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05.02.2012

Patrick Herrmann über Krisen, Marco Reus und den Europacup

»Der Druck hat an mir genagt«

Interview: Karol Herrmann  Bild: Imago

Die jüngsten Erfolge von Borussia Mönchengladbach sind eng mit Newcomer Patrick Herrmann verbunden. Wir sprachen mit dem 20-Jährigen über die Reus-Nachfolge, Manuel Neuer und die Nationalmannschaft.

Patrick Herrmann über Krisen, Marco Reus und den Europacup - »Der Druck hat an mir genagt«


Patrick Herrmann, Ihr Trainer Lucien Favre ist nicht gerade für Rotation bekannt. Sie haben es dennoch geschafft, sich in die Mannschaft zu spielen. Wie haben Sie ihn überzeugt?

Patrick Herrmann: Ich versuche mich jeden Tag zu verbessern, aber im Training lassen sich keine Spielsituationen simulieren. Entscheidend sind Einsatzzeiten – und die habe ich in letzter Zeit vermehrt bekommen.  



Favre hat für jeden Spieler individuelle Tipps parat. Marco Reus hat er gesagt, dass er beim Dribbeln auf die Fußstellung des Verteidigers achten soll. Dante sollte beim Verteidigen auf den Zehenspitzen stehen. Welchen Ratschlag haben Sie bekommen?

Patrick Herrmann: Ich arbeite speziell daran, meinen linken Fuß zu verbessern. Der Trainer sagte mir außerdem, dass ich zielstrebiger zum Torabschluss kommen muss.

Gegen Bayern hat das zuletzt hervorragend funktioniert. Sie erzielten zwei Tore, strahlten dabei eine unglaubliche Ruhe vor dem Tor aus und provozierten den Fehler von Manuel Neuer. War Ihnen egal, dass Sie es mit dem deutschen Nationaltorhüter zu tun hatten?

Patrick Herrmann: Ich habe großen Respekt vor Manuel Neuer, aber während der 90 Minuten auf dem Platz ist er ein Gegenspieler wie jeder andere.  

Nach dem Spiel gegen Bayern schien sich ein Großteil der Medienlandschaft bereits einig, dass Sie der legitime Nachfolger von Marco Reus sind. Fühlen Sie sich geehrt oder sind die Erwartungen jetzt zu hoch?

Patrick Herrmann: Ich möchte mein eigenes Spiel machen und muss mich nicht an Marco Reus orientieren, obwohl ich mir natürlich einiges von ihm abgeschaut habe.

Eine gewisse Ähnlichkeit der Spielweise können Sie doch nicht abstreiten.

Patrick Herrmann: Der Vergleich hinkt allein schon, weil er Nationalspieler ist und ich noch ganz am Anfang meiner Karriere stehe. Was Schnelligkeit und Dribblings angeht, lassen sich unsere Spielweisen vergleichen. Das war es dann aber auch schon.  

Wie tief saß der Schock, als Reus und später auch Roman Neustädter ihren Abschied verkündeten?

Patrick Herrmann: Im ersten Moment haben wir geschluckt. Wir müssen Ihre Entscheidung aber akzeptieren. Nach einem Tag war das Thema intern vom Tisch. Erst als wir gegen Bayern gewonnen haben, wurde vielen Leuten klar, dass die Mannschaft trotzdem völlig intakt geblieben ist. Die Stimmung im Team ist nach wie vor unverändert.  

Welche Spieler sind für das Mannschaftsgefüge verantwortlich?

Patrick Herrmann: Wir Jungen profitieren von erfahrenen Spielern wie Martin Stranzl, Filip Daems oder Mike Hanke. Insgesamt denke ich aber, dass die Hierarchien im Vergleich zu früher flacher geworden sind.  


weiterlesen [1] [2]



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Kommentare

  • User
  • 03.02.2012 13:05:47 Donaldo

    Was für eine Ansammlung hohler, nichtssagender Phrasen...Absolut nichtssagend.

  • User
  • 03.02.2012 17:29:43 Fix

    Ja gut, viel bei rum kommt da noch nicht. Wobei ich mich hier frage, ob es an den Fragen oder am Spieler selbst liegt. Vor ein oder zwei Jahren hätte man dasselbe Interview und ähnlichen Antworten mit Mario Götze führen können. Was ich jedoch bemerkenswert finde, dass Herrmann selber meint, dass er noch Zeit brauch um reif für die Nationalmannschaft zu werden. Solch einen slebstkritischen Gedanken würde ich bspw. von einem Marko Marin nicht erwarten.

  • User
  • 03.02.2012 17:45:21 AntiMöller

    "Hallo Herr Marin, was machen sie eigentlich?"

  • User
  • 03.02.2012 21:14:27 Capocannoniere

    "Was für eine Ansammlung hohler, nichtssagender Phrasen"

    Intelligenz erweist sich bei jungen Fußballspielern an der Fähigkeit, auf Anfrage vernünftig Klingendes zu sagen. Markiert ein Jungspunt, der gerade erst dahergekommen ist, den Nachdenklichen oder gar Kritischen, kann das, wenn seine Karriere die erste Krise durchläuft, negativ auf ihn zurückfallen. Ein Meister in der Kunst, vernünftig klingende Belanglosigkeiten von sich geben, war der mittlere Olaf Thon. Nichts dagegen ! Der beste Ratschlag, den man einem jungen, aufstrebenden Spieler geben kann, lautet, zwischen dem jungen Broich und dem späten Matthäus die Mitte zu halten.

    Nebenbei: Wenn ein so junger Bursche von "flachen Hierarchien" faselt, die es "früher nicht gegeben" habe, ist davon auszugehen, daß er erlernte Floskeln herunterleiert.

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