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100 Millionen: Chelsea träumt von rosiger Zukunft
11freunde Offline
Dabei seit: 19.01.2012

Amsterdam - Der FC Chelsea und sein Mäzen Roman Abramowitsch wollen nach zwei Europacup-Siegen und Trainerwechseln in Manchester anscheinend die Gunst der Stunde nutzen - sie träumen von einer rosigen Zukunft. "Chelsea wird nächste Saison noch viel besser sein. Weil sie 100 Millionen Euro für neue Spieler ausgeben werden", sagte der scheidende Teammanager Rafa Benítez nach dem 2:1-Sieg im Europa-League-Finale gegen Benfica Lissabon: "Das Fundament ist schon gelegt. Die Zukunft wird rosig."

Auch Torhüter Petr Cech frohlockt bereits. "Die nächste Saison wird sehr interessant werden", sagte er: "Für Manchester United wird es die erste Saison ohne Alex Ferguson, und auch Manchester City braucht einen neuen Teammanager. Das sind große Veränderungen, und man muss abwarten, was sie bewirken."

Auch Chelsea wird im Sommer einen neuen Coach bekommen, doch Rückkehrer José Mourinho wird empfangen werden wie ein Messias.

(Zum Artikel: 100 Millionen: Chelsea träumt von rosiger Zukunft)
qbert Offline
Dabei seit: 29.07.2010

Wie war das jetzt nochmal mit dem Financial Fairplay? Kann mir das nochmal jemand erklären?

Der 270-Mio-"Sponsorvertrag" von PSG wird auch schon lange totgeschwiegen...Da krisch Plack!

knabber Offline
Dabei seit: 26.08.2010

Das mit dem Financial Fairplay ist sowieso ein Witz. Wirklich getroffen hat es doch sowieso nur Malaga, weil dort der Investor abgesprungen ist... Solange noch jemand hinten dran steht und Geld reinbuttert ist das ja auch kein Problem, es wird ja quasi Geld erwirtschaftet, so irgendwie... 

Wer glaubt die UEFA würde eine Mannschaft, wie Chelsea oder PSG vom internationalen Wettbewerb ausschließen, der ist genauso dumm und naiv wie ich. (:

Ach so, und um deine Frage zu beantworten:

Sollten die Ausgaben die Einnahmen übersteigen, kann die resultierende Differenz, die momentan maximal 45 Millionen Euro  betragen darf, durch private Geldgeber oder Investoren ausgeglichen werden.

Interessant ist zu dem Thema folgender Artikel:

http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/financial-fairplay-kreativitaet-oder-konsequenz-11893693.html

qbert Offline
Dabei seit: 29.07.2010

Und genau dieses Schlupfloch nutzt PSG doch schamlos aus. Ich will ja der UEFA gar nicht vorab unterstellen, dass sie keine Sanktionen gegen "große" Teams durchsetzen würde. Aber wenn es so einfach ist, Investorengelder zu realen Gewinnen zu machen, ist das ja auch nicht notwendig...und das ganze Konzept ist völlig nutzlos

knabber Offline
Dabei seit: 26.08.2010

Absolut richtig. Hab meinem Beitrag überarbeitet und auf einen Artikel verwiesen. Die Vereine bekommen ja sogar Schlupflöcher aufgewiesen. Die internationalen Fussballverbände sind doch mittlerweile nur noch Vermarktungsmaschinen und als Verbände und Entscheidungsgremien nicht mehr ernst zu nehmen, mir persönlich macht es von Jahr zu Jahr weniger Spaß die Euro- oder Champions-League zu schauen. Von EM und WM rede ich schon gar nicht mehr...

