Die Geschichte der Fußballfans

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05.02.2012

1860 München und das Nazi-Problem

Angriff von Rechts

Text: Erik Peter  Bild: Imago

Zweitligist 1860 München hat ein Problem und das kommt von rechts. In der Fankurve machen sich immer mehr Nazis breit. Inzwischen ist das Problem zu groß, um es einfach weiter zu ignorieren. Eine große Verantwortung tragen die Ultras.

1860 München und das Nazi-Problem - Angriff von Rechts


Im Block 132 stehen die Nazis. Manchmal sind es nur zehn, häufig aber auch um die 50 Personen. In der Nordkurve der Allianz-Arena, Heimat der Fans von 1860 München, haben sie sich seit langem eingerichtet. Im Nachbarblock der Ultras versammeln sie sich, ohne ein Hehl aus ihrer Einstellung zu machen, aber auch ohne strafrechtlich in Erscheinung zu treten. Viele tragen rechtsextreme Erkennungszeichen, wie Kleidung der Modemarke »Thor Steinar«. Und auch einen Fanklub haben sie mittlerweile gegründet. Sie nennen sich »Outsiders«.



Doch die Rechten stehen nicht soweit abseits, wie der Name suggeriert. Im Verein haben sich in der Vergangenheit viele mit ihnen arrangiert, indem sie sie einfach ignoriert haben. Die Vereinsverantwortlichen, die argumentieren, ihnen seien die Hände gebunden, so lange nicht gegen die Stadionordnung verstoßen wird. Die umstehenden Fans, für die nur zählt, dass jemand ein »Löwe« und nicht etwa ein »Roter« ist. Und die Ultras, die sich »unpolitisch« nennen und sich öffentlich nicht positionieren. Eine Ausnahme sind die »Löwenfans gegen Rechts«, eine Initiative, die seit 17 Jahren gegen die Ignoranz ankämpft.

Bei Nazi-Aufmärschen werden stolz Fan-Utensilien gezeigt

Ihr Sprecher Herbert Schröger sagt im Gespräch mit 11FREUNDE: »In jüngster Zeit hat das Problem an Dramatik zugenommen, allein schon wegen ihrer schieren Anzahl.« Auch stehen nicht etwa nur ein paar verirrte Jugendliche und Mitläufer in der Kurve, sondern führende rechtsextreme Kader. Regelmäßig kommt es vor, dass »Größen« der lokalen Naziszene bei Aufmärschen und öffentlichen Auftritten stolz ihre Fanutensilien präsentieren.

Im Dezember erörterte Schrögers Initiative dem Aufsichtsrat der Sechziger das Problem und stieß erstmals auf offene Ohren. Geschäftsführer Robert Schäfer versprach im Anschluss endlich etwas »zu unternehmen«. Ein Maßnahmenkatalog wurde entworfen, künftig wolle man sich eindeutig positionieren. Unterstützung erhielten die Bemühungen auch durch die öffentliche Diskussion nach der Veröffentlichung eines Artikels auf Spiegel Online.

Als die Ultras protestierten, kamen die Nazis

Dass es höchste Zeit wird, den Nazis etwas entgegen zu setzen, beweisen Vorfälle aus der jüngsten Vergangenheit. Als im April die Ultra-Gruppe »Cosa Nostra« bei einem Heimspiel gegen Energie Cottbus aufgrund der bevorstehenden Übernahme des Vereins durch einen jordanischen Investor einen Stimmungsboykott startete, waren die Rechten sofort zur Stelle. Sie stimmten die Fangesänge an und versuchten die Kurve hinter sich zu bringen. Anscheinend berauscht von der Vorstellung, nun die neuen Hausherren zu sein, folgte im selben Spiel noch ein Angriff auf die Ultras, als Mitglieder der Jugendgruppe »Giasinga Buam« ein vereinskritisches Transparent entrollten. Zahlreiche Gegenstände flogen auf die Ultras, es kam zu einem Handgemenge, das erst durch den Einsatz von Ordnern und Polizei beendet werden konnte. In »Kurvenpate«, dem Fanzine der »Cosa Nostra« heißt es dazu später lapidar: »Es gab ein kurzes Scharmützel zwischen uns und den Nationalen Sozialisten im Block 132.«


weiterlesen [1] [2]



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Kommentare

  • User
  • 05.02.2012 19:22:31 Fix

    Die Vereinsverantwortlichen, die argumentieren, ihnen seien die Hände gebunden, so lange nicht gegen die Stadionordnung verstoßen wird.
    Na, das ist ja auch ne Aussage. Die hilft einem beim Kampf gegen Rechts bestimmt unheimlich.

  • User
  • 05.02.2012 22:19:45 3Lions1860

    Da hast du sicherlich Recht. Zumal der Verein ja Hausrecht hat und somit recht flexibel ist wen er reinlässt und wen nicht.

    Nichtsdestotrotz waren wir schon froh, dass sich die Vereinsführung mal eindeutig positioniert hat. Darauf haben wir lange gewartet.

    Trotzdem muss die entscheidende Reaktion gegen das rechte Gesindel aus der Fanszene kommen.

  • User
  • 05.02.2012 22:34:06 Chrisclaw

    Komisch, warum spricht den der Verein keine Stadionverbote aus?
    Was ist denn schlimmer? Irgendwelche Pyro oder Nazis in der Kurve, die sich dazu offensiv bekennen?

