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Rummenigge kontert Bruchhagen-Vorschlag erneut
11freunde Offline
Dabei seit: 19.01.2012
München - Karl-Heinz Rummenigge hat in der Kontroverse mit Heribert
Bruchhagen nachgelegt. "Wenn sich solche Ideen, wie die von Heribert
Bruchhagen durchsetzen, sehe ich zwei Gefahren: Erstens haben wir einen
Solidarpakt in Deutschland, der besagt, dass sich alle der zentralen
Vermarktung unterwerfen; das geht sicherlich zu Lasten des FC Bayern
München. Dieser Solidarpakt wird mit solchen Forderungen infrage gestellt",
sagte der Vorstandsvorsitzende von Bayern München im kicker zu dem Vorschlag
von Eintracht Frankfurts Vereinsboss Bruchhagen.

Der 64-Jährige hatte gefordert, den Verteilungsschlüssel umzugestalten und
zum Wohl der Liga, den Champions-League-Teilnehmern tiefer in die Kasse zu
greifen. Diesen Vorschlag hatte Rummenigge (57) bereits als "Schnapsidee"
bezeichnet und greift Bruchhagen deshalb auch an: "Heribert Bruchhagen
verwechselt immer ein Stück weit Solidarität mit Sozialismus. Er versucht
immer nur, den erfolgreichen und guten Klubs in die Tasche zu greifen."

In diesem Zusammenhang verweist der Bayern-Boss noch einmal darauf, dass die
Bayern mit ihrer Zustimmung zur Zentralvermarktung auf rund 60 Millionen Euro
verzichten. "Wir akzeptieren das, denn den Preis, den wir da zahlen, ist es
wert, weil wir eine sehr solidarische Liga haben." Dieses System
gewährleiste, "dass die ganze Bundesliga finanziell sehr gesund lebt".

Würde die UEFA Bruchhagens Forderung folgen, käme es nach Ansicht von
Rummenigge in Europa zu einer Revolution im europäischen Klubfußball: "Das
würden sich die großen Klubs - speziell in Spanien, England und Italien -
nicht gefallen lassen. Und ich muss offen und ehrlich sagen, ich hätte sogar
ein gewisses Verständnis dafür."

Bruchhagen selbst fühlt sich offensichtlich falsch verstanden. "Ich habe
immer gesagt, dass mit dem derzeitigen Verteilermechanismus die Meisterschaft
uninteressant wird. Meine Aussagen wurden jedoch fehlinterpretiert", sagte
das Vorstandsmitglied der Deutschen Fußball Liga (DFL) dem
Sport-Informations-Dienst (SID). Nicht der FC Bayern müsse das Geld abgeben,
sondern die Europäische Fußball-Union (UEFA) müsse die Verteilung der
Millionen aus der Champions League anders gestalten.

Dies ist nach Rummenigges Meinung aber der völlig falsche Ansatz. "Da sehe
ich die zweite Gefahr. Wenn sich so etwas international durchsetzen würde,
dass auf einmal mehrere Klubs wie nun Eintracht Frankfurt fordern würden,
dass die UEFA den Verteilermechanismus in der Champions League verändern
soll, könnte daraus eine Europaliga entstehen mit der Folge, dass die
Bundesliga in die Zweitklassigkeit absinken würde. Das darf man nie
vergessen." Bruchhagen müsse wissen, dass man "am Ende des Tages auch mit
Zitronen handeln kann", wenn man solche Forderung erhebt.

(Zum Artikel: Rummenigge kontert Bruchhagen-Vorschlag erneut)
schorsch123 Offline
Dabei seit: 16.01.2013

Bevor der Hr. Rummenigge andere "Vereinsbosse" über nationale wie internationale Zusammenhänge bei der Verteilung von Geldern aufzuklären versucht, sollten vllt. die anderen "Vereinsbosse" versuchen, den Hr. Rummenigge über international einzuhaltende "Zollbestimmungen" aufzuklären !!!