Die Geschichte der Fußballfans

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14.12.2011

Hansa-Manager Stefan Beinlich über die Hilfe der Fans

»Wir wollen ein ausverkauftes Geisterspiel«

Interview: Erik Peter  Bild: Imago

Weil Hansa-Fans beim Spiel gegen den FC St. Pauli mit Leuchtraketen schossen, muss der Klub sein Heimspiel gegen Dynamo Dresden am Sonntag unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Manager Stefan Beinlich erklärt, warum Hansa trotzdem Karten verkauft.

Hansa-Manager Stefan Beinlich über die Hilfe der Fans - »Wir wollen ein ausverkauftes Geisterspiel«


Stefan Beinlich, der F.C. Hansa muss sein Heimspiel am nächsten Sonntag unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Trotzdem verkauft der Verein Karten für die Partie. Wieso?

Stefan Beinlich: Die Bestrafung, das Heimspiel gegen Dresden ohne Zuschauer austragen zu müssen, trifft uns hart. Das ist finanziell ein riesiger Verlust für uns. Mit dem Verkauf der Eintrittskarten wollen wir den wirtschaftlichen Schaden für den Verein begrenzen. Und wir wollen die Fans mit ins Boot holen und dafür werben, sich Tickets für das Spiel zu kaufen, auch wenn sie es nicht vor Ort sehen können.



Wie kam es zu der Idee?

Stefan Beinlich: Wir hatten schon etwa 10.000 Tickets für das Spiel verkauft, bevor die Strafe verkündet wurde. Viele Fans signalisierten uns ihre Unterstützung und boten an, ihre bereits gekauften Karten nicht zurückzugeben. Die Idee wurde dann so weiterentwickelt, dass jetzt richtige Geisterspieltickets verkauft werden. Die Fans können selbst entscheiden, ob sie fünf, zehn, 15 oder 19,65 Euro für ein Ticket bezahlen.

Bringt die Aktion auch den Protest des Vereins gegen die Bestrafung des DFB zum Ausdruck?

Stefan Beinlich: Für die Fans ist es sicher auch eine Protestaktion, sich die Karten zu kaufen. Aber wir als Verein müssen damit leben. Wir wollen allen zeigen: 99 Prozent unserer Anhänger unterstützen uns. An der Resonanz sieht man, dass der F.C. Hansa sehr, sehr viele positive Anhänger hat und dass sich bei denjenigen, die uns dieses Geisterspiel eingebracht haben, um eine ganz kleine Minderheit handelt.

Der Verein hat zunächst Berufung gegen die beantragte Strafe des DFB-Kontrollausschusses eingelegt, dann aber die Entscheidung des Sportgerichts ohne Widerspruch akzeptiert. Finden Sie die Strafe gerechtfertigt?

Stefan Beinlich: Wir finden die Strafe unverhältnismäßig und nicht zweckdienlich, deswegen sind wir ja zunächst in Berufung gegangen. Doch nach der Entscheidung des Sportgerichts hat uns der DFB signalisiert, dass sich an der Bestrafung nichts mehr ändern wird. Deswegen haben wir auf eine erneute Berufung verzichtet. Die Strafe ist extrem hart und es ist sehr schwierig, diese Verluste aufzufangen.


weiterlesen [1] [2]



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Kommentare

  • User
  • 14.12.2011 12:41:11 Yvy

    Das übliche Ost-Gejammer "Strafe zu hart"....

    kanns nicht mehr hören

  • User
  • 14.12.2011 12:43:01 Jim Panse

    Geisterspiel und Abstiegsgespenst ... in Rostock ist das ganze Jahr Halloween

  • User
  • 14.12.2011 14:32:09 CaptainLC

    An der Resonanz sieht man, dass der F.C. Hansa sehr, sehr viele positive Anhänger hat und dass sich bei denjenigen, die uns dieses Geisterspiel eingebracht haben, um eine ganz kleine Minderheit handelt.

    Ja nee, ist klar... Das ganze Stadion klatscht dem Angriff auf Gästefans Beifall, und Herr Beinlich redet von einer Minderheit. Selbstverständlich steht die Vereinsführung dem Problem hilflos gegenüber - sie hat ja noch nicht einmal begriffen, dass Verharmlosung nichts mit Problemlösung zu tun hat!

