Die Geschichte der Fußballfans

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27.01.2012

David Odonkor über seine Leidenszeit und falsche Freunde

»Ein Profi muss eiskalt sein«

Interview: Tim Jürgens  Bild: Ali Kepenek

Shooting-Star David Odonkor erlebte nach der WM 2006 ein Martyrium. Falsche Freunde erleichterten ihn um teure Autos. Ein Virus beendete fast seine Karriere. In Aachen wagt der 28-Jährige nun einen Neuanfang. Er sagt: »Einen Plan B hatte ich nie«

David Odonkor über seine Leidenszeit und falsche Freunde - »Ein Profi muss eiskalt sein«


David Odonkor, wie geht es Ihnen?

David Odonkor: Gut. Ich bin froh, wieder in Deutschland zu sein und dass Alemannia Aachen mir die Chance gibt, mich zu präsentieren. Es läuft noch nicht alles rund, aber ich bin zuversichtlich.



Hinter Ihnen liegt eine achtmonatige Verletzungpause, in der Sie nicht trainieren konnten. Seit Sie 2006 zu Betis Sevilla wechselten, hatten Sie immer wieder mit Knieproblemen zu kämpfen.

David Odonkor: Das stimmt, aber die zurückliegenden Monate waren die mit Abstand schlimmste Zeit. Ich hatte in Sevilla eine erneute Arthroskopie machen lassen – meine insgesamt fünfte. Ein Routineeingriff, um zu überprüfen, ob mein Knie wieder ganz okay ist. In den ersten Tagen nach der Operation ging es mir sehr gut. Ich konnte sogar spielen, schoß noch ein Tor im Spiel gegen Atletico Madrid. Doch eines Nachts bekam ich plötzlich höllische Schmerzen im Knie.

Eine Viruserkrankung, die Sie bei der OP davon getragen hatten.

David Odonkor: Noch in der Nacht musste ich ins Krankenhaus. Dort hieß es, es sei nichts Schlimmes und man gab mir Medikamente und Krücken für den Heimweg. Zwei Tage später war es dann vorbei. Ich konnte mich eineinhalb Monate nicht mehr bewegen und war ans Bett gefesselt. Dann folgte eine lange Zeit, in der ich von einem Arzt zum nächsten, von einer Reha zur anderen tingelte. Erst nach acht Monaten konnte ich wieder mit dem Training beginnen.

Mussten Sie damit rechnen, nie mehr spielen zu können.

David Odonkor: In so einer Situation denkt man nicht mehr an Fussball, sondern nur daran, dass endlich die Schmerzen verschwinden.

Sie standen bis letzten Sommer bei Betis Sevilla unter Vertrag. Warum konnte Ihnen die medizinische Abteilung des Klubs nicht helfen?

David Odonkor: Die Verhältnisse bei den spanischen Vereinen sind nicht mit der Situation in der Bundesliga vergleichbar. Mir fehlten die Spezialisten aus Deutschland. Mein deutscher Arzt riet mir anfangs jedoch davon ab, mich ins Flugzeug zu setzen. Es bestand die Gefahr, dass sich während Reise der Virus über den ganzen Körper verteilen würde. Die Folgen waren unabsehbar. Also blieb ich in Sevilla bis ich wieder reisen konnte. Im Sommer lief dann mein Vertrag aus.

Die vorherigen vier Arthroskopien waren ohne Probleme abgelaufen.

David Odonkor: Die letzte OP war die erste, die ich in Spanien machen ließ. Vielleicht war es ein Fehler, denn ich war gut in Form. Es war eine reine Vorsichtsmaßnahme. Aber ich glaube, unser Leben ist festgeschrieben. Den Virus hätte ich mir genausogut in Deutschland einfangen können. Wichtig ist, dass ich nun wieder gesund bin.

Haben Sie zwischenzeitlich gezweifelt, ob es überhaupt richtig war, Profi zu werden?

David Odonkor: Wissen Sie, es war früher nie mein Ziel, mein Geld als Profi zu verdienen. Ich habe einfach nur gerne Fußball gespielt. Schon auf dem Bolzplatz hatte ich aufgrund meiner Schnelligkeit einen Bonus. In der Grundschule lief ich die 50 Meter unter sieben Sekunden. Und beim Fußball entscheiden nun mal die ersten Meter. Mein Antritt war besonders und so hat sich dann alles entwickelt.

Sie sollen Sie die 100 Meter deutlich unter 11 Sekunden gelaufen sein. 


David Odonkor: Bis heute liegt meine Bestzeit bei 10,7 Sekunden. Meine Mitspieler haben sich im Training manchmal gar nicht mehr die Mühe gegeben hinterherzulaufen.

Und heute?

David Odonkor: Natürlich werfen einen Spieler Verletzungen zurück. Ich merke, dass ich älter geworden bin und ich vielleicht nicht mehr ganz so explosiv bin wie noch vor ein paar Jahren. Aber keine Sorge: Die 100 Meter schaffe ich immer noch in 14 Sekunden. (lacht)

Bis zur Weltmeisterschaft 2006 liest sich Ihre Laufbahn wie ein Märchen. Können Sie sich noch an den Tag erinnern, als Jürgen Klinsmann Sie in den WM-Kader berief?


David Odonkor: Ich hatte eine gute Saison für den BVB gespielt und freute mich auf die Europameisterschaft mit der U21. Jürgen Klinsmann hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht kennengelernt. An dem Tag, als mittags in Berlin der WM-Kader präsentiert wurde, klingelte bei mir morgens um 8.44 Uhr das  Telefon.

Jürgen Klinsmann?

