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26.03.2012

Klaas-Jan Huntelaar erklärt, wie man Tore schießt

»Verteidiger sind selten schlau«

Interview: Christoph Biermann & Benjamin Kuhlhoff  Bild: Imago

Klaas-Jan Huntelaar beweist auch in dieser Saison, dass er einer der größten Goalgetter des europäischen Fußballs ist. Grund genug, bei Schalkes Mittelstürmer mal nachzufragen, wie das eigentlich geht: Tore schießen.

Klaas-Jan Huntelaar erklärt, wie man Tore schießt - »Verteidiger sind selten schlau«


Klaas-Jan Huntelaar, Sie treffen durchschnittlich in zwei von drei Spielen. Löst ein Torerfolg bei Ihnen noch besondere Gefühle aus?

Klaas-Jan Huntelaar: Das Gefühl, wenn der Ball im Netz zappelt, ist unbeschreiblich. Dann explodieren 50.000 Fans auf den Rängen. Tore zu schießen, ist für mich eine Sucht.

»Tore schießen ist wie Fahrrad fahren«, haben Sie einmal gesagt. Heißt das, dass man es nicht mehr verlernt, wenn man es einmal kann?

Klaas-Jan Huntelaar: Seit meiner jüngsten Kindheit stehe ich vor dem Tor und warte auf meine Chance. Inzwischen ist mir das Toremachen in Fleisch und Blut übergegangen.



Das klingt so selbstverständlich, als könne man es nicht üben.

Klaas-Jan Huntelaar: Doch, natürlich kann man das trainieren. Aber es ist eine Frage des Kopfes, ob ich in bestimmten Situationen in der Lage bin, die richtige Lösung zu finden. Viele Stürmer kennen die Lösung, verpassen aber die Situation, um sie einzusetzen.

Haben Sie sich auf Youtube das Video »Huntelaar Scoring Technics« angeschaut?

Klaas-Jan Huntelaar: Nein, ich bin nicht allzu oft im Internet. Was gibt es da zu sehen?

Das Video zeigt einen zehnminütigen Zusammenschnitt Ihrer Treffer und ist wie ein Lexikon des Toreschießens: Distanzschuss und Abstauber, Flugkopfball und Lupfer, Rechts- und Linksschuss, Schlenzer, Dribblings. Ist diese Vielseitigkeit Ihr größter Trumpf?

Klaas-Jan Huntelaar: Ich habe immer nur vor Augen, das Tor zu machen. Wenn der Ball auf Brusthöhe kommt, halte ich meine Brust hin. Wenn es das Knie sein soll, nehme ich das Knie. Ich wähle immer die einfachste Lösung.

Die Karriere von Klaas-Jan Huntelaar in Bilder >>>

Als was für einen Typ Goalgetter sehen Sie sich selbst?


Klaas-Jan Huntelaar: Ich bin in der Nähe des Tores am wertvollsten und fühle mich da am wohlsten. Aber in dem engen Korridor vorm Tor sind immer sehr viele Leute und der Raum für einen Stürmer ist minimal. Deswegen muss man sich gelegentlich zurückfallen lassen, dann hat man die Abwehr vor sich. Rücken die Verteidiger nicht nach, eröffnen sich vollkommen neue Möglichkeiten.

Sind Sie ein altmodischer Stürmer?

Klaas-Jan Huntelaar: Was meinen Sie damit?

Heutzutage erwartet man von einem Angreifer eher, dass er sich in den Aufbau einschaltet, mitspielt, verteidigt.

Klaas-Jan Huntelaar: Aber ich liebe es doch auch mitzuspielen und will immer den Ball haben. Nur geht es letztlich darum, Tore zu schießen. Wenn man als Stürmer mehr im Mittelfeld arbeitet, kann man nicht direkt vor dem Tor zur Stelle sein. Ich kann nicht meine Kraft in der Defensive aufbrauchen, weil sie mir dann im Angriff fehlt. Mit der Kraft schwindet auch die Konzentration. Wenn der Ball in den Sechzehner kommt, musst du vor dem Tor stehen, sonst hast du deinen Job verfehlt.

Für Louis van Gaal, der Sie schon lange kennt, sind Sie »der beste Strafraumstürmer der Welt«.