  • User
  • 05.02.2012 22:56:07 Gandalf

    Mit welcher Begründung könnte denn der Verein ein Stadionverbot aussprechen? Weil bei dem einen oder anderen eine rechte Gesinnung vermutet wird, aufgrund bestimmter Modemarken, kurzen Haaren, Seitenscheitel?

    Wie in dem Artikel geschrieben steht, tritt diese Gruppe nicht strafrechtlich in Erscheinung, sie verbreiten (im Stadion, wohlgemerkt!) keine rassistischen Parolen und tragen keine verfassungsfeindlichen Symbole.

    Solange die nicht im Zusammenhang mit Fussballspielen negativ auffallen, ist da wahrscheinlich wenig zu machen - und das auch zu Recht, denn wenn es wegen -vermuteter- unliebsamer Gesinnungen wieder zu Ausgrenzungen bestimmter Bevölkerungsgruppen vom gesellschaftlichen Leben kommen sollte, sind wir wieder weit weg von einer Demokratie.

    Nicht, dass ihr mich falsch versteht: ich bezeichne mich selbst als politisch "links" stehend und habe auch keinen Bock, mit solchen Spackos in der Kurve zu stehen!

    Aber ich bin auch ein bisschen ratlos, wie man mit solchen Truppen in diesem speziellen Fall umgehen soll; vielleicht doch einfach nur ignorieren und dadurch ausgrenzen?

  • User
  • 05.02.2012 23:43:16 Edelreservist

    Ein Thor Steinar und rechte Shirts Verbot wie in Bremen wäre der erste Schritt.

  • User
  • 05.02.2012 23:54:29 Gandalf

    TS ist auch in PaBo verboten; was sind andere "rechte" Shirts? Lonsdale, Fred Perry oder wie?
    Habe ich auch jeweils, da eigentlich nur qualitativ hochwertige Sport-Ware. Auf der Strasse von Skins und Punx gleichermassen gerne getragen.

    Sicherlich: das wäre ein Schritt.

    Und wie ist der Gegenschritt? Dann laufen "Die Rechten" nunmehr in Puma und Adidas auf...und sind dann wirklich nicht mehr durch Äusserlichkeiten abgrenzbar.

  • User
  • 06.02.2012 07:28:16 BenHogan

    Boah rauschebart. Zuviel in berlin auffen kopp bekommen oder wat soll das für ein "demokratieverständnis" sein, was du den leuten überhelfen magst!?

    kuschel mit haibi und geh fdp wählen. Schlimm das.

  • User
  • 06.02.2012 07:35:12 saloth sar

    mit ein bisschen mitdenken, koenntest du das auch verstehen

  • User
  • 06.02.2012 07:49:13 BenHogan

    Oh, ich versteh sehr wohl, was der da verzapft. Und würdest DU das schreiben, wär es mir auch völlig gleichgültig. Nur trägst du deine strassenkämpferqualitäten und -vergangenheit nicht wie ne morgenlatte vor dir her spazieren.
    Du bist elektromusik und paulireflex; für dieses thema also völlig egal nach meinem "nachgedachten" dafürhalten.

  • User
  • 06.02.2012 07:51:03 saloth sar

    wenn du meinst, dann wird das wohl so sein

  • User
  • 06.02.2012 08:25:04 currygoi

    gibt es tatsächlich menschen, die glauben man köönte nazis fernhalten weil sie nicht ihre lieblingsklammotten tragen dürfen?

  • User
  • 06.02.2012 08:29:18 3Lions1860

    Gandalf:
    Es geht mir im Fall Stadionverbot weniger um die rechten Mitläufer, sondern um bundesweit bekannte NPD- und Kameradschaftsgrößen.

    Das hat wenig mit mangelndem Demokratieverständnis zu tun, wenn man so etwas los haben möchte.
    Zumal diese Leute allein durch ihre Anwesenheit Werbung für sich und ihre "Sache" machen. Und mündliche Werbung und "Rekrutierung" darf wohl auch angenommen werden.

  • User
  • 06.02.2012 08:34:32 Donaldo

    Gandalf und 3Lions, eure Posts haben mir außerordentlich gut gefallen. Dies vorab.

    Jetzt mal nur, um zu provozieren:

    Wenn man Leute, die sich ansonsten im Stadion einwandfrei benehmen, lediglich auf Grund ihres Haarschnitts oder Klamotten aussperrt...leben wir dann nicht in einem Staat, den genau diese Leute propagieren?

  • User
  • 06.02.2012 09:42:53 3Lions1860

    Das erinnert mich doch immer ziemlich an die Debatten, ob ein demokratischer Rechtsstaat extreme Meinungen aushalten muss oder nicht. Kann man die NPD verbieten oder nicht ? Dazu habe ich zwar eine klare Meinung, allerdings hat das hiermit weniger zu tun, denn: Bei Stadionverboten kann und soll es nicht darum gehen, Leute wegen Haarschnitt oder Klamotten auszusperren. Es geht darum gezielt einige Leute loszuwerden, die landes- und bundesweit als Npd- und/oder als Kameradschaftsaktivisten bekannt sind und/oder sogar bereits rechtsterroristisch aufgefallen sind. Solche Leute sind gerade aus demokratischer Sichtweise nicht im Stadion zu tolerieren, da sie alleine durch ihre Anwesenheit Werbung in eigener Sache machen. Auf diese Weise versuchen sie auch in der Kurve Leute anzuwerben.

