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Neues Steuergesetz gilt auch für Profifußballer
11freunde Offline
Dabei seit: 19.01.2012

Paris - Die geplanten Steuererhöhungen der französischen Regierung unter Präsident Francois Hollande sorgen weiter für Unstimmigkeiten zwischen der Regierung und Fußball-Vertretern. Das Büro des Premierministers Jean-Marc Ayrault hob am Dienstag hervor: "Das neue Steuersystem betrifft alle Unternehmen, die Gehälter von mehr als einer Million Euro zahlen."

Der Präsident des französischen Fußball-Verbandes, Noel Le Graet, gab an, im vergangenen Dezember eine andere Information von Ayrault erhalten zu haben. "Nur große Unternehmen werden besteuert. Französische Profi-Klubs gelten aber als kleine oder mittelständische Unternehmen, deshalb wird die neue Einkommenssteuer von 75 Prozent für diese nicht fällig", sagte Le Graet der Zeitung Le Parisien. Aus Regierungskreisen verlautete am Dienstag, dass Le Graet nicht mehr auf dem neuesten Stand sei. Die Vereine müssen nun mit Verlusten in Höhe von insgesamt rund 150 Millionen Euro rechnen.

So würde etwa der schwedische Stürmer-Star Zlatan Ibrahimovic, der beim Erstligisten Paris St. Germain rund neun Millionen Euro verdienen soll, mehr als sechs Millionen an den Staat zahlen müssen - beziehungsweise dies den Klub selbst erledigen lassen.

(Zum Artikel: Neues Steuergesetz gilt auch für Profifußballer)
schorsch123 Offline
Dabei seit: 16.01.2013

Da spricht auch nichts dagegen.

Superverdiener gehören auch superbesteuert.

Nicht nur in Frankreich, auch in unsrer Bundesliga.

Das System mal wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen finde ich sehr sinnvoll

schorsch123

rumpler Offline
Dabei seit: 10.12.2009

75% Steuersatz ist krank.

Autobahnkreuz Offline
Dabei seit: 14.03.2008

"75% Steuersatz ist krank."

So? Der Mann verdient 9 Millionen im Jahr (dazu noch so Spässe wie Auflauf/Tor/Usw. Prämien, Eine Karre vom Premiumsponsor etc.) Dazu noch mehrere Millionen von seinem Sponsoren und sonstigen Einnahmen. Was ist nun krank?

 

alterzabo Offline
Dabei seit: 18.02.2010

Im Prizip richtig, aber gerade solche Steuersaätze treiben die Leute dann eben in die Steuerparadiese.

Leider, aber logisch

Zottelkralle Offline
Dabei seit: 02.05.2011

das mit den paradiesen machen die aber so oder so, also kein problem

mehmetwirdankendir Offline
Dabei seit: 19.12.2010

Ich halte den Steuersatz von 75 % ebenfalls für kontraproduktiv. Was ist eigentlich aus der guten alten Vermögenssteuer geworden? Die war kumuliert bei ca. 58 % oder? Ich denke damit sollte man leben können. Aber naja, die SPD lehnte die kompletten 90er Jahre eine Reformierung ab und schafft die Steuer mit der eigenen Regierung Jahre später ab...

misterkite Offline
Dabei seit: 14.06.2004

ja...ausgerechnet! und dann auch noch hans eichel. achachach. die sünden der spd in den 90ern...mit der n11 auch nie was gerissen in der zeit....rumpelfussball fürs volk und steuerersparnisse für die da oben. und immernoch belfert jemand wie "der arbeitgeberpräsident" das "das ja so nicht reicht mit den reformen und wenn der deutsche angestellte/arbeiter  weiterhin mit seinen kriminellen lohnbezügen die arbeitgeber aussaugt bis aufs blut dann muss frau gattin kunstpelz tragen und wird in baden baden auf einmal geduzt!" aber es geht uns ja gut und wenn nicht damals, dann heute brd wie zypern und das will doch niemand dass uns der grieche aufeinmal im porsche überholt, während wir wieder rüben klauen gehn...äh...ähhh...wo war ich: achja: ich glaube die gewieften teuren spieler mit ihren "berater" mafiosi lassen sich heute eher "netto wie brutto" auszahlen. der pizarro ist mit seiner wechselgeschichte von werder zum fcb da ja son beispiel. insgesamt 25 millionen dollar. muss man sich mal vorstellen.