David Odonkor: Dieter Eilts war dran, der U21-Coach. Er sagte mir, dass ich nicht bei der EM dabei sein würde. Da musste ich erstmal tief durchatmen. Als ich fragte, weshalb er mich nicht mitnähme, antwortete er, dass Klinsmann mich für die WM haben wolle. Er würde gleich anrufen. Um 8.47 Uhr rief Klinsi dann an und fragte, ob ich zu A-Nationalmannschaft kommen wolle, schließlich sei mittags die Verkündung des Kaders angesetzt. Ich musste mich erstmal kneifen.



Ergänzung zu Heft#123 02/2012

70 Jahre Sir Alex Ferguson!


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Kommentare

  • User
  • 26.01.2012 12:31:30 Donaldo

    Symphatischer Junge. Kann zwar nicht Fußball spielen, ist mir aber schon seit '06 sehr symphatisch.

  • User
  • 26.01.2012 12:43:48 gedschi

    mensch, was ist der damals beim bvb die linie hoch und runter gerannt... da gab es spiele, da stand er 10 mal mit dem ball schon an der eckfahne und alle anderen noch in der nähe der mittellinie... nach pass von nuri oder rosi... und koller war verletzt, und in der mitte stand nur dieser kleine pole, wiehießernoch, der hat natürlich keine flanke gesehen... wie oft hab ich mir gedacht, dass koller in der saison torschützenkönig geworden wär... war ich eigentlich der einzige, der sich über die wm-nominierung nicht gewundert hat? schade dass der bvb das geld so dringend gebraucht hat. in den 5 jahren hätte er bestimmt auch noch das flanken gelernt...

  • User
  • 26.01.2012 13:24:06 Redondo7 1

    Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hat Odonkor ca. 8 Flanken gut in den Strafraum gebracht - als Karriereleistung. Dafür hat er aber wahrscheinlich 1000 Fans das Bier aus der Hand geflankt. Einer der limitiersten Nationalspieler aller Zeiten; ein Mann für´s Specialteam im Football.
    Aber er ist sympathisch, ein lieber Kerl.

  • User
  • 26.01.2012 13:25:39 Redondo7 1

    Ach ja, und er war dafür verantworlich, dass im SIP die Absperrgitter/Zäune gepolstert wurden, weil er ja da Spielfeldbegrenzungen ignoriert hat und einfach weiterlief..

  • User
  • 26.01.2012 13:32:12 noorange

    Ich meine mich zu erinnern, dass er 2006 gegen Italien vorne billig den Ball verloren hat und dann im Gegenzug die Ecke entstand, die zum ...
    Ach egal, er ist sympathisch, ein lieber Kerl.

  • User
  • 26.01.2012 13:36:49 Marco Polo

    Ich möchte mal daran erinnern, dass seine Einwechslung gegen Argentinien im VIertelfinale dafür gesorgt hat, dass die Argentinier keinen Angriff mehr über unsere rechte Seite mehr gemacht haben. Friedrich stand damals sehr unsicher auf rechts und die Argentinier haben genau da Druck gemacht. Klinsmann/Löw haben Odonkor für Schneider gebracht und von da an hat er Druck gemacht; deswegen musste der linke Verteidiger von Argentinien sich fallen lassen und konnte keine Angriffe mehr einleiten, was Friedrich wiederum entlastet hat. Und wer sich wirklich gut erinnern kann, der weiß, dass dem Tor ein Agriff über rechts vorausging der dann auf Kosten eines Einwurfes geklärt wurde, den hat Ballack ausgeführt und dre Rest ist Geschichte.

    Nur um Odonkor nicht aufs Polenspiel zu reduzieren.

  • User
  • 26.01.2012 13:41:56 noorange

    So kann man Spiele unterschiedlich sehen:

    der eine sagt Odonkor brachte die Wende gegen Argentinien, ein anderer die plötzliche Mauertaktik + Auswechslung des argentinischen Trainers...

  • User
  • 26.01.2012 13:44:51 Haensgen vom Deich

    Vielleicht fing Argentinien ja an zu mauern, weil Odonkor kam? Da schonmal drüber nachgedacht? Nene, letztlich war Borowski der Held gegen die Gauchos.

  • User
  • 26.01.2012 13:48:14 noorange

    "Vielleicht fing Argentinien ja an zu mauern, weil Odonkor kam? Da schonmal drüber nachgedacht?"

    Ja, ich google mal den damaligen argentinischen Trainer dazu. Wenn ich eine Aussage wie "ich musste ja irgendwas was gegen den pfeilschnellen deutschen Flankengott machen", melde ich mich wieder.

  • User
  • 26.01.2012 13:52:40 misterkite

    was macht eigentlich tim "mondsüchtig" borowski?

  • User
  • 26.01.2012 13:53:48 Haensgen vom Deich

    Hat gestern das wieder mit dem Lauftraining angefangen...

  • User
  • 26.01.2012 13:57:23 Hotte80

    cool, können wir ihn ja für 2014 einplanen, nech.

  • User
  • 26.01.2012 14:05:20 giselher

    Nene, letztlich war Borowski der Held gegen die Gauchos

    So kann man sich irren. Ich dachte nämlich immer, Zettel-Jens wäre der Held ...

    (Vielleicht gibts ja mehr als einen Held des Spiels, wer weiß...)

  • User
  • 26.01.2012 14:11:58 Haensgen vom Deich

    Wie jetzt? Wir gewinnen als Mannschaft und verlieren als Mannschaft, oder was? Alter... Wie gay ist das denn?

