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Mein Lieblingstor (5): Jürgen Klinsmann vs. Bolivien - Erlösung durch das Flippertor
Mein Lieblingstor (5): Jürgen Klinsmann vs. Bolivien
Erlösung durch das Flippertor
Text: Gareth Joswig Foto: Imago
Die Erwartungen an das Eröffnungsspiel der WM 1994 waren riesig: Als Weltmeister musste Deutschland gegen Bolivien antreten. Klinsmanns popliges 1:0 zum Pflichtsieg verkörpert den fußballerischen Initiationsritus von 11FREUNDE-Autor Gareth Joswig.
»Wir sind über Jahre hinweg unschlagbar!«, verkündete Franz Beckenbauer per kaiserlichem Erlass anno 1990 nach dem WM-Finalsieg von Rom. Die der politischen Wiedervereinigung folgende Zusammenführung der beiden deutschen Nationalmannschaften ließ kein Zweifel: Die deutsche Mannschaft war nunmehr für alle Zeiten unbesiegbar. Dass sich Lichtgestalt Beckenbauer nach dem Spiel, euphorisiert von Endorphinen und wohl auch ein wenig Alkohol, mit weit aufgerissenen Augen zu dieser Aussage hinreißen ließ, stellte sich im Nachhinein als schwere Bürde heraus. Die kaiserliche Sentenz entpuppte sich schlussendlich leider als Unwahrheit. Was in der Erinnerung dann doch stark nach Christoph Daums »Ich habe...
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17.11.2011 09:16:38 von Leo Hintermann
Trucco heißt der Mann. Und daran, dass man nur über die Höhe des Sieges stritt, kann ich mich nicht erinnern. Bolivien wurde doch als Geheimfavorit gehandelt, weil die in der Südamerika-Quali ordentlich Rabatz gemacht hatten.
Erst während des Spiels wurde klar, dass sie diesem Urteil wohl nicht gerecht werden könnten. Außerdem wurde offensichtlich, dass wir in der Form wohl nichts mit der Titelvergabe zu tun haben würden.
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17.11.2011 10:10:32 von Gareth Joswig
Natürlich heißt der Mann Trucco! Ist geändert, danke...
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17.11.2011 11:05:09 von gelsenkirchen
an das spiel kann ich mich nur aufgrund der speedy-gonzalez-roten-karte gegen marco (?) etcheverry erinnern.
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17.11.2011 11:11:27 von BillyCheers
Schöner Artikel! Das Spiel (war sogar das Eröffnungsspiel dieser WM) fand jedoch nicht in Dallas, sondern im Soldier Field zu Chicago statt
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17.11.2011 11:38:55 von DavidGinola
Ziege war '94 gar nicht im Aufgebot.
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17.11.2011 13:00:16 von Michael Eggert
Aber immerhin hier der Paninisticker: http://www.flickr.com/photos/locationscout/4642186914/
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17.11.2011 22:07:38 von currygoi
Ein wirklich schönes Tor erzielte Klinsmann ja im letzten Vorrundenspiel gegen Südkorea!
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04.02.2012 00:33:41 von Capocannoniere
Bolivien wurde doch als Geheimfavorit gehandelt, weil die in der Südamerika-Quali ordentlich Rabatz gemacht hatten.
Der "Geheimfavorit" war Kolumbien...so wie Nicky Butt der beste Spieler der WM 2002 war (beides Geistesblitze von Pelé).
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06.03.2012 00:16:07 von Capocannoniere
Roter Stern Belgrad vs. Prizren 1989/90 (8-2) Dragan Stojkovic zum 7-1
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06.03.2012 00:16:20 von Capocannoniere
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26.03.2012 17:53:53 von Capocannoniere
Außerdem wurde offensichtlich, dass wir in der Form wohl nichts mit der Titelvergabe zu tun haben würden.
Nein, das wurde nicht deutlich, jedenfalls nicht während des Bolivienspiels. Italien hat die Vorrunde der 94er WM als Gruppendritter überstanden und ist im Finale erst im Elfmeterschießen gescheitert. Wenn man sieht, wie sehr die Trainer "frühe Hochform" fürchten, dann war das, speziell für eine deutsche Mannschaft, genau der richtige Auftakt. 1982 ging das Auftaktspiel verloren, 1986 ging es unentschieden aus, und beide Male stand die DFB-Elf im Endspiel. Wenn eine Mannschaft immer wieder unter Beweis gestellt hat, daß sie während eines Turniers steigerungsfähig ist, dann die deutsche.
Der 94er Kader war nicht schlechter, als der von 1986, nur unendlich viel satter.
4 Jahre später war das 0-3 gg. Kroatien eine Art Strafgericht, das die DFB-Elf nach 4 schlechten Spielen in ihrem einzigen guten erwischte. Irgendwie hatte man`s kommen sehen: Entweder, das Spiel wird der Durchbruch zur Turnierform, oder es geht in die Hose. Der Niederlage gegen Bulgarien fehlte dagegen jede innere Notwendigkeit. Es war ein Scheißspiel, das am Ende 1-2 stand. Die bulgarische Mannschaft besaß zweifellos 3 oder 4 herausragende Akteure, aber ein "Dream Team" (wie heute zuweilen behauptet wird) war sie nicht.
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