Ballack und Bayer: Chronologie einer gescheiterten Beziehung - »Ballack wird die Attraktion der Liga!«
Ballack und Bayer: Chronologie einer gescheiterten Beziehung
»Ballack wird die Attraktion der Liga!«
Text: Alex Raack Foto: Imago
Die Zeichen stehen auf Abschied: Seit Michael Ballack im Juni 2010 zu Bayer Leverkusen wechselte, ist der Stern des besten deutschen Fußballers der nuller Jahre rapide gesunken. Die Chronologie einer Beziehung zwischen K-Frage, Friedensgipfel und Rudi Völler.
25. Juni 2010DRINGEND vermelden die deutschen Nachrichtenagenturen den Wechsel von Michael Ballack zu Bayer Leverkusen. Ballack und Bayer einigen sich auf einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012. Inklusive Prämien soll der verletzte Nationalspieler 15 Millionen Euro verdienen können. Erste Details des Transfertheaters werden bekannt: Bayer-Sportchef Rudi Völler sei »extra« nach Sardinien geflogen, um Ballack von einer Rückkehr nach Leverkusen zu überzeugen, dessen Berater Michael Becker habe allerdings, so verrät es Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser lange mit der endgültigen Zusage auf sich warten lassen. Erst beim Dessert mit ausgewählten Pressemenschen (SID: »Es gibt Erdbeer-Rhab...
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31.01.2012 10:41:44 von L3v3l0rd
31. Januar 2012
Ein umgefallener Sack Reis rät Michael Ballack in der Bild: "Hau ab!"
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31.01.2012 10:58:22 von DERballspielverein
der Text zum 30. Juli 2011 ist nicht ganz richtig. Leverkusen verliert zwar gegen Dresden, aber nicht 3:0, snondern nach Ballcks Einwechslung beim Stande von 0:3 mit 4:3 nach Verlängerung
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31.01.2012 11:02:22 von Leo Hintermann
»Ballack wird die Attraktion der Liga!«
Eigentlich hätte man den guten Mann schon damals fragen müssen, was genau ihn zu dieser Einschätzung bewogen hat.
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31.01.2012 11:32:31 von AbteilungAttacke
Danke für den Artikel, der den pressetechnischen Werdegang nochmal nachzeichnet.
Aufällig ist dabei, dass so manches Ereignis ex post einen anderen Eindruck hinterlässt.
Ist es etwa Zufall, dass Holzhäuser nur drei Tage, nachdem er die "Götterdämmerung" Ballacks eingeleitet hat, einen "Friedensgipfel" mit dem DFB vorschlägt?
Könnte es weniger um eine "ehrliche Makler"-Rolle denn um ein vorbereitetes Instellunggehen in Hinblick auf die baldige - öffentliche - Auseinandersetzung mit dem Ex-Capitano gegangen sein ?
Schließlich war der DFB leicht schnupft, als Leverkusen (seinen Interessen gemäß) sich damals schützend vor Ballack stellte. Und so konnte zudem der Eindruck erzeugt werden, dass Ballack ein Querulanski ist, nachdem er den Friedensgipfel ausschlug.
Nun hört man von Kreti und Pleti, wie "charakterlich schwierig" Michael Ballack sei und zieht Vergleiche zwischen der Ausbootung als Capitano und seinem Auftreten in Leverkusen.
Mit guten Gründen kann man sich aber fragen, ob dies eine Sache mit Äpfeln und Birnen ist.
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31.01.2012 11:35:46 von saloth sar
zum thema hatte die sueddeutsche letztens einen sehr guten kommentar. findet ihr sicher selber
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31.01.2012 11:40:41 von L3v3l0rd
Hier die Zusammenfassung: Ballack ist ein arroganter Schnösel.
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31.01.2012 11:42:03 von saloth sar
genau, den meinte ich
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31.01.2012 11:42:10 von PittiTrueffelschwein
Ballack macht, in meinen Augen, so ein bisschen den Lehmann und wird auf seine alten Tage nochmal etwas verrückt. Wo man davon ausgegangen war, dass Ballack und Lehmann in London bei ihren jeweiligen Weltklassevereinen demütig geworden sind, so kamen dann beide völlig überdreht und arrogant zurück. Als ob die Bundesliga eigentlich viel zu klein für sie wäre.