Klaas-Jan Huntelaar: Ich denke, er meinte, dass ich ein gutes Gefühl für die richtige Position habe, um auf einfachstem Weg zum Abschluss zu kommen.

Wie entwickelt man das nötige Gespür dafür?

Klaas-Jan Huntelaar: Das ist Instinkt. Wenn ich eine Situation erkenne, dann mache ich intuitiv, was ich für das Beste halte.

Aber was macht diesen Instinkt aus? Gab es mal Tests, die Ihnen darauf Rückschlüsse geliefert haben?


Klaas-Jan Huntelaar: Beim AC Mailand habe ich im MilanLab so viele Testreihen absolviert wie bei keinem anderen Verein. Darunter war auch ein Augentest, in dem es vor allem um Wahrnehmungsfähigkeit ging. Ich muss sehr gut abgeschnitten haben, denn der Tester war hinterher richtig euphorisch. Er sagte mir, dass niemand zuvor mit so einem guten Ergebnis abgeschlossen habe.

Seite 2: Huntelaar über Tests im Milan Lab und Trash Talk mit dem Gegner



Aus Heft#110 01/2011

Das deutsche Fußballwunder


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Sein Profidebüt gibt der »Hunter« 2002 im Alter von 19 Jahren beim PSV Eindhoven. Es bleibt sein einziger Einsatz für den PSV.


Fotostrecke

  • Sein Profidebüt gibt der »Hunter« 2002 im Alter von 19 Jahren beim PSV Eindhoven. Es bleibt sein einziger Einsatz für den PSV.
  • Über Ausleihen zu De Graafschap und AGOVV Apeldoorn landet er schließlich SC Heerenveen.
  • Im Trikot mit den Herzchen erzielt er in 46 Spielen sagenhafte 33 Tore und hat in seinem ersten Jahr maßgeblich Anteil an der UEFA-Pokal-Qualifikation des Klubs.
  • Nachdem Huntelaar in der Hinrunde der Saison 2005/06 17 Tore in 15 Spielen gelungen waren, verpflichtete ihn Ajax Amsterdam in der Winterpause...
  • Insgesamt erzielt er in der Saison 2005/06 33 Tore in 31 Spielen und wird Torschützenkönig der niederländischen Ehrendivision. Diesen Erfolg wiederholt er in der Saison 2007/08. Er trifft in 34 Spielen 33 Mal ins Schwarze...
  • ...und landet schließlich auf dem Einkaufszettel von Real Madrid, wo er den verletzten Altstar Ruud van Nistelrooy ersetzen soll.


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Kommentare

  • User
  • 22.12.2011 13:15:48 Tobi123

    Verteidiger sind selten schlau

    Stürmer scheinbar auch, wenn man sich sein Verhalten von gestern anschaut. Absolut dumm, peinlich und unwürdig.

  • User
  • 22.12.2011 13:18:58 Walter Baseggio

    Hört mir auf mit Huntelaar. Son Hals hab ich, son Hals !!!

  • User
  • 22.12.2011 14:10:49 gygax

    Kleinliches Gehabe von Stark. Entweder glatt rot runterschicken oder nur Gelb

  • User
  • 22.12.2011 14:19:36 Würzburger

    Blödsinn.
    War genau richtig so.
    Klatschen gibt immer gelb.
    Und Vogel zeigen diskutabel, spricht aber eigentlich für Starks Fingerspitzengefühl dass er ihn nicht gleich runterhaut. Kann er ja nicht wissen dass der so doof ist und sich gleich die zweite einfängt.

    Eins von den guten Interviews.

  • User
  • 22.12.2011 14:48:07 AntiMöller

    Auf dem Foto sieht er aus, wie diese Figur aus dem Horrorstreifen...Scream?

  • User
  • 22.12.2011 14:51:04 gygax

    Tja, die einen sagen so, die anderen so.

  • User
  • 22.12.2011 14:55:37 gelsenkirchen

    ich sach so: huntelaar ist saudoof (in dieser szene). das kreide ich ihm eher an als fehlendes fingerspitzengefühl beim schiedsrichter.
    65 minuten dreck gespielt, alle zusammen, da fange ich nicht an über den schiedsrichter zu diskutieren! nee, die niederlage ist die eigene unzulänglichkeit!