  • User
  • 06.02.2012 09:44:56 Olof Palme

    statt nur ein paar symptome zu bekämpfen und unliebsame klamotten aus dem stadion zu verbannen und dann zu hoffen, dass sich das problem schon selber regeln wird / die restliche fans schon ein wenig lauter schreien werden, sollte sich der verein doch einfach klar positionieren. dann aber nicht in form von verklausulierten erklärungen auf der homepage à la "wir distanzieren uns von jedweder politischen äußerung...blabla", sondern möglichst simpel. "npd-wähler haben kurze pimmel!" denen einfach das gefühl geben, zu keiner zeit willkommen zu sein, ihnen absprechen, echte 60er zu sein, usw. das hätte zwar nix mit politischer aufklärung / gesellschaftlicher verantwortung zu tun, auf die sei hier mal gepflegt geschissen!

  • User
  • 06.02.2012 10:07:30 mehmetwirdankendir

    Wisst ihr was ein Hauptproblem sein könnte?

    Dass ein nicht zu unterschätzender Teil der CN noch rechtes Gedankengut in sich trägt. Da sind viele dabei, die vor 10 Jahren noch selbst mit Bomberjacken und Kurzhaarschnitt rumgelaufen sind. Als um die Jahrtausendwende der "wipping Point" kam und die bislang eher englisch angehauchte Fankultur zur südosteuropäischen wurde, hat man sich eben angepasst.

    Zu behaupten man wäre jetzt links wäre problematisch geworden, also nennt man sich unpolitisch.

  • User
  • 06.02.2012 10:48:15 Yvy

    Wenn die 50 Deppen, die sich vielleicht als Nazis erkennbar zeigen, nicht nur die Spitze des Eisbergs ist...

    Der Nicht-Bayer denkt vielleicht in Kategorien wie Fascho oder Nichtfascho, aber gerade im ländlichen Bayern gibts dann noch die Erzkonservativen... nicht wirklich aktiv rechts, aber schon der Meinung, Bayern gehöre am besten den Bayern und die ganzen Chinesen und Schwarzen müßten ja nicht alle hier sein usw...

    Aber denen sieht mans nicht an und es wird wohl in Bayern noch 50-100 Jahre länger dauern als sonstwo (im Westen, 24THINK, im Westen), bis man die Bevölkerung an sich zum Umdenken bringt

  • User
  • 06.02.2012 10:48:58 Yvy

    ist => sind

  • User
  • 06.02.2012 11:16:01 ottokleff

    re.: gewalttätiger Übergriffe von rechten Hooligans auf Ultras in Aachen

    Dies hat es so in Aachen nicht gegeben. Was es in Aachen gibt sind zwei ULTRA - Gruppierungen. Die eine , ACU, ist von der linksradikalen lokalen Antifabewegung unterwandert worden. Die andere, KARLSBANDE, hat in ihren Reihen Mitglieder der rechtsradikalen Kameradschaft Aachen-Land. Beiden beziehen ihre vorgebliche Legitimation aus der Existenz der anderen Gruppe. Beide hauen sich zuweilen im Stadion; sowohl auf dem Tivoli als auch auswärts, wie z.B. geschehen in Dresden.
    Beide schaden dem Ruf der Alemannia und ziehen unseren Namen in den Dreck!

  • User
  • 06.02.2012 11:19:49 alterzabo

    Heute 10:48:15 von Yvy

    Liegt vlt daran, dass die schwarzchinesische Invasion zuerst in
    Bayern eintreffen würde, Remember Lechfeld, das vergißt ein Bayer nicht!.

    Aber Ivy spricht was richtiges an: Die schweigende Mehrheit, die "...so schlecht war der Adolf, nicht, gab immerhin Arbeit+X und nicht so viele Ausländer..."-Fraktion.

    Während sich Mediendeutschland, Foristen, Juristen, an den Symbolen abarbeiten, freut sich die Masse.
    Und die stillen rechten Macher im Hintergund, die Demagogen, denen kann es doch nur recht sein, wenn es eine laute Diskussion darüber gibt, wie man sich richtig verhält.

  • User
  • 06.02.2012 11:20:40 alterzabo

    Ergänzung: ...und daran scheitert, ja scheitern muß.

  • User
  • 06.02.2012 11:22:35 3Lions1860

    Yvy,

    da magst du in großen Teilen schon recht haben, aber Bayern so gegen den Rest der Republik hinzustellen ist dann doch ein bisschen abenteuerlich. Wieviele Nazis es allein im Ruhrgebiet gibt..

    Aber das soll nicht vom eigentlichen Problem ablenken. Es ist und bleibt ein gesellschaftliches Problem und als solches besteht es natürlich nicht nur wegen den 50 Typen in Block 132, sondern weil rassistisches, sexistisches und homophobes Gedankengut in der Gesellschaft und besonders im Fußball nach wie vor latent bis offensichtlich vorhanden ist.

    Olof Palme,

    Geschäftsführer Rober Schäfer hat sich tatsächlich in relativ befriedigender Weise vom rechten Gesindel abgegrenzt. Bin allerdings grade eigentlich in der Arbeit und kann deshalb den Link zum Interview nicht raussuchen.


