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Brasilien kämpft sich ins Traum-Halbfinale gegen Deutschland
11freunde Offline
Dabei seit: 19.01.2012
Fortaleza - Mit Leidenschaft, Kampfkraft und jeder menge schmutziger Tricks
ist WM-Gastgeber Brasilien ins Traum-Halbfinale gegen Deutschland eingezogen.
Die Innenverteidiger Thiago Silva (7.) und David Luiz (69.) erzielten die
Tore beim 2:1 (1:0)-Arbeitssieg gegen Kolumbien. Die knüppelhart agierende
Selecao machte damit die Neuauflage des Finals von 2002 perfekt. Vor Angst zu
erstarren braucht die DFB-Elf am kommenden Dienstag - exakt 24 Jahre nach dem
WM-Triumph 1990 - in Belo Horizonte (22.00 Uhr MESZ) aber nicht.

James Rodriguez gelang per Foulelfmeter (80.) nur noch der Anschlusstreffer
für die Cafeteros, die den Einzug in ihr erstes WM-Halbfinale verpassten.
Der Jungstar verabschiedete sich mit seinem sechsten Tor von der großen
WM-Bühne.

Vom "Jogo bonito", dem in Brasilien so verehrten "schönen Spiel", war die
Elf von Trainer Luiz Felipe Scolari Lichtjahre entfernt. Der Zweck heiligte
die Mittel. Symptomatisch war die Gelbe Karte gegen den überragenden Thiago
Silva, der damit gegen Deutschland gesperrt sein wird: Als Kolumbiens Torwart
David Ospina das Spiel mal schnell machen wollte, rannte er ihn einfach über
den Haufen. Nun wird wahrscheinlich Dante von Bayern München gegen seinen
Teamkollegen Thomas Müller und Co. verteidigen.

Bangen müssen die unter dem Strich enttäuschenden Brasilianer vor dem
Halbfinale auch um Neymar. Der Superstar wurde nach zahllosen Attacken und
einem finalen Knie-Check in den Rücken durch Juan Zuniga in der 88. Minute
vom Platz getragen.

Die Kolumbianer ließen sich in ihrem ersten WM-Viertelfinale den Schneid
abkaufen. Die Brasilianer führten jeden einzelnen Zweikampf am Rande der
Legalität und häufig jenseits davon. Vor allem Cafetero-Jungstar James
wurde bei jeder Ballberührung knüppelhart attackiert - und der schwache
Schiedsrichter Carlos Velasco Carballo (Spanien) schaute allzu oft nur zu.

Die Selecao-Fans im Estadio Castelao mussten nicht lange bis zum ersten
Torjubel warten. Nach einer Ecke von Neymar passte Carlos Sanchez nicht auf,
ließ Thiago Silva laufen, und der Kapitän bugsierte den Ball mit dem Knie
ins Tor. Der Treffer passte zum Spiel der Brasilianer: Schön war er nicht.
Umso schöner war dafür das 2:0 von David Luiz. Der Verteidiger vom FC
Chelsea versenkte einen direkten Freistoß aus 25 Metern im Winkel.

Die Kolumbianer waren schon nach dem frühen ersten Gegentreffer schockiert
gewesen, ihnen gelang gegen die bissigen und aggressiven Gastgeber kaum eine
Aktion - auch, weil Rodriguez unentwegt attackiert wurde. Fernandinhos Checks
gegen den 22-Jährigen vom AS Monaco (13./45.+1) waren grenzwertig, zahllose
weitere Male bekam James Tritte, Schubser und Stöße ab. 

Am Drücker waren zumeist die Brasilianer, die bei aller Härte zumindest
durch ihre Leidenschaft und Zielstrebigkeit zu überzeugen wussten. Nur
einmal blitzte vor der Pause auch spielerische Klasse auf. In der 20. Minute
kam Hulk nach einem Doppelpass mit Neymar zum Schuss, bei dem David Ospina im
Tor seine ganze Klasse zeigen musste. 

Brasiliens Trainer Scolari hatte nach dem Zittersieg im Elfmeterschießen
gegen Chile auf der rechten Abwehrseite überraschend Dani Alvez durch Maicon
ersetzt. Paulinho spielte für den gelbgesperrten Wolfsburger Luiz Gustavo. 

Auch José Pekerman, argentinischer Coach der Cafeteros, nahm zwei
Veränderungen vor. Im Mittelfeld spielte Fredy Guarín für Abel Aguilar. Im
Angriff musste Jackson Martínez weichen, für ihn stürmte Víctor Ibarbo.

Nach der Pause ebbten die zumeist wilden und ungestümen Angriffswellen der
Gastgeber ab, in der Defensive operierten sie weiter kompromisslos. Und wenn
Kolumbien mal in Strafraumnähe kam, war spätestens beim bärenstarken
Innenverteidiger-Duo Endstation. Nach dem Elfmeter, den Torwart Julio Cesar
mit einem Foul am eingewechselten Carlos Bacca, war es aber vorbei mit der
Sicherheit. Nur eine Minute später verpasste Bacca per Kopf den Ausgleich
nur um wenige Zentimeter. Am Ende zitterte sich Brasilien ins Ziel.

 

(Zum Artikel: Brasilien kämpft sich ins Traum-Halbfinale gegen Deutschland)
hitzfeld09 Offline
Dabei seit: 03.06.2014

Boah, was waren die Brasilianer schlecht! Sagt Mehmet, und der musses ja wissen.

Die haun wir wech wie nix - sagt Mehmet, und der musses ja wissen.

Vielleicht weiß er ja jetzt schon, dass Neymar verletzt draußen ist aus dem Turnier - was schlimm und dramatisch wäre - aber das würde Schland den Weg zum Titel ebnen.

Wie schrecklich wäre das ... 

Liverpool-Dave Offline
Dabei seit: 08.07.2014

Ich seh das gemischt heute abend, der Brasilianer ist von der Mentalität doch eher der Kämpfer und agressor gerade Marcelo ist ja auch kein unbeschriebenes Blatt was seine Statistik angeht gerde wenn er unter Druck ist. Oder gerade Fred ist auch ein Taktiker was man im gegenzug zu Klose hier mal offen sagen sollte , Klose hat ja nicht unbedingt im den Ball am rechten Fleck, aber halt der typische Deutsche Fußballer im Querpass die Lücke suchen. Wird schwer heute abend ich hoffe nur das Deutschland seiner Taktik der 2-4-5 Treu bleibt. Denke das Neuer heute abend doch sehr unter Druck gesetzt werden wird von Hulk und Oscar. Es beliebt spanned, so lange Boateng und Hummels die Nerven behalten.