Ich wünsche Ballack einen spontanen heutigen Wechsel zu QPR. Dort kann er nochmal spielen und vielleicht macht er ja den Didi Hamann und engagiert sich danach hinter den Kulissen weiterhin in England.
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31.01.2012 11:43:16 von saloth sar
und vielleicht macht er ja den Didi Hamann und engagiert sich danach hinter den Kulissen weiterhin in England.
du wuenscht ihm also spiel- und alkoholsucht?
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31.01.2012 11:46:09 von PittiTrueffelschwein
du wuenscht ihm also spiel- und alkoholsucht?
Nein, ich wünsche ihm ein Engagement als Co-Trainer bei kleineren und mittelgroßen Vereinen, mit Aussicht auf ein Amt als Manager.
Alkoholsucht
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31.01.2012 11:52:50 von saloth sar
"Ich war kein Säufer"
das sagen andere auc, obwohl die tatsachen eher gegen die aussage sprechen. frag mal bei kite nach
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31.01.2012 11:55:36 von misterkite
STIMMT JA AUCH NICHT: ich BIN säufer !
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31.01.2012 11:57:14 von PittiTrueffelschwein
das sagen andere auc, obwohl die tatsachen eher gegen die aussage sprechen.
Ja, aber es ist schade, wenn man Didi wegen eines dämlichen BILD-Artikels jetzt abspricht, dass er nach seinem Karriereende durchaus aktiv weiter am fußballerischen Geschehen teilgenommen hat (laut Wiki ist er zurzeit Manager/Trainer bei Stockport) und ihn auf eine Phase reduziert, in der er vielleicht mal nicht die Kontrolle über alles hatte.
frag mal bei kite nach.
Lieber nicht. Sonst bricht seine Winterdepression auf und er rastet wieder völlig aus und wirft mit Insiderwissen über mich um sich.
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31.01.2012 11:58:46 von misterkite
was denn für insiderwissen? das du ein idot bist? das wissen doch ALLE!
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31.01.2012 12:05:16 von Buthelezi
@ AbtAttacke
Kannst du ein paar der Gründe, warum das ein Vergleich von Äpfeln und Birnen ist, kurz anreißen?
Ich finde nämlich den Kommentar in der SZ schlüssig und denke, dass der Konflikt Ballack/DFB aus sehr ähnlichen Gründen so hochgekocht ist.
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31.01.2012 12:05:37 von AbteilungAttacke
@ Sally
Der Artikel der SZ zeigt doch nur mal wieder Glanz und Elend der deutschen Presse. Zur Erklärung:
Holzhäuser ist in einer nicht zu erwartenden Weise in die Öffentlichkeit getreten.
Man vergleiche das mit dem DFB-Streit. Da wurde kurz und knapp die Sache quasi "getwittert" und der Beziehungstatus vom DFB auf "single" umgestellt, aber man stelle sich vor, Zwanziger oder gar Bierhoff wären mit der Meldung in der Presse aufgetreten.
Es wäre der größte (mediale) Meuchelmord seit dem Dolchstoß gewesen.
Zweitens ist nicht nur das "Wie" sondern auch das "Was" aus meiner Sicht eine Granate:
Denn WORAUF sich die Enttäuschung bezieht, kann sich jeder, so auch die SZ, selbst zusammenphantasieren.
Vor allem bleibt im Raume schweben, ob es sich um charakterliche oder sportlich enttäuschte Erwartungen handelt - oder gar alles zusammen ? Worin genau liegt der Kern der Enttäuschung ? Kann ja auch sein, dass der Capitano nur die Hütchen nicht einsammeln wollte.
Holzhäuser schafft es durch seine wage Wortwahl, Ballack maximal zu diskreditieren.
Denn nun wird - wir schon bei Löw und Ballack - munter spekuliert. Echte oder vermeintliche, charakterliche Defizite werden mit dem Ballackschen Karrierekalkül (was je nach Tageslage mal "gewitzt" und "klug" oder "kühl" und "kalkuliert") vermengt und schon sagen alle: "Ja seht ihr, der Ballack mal wieder, der alte Stinkstiefel."