  • User
  • 26.01.2012 14:27:29 misterkite

    cane

    cane [bot.] die Binse
    cane der Gehstock
    cane der Krückstock
    cane der Rohrstock
    cane [bot.]das Schilfrohr
    cane der Spazierstock
    cane der Stock

  • User
  • 26.01.2012 14:35:40 AntiMöller

    "Der Pass von Bernd Schneider kam perfekt in den Lauf."

    Seufz...Bernd Schneider, gut daß er da war! Was für Erfolge er mit besseren Mitspielern hätte feiern können! In der Retrospektive einer der unterschätztesten Top-Spieler.

    "Es gab eine Reihe interessanter Angebote, unter anderem auch von Bayern München. Uli Hoeneß wollte mich, Trainer Magath aber nicht."

    *gulp* Danke Felix!



    Alles gute David!

  • User
  • 26.01.2012 14:41:54 AntiMöller

    ach ganz vergessen: der Angriff gg. Argentinien kam über links, nicht über Odonkors Seite.

  • User
  • 26.01.2012 14:50:28 sgu07

    ja und?!! aber der odonkor hat da draußen auf rechts ne kompanie gegenspieler gebunden oder glaubst du sonst hätte ballack so frei und wäre borowski so ungestört zum kopfball und hätte klose nur noch einnicken können ??? hä?
    glaubste ja selber nicht!!
    also odonkor hats schon drauf gehabt.
    feiner kerl.

  • User
  • 26.01.2012 14:54:06 AntiMöller

    SILENTIUM POPOLO!

    Riquelme war der Casus Cnaxus!

  • User
  • 26.01.2012 14:57:31 sgu07

    so sagt die legende. aber, und das hat ja jeder der sich auskennt gesehen, dass der riquelme dem deutschen tempo (vor allem auf der linken flanke) nicht mehr gewachsen war. der wollte raus.

  • User
  • 26.01.2012 14:58:09 Hotte80

    ja natürlich. aber riquelme MUSSTE raus. der war völlig ausgepowert, 10 min. lang hatter den david beim hin und her sprinten zugeguckt, da konnte er nicht mehr. in grund und boden hat odonkor ihn gelaufen!
    netter typ.

  • User
  • 26.01.2012 14:58:39 sgu07

    !!!

  • User
  • 26.01.2012 15:01:59 AntiMöller

    Links standen Tevez und dahinter Sorin, die bis zu Riquelmes Auswechslung für ordentlich Dampf gesorgt haben.

    Jetzt, wo Ihr`s sagt, erinnere ich mich auch wieder.

    Direkt nach dem Spiel musste ich MIT DEM FAHRRAD quer durch Kreuzberg, nach Friedrichshain, durch eine völlig verrücktgewordene Stadt. So nahe stand ich dem Tod womöglich nie. Und ich war nüchtern!

  • User
  • 26.01.2012 15:03:58 giselher

    In Grund und Boden gelaufen hat das schwarze Pony immer wieder Pablo Sorin (richtig, der später beim HSV ... wisst ihr ja selber). Die Knackpunkte waren der argentinische Torwartwechsel wg Verletztung, Riquelme und Crespo. Uuuuund: Wie Olli Kahn dem Jens die entscheidenden Tipps ... Na gut, ne, DER ZETTEL!

  • User
  • 26.01.2012 15:05:16 Haensgen vom Deich

    Wo war Odonkor eigentlich in der dritten Halbzeit?

  • User
  • 26.01.2012 15:06:53 AntiMöller

    "...für ordentlich Dampf"

    = euphemistisch für: "Von eine Verlegenheit in die andere stürzen", ja.

    Gebe mich geschlagen.


    Falls Odonkor aber nur einfach Tips für seine noch zu eröffnende Pizzeria haben möchte: hier bin ich!

  • User
  • 26.01.2012 15:09:52 sgu07

    auf jeden fall war der odonkor auch der erste, der dem jensi lehmann nach dessen gehaltenem elfer um den hals fiel. und das ohne frühstart. dem borowski hatte er 10 meter vorsprung gegeben. damals.

    und außerdem: der messi sollte ja eingewechselt werden, aber der wollte nicht, weil er, ja genau richtig, weil er sich das odonkor-tempo nicht zugetraut hatte.

  • User
  • 26.01.2012 15:14:07 AntiMöller

    Heute 15:05:16 von Haensgen vom Deich
    Wo war Odonkor eigentlich in der dritten Halbzeit?


    Harald "De Ox" Stengler hatte ihn abgeschirmt.

  • User
  • 26.01.2012 15:15:26 Hotte80

    daraufhin wollte der cufre eigentlich den david treten, doch der war schon weg da hat der cufre noch gar nicht ausgeholt. der rest ist bekannt.

  • User
  • 26.01.2012 15:16:16 Haensgen vom Deich

    Sackstark die Elfmeter der Deutschen übrigens. Zack, bumm... Allesamt.

  • User
  • 26.01.2012 15:16:28 AntiMöller

    Legenden-posting:

    Erinnert Ihr Euch noch an den humpelnden Ballack? Und die Angst vor seinem Elfmeter, die wir sicher alle hegten?

  • User
  • 26.01.2012 15:16:37 sgu07

    stimmt, eigentlich waren alle schnell weg, bis auf die langsamen bremer.

  • User
  • 26.01.2012 15:16:50 Buthelezi

    Heute 14:41:54 AntiMöller

    ach ganz vergessen: der Angriff gg. Argentinien kam über links, nicht über Odonkors Seite.


    Ohne jetzt behaupten zu wollen, dass Odonkor der entscheidende Faktor in dem Spiel war, dem 1:1 ging ein Ballgewinn von Odonkor gg. Sorin auf der dt. rechten Seite zuvor.

