Die schmutzige Wahrheit über das Kieler Entschuldigungsvideo
Arrogante Waterkant
Text: Benjamin Kuhlhoff Bild: Imago
»BVB, Hurensöhne«, brüllten die Spieler von Holstein Kiel, als ihnen der Meister als Pokalgegner zugelost wurde. Dumm nur, dass sie dabei live im TV zu sehen waren. Jetzt haben sich die Kieler per Video entschuldigt. Dachten wir! Hier die ganze Wahrheit.
Samstag, 28. Januar 20124, 15:20 Uhr, Dortmund, Westfalenstadion: Kurz vor dem Anpfiff der Partie BVB gegen 1899 Hoffenheim erscheint auf den Videoleinwänden eine Botschaft aus Kiel. Zu sehen sind jene Spieler, die vor Wochen live im TV den beliebten Schlachtgesang »BVB, Hurensöhne!« angestimmt hatten. Diesmal schwenken sie BVB-Fahnen, tragen Schals und gucken bedröppelt.
Als die Südtribüne das Video erblickt, bricht ein gellendes Pfeifkonzert los. Die Synapsen arbeiten kurz vor dem Anpfiff noch einwandfrei und kabeln: Kiel, Schweine, Pfeifen, Hass! Doch schon nach wenigen Sekunden herrscht Ruhe in der gelben Wand. Mit ungläubigem Schweigen starren die BVB-Fans auf die Botschaft aus Kiel. Das Schweigen hält fünf Sekunden, ehe die ersten Schwarz-Gelben in schallendes Gelächter ausbrechen. Die Entschuldigung aus dem hohen Norden ist angekommen und sie bietet reichlich Anlass zum Spott. Aber manch einer raunt auch: »Damit ist die Sache aus der Welt!«
Aber ist sie das wirklich?
11FREUNDE hat die allerbesten Videoanalysten, Filmwissenschaftler und Kunstexperten gebeten, dass Kieler Entschuldigungsvideo auf Herz und Nieren zu prüfen.
Das Schockergebnis: Das Video strotzt vor scharfen Pfeilspitzen in Richtung Ruhrgebiet!
Da ist neuer Ärger vorprogrammiert.
11FREUNDE zeigt, was die Kieler unter dem Mantel der Reue wieder einmal an Arroganz und Hochmut versteckt haben.
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Das Eröffnungsbild: Ein unbekannter Kieler Spieler hält die BVB-Flagge ins Bild. Schön und gut, aber wer genauer hinsieht, fragt sich: Warum hält der Unbekannte die schwarz-gelbe Fahne nur mit zwei Fingern fest. 11FREUNDE weiß, in der Kunstgeschichte gilt diese Geste als verstecktes Zeichen der Abneigung, ja, des Ekels gegenüber einem Objekt. Schon Da Vinici malte einst die Mona Lisa, wie sie eine französische Flagge mit nur zwei Fingern hält. Der Teil des Bildes wurde später allerdings entfernt. Die Kieler verzichten auf diese zarte Korrektur und zeigen dem BVB so klammheimlich die lange Nase.






