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05.02.2012

Toni Polster über Lukas Podolski, den Prinzen von Köln

»Poldi würde auf der Tribüne seinen Schal schwenken«

Interview: Marius Gutowski  Bild: Imago

Eigentlich wäre beim 1. FC Köln nur alles halb so schlimm, wenn, ja wenn nicht das Stadtheiligtum Lukas Podolski für vier Wochen verletzt ausfallen würde. Vor dem Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Sonntag sprachen wir mit FC-Legende Toni Polster.

Toni Polster über Lukas Podolski, den Prinzen von Köln - »Poldi würde auf der Tribüne seinen Schal schwenken«


Toni Polster, der 1. FC Köln spielt gegen den Abstieg. Drei Punkte trennen den Verein von einem Relegationsplatz und jetzt fällt auch noch Lukas Podolski für mindestens vier Wochen aus. Machen Sie sich Sorgen?

Toni Polster: Ich habe noch eine enge Bindung zum FC. Natürlich sorgt man sich dann bei dem derzeitigen Tabellenstand und dem Auftakt in die Rückrunde mit den zwei Pleiten.

Wie schwer wiegt die Verletzung des Prinzen Podolski?

Toni Polster: Unheimlich schwer. Nicht nur, weil er das Aushängeschild des Vereins ist, sondern auch, weil er während der gesamten Saison in Topform war.

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Wie kann der Verein seinen Ausfall kompensieren?

Toni Polster: Durch mannschaftliche Geschlossenheit. Vielleicht besteht gerade durch den Ausfall von Lukas eine Chance und andere Spieler blühen auf, weil vom gesamten Team jetzt nicht mehr so viel erwartet wird. Es wäre ja schon traurig, wenn eine Mannschaft aus so vielen Profis von einem Mann dermaßen stark abhängig ist.

Trotzdem hat man das Gefühl, dass Podolski seinen Mitspielern überlegen ist.

Toni Polster: Diese Karriere und das Können, das Lukas hat, kann im Kader kaum jemand aufweisen. Und dennoch müssen seine Teamkollegen jetzt Stolz haben und zeigen: »Der Lukas ist sicher ein wichtiges Element, aber auch wir können Fußballspielen.«

Die Verpflichtung von Podolski-Ersatz Chong Tese vom VfL Bochum wurde in Köln mit viel Missfallen aufgenommen. Warum ist es im Umfeld des Vereins immer so dermaßen unruhig?

Toni Polster: Der Verein ist an der Unruhe teilweise selbst Schuld, weil viele Probleme groß gemacht werden, die man schon im Keim hätte ersticken können. Es gibt immer noch Kommunikationsschwierigkeiten, Geschichten werden anders wiedergegeben oder teilweise komplett neu erfunden. Außerdem ist das Interesse der Fans riesig. Jeder will wissen, was im Klub passiert.

Wie kann man die Situation beruhigen?

Toni Polster: Das geht nur durch Zusammenhalt im gesamten Verein. Durch klare Absprachen und zielgerichtete Kommunikation.


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Die Zeit des Toni Polster beim 1. FC Köln beginnt auf unrühmliche Art und Weise: Als der 29-jährige Österreicher in die Domstadt wechselt, verspottet ihn die Presse. Der Stürmer sei zu langsam, übergewichtig und würde wie auf Stelzen laufen. Einzig und allein an der Frisur gibt es noch nichts zu meckern.


Fotostrecke

  • Die Zeit des Toni Polster beim 1. FC Köln beginnt auf unrühmliche Art und Weise: Als der 29-jährige Österreicher in die Domstadt wechselt, verspottet ihn die Presse. Der Stürmer sei zu langsam, übergewichtig und würde wie auf Stelzen laufen. Einzig und allein an der Frisur gibt es noch nichts zu meckern.
  • Dabei ist er stilmäßig schnell ganz vorn dabei. Hier wird das Schnurrbart-Modell, das später in Fachkreisen »Der Eko Fresh« getauft wird, von Polster salonfähig gemacht.
  • Polster straft seine Kritiker durch eine enorme Torausbeute nicht nur schnell Lügen, sondern entwickelt sich auch rasch beim 1. FC Köln zum Führungsspieler.
  • Kölner Publikumslieblinge unter sich: Polster klatscht mit Bodo Illgner ab.
  • Als der wegen seiner Treffsicherheit »Toni Doppelpack« genannte Polster einmal die Rote Karte sieht, verabschiedet er sich beim Schiedsrichter mit den legendären Worten: »Bestellen Sie Grüße an die Frau Gemahlin.«
  • Dabei ging er mit Enttäuschungen nicht immer so besonnen um. Hier wird der Torpfosten des Müngersdorfer Stadions in Mitleidenschaft gezogen.


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Kommentare

  • User
  • 05.02.2012 23:34:15 valenciano

    Hach Polster. Schon geil, sich zu beschweren, dass in Koeln immer viel Druck von Medien und von aussen kommt, und dann selber den aktuellen Trainer ohne Grund ans Bein zu pinkeln. Obwohl, der Grund ist ja da, er will selber der Heilsbringer sein, den es ja laut eigener Aussage nicht gibt.
    Vielleicht kehrt er ja wirklich als Trainer in die Bundesliga zurueck, und dann wuerden die Sorgen der FC-Fans wirklich kleiner: Wenn er naemlich diesmal direkt zu Gladbach ginge.

  • User
  • 06.02.2012 10:22:43 Yvy

    Bla Blubb.

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