    Guckst du hier ab etwa 2:35

  • User
  • 26.01.2012 15:21:27 AntiMöller

    Kann gerade nicht gucken. Aber Einwurf war links.

    Mondlandungsfrage:

    Wo wart Ihr, was habt Ihr gemacht, wie war das Wetter, wie hieß Eure Freundin, usw., an dem Nachmittag?

  • User
  • 26.01.2012 15:23:16 Haensgen vom Deich

    Ich soll zu späterer Stunde mit FrauSonne noch Äpplewoi getrunken haben, heißt es. Die war aber gar nicht meine Freundin. Wetter war gut.

  • User
  • 26.01.2012 15:25:22 misterkite

    es war heiss, es war voll, freundin is immer noch die selbe und ich musste dannach meine unterhose wechseln. außerdem massiver alkoholabusus, 3 scharzverbrannte halbrohe koteletts und meine supergeile cordkappe aus dänemark ist seitdem auch weg...

  • User
  • 26.01.2012 15:26:29 misterkite

    achso: ich habe mehreren s-bahn fahrern den blanken hans gezeigt, 3 haben sogar gehupt,und ich glaube ich bin in mehreren asiatischen fotoalben verewigt.
    aber damals war ich ja noch jung...

  • User
  • 26.01.2012 15:30:02 Hotte80

    ich hab inner kneipe geguckt und konnte kaum noch gucken, als das 1:1 fiel. zuviel bier in einem heißen raum und tränen der verzweiflung, weil ich nicht mehr dran geglaubt hab. dann weiß ich noch den entscheidenen elfer und irgendwann am späten abend bin ich in dieser kneipe aufgewacht, zusammengesunken auffem stuhl.
    meine freundin war da schon längst meine frau und war nicht da. wäre sie da gewesen als meine freundin, wäre sie wohl nicht meine frau...
    super wetter.

  • User
  • 26.01.2012 15:30:30 Buthelezi

    Komplettes Ausrasten bei Rosis in der Revaler Straße, Platz am Tresen daher erhöhte Bierzufuhr, Sauerstoffgehalt der Luft trotz Open Air gen null, Single, unfassbar heiß, unfassbar voll.

  • User
  • 26.01.2012 15:32:29 Haensgen vom Deich

    Achja, Bier wurde auch gereicht. Und die unvermeidbaren Mädels (auch beim Private Viewing) haben mit Rotwein auf den hellen Wohnzimmerteppich gekleckert. Konnte ich noch mit "Rasierschaum und warmes Wasser" als Hausmittel glänzen.

  • User
  • 26.01.2012 15:36:03 misterkite

    rotwein? heller teppich...frauen...wm vf vs. argentienen...passt alles irgendwie nich zusammen...

  • User
  • 26.01.2012 15:41:20 Haensgen vom Deich

    Kein Stück... Aber wenn man selber Gast ist, nech...

  • User
  • 26.01.2012 15:46:16 giselher

    Erst auffem heimischen Sofa mit Frau, Sohn, Oppa und drei Oppa-Freunden (alte Keifhansel, die dauernde herrlich-nervende Dönekens aller WM'en seit annodunnmals zum besten gaben). Beim Elfmeterschießen neben dem Sofa. Bei der Keilerei auffem Sessel, stehend.

    Dann: Freundliche Verabschiedung. Also ich: weg. Der Rest: Weiter vorm TV. Kneipe. Boaah, waren da die ersten breit, dann viele, zum Schluss (ca. gegen 03.00 des Folgetages) nur noch drei. (Ein gewisser "Herbert" aus Bochum, die dralle, rothaarige Frau des Wirts und ich). Der Wirt war schon weg, aber die Olle war richtig knülle. Erlebt man selten, fällt mir gerade auf.

    Heimkehr mit Taxi. Fette, übelriechende Taxifahrerin stützt fetten, übelriechenden Fahrgast bis an die Haustür. Eheweib schlaftrunken, not really amused. Vollzug der ehelichen Pflichten: Never more this day...

  • User
  • 26.01.2012 15:52:41 Hotte80

    gegen schweden ham wa pubs viewing gemacht, mit frauen. als der prinz das 2:0 gemacht hat, bin ich einer attraktiven jungen frau um den hals gefallen und hab sie abgebusselt. ich kannte sie gar nicht und meine frau stand daneben. ich hab dann meine frau etwas erschrocken angeguckt, hab dann aber ganz generös den arm um ihre schulter gelegt, die faust geballt und "geil, wa!" geschrien. sie hat genickt. puuuh!

  • User
  • 26.01.2012 15:54:31 Haensgen vom Deich

    Achja, die erste halbe Stunde gegen Schweden.... Fußball total!

  • User
  • 26.01.2012 16:02:23 AntiMöller

    Heute 15:41:20 von Haensgen vom Deich
    Kein Stück... Aber wenn man selber Gast ist, nech...


    R a f f i n i e r t!
    Selbst den Roten verkippt, um dann gleich als zukünftiger Allroundversorger (zuzüglich des blendenden Aussehens) zu glänzen!

    Ich hatte ein brand new girlfriend und konnte höchstens die Hälfte der Spiele sehen, ich rückratloser Wurm!

    À propos "erbarmungswürdig":
    Ich konnte das WM-Finale 2010 nicht gucken, da ich meine damalige Freundin vom Flughafen abzuholen hatte. Sie hatte gebucht, weil "es gerade an dem Tag, zu der Uhrzeit sensationell billig war!".
    Ich konnte dann ca. 15 Minuten, an einem Imbiss-TV (Briefmarkengröße und eigentlich nur für den Wirt gedacht) am Flughafen Schönefeld sehen. EIN WM-FINALE!

