Wie sinnvoll ist der Wechsel von Marco Reus zum BVB?
Weil ich dich liebe
Text: Alex Raack Bild: Bildmontage: 11FREUNDE mit imago
Es ist schon jetzt der Transfer des Jahres: Für 17,5 Millionen Euro wechselt Marco Reus am Saisonende von Borussia Mönchengladbach zu Borussia Dortmund und nicht zum FC Bayern. Reus verzichtet dafür auf viel Geld – und hat doch die richtige Entscheidung getroffen.
Man kann sich richtig vorstellen, wie sie sich bei Borussia Dortmund gerade ins Fäustchen lachen. Nur wenige Beobachter der Bundesligaszene hätten damit gerechnet, aber gestern gab es der amtierende Deutsche Meister bekannt: Marco Reus, aktuell der begehrteste deutsche Fußballer auf dem Markt, wechselt nach dem Ende der Saison von Borussia Mönchengladbach zum BVB – und nicht zum FC Bayern München. Nun, da der Überraschungseffekt aufgebraucht ist, stellt sich die Frage: Wie sinnvoll ist dieser Wechsel wirklich? Für Borussia Dortmund – und vor allem für Marco Reus.
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17,5 Millionen Euro muss der BVB für Reus bezahlen. Viel Geld, vor allem wenn man den Umstand bedenkt, dass dieser Reus noch 2006 in der eigenen Jugend kickte und somit quasi umsonst gewesen wäre. Ein Jugendtrainer degradierte Reus und seinen Kumpel Kevin Großkreutz aufgrund körperlicher Defizite damals zu Rot-Weiß Ahlen. Ein Fehler, den die Dortmunder nun teuer bezahlen müssen. Auch wenn die explosionsartige Entwicklung der beiden Fußballer vor mehr als fünf Jahren sicherlich nicht absehbar war: Großkreutz kostete den BVB vor zweieinhalb Jahren etwa eine Million Euro, für Marco Reus müssen die Borussen nun das 17,5-fache bezahlen.
Sind 17,5 Millionen Euro für einen ehemaligen Jugendspieler zu viel?
Das klingt auf den ersten Blick nach einem schlechten Geschäft. Aber wer kann schon sagen, ob sich Reus in Dortmund ähnlich entwickelt hätte wie zunächst in Ahlen und später in Mönchengladbach? Nun müssen die Dortmunder zwar tief in die Tasche greifen, bekommen dafür aber einen im Abstiegskampf gestählten Bundesligaspieler, der bei seinem Debüt für den BVB im Sommer 2012 bereits um die 100 Erstligaspiele vorweisen kann. Bleibt Reus unverletzt, hat er zudem gute Chancen, bei der Euro 2012 für die deutsche Nationalmannschaft zumindest im Kader zu stehen.
Im Idealfall hat der BVB also 17,5 Millionen Euro für einen frisch gebackenen Europameister ausgegeben. Bei den heutigen Verhältnissen auf dem europäischen Fußballmarkt ein durchaus akzeptabler Preis.
Eltern, Freundin, Geburtsort – Marco Reus kehrt in die Heimat zurück
Lässt man den wirtschaftlichen Aspekt mal beiseite, kann man den Dortmundern nur gratulieren. Reus ist in Dortmund geboren, hat bereits einige Jahre im Verein gespielt. Seine Eltern wohnen hier, ebenso wie seine Freundin. Glaubt man den Medienberichten, sind Reus und sein früherer Leidensgenosse Großkreutz nicht nur gute Bekannte, sondern enge Freunde. Während sie in München viel Energie und Zeit darauf hätten verwenden müssen, ihrem Neuzugang die Eingewöhnung zu erleichtern, braucht der BVB nicht mal einen Finger krumm zu machen.
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Platz 5
Für den Brasilianer Marcio Amoroso musste der BVB 2001 25,6 Millionen Euro an den AC Parma überweisen.