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  • 14.12.2011 15:00:07 PittiTrueffelschwein

    Ich würde ihm gerne glauben, Paule ist ein toller Spieler gewesen und auch jetzt noch ein intelligenter, bodenständiger Mensch.
    Aber das sind einfach zu viele hohle Phrasen und, wie ich schon öfter gesagt habe, man sollte sich in Rostock einfach der Kritik stellen und, statt zu relativieren, den Finger in die klaffende Wunde legen und klar aussprechen, woran es hapert.

    Schade, wieder eine Chance vertan.

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  • 14.12.2011 15:01:57 Schwensen

    99 Prozent des Rostocker Publikums hat applaudiert als die Rakete im Pauli Block eingeschlagen ist. Ist der Beinlich blind und taub? Ein bekackter Bier-Becher kam uns da wesentlich teurer zu stehen. Also wo ist denn da die Verhältnissmäßigkeit ?

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  • 14.12.2011 16:12:06 el muellero

    janz ehrlich... man sollte keinen über'n kamm scheren und so... aber fakt ist... bei den hochintelligenten schreiberlingen, explizit fräulein möller, is der tellerrand ein wenich zu hoch um ansatzweise drüberzuschauen... immer ruf uff die ossis... wobei wir wieder beim oben genannten kamm wären...

    ...denn fakt is auch, dass es ca. 2 drittel "westbegegnungen" sind, die durch unerfreulichen pyroschlägereienfeuerzeugwürfeundsondreckbzwvor'nz uggeschuppse auffallen, nur keinen interessierts dudes!!!

    deswegen...ähhhm... weiter bild lesen und sobald irgendwat von rostock &oder dresden in irgendwelchen medien steht, druff da... immer druff!!!

    achja... meint ihr die idioten kaufen freiwillig sone karte ohne sich im stadion auf die fresse hauen zu können?! ich finde diese aktion klasse und gut is...

  • User
  • 14.12.2011 16:27:06 Wanderduene

    @Schwensen: Der ERSTE Bierbecherwurf war teurer? Wieso? Ich kann mich nur an Krokodilstränen erinnern, die dem Westonkel DFB offenbar so ans Herz gingen. Anstatt einem Geisterspiel durfte St. doch nach Lübeck fahren...

  • User
  • 14.12.2011 17:36:47 Olli007

    Oder die Vorkommnisse bei Eintracht Spielen 2011? Straf: Ein Spiel mit 20.000 Zuschauern. Wo ist da die Verhältnismäßigkeit?

    @Schwensen. Ich nehme mal du warst im Ostseestadion.
    Ich stimme dir zu das Süd, Teile der Ost und einige Idioten aus andern Blöcken applaudiert haben, aber 99% ist reichlich übertrieben. Du bist doch nicht die Blödzeitung.
    Klar sind solche Dinge nicht schön, aber in den anderen Stadien wäre die Reaktion nicht anders gewesen, bei euch sicherlich auch nicht. Idioten gibt es überall. Also sollten wir alle die Füße still halten und nicht über sog. West oder Ostvereine herziehen. Vorurteile sind teilweise die Gründe für solche Reaktionen.
    So, aus die Maus.

    Die Aktion von Hansa ist definitiv ne super Idee.

  • User
  • 14.12.2011 17:42:42 Haensgen vom Deich

    Ich hätte ja mal bei DFL/DFB nachgefragt, ob so ein "Frauen-und-Kinder-Spiel" wie in der Türkei (Fener?) möglich gewesen wäre. DAS hatte ja Stil, nech.

  • User
  • 14.12.2011 17:46:04 Olli007

    Das hätten sie nicht gemacht! Hier der Beweis: http://www.ostsee-zeitung.de/rostock/index_artikel _komplett.phtml?SID=8f6af86e9f6c5373a1b81ced82b1fd 67¶m=news&id=3315839

  • User
  • 14.12.2011 17:47:21 Olli007

    http://www.ostsee-zeitung.de/rostock/index_artikel _komplett.phtml?param=news&id=3315839

  • User
  • 14.12.2011 18:49:17 Lok10

    ...denn fakt is auch, dass es ca. 2 drittel "westbegegnungen" sind

    fakt ist wohl auch, dass es einfach entsprechend mehr Westvereine in den oberen Ligen gibt und ich behaupten möchte, dass sich die Bilanz mit mehr Ostvereinen entsprechend korrigieren würde.
    Von den "gängigen" Ostklubs (der ersten beiden Ligen), Dynamo DD, Rostock, Cottbus, Aue und Union sind 3 von 5 mit einem negativen Image behaftet, welches man sich "erarbeitete" und darüber hinaus treten erwähnenswerte Anteile deren Anhängerschaft mit rechtem Gedankengut auf den Plan bzw. werden von der "vorbildlichen" Mehrheit akzeptiert.