  • User
  • 26.01.2012 16:02:56 misterkite

    gegen schweden hab ich im pub geviewt, das war so schön, dass ich nach 5 minuten wusste: da brennt nix an, nach 25 minuten wars sichher, und endlich endlich konnte ich mich mal ganz beseelt und klaren geistes aufs saufen konzentrieren... (deutschland italien: ungelogen 30 kippen geraucht)

  • User
  • 26.01.2012 16:03:19 L3v3l0rd

    Wer sich an soviel erinnern kann, war nicht richtig besoffen!
    Ich weiß nur jedes D-Spiel Fernseher neben Grill aufgebaut und gefressen und gesoffen und soweiter. War schönes Wetter.
    Deutschland ist Weltmeister geworden.
    Und die Arschloch-Nachbarn hatten das Fernsehbild EXAKT 7 SEKUNDEN EHER ALS WIR! Weil wie hatten ja nur arme-Leute-DVB-T und die so Sat und so. Wenn die also losbrüllten stieg automatisch das Adrenalin bis anne Halskrause für SIEBEN SEKUDEN! Hält doch kein Mensch aus das!

  • User
  • 26.01.2012 16:06:13 AntiMöller

    Heute 15:54:31 von Haensgen vom Deich
    Achja, die erste halbe Stunde gegen Schweden.... Fußball total!


    ..und ich kam pünktlich zur Zeitlupe des 2ten Tores dazu.

  • User
  • 26.01.2012 16:09:12 AntiMöller

    Und die Arschloch-Nachbarn hatten das Fernsehbild EXAKT 7 SEKUNDEN EHER ALS WIR! Weil wie hatten ja nur arme-Leute-DVB-T und die so Sat und so. Wenn die also losbrüllten stieg automatisch das Adrenalin bis anne Halskrause für SIEBEN SEKUDEN! Hält doch kein Mensch aus das!

    Ha! Das Phänomän kenne ich aus Kreuzberger Hinterhof-Echos. Waren aber eher 10 Sekunden, oder?

  • User
  • 26.01.2012 16:12:06 Haensgen vom Deich

    Das Phänomen haben wir immer beim Private Viewing bei 'nem Kumpel. Der hat dieses Telekom-Internet-Dings und auffem Klo läuft Radio Bremen 1. Das Radio ist auch immer ein paar Sekunden schneller als das Fernsehbild. Gerade gegen Lautern, der Radiomoderator recht sachlich "Das müsste jetzt die erste gelbe Karte geben... und die gibt es auch." Sekunden später aus dem Wohnzimmer die Horde: "EY, DU ARSCH, GELB, JETZT ABER ENDLICH, DER HAT DOCH SCHON!"

    Herrlich...

  • User
  • 26.01.2012 16:18:23 AntiMöller

    Also: analog/terrestrisch ist schneller, als digital.

    Seltsam...ich denke mir mal ne Verschwörungstheorie dazu aus, weil: was kann man in 10 Sekunden alles ausbügeln? Und das Echtzeit-Terrestrische stirbt aus.
    Wir werden also die virtuelle Realität eben 10 Sekunden später "erleben"/vorgesetzt bekommen. US-amerikanischer Stil!

    *Fackel anzünd, Mistgabel zück*

  • User
  • 26.01.2012 16:22:27 Yvy

    Hab mir letztens nochmal das Italienspiel 2006 reingezogen. (Wer glaubt, das sei masochistisch, werde probeweise Löwenfan). Odonkor hat da nach seiner Einwechslung gut Druck gemacht und hervorragend gespielt. Er hatte sich in 2, 3 Jahren auf jeden Fall technisch verbessert und kann durchaus Fußball spielen. Und sympathisch isser auch. Kann mich noch an die WM-Witze erinnern (Merte schleppte ne Kiste Bier an und ne Fanta für Odo etc..)

  • User
  • 26.01.2012 16:26:41 L3v3l0rd

    Es waren so sicher 7 Sekunden wie Deutschland Weltmeister wurde!

  • User
  • 26.01.2012 16:31:39 AntiMöller

    Ich meine ja, daß im Großraum Germania eher von 20 Sekunden auszugehen war. Habe mich gleich auf 10 Sekunden verständigen wollen (wegen kiffen = Raum-, Zeitkontinuum verzerrt), aber NIEMAL nur 7 Sekunden!

  • User
  • 26.01.2012 16:50:06 Redondo7 1

    Ich habe ALLEINE geguckt. Sofa, Sixpack, Packung Kippen. Vor der Verlängerung war kein Bier mehr da - in die Kneipe gesprintet, Platz erkämpft auf irgendeinem Schoß - gefeiert, um 3 nach Hause gekrochen, Schlüsselloch getroffen, komplett bekleidet ins Bett gefallen (damals glücklichster Single auf Erden) und am nächsten Morgen krank gemeldet...Da hatte ich aber auch schon gekündigt.

  • User
  • 26.01.2012 16:52:20 Redondo7 1

    Und alle 10 Minuten eine SMS aus dem Oly... "Gänsehaut", "Heule", "Sterbe", "Unfassbar", "Das ich so was noch erleben darf", "Gehe kaputt", "Diese Wichser" und "JAAAAA"

  • User
  • 26.01.2012 16:52:24 gelsenkirchen

    ich hatte am nächsten morgen noch ein gespräch beim dozenten zur wiederholungsprüfung 4 tage später...

  • User
  • 26.01.2012 16:53:03 Redondo7 1

    ...und hast gestunken wie eine zerschossene Theke!

  • User
  • 26.01.2012 16:53:31 misterkite

    ach...da weiss man dass man lebt!

