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07.02.2012

Die schmutzige Wahrheit über das Kieler Entschuldigungsvideo

Arrogante Waterkant

Text: Benjamin Kuhlhoff  Bild: Imago

»BVB, Hurensöhne«, brüllten die Spieler von Holstein Kiel, als ihnen der Meister als Pokalgegner zugelost wurde. Dumm nur, dass sie dabei live im TV zu sehen waren. Jetzt haben sich die Kieler per Video entschuldigt. Dachten wir! Hier die ganze Wahrheit.

Die schmutzige Wahrheit über das Kieler Entschuldigungsvideo - Arrogante Waterkant


Samstag, 28. Januar 20124, 15:20 Uhr, Dortmund, Westfalenstadion: Kurz vor dem Anpfiff der Partie BVB gegen 1899 Hoffenheim erscheint auf den Videoleinwänden eine Botschaft aus Kiel. Zu sehen sind jene Spieler, die vor Wochen live im TV den beliebten Schlachtgesang  »BVB, Hurensöhne!« angestimmt hatten. Diesmal schwenken sie BVB-Fahnen, tragen Schals und gucken bedröppelt.



Als die Südtribüne das Video erblickt, bricht ein gellendes Pfeifkonzert los. Die Synapsen arbeiten kurz vor dem Anpfiff noch einwandfrei und kabeln: Kiel, Schweine, Pfeifen, Hass! Doch schon nach wenigen Sekunden herrscht Ruhe in der gelben Wand. Mit ungläubigem Schweigen starren die BVB-Fans auf die Botschaft aus Kiel. Das Schweigen hält fünf Sekunden, ehe die ersten Schwarz-Gelben in schallendes Gelächter ausbrechen. Die Entschuldigung aus dem hohen Norden ist angekommen und sie bietet reichlich Anlass zum Spott. Aber manch einer raunt auch: »Damit ist die Sache aus der Welt!«

Aber ist sie das wirklich?

11FREUNDE hat die allerbesten Videoanalysten, Filmwissenschaftler und Kunstexperten gebeten, dass Kieler Entschuldigungsvideo auf Herz und Nieren zu prüfen.

Das Schockergebnis: Das Video strotzt vor scharfen Pfeilspitzen in Richtung Ruhrgebiet!

Da ist neuer Ärger vorprogrammiert.

11FREUNDE zeigt, was die Kieler unter dem Mantel der Reue wieder einmal an Arroganz und Hochmut versteckt haben.

Hier geht es zu den Ergebnissen >>>






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Das Eröffnungsbild: Ein unbekannter Kieler Spieler hält die BVB-Flagge ins Bild. Schön und gut, aber wer genauer hinsieht, fragt sich: Warum hält der Unbekannte die schwarz-gelbe Fahne nur mit zwei Fingern fest. 11FREUNDE weiß, in der Kunstgeschichte gilt diese Geste als verstecktes Zeichen der Abneigung, ja, des Ekels gegenüber einem Objekt. Schon Da Vinici malte einst die Mona Lisa, wie sie eine französische Flagge mit nur zwei Fingern hält. Der Teil des Bildes wurde später allerdings entfernt. Die Kieler verzichten auf diese zarte Korrektur und zeigen dem BVB so klammheimlich die lange Nase.