  • User
  • 14.12.2011 19:24:29 Lanrue

    Selbst wenn die komplette Fanszene von Dynamo, Hansa und co. aus rechten Schlägern bestehen würde, was bitte sollte es denn bringen, genannte Vereine mit Pokalausschlüssen und Geisterspielen zu versehen? Das ändert doch diese Menschen nicht. Und schon gar nicht die gesellschaftlichen Probleme, die diese Menschen so werden ließen wie jetzt sind.
    Und angenommen man würde es schaffen all diese Leute mit Stadionverboten zu versehen, was hätte man dann gekonnt?
    Dann hätte man vielen Leuten noch den letzten Sinn im Leben genommen. Und ich will nicht wissen, was passiert, wenn der komplette K-Block am Wochenende ziellos, gelangweilt und unkontrolliert durch die Stadt läuft.

  • User
  • 14.12.2011 19:27:24 spick

    also ich würde auch sagen, dass die strafen was pyrotechnik im osten und westen angeht ziemlich auseinander gehen! das stimmt sicher.
    trotzdem kann ich mich an kein spiel erinnern, wo raketen in den gegnerischen block geschossen wurden!? Ich lasse mich da gern eines besseren belehren.
    das mal was auf's spielfeld fliegt, alles schon gesehen....aber in den generischen block...nö! fand ich auch echt krass. und das "so viele" leute dann noch applaudieren hätt ich mir auch nie gedacht.
    und das macht das ganze eben etwas "delikater".
    zudem haben ja erst die dynamo fans los gelegt....und 1+1 ist bekanntlich 2.
    ich finde die idee mit dem geisterspiel auch klasse. und paule war immer ein fairer sportsmann und ich bin mir sicher das er und die vereinsführung an preventiven maßnahmen arbeiten...ob die fans dass annehmen steht auf einem anderen blatt.

  • User
  • 14.12.2011 19:56:57 Lok10

    wo raketen in den gegnerischen block geschossen wurden!?kursiv formatierter Text
    Minute: 2:05
    http://www.youtube.com/watch?v=BwUKYJs8s3g

    @Lanrue:

    natürlich Löst man mit diesen Strafen keine Gesellschaftlichenprobleme das steht außer Frage zu dem sind Verbote stets eine Reaktion auf etwas das schon schief gelaufen ist. Aus deinem letzten zeilen aber könnte man heraus lesen, dass es besser ist wenn sich die ganzen Bekloppten im Stadion/Block konzentrieren, da sie dann nicht durch die innenstädte ziehen und dort ihren Dampf ablassen. Das kann aber nicht im Sinne der Fußballkultur sein, dann ist nämlich der Fußball der der das ausbadet was anderswo schief läuft. Letzendilch sollte bzw. ist der Fanblock aber mehr als ein Auffangbecken verunsicherter Unglücklicher.

  • User
  • 14.12.2011 21:13:20 marcohimmelblau

    Wenn der Verein machtlos ist, warum gibt es dann Stadien ohne Pyro ? Aus meiner Sicht kann bei den derzeit äußerst intensiven Zugangskontrollen für Gästefans Pyrotechnik nur aus Nachbarblocks oder von unkontrollierten Personen (Gästeordnern???) eingeschleußt werden. Da mir die Kontrollen tierisch stinken, kann sich jeder Pyromane meiner tiefsten Verachtung gewiß sein.

  • User
  • 14.12.2011 21:47:31 Wanderduene

    Klar, die Aktion im Ostseestadion war für Hansa in der Außendarstellung eine unglaubliche Katastrophe. Hätte man die Pyro- UND Bölleraktion einiger St. Pauli-Chaoten nach dem 0:1, immerhin der Anfang des Wahnsinns, einfach mal "unkommentiert" gelassen...