  • User
  • 26.01.2012 16:56:40 gelsenkirchen

    jau! der dozent sah auch nicht sonderlich frisch aus, hehe.

  • User
  • 26.01.2012 17:04:08 Redondo7 1

    Sooooo´n Adler hattest du!

  • User
  • 26.01.2012 17:27:49 AntiMöller

    Also seit Ihr doch der Meinung, David Odonkor...das sich den der GFCB hat entgehen lassen....

    *kopfschütteln wie auf einem Status Quo - Konzert*

    Wie gesagt: die Geschwindigkeit brachte er mit. Aber dann kamen bald die Ballübungen dazu.

    Man könnte ja in diesem Thread auch mal Asamoah huldigen, ne?

  • User
  • 26.01.2012 17:50:36 Emiliano Zapata

    Mein Dozent, der olle Dreckssack damals, ließ regelmäßig seine Seminare ab dem Achtelfinale ausfallen, da er son Deutschland-Karten-Abo-Dings hatte... netter Schachzug, aber auch viel Neid.
    ARG-D im Biergarten einer Kneipe, viel Geschrei und noch mehr Bier, Freundin gibts immer noch die gleiche. Ne gute Freundin ging fünf Minuten vor Ende der Verlängerung weg: Anruf einer anderen Freundin, sie solle shoppen kommen "es ist so leer in der Stadt". Wir sind erstaunlicherweise immer noch gute Freunde.

  • User
  • 26.01.2012 17:56:26 AntiMöller

    Freundin gibts immer noch die gleiche

    "Wer immer mit der Gleichen pennt, gehört schon zum Establishment!"

    Buuuh!

  • User
  • 26.01.2012 17:57:43 AntiMöller

    Äh danke, Emilio, aber wo standest DU?!!

  • User
  • 26.01.2012 17:59:00 alterzabo

    ich habe mit den Nachbarn geguckt (hatte 20er Fäßchen Heldbräu aus Oberailsfeld mitgebracht, bin deshalb immer gern gesehener Mitgucker!!!) )und wir waren die MIT den 7 bis 10 Sek Vorsprung!!!

  • User
  • 26.01.2012 18:01:30 Emiliano Zapata

    Wie meinen, Anti? Ich saß/stand/lag in besagtem Biergarten?!

  • User
  • 26.01.2012 18:13:42 AntiMöller

    Heute 18:01:30 von Emiliano Zapata
    Wie meinen, Anti? Ich saß/stand/lag in besagtem Biergarten?!


    Dann will und kann ich Dich nicht weiter behelligen.

    "Im Garten liegen", daß konnte ich mir im Garten meines damals besten Freundes erlauben (Zykadenforscher-Nobelpreis 1992). Mit der EM 92 fing alles an: "ich hab schon alles gesehen und erlebt" und wurde durch wundervolle Musik und Frauen abgelenkt...es war schwül...der Fernseher lief, dort ganz weit hinten...der Garten war groß und duftete...Gänseblümchen...

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  • 26.01.2012 18:45:16 noggel

    @donaldo: hahahahaha, kann zwar nicht kicken..., aber gegen polen, das war obergeil!

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  • 26.01.2012 19:38:39 rumpler

    willkommen in aachen, forrest gump!

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  • 26.01.2012 20:44:38 schappi1848

    Wo wart Ihr, was habt Ihr gemacht, wie war das Wetter, wie hieß Eure Freundin, usw., an dem Nachmittag

    Block K.1 Reihe 6 Sitz 8 (Blue Sector), hab Fußball geschaut, schweineheiß, Freundin (ja, mußte aber weichen), weiter getrunken mit Japanern und unendlich vielen feierwütigen Berlinern. Achso, war ziemlich geil alles.

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  • 26.01.2012 20:54:48 gelsenkirchen

    beim kumpel in der küche mit drei anderen, zwei ferseher vor uns, viel bier. ein kumpel liefe pausenlos hinter dem sofa auf und ab und war am motzen wie ein rohrspatz, über jeden einzelnen spieler.
    ich weiss noch wie wir alle gezuckt hatten als es hiess "pekermann wechselt ein letztes mal!" alle so: "neeeiiiiiiiiin, messiiiiiiiiiiii!!!!" um dann zu realisieren: da steht cruz! feixend gelacht. nassgeschwitzt anschließend auf irgendwelchen parties gelandet.

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  • 26.01.2012 20:56:48 Donaldo

    @noggel: jau, keine Frage. Ganz großer Spocht das gegen Polen!

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  • 26.01.2012 20:59:59 Donaldo

    (gegen argentinien) im garten mit meinem damals 4-jährigem Patentöchterchen gespielt. tv stand ca 10 m weg, die kleine wunderte sich ab und an, warum der onkel so schnell zum fernseher läuft, sich dann komisch bewegt und ihr unbedingt erklären wollte, was eine pizza maradonna ist ("die hat nix drauf") und warum der onkel manchmal so komische geräusche macht...

    hach, herrlich.