  • User
  • 22.12.2011 15:13:04 gygax

    Nö, fand ich auch nicht spielentscheidend. Find's trotzdem kleinlich in 46. Minute jemand Gelb zu zeigen, weil er sich an den Kopp packt. Oder er hat noch die passenden Worte hinterhergeschickt. Dann aber glatt runter

  • User
  • 22.12.2011 15:16:15 gygax

    Zur eigenen Leistung. Gladbach war 65 Minuten taktisch ziemlich gut. Das gibt's, das kommt vor. Viel mehr war gestern wohl nicht drin. Warn zwar wohl dran die letzten 20 Minuten, hat halt nicht geklappt, auch das kommt vor. Da gab es schon erschreckendere Leistungen die Saison

  • User
  • 22.12.2011 15:20:31 gelsenkirchen

    sicher, aber das ergebnis geht trotzdem klar.

    und für jones habe ich mich fast geschämt.

  • User
  • 22.12.2011 15:28:25 gygax

    Allerdings! Für mich die eigentlich dumme Aktion des Abends.

  • User
  • 22.12.2011 15:33:06 Redondo7 1

    Die ersten 20 Minuten waren ein Defensivfeuerwerk beider Mannschaften. Gladbach hat mit dem ersten guten Angriff getroffen und danach taktisch super gespielt. Das war stark und Schalke hat kein Mittel gefunden. Wie die zweite Halbzeit mit Huntelaar gelaufen wäre, ist hypothetisch. Die gelb-rote Karte geht in Ordnung wie die Niederlage auch. Jones Aktion gegen Reus war unterste Schublade. Und dumm war sie noch dazu, denn entweder sieht er nach wenigen Minuten sofort rot, wenn es der Schiri sieht, oder er wird nachträglich bestraft, weil so etwas natürlich nicht ungesehen bleibt durch die Kameras.
    Seine Aggressivität in allen Ehren, im Moment überdreht er in jedem Spiel.

  • User
  • 22.12.2011 15:36:01 gygax

    Aggressivität im Fussball hat für mich eher was mit Affekt zu tun. Das war eindeutigst vorsätzlich und sollte dementsprechend hart bestraft werden

  • User
  • 22.12.2011 15:36:06 gelsenkirchen

    ein "defensivfeuerwerk" - wunderschöner ausdruck, muss ich mir merken!

  • User
  • 22.12.2011 16:41:58 Würzburger

    Wenn der Stark ihm nicht für den Vogel Gelb zeigt, kriegt er eine dermaßen üble Bewertung... im Übrigen wird das über den Assistenten gegangen sein da der Stark wohl selber nicht hingeschaut hat.
    Vogel zeigen ist unsportlich, Gelbe, fertig aus. Manche Regeln kann man auslegen, in dieser Situation kann man's nicht machen.

  • User
  • 22.12.2011 16:46:22 MrSpinalzo

    Stürmer scheinbar auch, wenn man sich sein Verhalten von gestern anschaut. Absolut dumm, peinlich und unwürdig.

    Das ist Fussball 2011, Emotionen sind dumm, peinlich und unwürdig. In Düsseldorf muss der Co-Trainer auf die Tribüne weil er eine Wasserflasche gegen die Bank getreten hat...

  • User
  • 22.12.2011 17:00:19 Tobi123

    Achso, Vogel zeigen und hämisches Klatschen sind dann also ok? Emotionen gehören dazu, aber nicht solche. Emotionen sind auch keine Ausrede für schlechtest Verhalten, schön garnicht für einen Professionellen. Wundert mich dass du das anders siehst.

  • User
  • 22.12.2011 17:10:38 gygax

    Streng genommen zeigt er ihm nicht den Vogel, sondern haut sich einmal mit der kompletten Hand gegen den Kopf

  • User
  • 22.12.2011 17:14:20 Tobi123

    Naja, die Geste kennen wir ja auch alle, oder? Jedem, der sie neutral oder zumindest nicht beldeidigend findet, dem rate ich einen Selbstversuch beim Chef morgen früh. Würde mich wundern wenns da nicht auch Gelb gibt.