Atatenango Offline
Dabei seit: 12.02.2008

Jetzt mal vom Financal Fairplay abgesehen. Diese 100 Mio. muss Abramovic vermutlich auch investieren, wenn er weiterhin in Europa oben mitstinken will. Euro-League Sieger ist ja jetzt auch nicht nix, aber sie sind halt schon nur der Gewinner des Verlierercups.Und den Anspruch wir Abramovic ja nicht haben...und so unattraktiv wie die Fußball spielen, muss da halt einfach neues Personal her...überhaupt verwundertlich, dass man mit so einer Art Fußball zu spielen heutzutage noch zwei internationale Titel erreichen kann.
Aber Kohle allein hilft halt auch nicht...wäre schon auch gut, das jemanden zu haben, der auch weiß, wie man die Kohle am besten investiert. Beispiel ist da ja Marko Marin...ich mein der Junge hat halt auch etwas Pech gehabt mit Verletzungen usw., und ich weiß jetzt auch gar nicht mehr was Chelsea für den hingeblättert hat...und De Breuyne auf der anderen Seite hat vielleicht auch einfach Glück gehabt...aber wie kann man denn für einen Spieler ne Menge Geld hinlegen, den man gar nicht braucht, und ich gleichen Zug jemanden abgeben, der anscheinend auf der selben Position viel mehr bewegen kann. Da fehlt es für mich halt einfach an sportlicher Kompetenz...aber vielleicht kommt die ja mit Mourinho wieder zurück!

knabber Offline
Dabei seit: 26.08.2010

Ich muss dem widersprechen. Ich denke, der Betrag, den Chelsea benötigt ist eher zweitrangig. Recht gebe ich Dir mit der fehlenden Kompetenz, ist die erst einmal wieder in London, ist der Kader gut genug um ihn punktuell mit wenig Investitionen wieder auf ein gutes Niveau zu hieven. 

Außerdem: Der Fußball, den Chelsea in den letzten 2 Jahren gespielt hat ist zwar an Grausamkeit nicht mehr zu überbieten, aber letztendlich super effizient. Ich empfand das Spiel von Benfica gestern um einiges schöner, allerdings hatte Chelsea die besseren Möglichkeiten. Das 1:0 von Torres ist ein Paradebeispiel für den Fussbal, den Chelsea in den letzten zwei Jahren gespielt hat. Wenn ich mich an das Halbfinale vor einem Jahr erinnere, wo Chelsea Barcelona mit Gemauer aus der CL geschlagen hat, muss ich sagen, dass das zu dem Zeitpunkt die Taktik war, mit der man den FC Barcelona und alle ballbehauptenden Mannschaften schlagen kann. Nicht schön anzuschauen, aber immerhin hat Chelsea 2 Pokale auf ihrer Seite, die zumindest beweisen, dass er erfolgreich ist.

Memphiz Offline
Dabei seit: 05.12.2012

zu dem häßlichen spiel von chelsea hat sich nicht zu vergessen auch eine megaportion glück gesellt. statistisch gesehen folgt aus jeder 25. ecke ein tor. das war nun 2 mal in einem endspiel in der nachspielzeit der fall. hinzu kommen die verschossenen elfer von messi damals im halbfinale und robben... und da man sich dieses glück sicher nicht kaufen kann zeigt es die groteske situation eigenltich umso mehr auf, in der sich chelsea gerade befindet. nämlich den 3. trainer zu holen und noch mehr kohle raus feuern, obwohl die pokale eingefahren werden.

Buthelezi Offline
Dabei seit: 04.07.2007

Ach, Chelsea hat doch gestern wieder beinahe den gleichen Mist gespielt wie im letzten CL Finale.

Gut, dieses Mal waren sie annähernd gleichwertig und haben sich nicht nur auf ihr Glück verlassen (gute Defensivarbeit war das nämlich weder gg. Barca noch gg. Bayern) aber die wurden von Benfica phasenweise ganz schön an die Wand gespielt.

Sei's drum, die Titel geben ihn tatsächlich Recht.

Was den Kader angeht sehe ich den eigentlich als ziemlich stark - das Mittelfeld mit Hazard, Oscar, Ramirez und Mata z.B. ist nicht viel schlechter als das der üblichen Verdächtigen in PL/CL. Fehlt evtl. noch ein guter, echter Defensivmann (obwohl Luiz da ja wohl hiinschgeschult wird) und das passt.

Abwehr ist okay, könnte einen guten IV vertragen und im Sturm sollten sie vermutlich noch ein Großkaliber holen - bei heutigen Marktpreisen kann man dann aber natürlich auch schon schnell bei 100 Mio. sein...