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  • 26.01.2012 21:58:04 Hardy Lopner

    Beim Spiel Wir : Rinderhirten? Public Viewing in der Studentenstadt.
    Um uns rum lauter Neunen und Zehnen, eine trug über der Unterwäsche nichts anderes als eine Deutschlandfahne, zusammengehalten von einer Sicherheitsnadel.
    Vor dem Spiel: interne Schweigeminute mit Bücher-Kumpel, weil an jenem 30.06. Robert Gernhardt in den Dichterhimmel gekommen ist ("Paulus schrieb an die Apatschen: Ihr sollt nicht nach der Predigt klatschen").
    Danach interne Hassminute mit Rennrad-Freund, weil an jenem 30.06. Ulle von der Tour ausgeschlossen wurde (Zitat Rennradfreund: "Ich gucke mir den Scheiß nicht mehr an, die Wichser verarschen uns doch alle!... Aber verdammt, was gucke ich während der Diplomarbeit denn dann?")
    Während des Spiels wurde ich mehrfach gelobt für mein selbst komponiertes T-Shirt, darauf ein Poldi-Foto und der Text "Intelligenz schießt keine Tore - mehr Respekt für Lukas Podolski!"
    Beim Jubel über das Miro-Tor habe ich sämtliche Wertsachen verloren (zählt 20-€-Sonnenbrille auch dazu? Ich will das Wort "Accessoires" vermeiden), beim Elfmeterschießen dann meine Stimme, weil ich jedes Mal, wenn Cambiasso ins Bild kam, "Staaaaandfuuuuuußbaaaaaller" gebrüllt habe.
    Auf dem Rückweg durch die besoffene Stadt Studentinnen-Trio auf dem Rad überholt, die in Markus-Merk-Tonlage riefen: "Soo, sehen Sieger aus, soooo, sehen Sieger aus." Das verdrängt, danach die Euphorie genutzt, um endlich mit der Nachbarin anzubändeln, am Tag vorm Halbfinale Vollzug.
    Und dann spielt Standfußballer Pirlo auf Standfußballer Grosso, Tante Bernd trifft das Tor nicht, die italienischen Freunde schicken die widerlichsten sms und die Nachbarin erzählt, dass sie eigentlich einem norwegischen Holzhändler versprochen ist.
    So enden doch keine Sommermärchen. Merte, Schweini, Poldi, kleiner Philipp: Wir haben noch was gut bei euch!

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  • 28.01.2012 18:03:13 ceex73

    'Geschaut' hab ich das spiel im ca. 300qm großen rauchersalon eines 5*-Hotels nahe Athen an der griechischen Küste - mit griechischem Originalkommentar und einem Bild, das von der Qualität her so gut war wie die hellenischen Staatsfinanzen. Und: ich war ganz alleine mit mir und dem Spiel...

    Das Wetter war super, Freundin war ne Affäre damals und weit weg. Danach auf zum Flughafen und heim zum Nachfeiern.

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  • 28.01.2012 20:05:06 AntiMöller

    und heim zum Nachfeiern.

    Athen -> ?

    Ich direkt nach dem Aufwachen. StocknüchternSpiel verfolgt. Danach neueste Freundin aller Zeiten, also nix wie hin. Mittem Rad! 2 x Nahtoderfahrungen.
    Berliner können nicht gleichzeitig feiern und Autofahren

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  • 28.01.2012 20:07:09 AntiMöller

    Fällt mir gerade ein: erzählte ich schomma, ne?

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  • 29.01.2012 11:40:09 annasonne

    Wuah, Haensgen, das wusste ich gar nicht mehr. Aber wo dus sagst: stimmt. Ich hab zuvor mit Okolov das Spiel am Mainufer auf annektierter Bierbank geschaut neben, ich glaube er hieß Emilio, einer der selbsternannt ersten Pizzabäcker Frankfurts, der dort auf diese Bierzeltgarnitur die paar Wochen gelebt hat. Ich glaub der is gar nicht heimgegangen. Später am abend Haensgen getroffen und selbstverständlich wie die Tage zuvor auch em Höhl soin guudes Weltmeisterstöffsche getrunken. Und war nicht auch Herr Bruns zur Stütze mit?

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  • 29.01.2012 17:12:35 Wer

    Tankstelle. Genauer, Tankstelle im Privatbesitzvon Bekannten von Freunden. Public Viewing in der Montagehalle seit dem Schweden-Spiel, seitdem jedes Turnier da, obwohl sich das als anfänglicher Geheimtipp rumgesprochen hatte und es immer voller wird.
    Bier, eiskalt außer Profi-Zapfanlage, moderner als die Ausrüstung mancher Kneipen, aus Plastikbechern für 1,50 Euro, unbeschreiblich köstlich. Es war heiß, es war stickig, es war ein Traum, natürlich waren alle am Ende stockbesoffen. Tore wurden per Megafon von einem gewissen Thomas Müller reingebrüllt und Stadionmäßig vom Publikum wiederholt - "MIRO?" - "KLOSE!!!" Den zweiten gehaltenen Elfmeter hab ich NICHT live gesehen, weil zehn Sekunden vorher die beiden 2 Meter Männer vor mir von ihren Bierbänken aufsprangen, als ich das nächste mal ein Stück Leinwand sah war schon die Nachberichterstattung fast vorbei, bis dahin war man noch in Jubeltrauben gefangen gewesen und hatte an der Straße stehend hupenden Autokorsos gewinkt. Von dem ganzen Tumult im Anschluss hab ich glaube ich erst am nächsten Tag erfahren.
    Man, war dat geil. Seine größten Momente hatte "Hallen-Sprecher" Müller natürlich 2010 mit dem Ansagen seines Namensvetter. Jetzt ist die Tankstelle womöglich pleite und diese schon altehrwürdige Stätte in der man drei Turniere und die Geburt der neuen Nationalelf mit ansah wird 2012 womöglich nicht da sein. Ich werd schon traurig, wenn ich nur dran denke ...
    Ahso: Freundin hatte ich während der WM gerade nicht.

