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Blatter: "Brasilien wird für WM 2014 bereit sein"
11freunde Offline
Dabei seit: 19.01.2012

Zürich - FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat gelassen auf Verzögerungen beim Bau der Stadien für die Fußball-WM 2014 in Brasilien reagiert. Knapp ein Jahr vor der Weltmeisterschaft stelle sich immer die Frage, ob das ausrichtende Land rechtzeitig fertig wird. "Ja, sie werden bereit sein", sagte der Präsident des Weltverbands am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz.

"Ich kann ihnen versichern, dass mit der Kraft Brasiliens, und ich rede nicht nur von seiner wirtschaftlichen Kraft, sondern auch durch den Einsatz des Sportministers und Präsidenten, Brasilien eine wunderbare Weltmeisterschaft ausrichten wird", sagte der Schweizer.

Bei den Vorbereitungen in Brasilien konnten Fristen beim Bau der Stadien und Infrastruktur nicht eingehalten werden.

(Zum Artikel: Blatter: "Brasilien wird für WM 2014 bereit sein")
MarcRamone Offline
Dabei seit: 11.03.2009

Das Stadion Maracanã in Rio ist fertig. Ein Bericht dazu in der Zeit:

http://www.zeit.de/cds-berlin/2013-06/maracana-stadion-confed-cup-brasilien

Es kommt einem alles all zu bekannt vor. Wie war das nochmal mit aus Geschichte lernen?!

Gruni Offline
Dabei seit: 09.11.2009

Hauptsache, es gibt genügend Kondome und Bier! Alles andere ist sekundär.

MarcRamone Offline
Dabei seit: 11.03.2009

Für deinen Brasilientrip braucht man auch keine WM ...

Und Caipirinha nicht vergessen!

MarcRamone Offline
Dabei seit: 11.03.2009

Und nochmal etwas interessantes zur WM in Brasilien, dieses Mal im Rahmen des Confed Cup:

Frankfurter Rundschau : "Das Volk zürnt"

http://www.fr-online.de/sport/confed-cup-brasilien-das-volk-zuernt,14727...

MarcRamone Offline
Dabei seit: 11.03.2009

Ein bemerkenswerter Artikel über den ehemaligen brasilianischen Nationalspieler Romário:

http://www.zeit.de/2013/25/confed-cup-brasilien-romario

Ein guter Kommentar zu den aktuellen Protesten in Brasilien:

http://www.zeit.de/sport/2013-06/brasilien-proteste-fifa-danke

MarcRamone Offline
Dabei seit: 11.03.2009

Auch, wenn es hier fast zum Blog wird, ich finde das Thema sehr wichtig.

https://www.facebook.com/OccupyRecife

In Brasilien wird gerade etwas gemacht, wovon wir hier immer nur geredet oder bestenfalls T Shirts gedruckt haben: Sie zeigen u.a. der FIFA die Stirn! (Es geht dort ja um noch viel mehr als den Confed Cup bzw. die WM und es ist sehr gut, dass sie ihre Meinung äußern.) Wider dem sinnlosen Gigantismus mit diesen wuchernden Ausgaben finanziert vom Volk und dann am Volk vorbei gewirtschaftet.

In einem SPON Artikel wird etwas sehr wahres angesprochen:

"In der Tat gibt es kaum noch Zufluchtsorte. Eine WM oder Olympia in Nordkorea wäre konsequent. Aber wie lange noch? Sepp Blatter muss sich beeilen."
Quelle, spiegel.de:
http://www.spiegel.de/sport/fussball/demonstrationen-in-brasilien-gegen-...

Ich bewundere z.Z. die Demonstranten in Brasilien (https://www.facebook.com/OccupyRecife) und auch der Türkei.

bataplummy Offline
Dabei seit: 28.10.2010

Ganz recht mark und spätestens jetzt weiß man wofür der confed eigendlich herhalten soll. Im vorfeld nämlich solche protestaktionen ein jahr vorher die luft zu nehmen. Aber ich schätze dass gibt bei der wm trotzdem große proteste. Muss erst die fußball wm kommen um sich um die favelas zu bemühen?

Clint Billton Offline
Dabei seit: 09.06.2013

du weißt ja, was man leuten nachsagt, die nämlich mit "h" schreiben, oder?

MarcRamone Offline
Dabei seit: 11.03.2009

Der Confed Cup ist die organisatorische Probe (in jeder Hinsicht), so habe ich das bisher verstanden.

Vorher damit die Stimmung abzufangen oder politisch abzudämpfen war bestimmt nicht Hintergrundgedanke bei der Einführung. Ich kann es mir zumindest nicht vorstellen.

Früher wurde er alle zwei Jahre gespielt und seit 2005 alle vier bzw. kurz vor der WM.

Gerade die WM 2006 in Deutschland hat den FIFA Gigantismus mit bestätigt und befeuert. Diese ganzen neuen Stadien in Deutschland und die perfekte Organisation war einfach eine Hausnummer zu groß und eine sehr hohe Messlatte für alle die danach die WM ausrichten wollen. Vielleicht war das zu gut und wir haben uns übernommen udn übertrieben.

Für Brasilien sieht es ganz so aus, dass die WM den Blick auf die Favelas schärft.