Beschorner Offline
Dabei seit: 26.03.2010

ich denke auch, dass chelsea eigentlich einen starken kader hat. das problem sehe ich da eher in der rollenverteilung, gerade im mittelfeld.

ramires ist ein typ dauerläufer, der überall auf dem platz zu finden ist, oft genug dann aber auch nirgends. dadurch ergeben sich dann die räume für den gegner und chelsea sieht schlecht aus. dazu kommt dann, dass mata und hazard auch nicht grad die robustesten defensivkünstler sind.

für kommende saison braucht es wohl neben david luiz, wenn er denn dauerhaft den 6er macht, einen weiteren stabileren 6er oder ramirez bleibt positionstreuer.

100 mios müssen da sonst eigentlich nicht investiert werden, zumal ich torres immernoch als topstürmer sehe.

knabber Offline
Dabei seit: 26.08.2010

Genau das denke ich auch, wobei ich sagen muss, dass mir Lampard im Mittelfeld immernoch sehr gut gefällt, obwohl er nicht gerade das Zukunftsmodell darstellt. (:

Chelsea läuft meiner Meinung nach Gefahr mit hohen Investitionen den Kader wieder in einen Umbruchskader zu verwandeln. Das ist ja fast so als würde man beim Kniffeln immer alle Würfel neu würfeln. 

Walter Baseggio Offline
Dabei seit: 15.03.2007

Hauptsache, Malaga wird kommende Saison von der CL ausgeschlossen...

An Man City, Chelsea oder PSG traut sich die Uefa doch nicht ran!

Bei PSG ist es ja so, dass Platini im Falle eines Votums für Katar im Jahr 2010 die Zusicherung bekam, dass ordentlich in den französischen Fußball investiert würde. Außerdem hat sein Sohn irgendeinen gut dotierten Posten in Katar bekommen. Da wird Platini es doch zu verhindern wissen, dass PSG aus der CL gekickt wird auf Grund der finanziellen Alimentation aus dem Wüstenstaat.

sgu07 Offline
Dabei seit: 07.03.2004

zu dem häßlichen spiel von chelsea hat sich nicht zu vergessen auch eine megaportion glück gesellt

 halbfinale gg. barca (Övrebö!) oder elfer-schießen mit united fallen mir dazu spantant ein. ich meine, um dieses glück haben zu dürfen, mussten sie davor aber auch verdammt viel pech ertragen.

Fix Offline
Dabei seit: 16.07.2010

Auch wenn es am Mittwoch spielrisch von Chelsea eher mau war, hat der Verein gerade in diesen Part sich entwickelt. Mit Mata, Oscar & Co sind sie etwas weg von ihrem für die letzten Jahre typischen, zweikampfbasierten Spiel hin zu mehr spielerischer Qualität. Mit Lampard & Terry sowie vorne Drogba gehen halt auch die Typen verloren, die dieses robuste Spiel prägten. 

Ansonsten haben sie ja gute Nachwuschzentren und wahrscheinlich perfekte Bedingungen um junge hoch talentierte Spieler zu fördern. Allein es fehlt an der Koordination und der Kontinuität auf dem Cheftrainerposten.

Ob sich de Bruyne bei den Blues in diesem einem Jahr genauso gut entwickelt hätte wie bei Werder, wer weis das schon? Prinzipiell bräuchte Chelsea einen Allrounder, der auch die Bälle im Spielaufbau sinnvoll in die Offensive bringt.

knabber Offline
Dabei seit: 26.08.2010

@Walter: Vielen Dank für diese Information, das war mir noch nicht bekannt.

Der französische Fußball wird so enorm am Investoreneinstieg bei PSG und der Steuererhöhung für Besserverdienende leiden. Französische Clubs müssen mehr für Spieler zahlen, um diese an sich zu binden und wirklich leisten kann sich das nur der Verein aus der Hauptstadt. 

Ganna Offline
Dabei seit: 06.07.2009

Was diese Fachleute von der FAZ da schreiben, verstehe ich nicht:

„Kein Verein, der fortan an europäischen Wettbewerben teilnehmen will, darf dann mehr Geld ausgeben, als er einnehmen kann. Die Obergrenze für Jahresfehlbeträge liegt vorläufig bei 45 Millionen Euro, ein Ausgleich des Defizits durch Investoren soll nur noch begrenzt möglich sein.“

Das ist wieder so ein Verwässerungsgerede. Der FAZ will ich mal zugute halten, dass sie einen Wortlaut kommentarlos übernommen hat, im Sinne eines würdigen „Fakten-Kalfaktors“.