Die Tragik am SZ-Kommentar ist, dass er das Dilemma des Ungenauen erkennt, sie hinterfragt und dann eine Antwort liefert, wo ich mich frage, woher die Jungs das so genau wissen. Siehe:
Denn worum ging es, als die Enttäuschung in Leverkusen endgültig eskalierte. Um die Bitte, ein paar nette Worte in der Öffentlichkeit zu sagen - was Ballack ablehnte, weil er dafür zu stolz war. Wieder mal.
Nicht mit einem Ton wird im Artikel zumindest die Möglichkeit angedacht, dass Leverkusen "enttäuscht" ist, weil Ballack SPORTLICH nie die Leistung brachte, die man von ihm erwartete. Wäre die nämlich gegeben, er hätte sich wie Caligula aufführen dürfen.
Statt dessen wird "wieder einmal" auf Ballacks Charakter verwiesen. War es Holzhäusers Intention, mit seiner Offensive Ballack so zu treffen, müsste man ihm die Hand schütteln. Selbst Becker wird dagegen nicht mehr ankommen.
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31.01.2012 12:12:16 von AbteilungAttacke
@ Buthelezi
Uff nun gut:
1. Als Ballack aus der N11 verletzungsbedingt ausschied, war er der beste Spieler - auch wenn er durch seine Art und Spielweise die Mannschaft als ganzes herunterzog. Er bekam danach nie wieder die Chance, sich zu beweisen, sich ein- und unterordnen zu können. Manches davon war verletzungsbedingt, aber eine echte sportliche Chance(!) hatte er nicht.
In Leverkusen konnte er hingegen zeigen, das er noch sportlichen Wert hatte. Den Beweis blieb er größtenteils schuldig.
Nun mag man sagen, keine Leistung im Verein, keine Nomminierung, aber hat Löw schon Spieler nomminiert, die im Verein kagge waren und trotzdem dabei sein durften ? Poldi anyone ?
2. Medientechnisch stellte sich der DFB ungeschickt an. Es spricht aus meiner Warte vieles für den DFB, dass er sich überrascht zeigte, als Ballack von selbst nicht zurücktrat, weil man es abgesprochen hat. Vieles davon wirkte in der Außendarstellung jedenfalls dilettantisch.
Holzhäuser hat - meiner bescheidenen Interpretation nach - jedoch bewusst den Gang in die Öffentlichkeit gewagt, eine präventive Offensive, die bisher vollsten Erfolg zeitigt. Spätestens als Mehmet Scholl sich auf Ballacks Seite schlug, ist klar, wer hier medial als Verlierer dasteht.
3. Siehe meine Antwort zu Sally:
Beim DFB ging es - jedenfalls nach außen - nur um die sportliche Qualität Michael Ballacks. Wenn auch nach innen gemunkelt wurde, wie "verhasst" der Capitano innerhalb der N11-Mannschaft war, so war doch der fehlende sportliche, nicht aber charakterliche Wert der Grund, ihn abzuschießen.
Bei Leverkusen kriegt man den Eindruck, dass sie Ballack loswerden wollen, nicht weil er sportlich nix mehr gebacken kriegt (gemessen an den Erwartungen), sondern weil er charakterlich ein Arsch ist. Und Holzhäuser ist ein ehrenwerter Mann! Das sind sie alle, alle ehrenwert.
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31.01.2012 12:15:13 von alterzabo
ich sehe bei Ballack die typischen letzten Zuckungen eines Prominenten, der noch nicht realisiert hat, dass seine größte Zeit vorbei und er nicht mehr die frühere Funktion (hier Leistungsträger, "Capitano") ist. Nun geht es darum noch 1-2 Jahre Fußball zu spielen und seine Karriere ausklingen zu lassen.
Haben andere besser gelöst, aber noch kann er selber was tun. Er sollte nur nicht zu lange warten, denn förderlich kann ihm eine weitere öffentliche Diskussion über sich nicht sein.