Atatenango Offline
Dabei seit: 12.02.2008

Die Frage wäre außerdem: nur weil ein Ibrahimovic in Paris Fußball spielt, muss er ja nicht zwingend auch seinen (steuerlichen) Hauptwohnsitz in Paris haben, sondern könnte diesen auch auf die Kanalinseln oder sowas verlegen. Ich weiß nicht, wie das in Frankreich geregelt ist, ob man das Geld dort abführen muss, wo man es auch verdient, oder halt dort wo man steuerlich gemeldet ist...in Deutschland wäre das meines Wissens nach auf jeden Fall kein Problem.
Grundsätzlich finde ich, dass Menschen (egal, ob nun Fußballer oder irgendwer anders), die viel verdienen, auch viele Steuern bezahlen sollen, von wegen Solidargemeinschaft usw., halte aber einen Steuersatz von 75% auch für übertrieben. Ich find auch eher, dass das Problem darin liegt, dass es soviel (legale) Steuerlücken gibt, wo solche Leute einfach unglaublich viel Geld durch sparen können, und diese gehören halt abgeschafft. Wenn ein Topverdiener von mir aus 50% Steuern bezahlen muss, und diese aber auch wirklich bezahlt, und nicht durch irgendwelche Lücken nur 30% oder so, dann fänd ich das schon vollkommen o.k.

mehmetwirdankendir Offline
Dabei seit: 19.12.2010

Ach kite,

ich bemängle doch gar nicht, daß statt an der Einnahmequelle (sprich Steuern) auch einmal auf der Ausgabenseite geschraubt und gewerkelt wird. Aber sei ehrlich: Der soziale Kahlschlag zusammen mit Steuererleichterungen für Reiche, bzw. Großkonzerne. Das passt doch wirklich nicht ganz zusammen...

Sie hätten edie Drecksarbeit einfach nach 2002 von der Union machen lassen sollen.

juschek Offline
Dabei seit: 06.06.2011

Mehmet, ich weiß nicht wie fit du auf dem Terrain bist oder ob du dich in der Thematik einfach nicht auszudrücken weißt. Wie dem auch sei, in deine letzten Posts passen jedenfalls vorn und hinten nicht zusammen...

mehmetwirdankendir Offline
Dabei seit: 19.12.2010

Zumindest passt es nicht in das Profil einer, zumindest der Name verspricht es ja, sozialdemokratischen Partei. Ersetz die Parteien (v.a FDP) geht alles wunderbar zusammen.

juschek Offline
Dabei seit: 06.06.2011

Also, um hier mal ein paar Sachen gerade zu rücken. Die Vermögenssteuer als solche ist in der deutschen Steuergesetzgebung keineswegs abgeschafft, sondern seit 1997 ausgesetzt. Hinzu kommt, dass sie auch nicht von der SPD ausgesetzt wurde, sondern von einer CDU/FDP geführten Regierung, welche zumindest teilweise auf grund der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts handelte (Dabei ging es um die UNgleichbehandlung von immobilen Anlagevermögen und anderen Anlagevermögensarten, was dem Gleichbehandlungsgrundsat zumindest teilweise widersprach). Das mit der Blockadehaltung der SPD in den 1990er Jahren müsstest du dann auch nochmal präzsieren, den bis 1998 waren die Union und die FDP Fiskalpolitisch nämlich nicht die progressivsten Kräfte unter Gottes warmer Sonne.

Das die Vermögenssteuer zusätzlich noch eine der denkbar schlechtesten Erhebungsformen für jedwede staatlichen Mittel darstellt, immense rechtliche sowie Gerechtigkeitsprobleme (Doppeltbesteuerung usw. usf.) mit sich bringt und zudem zu Kapitalflucht führt sei mal dahingestellt.

Man könnte jetzt natürlich auch auf den neoliberalen Mainstream seit den frühen 1980er Jahren hinweisen, welcher zur Verkrüppelung von Einkommenssteuern und Kapitalertragssteuern führte und maßgeblich von den Regierungen Kohl, Thatcher und Reagen umgesetzt wurde (und von denen hat sich keiner jemals des Verdachts schuldig gemacht besonders links zu sein).

Aber zurück zum Fussball: Ein steuersatz von >70% ist tatsächlich kontraproduktiv. Man sollte aber beachten, das diese zunächst für 2 Jahre gilt, erst ab einem jahreseinkommen von über einer Millionen greift, nicht auf Kapitalerträge und Anlagevermögenswirksame Leistungen erhoben wird. Bei Ausnutzung sämtlicher steuerrechtlicher Mögleichkeiten wird niemand eine Effektive Steuerlast von jenseits der 50 Prozent befürchten müssen. Insgesammt ist es halt ein Wahlversprechen der Sozialisten das umgesetzt werden musste und von dem nur 2500 Personen (konservative Schätzungen in den Medien) betroffen sind.