  • User
  • 22.12.2011 17:32:43 gygax

    Nun, es gibt Fälle, da kommt man vor Gericht mit einem "hab mich nur gekratzt" durch. Und die Geste von gestern kann man auch allgemein als "jetzt fällt es mir wieder ein" benutzen. Kommt halt auf den Kontext an. Egal, bestraft is bestraft. Find es nur seltsam,, dass man seine Emotionen unter Kontrolle haben muss. Kann passieren, dass man mal ausrastet, Emotionen sind oft eine spontane Sache. Dumm war das, was Jones machte, denn der hatte vorher genug Zeit zum Nachdenken

  • User
  • 22.12.2011 18:46:28 bergomi

    kopfballduell - ellbogencheck zwischen die augen - beim runterkommen eier quetschen. so wuerden legenden wie john terry den schlaker blindfuchs und rumpelfussballer aus dem weg raeumen. aus die maus, und juchhe!

  • User
  • 22.12.2011 19:11:24 Walter Baseggio

    Bayern - Training vorbei, Bergomi ?

    Ach nee, die Bayern sind ja schon in Urlaub. Also wirst du uns hier im Forum beglücken, so lange du nicht während des FCB - Trainings deine Runden um den Platz drehen kannst...

  • User
  • 22.12.2011 20:14:18 mehmetwirdankendir

    John Terry ne Legende? Im Arschlochsein vielleicht.

  • User
  • 22.12.2011 22:39:49 MrSpinalzo

    Ist aber irgendwie auffallend dass KJH nicht besonders häufig gegen Topteams trifft. In der Nationalmannschaft sind zb. Schweden und die Türkei noch die prominentesten Gegner, oder (um es vereinfachend zu sagen) Teams mit mittelmäßig- bis schlechten Verteidigern.

  • User
  • 22.12.2011 22:58:20 AntiMöller

    Ach nee, die Bayern sind ja schon in Urlaub.

    Uns zwar MIT Brenno! (Kommando: brennender Dornbusch)

  • User
  • 23.12.2011 00:27:21 bergomi

    wer redet denn mit dir, basaggegio? keine eier oder wie? oder komplexe wegen schalke? wahrscheinlich beides.

  • User
  • 23.12.2011 00:39:53 Walter Baseggio

    Da ist jemand gefrustet, weil kein Training an der Säbener Straße ansteht. Fährste mit ins Trainingslager ?

    Sag mal ehrlich, ist doch schon gebucht, oder ?

  • User
  • 23.12.2011 13:58:31 bergomi

    tschatschatschlitschee bei de schlowaken, so schaut's aus. merkst du eigentlich, wie laecherlich du bist?

  • User
  • 23.12.2011 14:32:38 der lenny

    Hehe, einen Tag nach dem Spiel nen Artikel mit so ner Überschrift hochzustellen hat schon was.

    Herrlich. Der Trottel.

  • User
  • 23.12.2011 18:03:36 Fix

    Ist ein klasse Stürmer der Hunter, trotzdem kommt in der elftal wohl nicht an v.Persie vorbei trotz des blinden Verständnisses mit Sneijder. In vielen Länderspielen halte ich ihn für gewinnbringender als v. Persie, aber in den großen Spielen ist v. Persie dursclagskräftiger als KJH, womit seine Reservistenrolle für die EM angesichts der starken Gruppe ausgemacht wäre. Vielleicht spielt er ja wegen seiner Buli-Erfahrung trotzdem gegen Deutschland.

  • User
  • 23.12.2011 21:56:38 AntiMöller

    Van Persie finde ich aber hängend links deutlich stärker, als als Stoßstürmer. Also: van Persie links offensiv und Huntelaar Stoßstürmer. So könnte es der FICKVEREIN immerhin bis in`s EM-Halbfinale schaffen.

  • User
  • 06.01.2012 15:38:10 oranje49

    Die Icons mit Pfeile zu nächsten Seiten gehen nicht auf diesen Seiten

  • User
  • 06.01.2012 15:38:33 L3v3l0rd

    Jahha! Sprachlos, wa!

  • User
  • 06.01.2012 15:38:50 L3v3l0rd

    Oh, doch nicht.

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