    Ich will hier auch überhaupt nichts schön reden, auch bei uns gibt es zahlreiche Flachzangen. Und normalerweise zeige ich nicht so gern auf andere. Aber wenn spick so nett fragt: Google einfach mal 3 Wörter: "Duisburg Düsseldorf Raketen".
    Im Spiel Hansa vs. Pauli am 02.11.2009 flog Pyro aus dem Gästeblock in die Südkurve.
    Vor der jetzigen Begegnung überrannten ca. 100 Pauli-Chaoten Polizei und Ordner und stürmten unkontrolliert in den GB. Darüber wurde aber nicht so viel berichtet. Und genau das ist es, was einen normalen Hansa-Fan ärgert. St. Pauli = ALLE so toll und Hansa = ALLE so böse. Es gibt aber mehr als nur schwarz und weiß...

    Selbst bei der Aktion "Geisterspieltickets" überwiegt die negative Diskussion...

  • User
  • 16.12.2011 00:42:45 jago98

    Das mit den Raketen von 2009 hat interessanterweise nie jemanden interessiert. Weder Medien noch DFB. Applaus damals vom Gästeblock. Nach dem Spiel war die Diskussion interessanter, ob die "Kopf ab"-Geste von Naki berechtigt ist oder nicht. Ich glaube, die allgemeine Meinung tendierte zu, Naki hätte das Recht das zu tun, da ja außer Frage steht, dass alle Rostocker Fans Nazis sind. Immer schön pauschal bleiben.
    Und mal zum Thema, der Verein stellt sich nicht dem Problem: Die Südkurve wurde vom Verein geschlossen.
    St. Pauli sieht nach wie vor nicht mal ein Problem bei seinen Fans. Als ich das letzte mal mit Hansa bei St. Pauli war (ist schon ein bisschen her), wäre ich froh gewesen,die hätten in der Feldstraße nur Bierbecher geworfen.
    Um es abschließend klar zu stellen: Rostock hat (wie die meisten Bundesligavereine) ein großes Problem mit gewaltbereiten Fans. Das Geisterspiel als Strafe ist berechtigt, wenn auch schmerzhaft.
    Die St. Pauli Strafe von 8 000 Euro ist ein Witz.

  • User
  • 16.12.2011 21:23:03 greenkeeper

    Waaas? Pyrotechnische Erzeugnisse wurden schon zuvor unter Gejohle in gegnerischen Fanblöcken entsorgt? Lüge? Das war doch in Rostock eine ganz neue Dimension, gelle Herr Brux? Aber wenn man nicht mit dem moralischen Zeigefinger auf andere zeigen darf kann man sich als guter Mensch ja nicht noch besser fühlen...

  • User
  • 17.12.2011 08:48:23 striezel

    Nur weil westliche Zeitungen und Medien,TV nichts über
    Randale vor und in westdeutschen Stadien berichten, gibt es
    für die Mehrheit hier diese Randale auch nicht.
    Gut die Mehrheit sind ja auch in Westdeutschland lebende.
    Da sie nicht betroffen sind, von harten Strafen jedenfalls,
    braucht man sich nicht aufzuregen und kann noch
    dazu ein bischen die Hartz4-Keule schwingen.

    Ich empfehle allen diesen Leuten das Studium mindestens
    von youtube. Ich würde denken, jeder gibt einfach seinen
    Lieblingsklub ein und dazu Pyro oder Randale oder beides....
    Es müsste jeder User, der fussballfan ist fündig werden.

    Desweiteren beantworte ich die Frage nach den Raketenschüssen,
    ob es das schon vor Rostock gegeben hätte:

    Erstmal möchte ich erwähnen, dass es dies eine Woche nach
    Rostock schon wieder bei Duisburg gegen Düsseldorf gab.
    Die Liga von Rostock. Bin mal gespannt auf die Reaktion des
    DFB.