Bei den Protesten spielen die Favelas allerdings bisher eine untergeordnete Rolle. Den Demonstranten gehts ums "Große Ganze" soziale und politische Paket. Die jüngeren Leute haben einfach die Nase voll davon wie bisher via Korruption über ihren Kopf hinwegentschieden und viel Geld für Mumpitz verfeuert, aber dafür bei ganz wichtigen Dingen wie Krankenhäusern und Bildung nach wie vor gespart wird. Es ist gut in all  die Wunden den Finger zu legen.

Die Äußerung "Krankenhäuser nach FIFA Standard" ist äußerst gelungen und treffsicher!

Ich finde es toll, dass dort eine junge Generation aufsteht und für ihre Anliegen kämpft und Werte äußert.

mehmetwirdankendir Offline
Dabei seit: 19.12.2010

Bildung, das Gesundheitswesen, die soziale Schieflage der Gesellschaft. Es sind richtig interessante Dinge, die – wie man hört – verhandelt werden, wenn die Spieler der brasilianischen Nationalmannschaft in diesen Tagen des Confederations Cup vor die Presse treten. Keiner der kickenden Gutverdiener versucht zu mauern, wenn er auf die machtvollen Demonstrationen angesprochen wird, die derzeit das ganze Land in Atem halten.

Und Trainer Luiz Felipe Scolari hat auch nichts dagegen, wenn er und die Spieler auf Pressekonferenzen nach ihrer politischen Meinung gefragt werden, und er besteht nicht darauf, dass nur über sportliche Dinge gesprochen wird, weil er weiß, dass das Leben in Brasilien wichtiger ist als die harte Wade eines Mittelfeldspielers vor der Partie gegen Mexiko.

Und so staunen wir, dass ein Spieler wie Hulk, der hierzulande vor allem deshalb bekannt ist, weil er für eine irrwitzige Ablösesumme vom FC Porto zu Zenit St. Petersburg gewechselt ist, sich mit den Demonstranten, die für ein lebenswertes Leben auf die Straße gehen, solidarisiert. Schon länger staunen wir über Romario, den Weltmeister von 1994, der als Parlamentarier zu einem der schärfsten Kritiker der korrupten Fußballkaste geworden ist.

Und wir reiben uns verwundert die Augen, wenn wir lesen, dass der frühere Nationalspieler Juninho auf seiner Facebook-Seite fordert, die Nationalspieler mögen ein Zeichen der Solidarität an die Protestierenden aussenden, indem sie sich beim nächsten Spiel während der Nationalhymne demonstrativ von der Landesfahne abwenden. In Brasilien scheint es zu geben, was in Deutschland nicht möglich scheint: den mündigen Fußballprofi.

Der frühere Nationalspieler Gerald Asamoah hat in seiner Autobiografie beschrieben, wie entsetzt er darüber war, dass sich keiner seiner Kollegen aus der DFB-Elf demonstrativ gegen Rassismus positioniert hat, nachdem er von Rostocker Fans rassistisch beleidigt worden war. Nichts war da zu hören vom kürzlich feierlich aus dem Spielerbusiness verabschiedeten damaligen DFB-Kapitän Michael Ballack. 

Philipp Lahm, sein Nachfolger, setzt sich immerhin vernehmbar gegen Homophobie im Fußball ein, ist aber in seiner Position als leitender DFB-Mitarbeiter regelrecht gleichgeschaltet. Sein Einsatz für die Opposition in der Ukraine mag in der Sache nachvollziehbar und richtig sein. Weil er sich dabei allerdings ebenso wie DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zum Sprachrohr der Bundesregierung hat degradieren lassen, darf er getrost als kickendes Winkelement der Bundeskanzlerin bezeichnet werden.

Es mag sicher Spieler geben, die den internationalen Fußballverband kritisch sehen – geht ja auch kaum anders–, aber sagen würden sie das in der Öffentlichkeit nie und nimmer. Viele der deutschen Profis sind in ihrer Sprachlosigkeit zu degenerierten Ich-sag-mal-so-Marionetten geworden. Die geistige Reduzierung auf ein grünes Rasenrechteck ist längst zur Norm geworden in Fußballdeutschland. Und wenn ein Alttrainer wie Otto Rehhagel als Wahlmann über den Bundespräsidenten mitentscheidet, so liegt die Frage nahe: „Hat der überhaupt eine Ahnung von dem, was er da macht?“

Bundestrainer Joachim Löw schwärmt, wenn er auf seine jungen Spieler angesprochen wird, von deren charakterlichen Reife. Mit Mündigkeit hat diese nur wenig zu tun. Welche Blüten die Anpassungsmaschine im deutschen Fußball treiben kann, war vor Kurzem beim FC Bayern zu beobachten, als sich der bekennende Steuerhinterzieher Uli Hoeneß von seinen teilweise blutjungen Fußballspielern hat bestätigen lassen, welch grundguter Typ er ist. Einen Kicker, der lauthals gegen Steuerbetrügereien, gegen all die legalen und illegalen Tricks zur Steuervermeidung, der sich ganz allgemein für mehr Steuergerechtigkeit einsetzt, hat man in dieser Zeit nicht vernommen.   Hier der gesamte Link: http://www.taz.de/!118396/

Text: Andreas Rüttenauer  (Sport-Redakteur der taz. )

19.06.2013

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