    Was das rechte Gedankengut der CN angeht; das kann ich nicht beurteilen. Ich denke sie könnten und sollten sich eindeutiger positionieren. Rechtes Gedankengut oder sogar Parolen etc. sind mir jedoch bei keinem Kontakt mit der Gruppe aufgefallen (Beispielsweise im Zug bei Auswärtsfahrten etc.).

  • User
  • 06.02.2012 11:33:20 L3v3l0rd

    Nazis in WESTdeutschland? Unmöglich! Alle importiert!
    Was sagt denn der 24stündige Denkversuch?

  • User
  • 06.02.2012 12:07:36 Yvy

    @3lions

    yo hab ich gelesen. Schon beim Spruch, endlich wieder Zeit für sowas, weil ausnahmsweise kein drückender Schuldenberg, ist typisch Löwen :-(

    Wieviele mit rechtem Gedankengut es in NRW gibt, kann ich nicht so beurteilen. Das ländliche Bayern kenne ich gut & bei meinen Besuchen in NRW kamen mir die Leute im Schnitt doch etwas toleranter vor.

  • User
  • 06.02.2012 12:24:57 3Lions1860

    Yvy,

    Ich kenne das ländliche Bayer auch gut und das ländliche NRW überhaupt nicht. Bei ersterem bin ich mir auch sicher, dass da einiges im Argen liegt.
    Aber was sollen diese Vergleiche ? Das bringt doch nur denjenigen etwas, die sich mit dem Statement "Westdeutschland sei so libertär und tolerant" nur selbst bauchpinseln wollen. So schieben sie das Thema schön in den Osten und manchmal auch in den Süden, um davon abzulenken, dass genau das gleiche Problem bei ihnen ebenso akut ist. Siehe z.B. die "autonomen Nationalisten" (..) in der gelben Wand bei der Borussia.
    Allerdings will ich diese Diskussion eigentlich gar nicht führen, da es nur vom eigentlichen Problem bei 1860 ablenkt.

    Diesen Spruch den du meinst, meine ich nicht. Das Statement von Schäfer ist so ein paar Wochen alt. Das von Schneider, welches du ansprichst ("endlich wieder Zeit" usw..), halte ich wegen der Formulierung auch für problematisch und es zeigt, wo für den Verein die Prioritäten liegen. Ob man ihnen daraus einen Vorwurf machen kann weiß ich nicht.

  • User
  • 06.02.2012 12:28:13 3Lions1860

    So, hier ein Auschnitt aus dem Interview. Klar kann man sagen, es wären die üblichen hohlen Phrasen. Ich finde trotzdem, dass es eine deutliche Positionierung ist:
    "Wir alle haben hier eine ganz klare Haltung, gerade vor dem Hintergrund unserer eigenen Vergangenheit. Beim TSV 1860 München und bei allen Löwenanhängern gibt es keinen Platz für Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit oder Intoleranz. Fußball ist ein völkerverständigender Sport, in dem Vielfältigkeit wichtig ist und zum Erfolg beiträgt. Dies ist eine der Grundlagen unseres Sports. Verständnis und Respekt vor Anderen ist die Basis jeglichen menschlichen Zusammenseins und deswegen zeigen wir Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und nationalem Gedankengut unmissverständlich die Rote Karte."
    In: http://www.tsv1860.de/aktuell/news/interview-mit-r obert-schaefer-kein-platz-fuer-rechtsradikalismus

  • User
  • 06.02.2012 12:46:46 Donaldo

    Als jemand, der in Oberbayern in einem Dorf mit > 3000 Einwohnern lebt, kann ich Yvy zwar in Teilen bestätigen, aber eben nur in Teilen.
    Der gemeine Oberbayer sagt sich in der Regel:"Mag jeder sein, wie er is', hauptsache, er läßt mich konservativ sein" (Übrigens: bei uns in der Region hat die CSU knapp über 30%, die Freien Wähler hingegen knapp 50%.)
    Aber ich komme vom Thema ab.

    Mir fällt ein Zitat von Karl Marx ein, der (sinngemäß) gesagt hat, dass das Ansteigen wirtschaftlicher Probleme parallel zur Bereitschaft, radikale Kräfte zu unterstützen, verläuft.

    Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Oberbayern ist praktisch Nazi/Skinhead - frei...warum auch, den Menschen hier geht's doch gut...Die regen sich auf, dass Byern alleine 3,7 MRD von den insgesamt 6 komma irgendwas im Länderfinanzausgleich berappen muß, weil eben andere Bundeländer offensichtlich nicht vernünftig haushalten können, aber deswegen werden sie nicht gleich rechtsradikal.

    3-5 Tage im Monat habe ich beruflich in Essen zu tun...und (subjektiv betrachtet!!!) kann ich nur sagen: Da geht's mal echt anders ab...

  • User
  • 06.02.2012 12:57:04 suppenteller

    ottokleff
    Dies hat es so in Aachen nicht gegeben. Was es in Aachen gibt sind zwei ULTRA - Gruppierungen. Die eine , ACU, ist von der linksradikalen lokalen Antifabewegung unterwandert worden. Die andere, KARLSBANDE, hat in ihren Reihen Mitglieder der rechtsradikalen Kameradschaft Aachen-Land.
    Beide schaden dem Ruf der Alemannia und ziehen unseren Namen in den Dreck


    achso, die eine ist fies unterwandert und die andere hat son paar faschomitglieder und alle mißbrauchen sie nur die gute, reine alemannia.

