Schalkes Alex Baumjohann über seine Ex-Trainer und Marco Reus
»Ich weine Magath keine Träne nach«
Interview: Alex Raack Bild: Imago
Es gibt nicht viele 24-jährige Fußballer, die so eine bewegte Geschichte haben, wie Schalkes Alexander Baumjohann. Vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Borussia Mönchengladbach sprachen wir mit ihm über ein verpasstes Jahr in München und Felix Magath.
Alexander Baumjohann...
(aus dem Hintergund) Baumi! Baumi!
Wer ist denn das?
Alexander Baumjohann: Ach, der Hans Sarpei.
Der lässt Sie wohl nicht in Ruhe?
Alexander Baumjohann: Wir sind gute Kumpels, da nutzt er natürlich die Gelegenheit, um mich zu ärgern.
Hans Sarpei war es auch, der Ihnen den Saisonstart vermieste. Nach Ihrer Rückkehr aus dem Urlaub fragten Sie via Twitter: »Guten Morgen...gibt es was Neues auf Schalke?« Sarpei antwortete: »Ja, du sollst nach Wolfsburg.« Muss ein ziemlicher Schock gewesen sein.
Alexander Baumjohann: Ach was.
Sie twitterten: »Damit macht man keinen Spaß. Das ist nicht lustig.«
Alexander Baumjohann: Das war ironisch gemeint. In den Zeitungen stand natürlich, ich hätte mir vor Angst in die Hosen gemacht. So schlimm war es dann aber nicht.
Aber auf ein Wiedersehen mit Ihrem Ex-Trainer Felix Magath...
Alexander Baumjohann: ....hätte ich durchaus verzichten können, das ist richtig. Ich bin ja nicht gerade sein Lieblingsspieler.
Im November 2010 wurden Sie von Magath suspendiert und mussten fortan mit der 2. Mannschaft trainieren. Ihnen, sowie den Kollegen Hans Sarpei und Jermaine Jones, warf er damals »mangelnde Einstellung« vor. Eine berechtigte Kritik?
Alexander Baumjohann: Aus meiner Sicht: nein. Er warf mir ja auch vor, ich würde mich im Training nicht voll reinhängen. Sie können jeden anderen Trainer fragen, der mich in meiner bisherigen Karriere trainiert hat, niemand wird das bestätigen können.
Hat er denn jemals mit Ihnen darüber gesprochen?
Alexander Baumjohann: Nein. Von den genannten Vorwürfen erfuhr ich aus der Zeitung. Einen Tag, nachdem wir beim 1. FC Kaiserslautern mit 0:5 verloren hatten (14. Spieltag der Saison 2010/11, d. Red.) nahm mich Co-Trainer Bernd Hollerbach zur Seite, um mir zu sagen, dass ich fortan mit der 2. Mannschaft trainieren solle.
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