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31.01.2012 12:15:19 von der_arme_berliner
Was Holzhäuser und Völler anbetrifft: Sie versuchten mit Ballack endlich Glamour und internationales Flair in den Verein zu bekommen. Das alleine ist ja schon ein Armutszeugnis für den Verein an sich, da er sich dadruch selber zum reinen "Werks"verein degradiert. Welcher Verein sonst kauft sich einen Mitdreißiger zu solch hohen Bezügen?
Jetzt Ballack Undank vorzuwerfen, ist eine ziemliche Heuchelei.
Leverkusen bleibt eben Provinz, egal ob mit ohne Titel!
Zu Ballack: In den finstersten Zeiten des deutschen Fussballs um die Jahrtausendwende war Ballack neben Kahn der einzige Lichtblick!
Zu Völler:
Ohne Ballack wäre der Bundestrainer Völler nicht Vizeweltmeister geworden! (Ballack im Halbfinale gegen Südkorea....). Der vielgelobte Völler würde mit leeren Trainer-Händen dastehen, da er als Trainer nichts auf die Reihe gebracht hat!
Und der Herr Holzhäuser lebt von den Millionen eines Chemiekonzerns und hat trotzdem das Image von Bayer Leverkusen nicht entscheidend ändern können.
Um es im Trap-Deutsch zu sagen: Was erlauben Völler und Holzhäuser? Was haben die beiden Herren als Manager und Funktionäre bisher erreicht? Trotz der Millionen null Titel!
Wer würde heute von Leverkusen Notiz nehmen, wenn es nicht diese Diskussion um Ballack geben würde? Keiner. Eine trostlose Mannschaft, die ab und zu mal guten Fussball spielt, aber nie dauerhaft.
Was ich an Ballack kritisiere ist, das er sich funktionalisreen ließ als hochbezahlter Marketing-Gag eines ewigen Provinzvereins.
Nach Chelsea hätte er aufhören sollen, oder evtl. nach Chemnitz gehen sollen, um dort noch als Standby-Profi zu wirken.
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31.01.2012 13:17:53 von Buthelezi
@ AbtAttacke
Danke für die ausführlichen Erläuterungen - einiges kann ich nachvollziehen, anderes eher weniger.
So glaube ich nicht daran, dass Ballack aus rein sportlichen Gründen beim DFB aussortiert wurde. Viel mehr hatte ich den Eindruck, dass er die sportliche Chance nicht mehr bekommen hat, weil er charakterlich nicht mehr in diese Mannschaft gepasst hat - Stichwort verschobene Hierarchie, Stinkstiefel/Frings. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Ballack bei der NM klaglos auf der Bank gesessen hätte - zumindest bei Leverkusen hat das ja nicht soo super funktioniert. Vielleicht spielt da auch sein unsäglicher Berater eine Rolle.
Ist aber natürlich alles nur Spekulatius und mir ist schon klar, dass die Verantwortlichen bei Leverkusen/DFB auch keine Engel sind.
Will nur sagen, dass Ballack (und vor allem sein Berater) gut daran tun würden, vielleicht auch mal eigene Fehler einzugestehen, anstatt sich als Opfer böswilliger Intrigen hinzustellen.
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31.01.2012 13:39:18 von pandrodor
Zu Ballack: In den finstersten Zeiten des deutschen Fussballs um die Jahrtausendwende war Ballack neben Kahn der einzige Lichtblick!
Zu Völler:
Ohne Ballack wäre der Bundestrainer Völler nicht Vizeweltmeister geworden! (Ballack im Halbfinale gegen Südkorea....). Der vielgelobte Völler würde mit leeren Trainer-Händen dastehen, da er als Trainer nichts auf die Reihe gebracht hat!
Das stimmt alles, nur macht das Ballack nicht für alle Zeiten unangreifbar.
Beurteilen kann hier niemand was wirklich abgelaufen ist, allerdings haben wir alle die mediale Begleitung mitbekommen und da haben alle versagt. Und ehrlich gesagt erwarte ich vom DFB und einem Verein mehr als einen Spieler öffentlich so anzugehen. Selbst wenn Ballack ein Arsch ist sollte man professionell bleiben.