  • User
  • 06.02.2012 13:03:44 suppenteller

    zu der landfrage, bayern - nrw:

    in nrw trifft man sicher auch eine andere landbevölkerung, weil das land hier eben weniger abgeschieden ist. nrw ist nunmal überzogen mit ballungsräumen und selbst in den ländlichen räumen ist man immer nah an städten. das sieht in bayern doch großflächig eher anders. wenn man tief in die eifel fährt, nehmen dort auch gewisse geistehaltungen zu. aber da wo die eifel anfängt richtig abgeschieden ländlich zu werden, ist nrw schon wieder fast vorbei.

    Die immer noch fortdauernde kulturelle Differenz von Stadt und Land ist eine, wenn auch gewiss nicht die einzige und wichtigste, der Bedingungen des Grauens. Jeder Hochmut gegenüber der Landbevölkerung ist mir fern. Ich weiss, dass kein Mensch etwas dafür kann, ob er ein Städter ist oder im Dorf groß wird. Ich registriere dabei nur, dass wahrscheinlich die Entbarbarisierung auf dem platten Land noch weniger als sonst wo gelungen ist.

    Theodor W. Adorno

  • User
  • 06.02.2012 13:46:23 Donaldo

    Spontan möchte ich sagen, dass Adorno ein Arsch ist. Ist er aber nicht. Nur das o.a. Zitat ist sowas von unfaßbar dämlich, da bleibt einem glatt die Spucke weg.
    Entbarbarisierung auf'm Land nicht so gelungen...MannMannMann, so einen Schafscheiß habe ich selten gehört. In Großstädten spielen sich reihenweise Szenen von solch unglaublicher Barbarei ab, die wären auf dem Land undenkbar.
    Suppe, samma, wo haste das denn her?

  • User
  • 06.02.2012 14:05:18 3Lions1860

    Oberbayern ist praktisch Nazi/Skinhead - frei

    Also das halte ich mal fürn Gerücht. In Bayern mag die NPD nicht so stark sein wie im Osten, aber die freien Kameradschaften sind sehr präsent! Sieht man ja z.B. an 1860. Oder an zahlreichen Demos in München. Heldengedenkmärsche, etc...

  • User
  • 06.02.2012 14:19:24 Bouba

    Die outsiders bestehen doch bestimt zu 78% aus V-Leuten der Ultras...

  • User
  • 06.02.2012 14:36:25 ottokleff

    @suppenteller

    Die Alemannia ist so gut und rein wie der Rest unserer Gesellschaft auch.
    Aber wenn zusammen ca. 300 Vollpfosten neben dem üblichen Ultragehampel, Fähnchengewedel garniert mit Dauersingsang statt spielbezogenem Support, ihre wirren Politiksch§%$# im Stadion abziehen, finde ich das a) zum Kotzen und b) kann kein Verein dies verhindern, es sei denn, Du redest Stadionverboten en masse das Wort.

  • User
  • 06.02.2012 16:08:04 Donaldo

    @3Lions1860: Da München ja auch zu Oberbayern gehört, muß ich dir absolut recht geben. Hatte mich auch nicht klar ausgedrück; ich meinte eher das ländliche Oberbayern.

  • User
  • 06.02.2012 17:34:27 pandrodor

    Hmm, ihr wisst schon dass Rechts und Rechtsextremismus zwei unterschiedliche Dinge sind, oder? Oder setzt ihr auch Islam und Islamismus gleich?

    (Mir ist die Antwort klar, da wird auf Differenzierung bestanden, die man selbst bei anderen Dingen selbst verweigert)

  • User
  • 06.02.2012 17:50:52 Fix

    Wäre der Verbot von symbolträchtiger rechter Kleidung im Stadion nicht ein Anfang? Rechte fühlen sich doch nur in Gruppen stark. Wenn ihnen die Symbolik fehlt um sich eindeutig politisch einzuordnen, erkennen sie sich untereinander nicht so schnell. Eventuelle würden einige potentielle Sympathisanten, die nur zu einer Gruppe gehören wollen, bei den Ultras mitmachen. damit wäre doch schon mal etwas erreicht. Natürlich würden Leute, die das rechte Gedankengut teilen sich trotzdem der rechten Gruppierung anhängen, aber wenn sie in ihrer Kleiderordnung eingeschränkt werden, würde sie dann noch genauso gern ins Stadion gehen?

    Zudem denke ich, dass sich Fans ihre politische Einstellung nicht im Stadion erlangen.

  • User
  • 06.02.2012 19:38:01 Fritzos

    Ein Problem ist doch auch die Doppelmoral. Zum einen will man die Idioten aus dem Stadion haben, zum anderen sorgen sie mit für die Stimmung. In Aachen erlebt es die in diesem Fall betreffende Karlsbande derzeit. Teile dieser Ultrasgruppierung sind rechts unterwandert, wie @Ottokleff ja schon schrieb. Zum einen sorgen sie für Stimmung und Support, auf der anderen Seite stechen sie durch Ignoranz und zweifelhafte Aktionen (Banner, Pyro, div. Aktionen) auf und schaden dem Verein Alemannia Aachen durch Strafen für Pyro oder fragwürdige Schwimmbadaufenthalte.

