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06.02.2012

Die Analyse: Kaiserslautern gegen Köln

Am Ende ein Eckball

Text: Tobias Escher  Bild: Imago

Spiel, Spaß und Spannung suchte man im richtungsweisenden Abstiegsduell zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FC Kaiserslautern vergebens. Die11FREUNDE -Taktikanalyse erklärt, warum die Kölner trotz Überzahl nur über eine Standardsituation zum Erfolg kamen.

Die Analyse: Kaiserslautern gegen Köln - Am Ende ein Eckball


Sowohl die Lauterer, als auch die Kölner fielen in dieser Saison durch ihre schnelle, vertikale Spielweise auf. Die »Roten Teufel« suchen nach Ballgewinn am liebsten die Außen, von wo sie Flanken in den Strafraum schlagen. Die Geißböcke brauchen ebenfalls den schnellen Gegenstoß, um zu Torerfolgen zu kommen. Ein Drittel ihrer Treffer fiel bislang nach Kontern, kein anderes Team hat einen derart hohen Anteil. Kein Wunder, dass auch am Sonntag, als beide Mannschaften am Betzenberg aufeinander trafen, kein Team am Anfang viel riskierte – die Gefahr eines gegnerischen Gegenstoßes war zu groß.

köln



Nach einer zerfahrenen Anfangsphase bestimmte die umstrittene gelb-rote Karte gegen Ariel Borysiuk (42.) den weiteren Spielverlauf. Für Lauterns Defensive war sie zunächst einmal wenig relevant. Trainer Kurz zog durch die Einwechslung Kirchs (für Shechter) einen Stürmer aus dem 4-4-2 ins zentrale Mittelfeld, die zwei Viererketten blieben im 4-4-1 bestehen. Zwar konnten die Hausherren nun keine Pressingattacken mehr fahren und mussten sich weiter zurückziehen, ihre Raumaufteilung blieb allerdings unangetastet.

Kölner mit Ballbesitz, aber wenig Chancen

Durch die Beschränkung der Lauterer auf die Defensive waren nun die Kölner maßgeblich im Ballbesitz, viele Chancen konnten sie jedoch nicht kreieren. Hier kam die Kehrseite von Solbakkens System zum Vorschein: Sein 4-4-1-1 wird von den Spielern recht starr interpretiert, Positionswechsel oder überraschende Überladungen bestimmter Räume gibt es nicht. Beim schnellen Konter hat dies den Vorteil, dass die Spieler blind erahnen können, wo ihr Mitspieler zu finden ist. Andererseits können gut sortierte Gegner die meisten Spielzüge der Kölner erahnen.


weiterlesen [1] [2]



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