    Weiterhin hier ein Link zu einem Spiel im Februar dieses Jahres,
    Karlsruhe gegen Eintracht Frankfurt mit ebenfalls einigen vielen
    Raketen plus Böller, plus Pyro. Frankfurt hatte ja dann
    am Ende der Saison noch den Platzsturm und wurde für insgesamt
    elf Vergehen in 2010/11 mit einem Heimspiel unter 20000 Zuschauern bestraft. Tolle Strafe.

    http://www.youtube.com/watch?v=l-Lw4CAZ57g&feature =endscreen&NR=1

    Dagegen Dynamo 28 Strafverfahren in neun Jahren = 3,1xx pro Jahr. Dabei einmal "Platzsturm" nach gewonnenem Aufstieg.
    Bzw. friedliches Feiern auf dem Platz.
    Und hier schreiben auch noch Leute von jammernden Ossis.
    Das ist EINDEUTIGE Ungleichbehandlung !
    Und Elf Freunde schreibt auch nichts über das Duisburgspiel und
    springt unerklärlicherweise auf den fahrenden Hetzzug
    gen Osten auf.
    Dortmund und Schalke mit Insolvenzverschleppung und über
    100Mio Schulden ohne Strafe in der Liga geblieben usw. usw...
    Dynamo wwegen 6 Mio DM Zwangsabstieg, Sachsen Leipzig
    zweimal hintereinander den sportlichen Aufstieg wegen
    Lizensgründen versagt(1.MioDM) usw.usw...

    Hauptsache eine Meldung wird von den Desktopjournalisten fünfhundertmal vervielfältigt, dann wirds schon stimmen.
    Und was das Fernsehen nicht bringt und die Bild nicht zeigt, dass
    gibt es nicht. Und das betrifft auch andere Bereiche der
    Politik und des Lebens, nichtinvestigativer Klickzahlenjournalismus.
    Ohne gleich an dumme Verschwörungen zu denken, Sozialisation
    und fehlenedes Rückrat von Presseleuten gegenüber der
    eigenen Umgebung und dem Chef führt dazu, dass die
    Probleme etwas weiter weg gesucht werden. Im Osten, in Russland und China, im Regenwald, aber nicht bei uns und unseren eigenen zerschnittenen und zubetonierten Wäldern.
    Der Chef könnte ja meckern und die kritisierte Firma etc.
    keine Anzeigen mehr schalten. Liesse sich genügend fortsezen.
    So geht Demokratie zu Grunde, nicht durch die Auswirkungen
    dessen, die sich bis zum NSU ziehen können.

  • User
  • 20.12.2011 13:44:48 el muellero

    @ LOK10

    ...denn fakt is auch, dass es ca. 2 drittel "westbegegnungen" sind

    fakt ist wohl auch, dass es einfach entsprechend mehr Westvereine in den oberen Ligen gibt und ich behaupten möchte, dass sich die Bilanz mit mehr Ostvereinen entsprechend korrigieren würde.
    Von den "gängigen" Ostklubs (der ersten beiden Ligen), Dynamo DD, Rostock, Cottbus, Aue und Union sind 3 von 5 mit einem negativen Image behaftet, welches man sich "erarbeitete" und darüber hinaus treten erwähnenswerte Anteile deren Anhängerschaft mit rechtem Gedankengut auf den Plan bzw. werden von der "vorbildlichen" Mehrheit akzeptiert.


    Also biste der Meinung, dass "Westliche Ausschreitungen", da ja entsprechend proportional weniger, nich erwähnenswert sind. Also sind diese dann nich so schlimm ne?! Brauch man nich quatschen drüber. Find ick ja mal total klasse. Respekt!

    Das Problem an der Sache is, das solche Aussagen einfach nur bestätigen, dass negative Vorfälle in eigenen Reihen als weniger Beachtenswert betrachtet werden und dass es viel einfacher ist, über andere zu Urteilen wobei natürlich jenes "Kamm scheren" nicht in Vergessenheit geraten darf! Du musst ja ne Menge Schafe hüten tuhus. ;)

    Dass wir Probleme haben is sicher nich unterm Teppich zu kehren doch den meisten Leuten im Stadion liegt der Verein am Herzen und nich verkackter "Ausschreitungsaktionismus".

    Was Verhältnismäßigkeit angeht bin ich der Meinung, sobald Menschen Gefahren ausgesetzt werden ist es Vollkommen irrelevant ob nun eine Rakete jemandem am Kopf trifft oder jemand mit Fußtritten der gleichen ausgesetzt wird. Da muss die Justiz Hart durchgreifen und da kann auch PAULE nicht jedem auf die Finger schauen, geschweige denn in hohle Birnen!

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