    Bevor ich da zu sehr in Detail gehe: Die gesamte Fanszene eines Vereins muss sich gegen solche Deppen aussprechen. Allerdings ist die Mehrheit doch zu Feige und/oder doch zu rechtgerichtet, um sich klar und lauthals zu positionieren. Man darf den Rechten einfach keine Plattform geben.

  • User
  • 06.02.2012 20:21:55 AntiMöller

    "Entbarbarisierung auf'm Land nicht so gelungen...MannMannMann, so einen Schafscheiß habe ich selten gehört. In Großstädten spielen sich reihenweise Szenen von solch unglaublicher Barbarei ab, die wären auf dem Land undenkbar."

    Donaldo, Du solltest bedenken, in welcher Zeit Adorno das so formuliert hat.

    "Wäre der Verbot von symbolträchtiger rechter Kleidung im Stadion nicht ein Anfang? Rechte fühlen sich doch nur in Gruppen stark. Wenn ihnen die Symbolik fehlt um sich eindeutig politisch einzuordnen, erkennen sie sich untereinander nicht so schnell. "

    Dann verbietet man doch nur den Zeichen hinterher. Das ist unmöglich und könnte verheerend enden.

  • User
  • 06.02.2012 20:47:05 AbteilungAttacke

    Ein paar Fragen zum Text:

    Wie können 10-50 Männchen die "Stimmungshoheit" im Stadion gewinnen? Wieviel Zuschauer hat den 60ig mittlerweile im Durchschnitt? Und gibt es mehr Beispiele für das gezeichnete Bedrohungsszenario als nur die Sache mit Red Bull und dem Handgemenge?

    Und warum sollen nun gerade die Ultras die Aufgabe haben, als Gegenbewegung zu fungieren ? Weil sie in der Mehrzahl sind und die Rechten niedersingen könnten ? Oder weil sie just Blocknachbarn sind ? Ist, wie Frau Sailer richtig sagt, der Hausherr nicht in erster Linie in der Pflicht ?

  • User
  • 06.02.2012 21:03:06 AntiMöller

    Ist, wie Frau Sailer richtig sagt, der Hausherr nicht in erster Linie in der Pflicht ?

    Der FC Bayern? ;-)

  • User
  • 07.02.2012 00:19:07 Gandalf

    3Lions1860,
    versteh mich nicht falsch: auch ich will dieses Pack nicht im Stadion, nicht in der Strassenbahn, nicht im Park, nicht in Deutschland, nicht in Australien noch sonstwo auf dieser Welt.

    Mir ging es bei meinen Einwürfen nur darum, wie man es verhindern kann, dass diese Leute eben keine weiteren Indokrination betreiben können, hier eben: im Stadion.

    Da sie sich dort anscheinend "benehmen", sehe ich da wenig Handhabe, ausser eben die anderen Fans über deren Hintergründe und -wahrscheinlichen- Absichten zu informieren. Ausgrenzung, Ignorieren, vielleicht okay; vielleicht auch mal eine gezielte Provokation, damit sie ihr wahres Gesicht zeigen und die Staats- und Hausgewalt mal einen Anlass haben, diese Spacken zu entfernen?

    Alles möglich; aber wie gesagt: alleine durch irgendein Klamotten-Verbot (was dann immer wieder umgangen wird) oder durch Mitgliedschaft in eine -leider nicht verbotenen (meine persönliche Meinung)- Partei oder einer Vorstrafe, die nichts mit dem Besuch eines Fussballspiels zu tun hat, lässt sich m.E. nicht viel machen...so schade es auch ist.
    Oder halt auch nicht so schade, denn wer weiß, wer von uns "Guten" dann nicht auch schon lange von Fussballspielen etc. ausgeschlossen worden wäre...

    In diesem Sinne noch zwei Sätze zu den Statements des BenHogan von 07.28 und 07.49 Uhr in meine Richtung: es befremdet mich doch ziemlich, was du da von dir gibst.
    Ich habe keine Ahnung, ob wir uns kennen, aber da du anscheinend mich, meine weiche Birne, meine Morgenlatten und die Partei meines Vetrauens kennst, gehe ich dann auch mal zum "Du" über: vielleicht kannst du ja noch mal schreiben, was genau dir an meinen Postings so sehr missfallen hat.
    Vielleicht liessen sich so etwaige Miss Verständnisse beseitigen?

  • User
  • 07.02.2012 00:54:55 BenHogan

    Uschi bin ick. Dachte, dass wär nich neu. Und befremdlich sind deine mittlerweile urkomischen aussagen. Stell sie gegenüber mit dem, was du hier vor ein paar jahren geschrieben hast und dann schäm dich oder mach wat du willst.

  • User
  • 07.02.2012 01:21:30 Gandalf

    Mir ist es neu; zumindest, dass du beim Namens-Fasching mit machst, sorry.

    Genauso wie Dir anscheinend meine Aussagen / Ansichten, die sich meines Erachtens nach nich grossartig geändert haben - oder vielleicht doch, keine Ahnung; es ist auf jeden Fall wert, mal darüber nach zu denken.

    Schämen? Nein, kein Stück, vielleicht "erröten" oder so, hehe.

    (Schön, Dich mal wieder zu lesen, BenHogan!)

    ...aber das mit der FDP war ein Schlach nach sonstewohin, der war fies...aber er traf, sehr gut gesetzt!