Fotostrecke

  • Das Eröffnungsbild: Ein unbekannter Kieler Spieler hält die BVB-Flagge ins Bild. Schön und gut, aber wer genauer hinsieht, fragt sich: Warum hält der Unbekannte die schwarz-gelbe Fahne nur mit zwei Fingern fest. 11FREUNDE weiß,  in der Kunstgeschichte gilt diese Geste als verstecktes Zeichen der Abneigung, ja, des Ekels gegenüber einem Objekt. Schon Da Vinici malte einst die Mona Lisa, wie sie eine französische Flagge mit nur zwei Fingern hält. Der Teil des Bildes wurde später allerdings entfernt. Die Kieler verzichten auf diese zarte Korrektur und zeigen dem BVB so klammheimlich die lange Nase.
  • Auftritt Christan Jürgensen: Mit einen lässigen »Moin, Moin aus Kiel« begrüßt der Kieler Abwehrmann die Anhänger des BVB. Erschrecken mit welcher Larmoyanz der Blondschopf die sprachlichen Eigenständigkeiten des Gegenübers übergeht. Warum sagt er nicht »Hömma, du Eierkopp«, wie man es entlang der B1 seit Jahr und Tag zur Begrüßung tut? Ganz klar, Jürgensen will die Distanz zwischen sich, zwischen Kiel, zwischen dem weltmännischen Norden und der Arbeiterregion Ruhrgebiet aufrecht erhalten. Diese schlichte Begrüßung schreit laut: »Wir sind gut und ihr seid nichts.«
  • Doch damit nicht genug, denn Jürgensen legt nach: »Bei der Pokalauslosung sind mit einigen von uns die Pferde durchgegangen...« Pferde, die edlen Tiere der Reichen und Schönen, der Polospieler und Millionäre. Pferde, solche Tiere nennt man in Dortmund Gaul und anstatt sie durchgehen lassen zu können, hat Oppa und Omma und Onkel Kalle früher mit Pferden die Kohle aus der Flöze geschafft. Man hatte ja nichts, aber das interessiert die arroganten Pinsel von der Waterkant ja nicht. Und dann noch diese Lächeln zum Schluss...
  • Auftritt Rafael Kazior: Auch der Kieler Mittelfeldmann kann sich das Lachen kaum verkneifen? Das als Entschuldigungsvideo angekündigte Machwerk verkommt endgültig zur Farce. Der gemeine Dortmunder fragt sich: »Was gibt es da zu Lachen? Wir haben über drei Millionen Arbeitslose? Viele davon kommen aus dem Ruhrgebiet. Davon kriegt ihr da oben im Norden natürlich nichts mit. Lieber hängt ihr auf euren Segelbooten rum und futtert Scampis. Wahrscheinlich kostet ein Steher bei euch auch ein Zwanni. Lächerlich!« 11FREUNDE schweigt betreten.<br />
  • Auftritt Fiete Sykora: Schon der Name eine Provokation: Fiete. Im Pott ist das eine Zeitangabe (»Fietel vor zwei!« »Schiri, wir sind ne Fiete Stunde drüber!«), in Kiel ein Name. Bezeichnend. »Wir freuen uns, euch am 7. Februar im Holstein-Stadion begrüßen zu dürfen«, drückt sich Sykora krampfhaft raus. Freuen? Worauf? Auf die Pokaleinnahmen, oder was?
  • Sykora fletscht die Zähne. Eine mehr als offensichtliche Kampfansage. Bender, Kehl, übernehmen!


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Kommentare

  • User
  • 31.01.2012 23:07:39 Trifon Ivanow

    Respekt, Benjamin Kuhlhoff, sehr entlarvend.
    Was sogar noch unterstützt wird von dem bunten Treiben kurz vor dem offiziellen Foto. Bemitleidenswert der junge Mann, der versucht, die BVB-Fanartikel an den Mann zu bringen.

    Aber der Aaron, also der mit der Aufforderung zum Hockeyspielen, der Aaron Berzel, der sitzt unten, der Pfeil zeigt auf Ersatzkeeper Niklas Jakusch und der Abwehrchef Karsten Fischer, der eigentlich gar nicht der Abwehrchef ist, steht oben, der Pfeil hier zeigt auf Jakob Sachs. Der Unbekannte mit der Fahne, den wollen wir doch nicht unbekannt lassen, das ist Marco Steil.

    Ist das die heimliche Rache für diesen großen Skandal? Fragt jetzt mal der Arrogante von der Waterkant den Schalker, der die gebeutelten Dortmunder beschützt.

