mehr, dass die Nachwuchsstrukturen nicht funktionierten und Brasilien nur davon lebte, dass Talente in Europa fertiggebildet wurden; was aber ausblieb weil Europa auf eigene Jugend setzte. Diese Entwicklungen fanden beide beim 1:7 ihren bisherigen Kulminationspunkt. Gerade als Kommunist sollte man doch in der Lage sein in Zusammenhängen zu denken und Analysen von Prozessen zu zeichnen.
Und die Aussage "Brasilien war nicht Brasilien" zeugt davon, dass er anscheinend nichts aus dem 1:7 gelernt hat. Die Brasilianer lebten in diesem Selbstverständnis die Besten zu sein, egal wie die Mannschaft aussieht. Sie sind die besten, weil sie Brasilien sind...so einfach nicht war? Deutschland hat ihnen gezeigt, dass es nicht reicht einfach nur Brasilien zu sein. Daraus sie lernen und Schlüsse ziehen. Das ist mit so einer Einstellung nicht möglich.
Unser Debakel war das 0:3 gegen die B-Mannschaft Portugals 2000 und zwei Jahre davor gegen Kroatien, als uns klar wurde, dass es nicht reicht Deutschland zu sein um ins Halbfinale oder darüber hinaus zu kommen. Mal schauen was Brasilien aus dem 1:7 lernt.


Auf'm Platz

Zur Zeit sind 0 Benutzer online.

Facebook, Twitter und Google+

Freund von 11FREUNDE werden