    In diesem Sinne: mach ich weiter, was ich will. Habe ja Deinen Segen.

  • User
  • 07.02.2012 07:18:24 JupiterJones84

    wieso wird hier eingentlich andauernd von "unterwanderung" gesprochen? machen die das heimlich? wissen die mitglieder der karlsbande nicht wen sie in ihren reihen haben?

    Link

  • User
  • 07.02.2012 10:30:28 3Lions1860

    Da sie sich dort anscheinend "benehmen", sehe ich da wenig Handhabe, ausser eben die anderen Fans über deren Hintergründe und -wahrscheinlichen- Absichten zu informieren. Ausgrenzung, Ignorieren, vielleicht okay; vielleicht auch mal eine gezielte Provokation, damit sie ihr wahres Gesicht zeigen und die Staats- und Hausgewalt mal einen Anlass haben, diese Spacken zu entfernen?

    Alles möglich; aber wie gesagt: alleine durch irgendein Klamotten-Verbot (was dann immer wieder umgangen wird) oder durch Mitgliedschaft in eine -leider nicht verbotenen (meine persönliche Meinung)- Partei oder einer Vorstrafe, die nichts mit dem Besuch eines Fussballspiels zu tun hat, lässt sich m.E. nicht viel machen...so schade es auch ist.
    Oder halt auch nicht so schade, denn wer weiß, wer von uns "Guten" dann nicht auch schon lange von Fussballspielen etc. ausgeschlossen worden wäre...


    Kleidungsverbote gibt es bereits. Wenn man sie nur konsequent durchsetzen würde...
    Ansonsten kenne ich natürlich das Argument, das man nichts machen kann, wenn die sich benehmen.
    Was auch immer der Verein unternimmt, ich bin ohnehin der Meinung, dass die einzig wirkunsvollen Aktionen und Reaktion aus der Fanszene selber kommen müssen. Das Funktioniert durch Banneraktionen, Sticker, Aufklärung aller über die Zustände in Block 132. etc...

  • User
  • 07.02.2012 10:41:41 PittiTrueffelschwein

    Wie siehts denn mit dem Ordnungsdienst der Löwen aus. Wenn ich höre, dass Kleidungsverbote nicht ausreichend durchgezogen werden, dann würde ich als Verein vielleicht mal hinterfragen, wie diese Leute mit ihren Thor Steinar Pullis ins Stadion gelangen können. Und dass die Türsteher-/Sicherheitsdienst-/Ordnungsdienst-Szene gerne mal fragwürdige Gestalten hervorbringt (ohne pauschalisieren zu wollen) ist nicht von der Hand zu weisen.

  • User
  • 07.02.2012 12:10:16 3Lions1860

    Wie siehts denn mit dem Ordnungsdienst der Löwen aus. Wenn ich höre, dass Kleidungsverbote nicht ausreichend durchgezogen werden, dann würde ich als Verein vielleicht mal hinterfragen, wie diese Leute mit ihren Thor Steinar Pullis ins Stadion gelangen können. Und dass die Türsteher-/Sicherheitsdienst-/Ordnungsdienst-Szene gerne mal fragwürdige Gestalten hervorbringt (ohne pauschalisieren zu wollen) ist nicht von der Hand zu weisen.

    Das ist unterschiedlich. Ich habe sowohl Ordner gesehen, die sich dem Problem gewidmet haben, wenn jemand Thor Steiner oder irgendwelche Reichskriegsschals o.ä. getragen hat. Dann sieht man aber wieder irgendwelche Nazis mit solcher Kleidung völlig unbehelligt am Ausschank stehen...

  • User
  • 07.02.2012 13:32:04 suppenteller

    @donaldo
    das habe ich aus adornos text erziehung nach auschwitz rausgerissen und ich finde das auch keineswegs einen scheiss, wie schon antimöller angemerkt hat ist die aussage schon älter und natürlich eher im gesamtkontext seines aufsatzes zu sehen.


    @ottokleff
    mir ging es vor allem um diese formulierung des unterwandern, die halt auch suggeriert, der fussball, der verein, der sport an sich seien erstmal per se ein neutraler raum, den die nazis nun besetzen, unterwandern, mißbrauchen. wie du ja selber schon geschrieben hast, sind stadien eben auch immer spiegelbilder (manchmal etwas verzerrte, keine frage) der gesellschaft, meinetwegen auch der eher regionalen begebenheiten. und das in aachen eine muntere naziszene hat ist nunmal echt nichts neues. dementsprechend tauchen auch nazis im stadion auf, die unterwandern da nichts, sondern agitieren höchstens offen, weil sie stark genug sind/toleriert werden/keine effektive gegenwehr vorhanden ist.

  • User
  • 07.02.2012 16:32:30 peterpacult

    man kann in bayern kommunisten und nazis antreffen, wie überall anders in deutschland. nur hat 60 eine braunere vergangenheit als bayern. straßenkampf hat immer schon im stadion stattgefunden: spiegel der gesellschaft! solange unsere freunde nicht den marsch nach berlin ankündigen, würde ich cool bleiben.
    dieser verein befriedigt viele sehnsüchte und ist eine plattform für alle strömungen.
    kill the white

  • User
  • 07.02.2012 16:43:23 Beschorner

    solange unsere freunde nicht den marsch nach berlin ankündigen, würde ich cool bleiben.
    freunde? cool bleiben? dazu: straßenkampf?
    wenn man den nazis so begegnet, muss man sich nicht wundern, dass sie unbehelligt ihren block vereinnahmen.
    man muss ja nicht mit den fahnen auf die losgehen, aber seine meinung dazu darf man schon äußern, und wie oben auch schon beschrieben kann man gern banneraktionen, sticker oder aufklärunf in der kurve starten. aber entspannt warten, bis sich das von selber löst, ist wohl nihct das mittel...

