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10.12.2011

Passen Cheeleader zum Fußball, Sabine Lorenz?

»Wir gehören zum FC wie der Geißbock«

Interview: Erik Peter  Bild: Imago

Landesweit werden die Cheerleader aus den Stadien verbannt. Nur in Köln ist mal wieder alles anders. Wir sprachen mit Sabine Lorenz, Vorsitzende der FC-Cheerleader, über das Klischee von hohen Stiefeln, Fotos im FC-Panini-Album und »Ausziehen«-Rufe.

Passen Cheeleader zum Fußball, Sabine Lorenz? - »Wir gehören zum FC wie der Geißbock«


Sabine Lorenz, wissen Sie, dass Sie die einzige Cheerleading-Gruppe bei einem Bundesligaverein sind?

Sabine Lorenz: Wir gehörten zu den ersten Cheerleadern beim Fußball und sind heute die einzige Gruppe, die noch regelmäßig auftritt. Vor einigen Jahren gab es bei vielen Vereinen Cheerleader. Meistens gehörten die aber nicht zum Verein, sondern wurden nur für die Spiele gebucht. Bei Schalke sind zum Beispiel die Cheerleader des Footballclubs Düsseldorf Rhein Fire aufgetreten. Aber dieser NFL-Stil funktioniert beim Fußball nicht.



Liegt es auch an der Karnevalshochburg Köln, dass sich nur dort Cheerleader durchsetzen konnten?

Sabine Lorenz: Kann schon sein, dass dieser Aspekt dafür ausschlaggebend ist. Der Karneval bietet viele Möglichkeiten, uns außerhalb des Stadions zu präsentieren. Wir laufen im Rosenmontagszug mit und haben auch viele Auftritte auf Karnevalssitzungen. Wenn wir dort auftreten und die FC-Hymne beginnt, tobt der Saal. Dann überträgt sich die Begeisterung der charmanten, kölschen Mädchen auf die Leute. Der Kölner an sich ist eben FC-Fan und auch wir stehen mit Herz und Seele hinter unserem Verein.

Passen Cheerleader denn zum Fußball?

Sabine Lorenz: Was im Fußball überhaupt nicht geht, ist dieses typische »Go, Fight, Win«-Gejubel oder das Tanzen während des Spiels vor den Tribünen. Das mussten wir auch lernen. Es gab vehemente Beschwerden, als wir eine Zeit lang mit Schildern vor der Fankurve standen. Heute haben wir unseren Auftritt zu Kölscher Musik eine Viertelstunde vor Spielbeginn. Danach bilden wir noch das Spalier für die einlaufenden Mannschaften und das war es dann. Wir sehen auch nicht aus wie diese typischen American-Football-Cheerleader. Die ganz kurzen Röcke und die hohen Stiefel passen einfach nicht zum Image traditionsreicher Fußballvereine.

Könnten Sie sich vorstellen, bei Toren oder Verletzungsunterbrechungen im Mittelkreis zu tanzen?

Sabine Lorenz: Nein, nein, nein! Die Fans würden komisch reagieren, auch ich würde als Außenstehende komisch reagieren. Sie müssen sich frei machen von diesem typischen amerikanischen Cheerleaderbild. Dieses Klischee wollen wir nicht bedienen. Wir sind Fußball-Cheerleader. Wir sind speziell, genauso wie der FC und Kölle.


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Von wegen nur Arsch wackeln und Beine hoch. Pyramidenakrobatik der Kölner Cheerleader.


Fotostrecke

  • Von wegen nur Arsch wackeln und Beine hoch. Pyramidenakrobatik der Kölner Cheerleader.
  • Um das Jahr 2000: Cheerleader quer durch die Republik. Hier: Rostock.
  • Donald Agu und Bachirou Salou fühlen sich in Frankfurt sichtlich wohl.
  • Noch jemand, der die Gesellschaft genießt. Herthinho mit den Cheerleadern von Berlin Thunder.
  • Die Cheerleader von Düsseldorf Rhein Fire begrüßen die Mannschaften Auf Schalke.
  • Das Klischee US-amerikanischer Cheerleader in Perfektion. Knappes Röckchen und hohe Stiefel.


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Kommentare

  • User
  • 10.12.2011 11:11:42 giselher

    Jegliche Diskussion kann man sich ersparen, wenn man die Mädels statt "chearleader" als "Funkenmariechen" einordnet. DIE gehören dann wirklich zu Kölle und dem FC.

  • User
  • 10.12.2011 11:18:46 MarcRamone

    Also ich muss schon sagen, Chearleader mochte ich eigentlich nie. Beim FC hingegen passt es irgend wie. Auch haben die mit ihrer Lehrzeit das Fingerspitzengefühl für "was", "wann" und "wie" gelernt.

    Es ist auch nicht die Frage, ob Chearleader zum Fußball passen, denn das tun sie, z.B. in Lateinamerika. Die wissen halt auch wie sie es dort umzusetzen haben.

    Und dass die knappen Kostüme nicht zu einem Traditionsverein passen, ist wohl wieder nur spezifisch für Deutschland, denn in Lateinamerika gibt es ja auch sehr viele Traditionsvereine mit knapp angezogenen Chearleadern.

    Es ist also eine Landessache.

    Übrigens sind die Rhine Fire Chearleader wirklich gut, sie passen wunderbar zum dortigen Football! Diese Art kann man nicht kopieren und dem Fußball überstülpen.

    Köln ist alt anders. Manchmal auch gut deswegen.

    Auf Schalke passt es nicht.

  • User
  • 12.12.2011 10:42:31 Papiertiger

    »Wir gehören zum FC wie der Geißbock«

    11 Zicken?

  • User
  • 20.12.2011 14:15:07 rumpler

    Spielen Fußball wie die Mädchen, dann können sie auch welche aufm Platz rumhoppeln lassen.

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