Aber: Entweder ich darf mehr Geld ausgeben oder nicht! Alles andere ist doch dummes Zeug!!!

„financial fair play“ ist was für die Beresowskis

Ganna Offline
Dabei seit: 06.07.2009

„So weit die Theorie.“

AntiMöller Offline
Dabei seit: 05.08.2008

Das fff ist ja noch in der Einführungsphase, also Geduld! (wobei wir ja eigentlich alle ähnliches auf uns zukommen sehen).

Übrigens wird doch auch ab jetzt untersagt, irgendeine Phantasiesumme, als "festgeschriebene Ablöse", in einen Spielervertrag zu verankern. Gab es da kürzlich nicht so eine Meldung?

Atatenango Offline
Dabei seit: 12.02.2008

@knabber: im Prinzip bin ich da schon auf Deiner Seite...man kann natürlich auch mit sehr viel weniger Kapital eine vernünftige Mannschaft formen. Bei Teams wie Chelsea ist es aber so, dass die durch hohe Investitionen schnelle Ergebnisse haben wollen, und deshalb wird da lieber einmal 100 Mio. reingepumpt, und dann in 10 Jahren insgesamt 500 Mio. oder sowas...anstatt über einen Zeitraum von 10 Jahren sagen wir mal 150 oder 200 Mio. zu investieren. Da geht es halt nur um den schnellen Erfolg!

Ganna Offline
Dabei seit: 06.07.2009

„Wir arbeiten seit 13, 14 Jahren immer profitabel, wir müssen uns nicht einen Quadratzentimeter ändern. Wir haben keinen Abramowitsch, keinen Berlusconi und keinen Scheich, der am Ende des Jahres die Verluste deckelt. Wir müssen Geld verdienen, um unsere Investments zu tätigen.“ – Rummenigge am 19. 8. 2011 in der SZ.
Auch der FC Bayern verdient sein Geld bestimmt nicht nur durch den Handel mit Barbie-Puppen! Außerdem können die ja viel erzählen: sind ja nur Worte aus dem Amigo-Land.
Rummenigge setzt auf sein Kollektiv der Scheichs von Adidas, Audi, Telekom, Burda, UniCredit und Volkswagen. Die werden es dem Abramowitsch nächstes Jahr im Finale aber mal so richtig zeigen, mit ihrer „Lissabon-Strategie“: you never walk alone!

Doch Abramowitsch ist auch nicht ganz alleine:
„100 Millionen wolle man in den nächsten fünf, sechs Jahren investieren, hatte Nasser al Khelaifi, Vorsitzender von QSI und damit auch des PSG-Aufsichtsrates, zu Beginn seines Engagements in Paris gesagt. Diese Summe investierten die Pariser jedoch bereits in der ersten Transferperiode in neue Spieler.“
([sid/dpa/stei | Stand: 18.07.2012, 08:47] aus: http://www.sportschau.de/fussball/international/parisstgermain100.html)
So ist Abramowitsch fast noch der Retter des fff, denn seine Investitionen machen die von QSI so langsam genauso „marktgerecht“, wie die mit drei Zweiten Plätzen „wohlverdienten und hart ersparten“ Euronen, die Bayern mal eben für Martínez hingeblättert hat, um den Titel wieder an die Säbener zu holen.

„Investments in den Fußball sind uns immer willkommen, unter einer Conditio: Dass sie eben im Einklang stehen mit den Statuten von Financial Fairplay. Die besagen: Egal, welche Investments getätigt werden, sie müssen immer marktgerecht sein. Und diesen Begriff darf man nicht nach eigenem Gusto dehnen.“ – so erklärt uns das KHR in: http://www.tz-online.de/sport/fc-bayern/tz-interview-rummenigge-financia...

Korrigiert mich, wenn ich was falsch verstanden haben sollte, aber „financial fair play“ bedeutet doch wohl nur, dass die Spieler ihr Gehalt bekommen müssen und nicht, dass irgendein Verein zu wenig Geld hat.

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