Sirre Offline
Dabei seit: 12.09.2007

@atatenango
Uiuiui , lass das nicht den zustaendigen Beamten bei deinem Fnanzamt hoeren. Das mit dem Wohnsitz in Belgien haben ja schon die Koelner und Gladbacher Profis in den 80-90ern probiert. Hat eher mittelmaessig gut funktioniert.

Der Herr Ibra ist mit Sicherheit in Frankreich steuerpflichtig, deswegen hat er aber auch eine NETTO Abmschung mit PSG, da sich die Aenderung der Steuergesetzgebung in letzten Sommer schon andeutete.

Alle anderen Steuervereidungswege (Werbeinnahmen ueber eigene Firmen in Niederigsteuerlaendern etc pp) sind ausprobiert und auf die Schnautze gefallen (Mal bei Calmund nachfragen)

Bleibt nur der Weg des Raul: Einfach da spielen, wo es keine Steuer gibt

Buthelezi Offline
Dabei seit: 04.07.2007

Ach ja Steuerprobleme. Gibt es da nicht so einen Satz, dass efffektive Umverteilung von Reichtum in einer demokratischen Gesellschaft nicht funktioniert?

Wobei es ja schon helfen würde, wenn z.B. international agierende Konzerne zumindest auch da Steuern zahlen würden, wo sie ihr Geld erwirtschaften (denn sie profitieren ja in nicht zu geringem Maße von Infrastruktur/sozialem Frieden etc.).

Hier in England hat z.B. Starbucks in den letzten 14 Jahren knapp 9 Mio. Pfund Unternehmenssteuer gezahlt - und nur ein einziges Mal in 15 Jahren einen zu versteuernden Gewinn angezeigt. Und dann auch noch wirklich behauptet, sie hätten in all den Jahren tatsächlich nie Geld verdient in England, weil der Kaffeemarkt so umkämpft sei (Jahresumsatz in UK 2011: 400 Mio Pfund).

75 Prozent Steuersatz klingt für mich arg nach populistischer Maßnahme - wirklich zahlen wird das wohl kaum einer. So richtig leid tun mir die Menschen, die davon betroffen sind aber auch nicht, denn ich kann mir gerade keinen Job vorstellen, der eine Entlohnung im oberen 7stelligen Bereich verdient hätte.

mehmetwirdankendir Offline
Dabei seit: 19.12.2010

@ juschek

So. Kann sehr gut sein, daß du mich jetzt wirklich dran hast.

Im Zuge des Planspiels: "Optimierung des Finanzplatzes Deutschland", die eine Deregulierung des Finanzmarkes und Steuererleichterungen für Großbanken und Versicherungen zur Folge hatte, vermutete ich auch die Abschaffung der Vermögenssteuer in dieser Zeit. Ich merke langsam, daß du mit dieser Thematik sehr betraut bist, und meine Recherchen ergaben, daß du ohne Zweifel Recht hast. Als es vor einigen Monaten um die Wiedereinschaffung der Vermögessteuer seitens der SPD ging, mußten sich Steinbück und einige Genossen große Vorwüfre bezüglich ihrer Glaubwürdigkeit machen lassen. Der größte lautete: "Die eigene Regierung, an welcher er beteiligt war, hat die Vermögenssteuer selbst abgeschafft." Leider habe ich diese Behauptung nie selbst überprüft und flieg daür jetzt auf die Schnauze. Denoch will ich die Chance nutzen, Lich ins Dunkle zu bringen. Wenn du mir den Ablauf der Ereignisse, erläutern könntest, oder mir erklären, wie es überhaupt zu diesen scheinbar unhalbaren Vorwürfren kommen konnte, wäre ich dir dankbar.

rumpler Offline
Dabei seit: 10.12.2009

Genosse der Bosse

suppenteller Offline
Dabei seit: 05.07.2010

@Buthelezi

das machen ja viele, in einem geflecht von zig subunternehmen rund um den globus werden gewinne versteckt und steuern nicht gezahlt, siehe dazu auch:

http://zoom.zdf.de/ZDFzoom/ZDFzoom-5991578.html

(ZDFzoom: Flucht in die Karibik)

dazu liegt das verhältnis von sozialbetrug (also der hartzer, der sich 14euro extra jeden monat "ergaunert") zu steuerhinterziehung in den europäischen ländern so im verhältnis 1zu7 bis 1zu10, aber das größte problem sind natürlich all diese "asozialen schmarotzer", die jede woche durchs boulevard gescheucht werden

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