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30.01.2012

Blogschau: Marica trifft huntelaaresk, Klopp spricht chinesisch

Wir müssen über Ciprian reden

Text: Marius Gutowski  Bild: Imago

Favoritensiege soweit das Auge reicht: Die Bundesliga präsentiert sich auf den ersten Blick wie immer und ist doch ganz anders. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass ausgerechnet Ciprian Marica zum Mann des Spiels wird und Jürgen Klopp feinstes Chinesisch reden möchte?

Blogschau: Marica trifft huntelaaresk, Klopp spricht chinesisch - Wir müssen über Ciprian reden


Text der Woche
Was wurde Horst Heldt bis jetzt belächelt. Die Verpflichtung des phlegmatischen Stürmers Ciprian Marica wurde zunächst als glatter Fehleinkauf abgestempelt. Doch am Samstagabend kam »Tschippie« aus dem Windschatten der (verletzten) Konkurrenz und avancierte zum Schalker Mann des Spiels. Derhatdochschongelb.de sah beim Auswärtssieg in Köln einen königsblauen Riesen , der wankte, aber nicht hinfiel. Zu verdanken sei das in erster Linie »Marica, ja Marica« der sich geradezu »huntelaaresk« durch den Strafraum der Rheinländer bewegte und so seine beiden ersten Treffer in der Bundesliga für Schalke erzielen konnte. So wie einst Edu im Giuseppe Meazza. Nur ohne Champions League und im RheinEnergieStadion. Bis dahin sah die Bloggerin »60 unterirdische Minuten«, die man sich auch nicht immer erlauben kann. »Aber dennoch möchte ich im Moment nicht meckern, sondern freue mir ein Loch in den Bauch.« Selbst die verzögerte Vertragsverlängerung von Raul ist kein großer Unruheherd, solange »die jungen Wilden auf dem Platz wie alte Hasen agieren«, ist der Señor nicht zwingend notwendig. 



Bester Spruch
»In Chinesisch – im feinsten Mandarin.«
(Jürgen Klopp antwortet auf die Frage, in welcher Sprache er den FC Bayern, bei aller bisherigen Zurückhaltung, denn zum Titelkampf auffordern würde.)

Fundstück
Stephan Hain tanzt aus der Reihe. 20 Sekunden brauchte der Stürmer vom FC Augsburg am 19. Spieltag, bis er den Ball mit seiner ersten Berührung im Gehäuse des 1. FC Kaiserslautern unterbringen konnte. Und das nach einer wirklich schicken Kombination. Vorher hatte er 65 Minuten auf der Bank geschmorrt und zusehen müssen, wie der Kollege Mölders ein ums andere Mal vor dem Kasten von Kevin Trapp scheiterte. Nach dem Spiel gab es vom Torschützen aufmunternde Worte: »Es schießt ja keiner absichtlich daneben.«


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