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  • 29.01.2012 17:33:51 AntiMöller

    Tankstelle im Privatbesitz

    Sehr schöner Bericht, wer?, aber hier muß ich kurz mal aufjaulen:
    Berlin-Schöneberg, Bülowstrasse:
    die astrein geschwungene 50er-Jahre-Tanke! Die hatte dann vor 5,6 Jahren so ein Schmock gekauft, der genug Patte hatte, das Gelände zu entseuchen und danach ein Designhaus im Stile Frank Lloyg Wrights, im wunderbaren Kontrast zu den Kurven der Tanke hinzustellen.
    Allerdings umschloß er das ganze Areal (mit dem japanischen Garten) mit einer übermannshohen Mauer. Aus Beton. Gartentor: blickdicht, Kameras.
    Und jetzt frage ich mich: was hat er denn von seinem schönen Haus, wenn er es höchstens aus 20 Metern Entfernung, mit dem Rücken zur Mauer, betrachten kann?
    Weiß womöglich jemand, von welchem Areal ich spreche?

  • User
  • 29.01.2012 17:40:38 rumpler

    area 51?

  • User
  • 29.01.2012 18:02:08 AntiMöller

    Shit, ich hätte ja jetzt gerne "irgendwas-earth-streetview" gelinkt, aber die Verbindung funzt nicht.

    Ein sehr anrüchiger Bezirk, übrigens, Bülow-, Ecke Potsdamer *Augen roll*

  • User
  • 29.01.2012 18:02:55 AntiMöller

    ..und mittendrin mein Omega-Mann!

  • User
  • 29.01.2012 18:09:02 rumpler

    und du bist bei den matthias-brüdern?

    (hießen die so?)

    geiler streifen übrigens ...

  • User
  • 29.01.2012 18:13:43 AntiMöller

    *heise Stimme* "MATHIIIAAASSS"!

    Charlton Heston.
    Hat mich als Kind sehr beeindruckt, der Film und sein Motiv.

  • User
  • 30.01.2012 00:46:41 UrmelAusmEis

    "Mondlandungsfrage:"

    Für meine Generation zwar eher die 9/11-Frage, aber verdient eine Antwort.

    Freundin: keine, daher an dem Tag Penalty bei mir gehabt, zumindest die Frisur sehr feminin.

    Wetter: Schweineheiß, so in der prallen Sonne.

    Ort: Block 18.2, drittletzte Reihe. Vermutlich schlechter gesehen als in irgendwelchen ausrangierten Waschhallen oder auf Frankfurter Bierbänken, aber wenn Geschichte geschrieben wird, ist man dankbar, auch "nur" aus fast nächster Nähe dabei zu sein.

    Knackpunkt des Spiels: Die Verletzung des Keepers, daher war ich auch etwas pissig, als der gesamte Block bei der angeblichen Schauspieleinlage geschimpft, gezetert und lamentiert hat. Weil man nämlich auch aus 120 Metern Entfernung eindeutig erkennen konnte, dass der hektisch herumwieselnde Typ an der argentinischen Bank, der sich gerade die Trainingsjacke ausgezogen hatte, Handschuhe und ein Torwarttrikot trug.

    Odonkor: "In Grund und Boden gelaufen hat das schwarze Pony immer wieder Pablo Sorin (richtig, der später beim HSV ... wisst ihr ja selber)."
    Sosiehtsdochaus! Mein Reden!


    Bierbank in Frankfurt: Sönnsche, war das toll! Das beste Public Viewing aller aller aller Zeiten!

    7 Sekunden schnelleres TV-Bild beim Nachbarn? Nur lustig, wenn man selbst der Nachbar ist. Zeit, ein Anekdötchen zu copyandpasten:
    "Ich hatte bei der Sportsbar meines Verrtauens reserviert, PREMIERE natürlich, drinnen, für 8 Personen, der zugewiesene Tisch aber war nicht größer als der Wortschatz von Andi Brehme. Kurzfristig wurde ein Fernseher draußen hingestellt, Zimmerantenne obendrauf, RTL. Zunächst dachte ich, das sei der Zonk. Dann allerdings stellte sich heraus, dass das RTL-Signal zeitlich etwa 3-4 Sekunden vor PREMIERE lag.
    Den Rest könnt Ihr Euch denken, oder? Das Elfmeterschießen war ein Riesenspaß. Draußen!"

  • User
  • 30.01.2012 07:31:24 schappi1848

    Urmel, ich pfoff ebenso, habe ich doch die Verletzung als Schauspielerei wahrgenommen und obwohl ich in der driteen Reihe war, erkannte ich das Gesachehen an der Seitenlinie nicht (lag es am Alkkonsum oder der Perspektive (nicht mehr ganz Frosch aber noch weniger Vogel).

  • User
  • 30.01.2012 10:32:04 penalty

    der wilde mob hat einfach deine meinungsbildung eingeschränkt... es sei dir verziehen.

  • User
  • 30.01.2012 14:33:18 ProfessorBolz

    Ich hatte mir schon abgeschminkt dieses Spiel zu sehen, da ich vorhatte aufs Fusion-Festival zu gehen und die schon Tage vorher aufgerufen hatten auf keinen Fall ein "schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer" auf ihrem pazifistischen Festival sehen zu wollen und denjenigen welche vorher per E-mail angeregt hatten dass ein Puplic-Viewing doch technisch kein Problem sei um so verächtlicher absagten.
    Doch es begab sich, dass entspannte Zeitgenossen vier Zelte weiter Mini-Fernseher und Satellitenschüssel mitbrachten, und so sahen wir dieses Spiel (wie damals ´54) mit 40-50 Leuten bei mäßiger Bildqualität sahen und ich gerade so den Ball erkennen konnte. Aber nur wenn er in freie Räume gespielt wurde.

    Am meisten gejubelt wurde übrigens als Kahn zum Lehmann kam.

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