  • User
  • 31.01.2012 23:33:10 Uusikaupunki

    irgendwie scheine ich meinen Beitrag an einer falschen Stelle veröffentlicht zu haben. Also again:

    Habe sehr gelacht über die Enthüllungen der 11Freunde-Experten. Als ehemaliger Kieler (weißgott kein Anhänger der Störche) muss ich aber doch sagen, dass hier zwar auf sehr originelle Weise, aber leider eben doch falsche bzw. nicht existente Klischees bedient werden.
    Kiel gilt, zumindest im Norden, keineswegs als piekfeine Stadt.
    Im Gegenteil sehen die Menschen in den "feinen" Hansestädten Hamburg und Lübeck oder im schönen Flensburg oder Schleswig Kiel eher als graue, häßliche (Hafen-)Arbeiter- und (Marine-) Soldatenstadt mit durchaus rotem Touch (man denke an den Matrosenaufstand) die dank der groben Stadtplanung der Nachkriegszeit noch heute vielerorts so aussieht, als wäre die Zeit 1970 stehengeblieben. Kiel hat im Norden also eigentlich ein ganz ähnliches Image wie die Städte im Ruhpott es deutschlandweit genießen. Wer nach Kiel zieht wird eher bemitleidet, denn beneidet.
    Die Arbeitslosenquote von 10% steht der von Dortmund (12%) auch nicht viel nach und so viel ich weiß krebst der beste (und einzige?) Hockeyclub der Stadt irgendwo in der fünften Liga herum.

  • User
  • 01.02.2012 14:20:16 wasbitte

    ach du scheisse.

    was für eine gequirlte möwenkacke man sich zusammen reimen kann.
    versprecht ihr euch davon irgendwas oder hält das jemand für große satyrisch-journalistische kunst?

    es ist weder anregend, noch lustig, noch irgendwas ausser GEQUIRLTE SCHEISSE.

    selbst die dortmunder finden es lächerlich. na kla die sind ja auch nicht blöd. so blöd wie der verfasser dieses nonsense.

    da sollte man meinen was hier publiziert wird folgt den normalen fussballjournalistischen grundsätzen. diese seite ist einfach lächerlich und wird von mir nichtmehr aufgesucht werden.



    ein dortmunder aus kiel...

  • User
  • 01.02.2012 14:25:21 saloth sar

    naja, einen bauern hamse damit ja schon gefangen, du hast klicks (und damit geld) generiert. die rechnung ging wohl voll auf.

    diese seite ist einfach lächerlich und wird von mir nichtmehr aufgesucht werden

    drohen ist gut, aber so wird das nix. abo kuendigung ist das mindeste

  • User
  • 01.02.2012 14:27:03 rumpler

    gequirlte möwenkacke

    hihihi

    große satyrisch-journalistische kunst

    huhuhu

    folgt den normalen fussballjournalistischen grundsätzen

    HAHAHAHA

    diese seite ist einfach lächerlich und wird von mir nichtmehr aufgesucht werden.

    hehehehehe
    (mit dem diskutier ich doch gar nicht)

  • User
  • 01.02.2012 16:13:13 L3v3l0rd

    Ah. Jetzt hab ichs. Interessant.





    NICHT!

  • User
  • 02.02.2012 09:05:45 Mr Pylz

    wasbitte ist wasbitte denn für einer? Ein Dortmunder aus Kiel erzählt uns was die Dortmunder finden...aha!

  • User
  • 02.02.2012 09:10:52 Redondo7 1

    Typischer Vertreter, oder?

  • User
  • 02.02.2012 10:37:33 alterzabo

    abgesehen vom mäßig lustigen Inhalt des Artikels muss ich 31.01.2012 23:33:10 von Uusikaupunki zustimmen: Kiel hat den herben Charme der 70er, und ist mit Sicherheit kein Vorzeigebeispiel für Protz und Reichtum.

  • User
  • 02.02.2012 21:05:12 Gruni

    Das übelste, schlimmste und brutalstmögliche fiel Herrn Kuhlhoff gar nicht auf: Die Jungs tragen Blau-Weiß!

  • User
  • 03.02.2012 10:36:38 Benni Kuhlhoff

    @ Trifon Ivanow
    Danke für die Hinweise. Sind übernommen.
    Der Protest lebt!

  • User
  • 07.02.2012 13:46:11 suppenteller

    da wird wohl noch ein entschuldigungsvideo fällig

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