Ballack steht wahnsinnig blöd da. DFB mag ihn nicht mehr, Leverkusen mag ihn nicht mehr, Frau mag ihn nicht mehr, Scholl mag ihn. Keine bedeutenden internationalen Titel. Schade eigentlich.
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31.01.2012 14:11:23 von GTEvo
Mehmet Scholl im BILD-Interview
„Was mit Ballack passiert, ist eine Frechheit!“
Find ich gut was der Scholli da sacht!
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31.01.2012 14:32:28 von PittiTrueffelschwein
Und der Herr Holzhäuser lebt von den Millionen eines Chemiekonzerns und hat trotzdem das Image von Bayer Leverkusen nicht entscheidend ändern können.
Auch wenns mal außerhalb des Themas ist: Welches Image? Leverkusen hat kein Image.
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31.01.2012 14:44:25 von AbteilungAttacke
@ Buthelezi
Weiß Gott bin ich kein Verteidiger von Ballack - wie beim DFB-Streit klar geworden sein dürfte.
Und auch ich teile die Meinung, dass es bei Ballack mehr als nur sportliche Gründe gab, ihn aus der N11 zu entfernen. Doch genau wissen wir es nicht - und so bleibe ich bei der "offiziellen" Begründung, dass Ballack sportlich keine Stärkung der N11 mehr gewesen wäre.
Wenn Holzhäuser sich jetzt hinstellen und sagen würde: "Wir hofften auf einen Ballack von 2002 - aber sein wir ehrlich, er spielt halt schlecht und war oft verletzt" dann wäre das nicht schmeichelhaft aber zumindest ein Stück weit anständiger als dieses "Große Erwartungen"-Gehabe. Es wäre natürlich aber auch angreifbarer, weil Ballack dann minutiös aufzeichen könnte, dass auch ohne ihn Leverkusen hinter den Erwartungen zurückbleibt. Von daher hat Becker mit dem "Bauernopfer" durchaus Recht. (auch wenn es Dutt nicht retten wird m.E.)
*Achtung, es folgt eine Übertreibung*
Das Verhalten des DFB mag egoistisch und eigensinnig gewesen sein, doch hatte ich nie den Eindruck, das ihr Vorhaben war, Ballack wahnsinnig blöd da stehen zu lassen. Bei Leverkusen scheint dies jedoch genau die Absicht zu sein. Und das ist es, was mich stört: Eine Art Präventivschlag um Ballack soweit zu entwaffnen, dass der zu erwartende "Kampf" zwischen Leverkusen und Ballack zu Ende ist, ehe er begonnen hat.
Und das es geklappt hat, sieht man, dass Ballack und Becker offenkundig überrascht worden sind.
Ironie der Geschichte, da es ansonsten gerne Ballack war, der Diskussionen an die Öffentlichkeit zerrte, um die Meinungshoheit zu gewinnen. Er verliert nun seine letzte Schlacht durch genau so einen Schachzug.
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31.01.2012 18:59:02 von Hardy Lopner
Ich halte das, was Attacke sagt, für absolut richtig. Auch ich bin nicht nur k e i n Ballack-Freund, ich finde ihn sogar seit vielen Jahren einfach nur blöd. Aber Holzhäusers Vorstoß ist nun wirklich das Allerletzte. Dabei spielt es auch überhaupt keine Rolle, ob Ballack ein verdienter Spieler ist oder nicht. Dieser Angriff sind einfach nur so stillos wie ein Hawaii-Hemd bei Muttis Beerdigung.