  • User
  • 07.02.2012 17:03:50 ElBuitre11

    "dieser verein befriedigt viele sehnsüchte.."
    War das ein Kompliment? So in Hinsicht Befriedigung rechtsradikaler Sehnsüchte?

  • User
  • 07.02.2012 18:26:00 Donaldo

    @Suppe & Anti: Vielen Dank für die Aufklärung, und
    a) mir war der Kontext Adorno's Text nicht bewußt und
    b) ja, zugegeben, in diesem Kontext wirkt es in der Tat komplett anders.

    Bedenklich fänd' ich die Aussagen, wenn man sie singulär stehen ließe...aber das hat sich ja nun geklärt.
    Nochmals Dank.

  • User
  • 07.02.2012 22:54:44 peterpacult

    haha, ihr moralapostel,
    wer in einer freien gesellschaft diese leute nicht ertragen kann, soll doch bitte die tinte sparen. jeder hat das recht, arsch zu sein.
    der marsch nach berlin war hitlers erster versuch, die macht an sich zu reißen (1923). eine dumme anspielung mit satirischer anmaßung. so sorry. 1860 münchen bedient das klische des arbeitervereins und somit dürfte jedem klar sein daß dort auch nazis anzutreffen sind. ist mir scheißegal, ich frage mich eher warum noch nicht mehr nazis dort oder in anderen fanblöcken stehen. aber das ist hoffentlich nur ein osteutsches problem ( vorsicht verkacktverschissener sarkasmus, und doppel s ist in deutschland auch verboten) kommt endlich runter. wir leben in einer zeit des biedermeier und jeder jugendliche macht sich sorgen, ob er arbeit bekommt. ob er frei sein darf, daß interresiert keine alte sau. wer freiheit für sicherheit opfert, verliert beides. somit dürften eure überflüssigen diskussionen über rechte/linke rote/schwarze juden oder homosexuelle als zeitvertreib für euch toll sein, aber jeder der in der heutigen zeit, in deutschland, mit ein bisschen hirn die thematik schon seit mehreren jahren verfolgt, dürfte kein bisschen überrascht sein. die wahrheit tut weh und das volk ist dumm.
    kreuzigungsgruppe auf gehts
    http://www.youtube.com/watch?v=YWWdk-GVZV8&feature =related

  • User
  • 07.02.2012 23:10:18 gelsenkirchen

    ]i]1860 münchen bedient das klische des arbeitervereins und somit dürfte jedem klar sein daß dort auch nazis anzutreffen sind.[/i]

    ist ja allseits bekannt: das traditionell faschistische arbeitermillieu!


    ist mir scheißegal


    merkt man.


    wir leben in einer zeit des biedermeier

  • User
  • 08.02.2012 06:26:51 saloth sar

    und das volk ist dumm

    du bist das volk!,

  • User
  • 08.02.2012 08:13:28 currygoi

    jeder jugendliche macht sich sorgen, ob er arbeit bekommt. ob er frei sein darf, daß interresiert keine alte sau.

    Freiheit muss man sich leisten können. Also arbeitet man, um frei zu sein. Zumindest irgendwie.

  • User
  • 08.02.2012 08:24:09 Donaldo

    Geanu. Und jetzt fehlt nur noch, dass so ein Idiot daherkommt und sagt, dass Arbeit frei macht...

    Dann wäre der Kreis geschlossen.

  • User
  • 08.02.2012 08:27:25 currygoi

    ups, diese steilvorlage war gar nicht beabsichtigt. sorry!

  • User
  • 08.02.2012 14:05:08 suppenteller

    seltsamer freiheitsbegriff, wenn der durch lohnarbeit erreicht werden kann curry

  • User
  • 08.02.2012 14:20:13 giselher

    seltsamer freiheitsbegriff...

    Zumindest die materiellen Zwänge dieser unserer Welt lassen sich durch (erfolgreiche) lohnarbeit verringern. Die Abwesenheit von Armut befreit (partiell) vom Verzichten-Müssen. Hat schon was mit Freiheit zu tun.

    (Bitte, kein Bezug zur KZ-Lyrik, hat damit nix zu tun.)

  • User
  • 08.02.2012 15:04:47 suppenteller

    genau den freiheitsbegriff meinte ich. ich verstehe unter freiheit hingegen eher die generelle abwesenheit materieller zwänge, die sich durch lohnarbeit sowieso nicht aus der welt schaffen lassen, sondern beständig nur reproduziert werden, weil sie untrennbar miteinander verzahnt sind in der kapitalistischen produktionsweise. die freiheit die du meinst (und die eben auch der spruch "arbeit mach frei" (neben seiner vernichtungsandrohung) der nazis meint), ist die freiheit des hamsters im rad, der nach etlichen runden einmal kurz nen schluck wasser nimmt und sich denkt wie gut er es sich gehen lassen kann, um dann wieder ins rad zu steigen.

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