Ich möchte aber noch eine wichtige Ergänzung machen: Mit Sicherheit hält Leverkusen Ballack auch deshalb für einen Fehleinkauf, weil er ständig im medialen Fokus stand. Das war natürlich Folge seiner schlechten Leistungen, weil er auf der Bank saß und so Konflikte konstruiert wurden. Hätte Ballack allerdings richtig gut gespielt, hätten sie - fast - dasselbe in Grün gehabt. Dann hätten trotz aller Erfolge der Nationalmannschaft wieder irgendwelche BorisBüchlerNilsKabenBerndSchmelzer-Nasen versucht, ihn zurück ins Team zu quatschen. So oder so: Mehr BILD hast du nur noch im Verein, wenn du dir Loddar holst. Das haben Holzhäuser und Völler mit Sicherheit total unterschätzt, was peinlich genug ist. Aber die Unruhe in der Mannschaft, für die sich oft keine Sau mehr interessiert hat, die ständigen Fragen an Trainer, Manager etc., warum Ballack nicht spielt, das alles muss Holzhäuser & Völler doch unfassbar auf den Sack gegangen sein. Und bewusst oder unbewusst schieben sie Ballack das alles in die Schuhe. Klar, wenn er gut gespielt hätte, hätte man das geschluckt. So aber ist es wie immer im Leben: Wenns nicht läuft, braucht man einen Sündenbock, und dann nimmt man doch am besten eine Reizfigur, die (wie in diesem Fall von Mannschaft und DFB) kaum oder gar keinen Rückhalt zu erwarten hat.
Ob Holzhäuser mit dieser Meinung auch dann an die Öffentlichkeit gegangen wäre, wenn Leverkusen gerade an der Tabellenspitze stünde? Wohl kaum.
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01.02.2012 01:53:34 von valenciano
Der Unterschied DFB/Leverkusen ist meiner Meinug nach ein Vertrag, der nun mal fuer beide Seiten gilt. Der DFB hat nunmal keine wirklichen Verpflichtungen gegenueber Ballack, ausser vielleicht Dankbarkeit und Respekt, an denen es ein wenig gemangelt hat.
Aber Leverkusen hat ihn nunmal fuer 2 Jahre und viel Geld verpflichtet, und ging damit Risiki ein. Hat nicht geklappt, aber dann sollte man das nicht nur auf Ballack schieben, um ihn wegzuekeln. Hoffe er macht den Streit und sitzt ihnen auf der Tasche. Den auch bei Streit war meiner Meinung eine grosse Teilschuld bei Schalke/Mueller. Immerhin waren die so doof ihm so nen fetten Vertrag zu geben.
Daher finde ich hier das Verhalten von Lev schlimmer als vom DFB.
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01.02.2012 06:54:24 von saloth sar
Dieser Angriff sind einfach nur so stillos wie ein Hawaii-Hemd bei Muttis Beerdigung.
mein lieber hardy, hawaiihemden sind NIE stillos!
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02.02.2012 13:15:27 von Marco Polo
Kann sich jemand an Poldis Ohrfeige gegen Ballack erinnern? Ich fand, dass das damals keine Konsequenzen für Poldi hatte, zumindest keine sichtbaren, ließ schon tief blicken. Einerseits ließ es tief blicken, dass Poldi ihm überhaupt eine schmiert; wenn man sich ansieht, dass Poldi als Linksaußen hinten mitarbeitet während Ballack als 6er hinter den Spitzen steht und ihn dann noch anpflaumt er solle besser verteidigen kann und, das nehm ich jetzt mal an, sonst noch einen auf Gockel der Mannschaft macht, kann ich verstehen, dass Poldi der Kragen platzt. Und wenn es keine Konsequenzen gibt, dann scheint es ja so zu sein, dass der Trainer das irgendwo für richtig hielt.
Das habe ich damals schon so gesehen...also, dass Ballack bei Löw persönlich nicht mehr allzugut angeschrieben ist. Und anscheinend hat ihn nur seine Leistung und damalige Unersetzbarkeit in der Mannschaft gehalten. Als beides wegbrach hatte er nichts mehr zu hoffen. Die Mitspieler waren wohl über weite Strecken ziemlich genervt von ihm...offensichtlicherweise zumindest Poldi und Lahm und ich kann mir vorstellen, dass sie nicht die Ausnahme waren und Löw wird auch froh gewesen sein, ihm derart vertretbar den Laufpass zu geben.
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02.02.2012 14:04:05 von mehmetwirdankendir
@ marco polo
Oh ja stimmt. Der Poldi ist für seine aufopfernde Defensivleistung bekannt.











